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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2005-01-01 · No. 78 (2005) · p. Seite 5

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2005
Issue
No. 78 (2005)
Date
2005-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Etwas über das "Gebet für das Vaterland" in Deutschland vor und nach 1933 Dr. Yehudit Baumei veröffentlichte in der Zeitschrift "Sinai" (Nr. 104) eine Forschungsarbeit über das Gebet im von den Nazis besetzten Europa. Ein Kapitel dieses Artikels bespricht das "Gebet für König und Vaterland" in Deutschland. Ein Gebet für das Vaterland oder für den König finden wir im 18. Jahrhundert in den Gebetbüchern für Schabbat und Feiertage, in den Gemeinden von Süd-, West-, Nord- und Mitteleuropa, während dieses in Osteuropa im allgemeinen nicht üblich war. In der portugiesischen Gemeinde in Amsterdam wurde auch für das Wohl der Stadtverordneten gebetet. In Deutschland sagte man vor dem Zusammenschluß der verschiedenen Fürstentümer und einzelnen Staaten (wie Preußen und Bayern) ein Gebet für die diversen Fürsten und Könige. Als nach 1870 Bismark das Deutsche Reich durch Zusammenschluß der verschiedenen deutschen Staaten und Fürstentümer gründete und der König von Preußen zum Kaiser von Deutschland gekrönt wurde, betete man für das Wohl des Kaisers, aber auch für die diversen Fürsten. Nach der Gründung der Weimarerl Republik und Auflösung des Kaiserreichs änderten die Gemeinden in Deutschland den Text des Gebetes "für das Vaterland". In den liberalen Gemeinden wurde ein neuer Text in das "Einheitsgebetbuch" dieser Gemeinden aufgenommen. In den orthodoxen Gemeinden wurde ein neuer Text im Sinne der Weimarer Verfassung im Rödelheimer Siddur gedruckt. Bis wann diese Gebete in Deutschland gesagt wurden, weiß man nicht genau. Aber es ist anzunehmen, dass nach dem Jahre 1933 allmählich aufgehört wurde, diese zu sagen. In der Storchsynagoge in Breslau sagte noch im Jahre 1935 Rabbiner Dr. Hoffmann s.A. auf der Kanzel: "Schütze und segne unser] deutsches Vaterland...". In Mannheim wurde im Jahre 1937 dieses Gebet nicht mehr gesprochen. Zwei Gebete, welche in der Zeit von 1933 bis zum Pogrom im November 1938 verfasst wurden, geben uns ein trauriges Bild von 122 dieser schweren Zeit. Ein Gebet wurde von Rabbiner Dr. Leo Baeck s.A. verfasst, welches beim "Kol Nidre" Gebet am 6. Oktober 1935 in den noch existierenden Synagogen in Deutschland verlesen werden sollte. Aber die Vorlesung dieses Gebetes wurde von der Gestapo verboten und die Vernichtung aller Exemplare angeordnet. Einige wenige Examplare konnten ins Ausland verschickt und so gerettet werden. Dr. Leo Baeck und Otto Hirsch, die Vorsitzenden der “Reichsvertretung der Juden in Deutschland" wurden verhaftet, aber infolge scharfer Proteste im Ausland, vor allem von Vertretern einiger Kirchen in den U.S.A., bald wieder frei gelassen. Das zweite Gebet ist von Oberrabbiner Dr. Joseph Carlebach s.A. verfasst und in der Gemeinde - Synagoge Bornplatz, Hamburg gesprochen worden. Es ist ein Gebet für das Wohl der Gemeinde “... das sie nicht dem Untergang und der Zerstörung anheimfalle”, aber auch ein Gebet für alle die in die Fremde ziehen mussten, und besonders für diejenigen welche nach Erez - Israel zogen “... um die Risse in der Mauer Zions wieder zu heilen und neuzubauen die Trümmer Jerusalems...” M.E.H. 122 KHnn rom tid ©ebet für baS 33aterlanb. btt btt D’SS 1233^ NtM •it t - v *ir - v r* t : r rvststo nn« .nürnn “ripa doth 3n nün E'jtf pb* m b3 rnp? “|T?i .nb’b3 mi?x\x7 i3jp -3 bion« T2^3 t : it - t; -; : v : 1 r.* **: p« =un“jbiD p« oy ~pn ’ir rnnNnb rrasipb »motf rw nitoib /min dit non .cbiyb tsten bs urs np-tnb nbb3Efb w roob /(in 3m 3im n3n run« niwo it ) ~i~ : | t: t t: viv: v iy t : * 3^p'1 Nb nwo boi ,iDp$m rnbtfs rros bo nn^ttin2 ,ubi3:ü bip Nb .DirbriNb i222 bx eNn D'&nb .pxn nsp ny ntonbp ]i3^’ bftnisn ,mirp min mriD3 .iruNn nnm :jon -oüi ,]isn vr pi bm N3i .irob l.Y.f JKerfjaaffcn für W« trftrn Ia3 für beu ^fiaubcölierru. ftrr Ulrft unft König irr Roiiigr, irr Tii t'flii Drinem yRflii’r Ijiil) imlgclljeift ftrm 5(rrl*fid)rii unft in» Orftrnfoljue m Prinrr STIatfjf, ftaf! rr in Ml tmft RrMitfiRril mif Uifti, &«ftm nab Ocrrdjiigßrii fiauftljaße uuler ftru ntrnM}rn! mir ßrlni 311 Pir um X-riueii ${0u(} mift Deine <2?nabr( um pritirn Srgea unb DeiJInnft fiir iiiijVru König uuft farnt ftrn ft<ulft1)eit Raifer, DilMm ifcii (ßrl?m. ilj» in Krafl unft «ErlimftQrif, Mi rr Hinge unft DcuTüdU in« {rirften uuft ftir lRoßflnfirf feiner Uöffirr mf)ut ftafl rr bit Jenfrfjaft, fteren rr ivaflel, migrluil>l mift nmierfimumert 411m 0«fe feiner Raliou fnfirr! 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