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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1962-01-01 · No. 4-5 (1962) · p. Seite 10

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1962
Issue
No. 4-5 (1962)
Date
1962-01-01
Page
Seite 10 (sequence 3156)
Language
German
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SPENDEN und Mitgliedsbeiträge gingen seit dem letzten Ausweis in den „Mitteilungen” bei uns oder unseren Ortsgruppen ein. Azis Israel von: Rudolf Axt (RG), Dr. A. Andorn (Cholon), Dr. Lilli Berg-Platau, Jenny Breslauer, Judit Binetter Lotte Bar-Or, (Schneller) (TA), Max Blasse, anl. der Jahrzeit nach seiner Frau Frieda geb. Meiseis s.A., Dr. Herbert Böhm (RG), Lotte Bing (J), Eva Becker, Heinz Brotzen (H), Gabriel Buttenwieser (Tivon). Cassriel (TA), Heinr. Ch. Cohn (RG), Malli Davidow (J). Max Dienstfertig (Bne Braq), A. Dombrowski und Frau, Mosche Emanueli (TA), Rud. und Anni Epstein (Ashkalon), Shlomo Erel, Leo Freund, (TA), Dr. Markus und Julie Freund (Kfar Saba), Schimschon Frankel, Dr. Daniel Frankel (J), Herrn. Freudenthal, Dr. Hans Freudenthal, Käte Fink, Manferd Falk (H), Karola Frohmann (K. Bialik), Martin Gumpert, Bianca Gerlich, Rosa Golinski, Rachel Goldberg, Benno Gottschalk (TA), Georg Glogowski (J), Dettmar Gluskinos (Gaf Yam), Trude Grütz, Julius Geliert (anlässlich seines 75. Geburtstages und z. A. seiner Eltern Manus und Emilie Geliert geb. Peiser, die den Neubau der „Synagoge zum Tempel”, Breslau, Antonienstr. gestiftet haben), Käthe Geliert geb. Silberstein (z. Z. an ihre Eltern Heymann und Cäcilie Silberstein), (H), Lea Gitmul (Atarot), R. A. Dr. Grzebinasch, Paula Hirsch, Marie Hirschberg (TA), Lotte Hirschberg (R. Menasche), Dr. Nathan Hoffmann (Kfar Noar Dati), Lotte Jolles geb. Silberstein (H) (z.A. ihrer Eltern), Dr. Herbert Javitz (TA), Frau Dr. Kohlberg (TA) (anl. der 1. Jahrzeit nach ihrer Tante Frau Hedwig Sander s.A.), Ester Kroll (R. Chen), Herta Knoch (Tivon), Juan Krieg (K. Amir), Max Lopatka (z.A. an Zwi Lopatka), Paula Lewy(TA), Hanna Levy (Cholon), M. Lichtenstein (K. Bialik), L. Löwenberg (H), Karl Ludnowsky (Meged), Kätte Markus-Ephraim, Marschawsky (TA), Dr. Mährer (J), Sofie Markus, Ludw. Marcovitz (H), Lucie Möller, (TA), HansNelken (K. Bialik), Selma Neustadt, Dora Neumann (TA), Herta Nossbaum (P. Channah), Eugen ölsner (Tivon), Dr. Max Preuss (TA), Michael Pragai (Prager) (J), Martin Pick, Avigdor Porat-Foerder (H), Manfred Rosenfeld (Maro), Dr. Th. Rosenthal, Frau Riegel, Ester Rosenzweig (TA), David Rotenberg, Mayer Rotenberg (J), Ruth Reich (K. Chajim), Dr. Rotter.(H), Herbert Ritter (K. Ata), Isi Simonsohn, P. S. Seitmann (H), Erna Scheyer, Dr. S. Schmerei, Siegfried Schneller, Gertrud Schneller (TA), Rafael Schneller (Nir Ezion), Zwi Schaal, Elsa Schlesinger (J), Schmuei Schein (Chedera), H. und N. Schifftan (K. Bialik), Jechiel Schulsinger (RG), Dr. Walter Steinitz (R. Haschavim), Johanna Süssmann (J), Tallaloi, Abr. (Ramatayim) (z.A. an Samuel Nothmann), Ernst Tauber (B. Yizchak), Käte Tal (TA), Heinz Unikower (H), Max u. Irmgard Wiener (TA), Frieda Weissmann (J), Irene Witkowsky (TA), Elieser u. Fanny Wenglowitz (PT), Dr. Wachsner (R. Haschavim), Mosche Waldstein (PT), Paula Wahrmann (K. Motzkin), Edith Weitzen (R. Chen), Charl. Weissenberg, Hilde Wisch-Schatzky (H), M. Zmigrad (TA). (TA—TelAviv, J—Jerusalem, H -Haifa, RG—Ramat Gan, PT—Petach Tiqwah.) 10 Aus Europa Alice Bermann (Schaan), Brandt, London, Rabb. Dr. Brilling — Münster, Herrn. David (Düsseldorf, James Elsner (Berlin), R. A. Dr. Franz W. Engel (Düsseldorf), Studienrat R. Exner (Germany), D. Gertler (München), R. R. Gerson (Birmingham), L. Grünberger Hagen), Alice Heppner und Eva Jordan (England), Frieda Josephy (Berlin), W. Lesser (Amsterdam), Mrs. E. Loew geb. Perl (London), Dr. Erwin Markus (London), George Prinz (z. Z. Heidelberg), Paul Rosten-Rosenstein (London), O. Roth (Guildford), Gerda Sachs (Paris). Aals Nord- und Süd-Amerika: Adolf Bardasch (USA), Herta Böhm (Cochachamba), Max Ehrlich (Santiago), H. Glücksmann (N.Y.), Martin Guthmann (N.Y.), Friends of formerly Jews from Breslau (N.Y.), Ingeborg Heilborn (USA), Emil Jarvis (Mexiko), Siegfried Jonas (USA), Helen Levy (USA), Ruth Lang (USA), Louis Neumann (Montevideo), Emma Peritz (USA), Max Pollack (USA), Professor Martin Silberberg (USA), Else Toeplitz (USA), Eric Stanley (Schaye) (USA), Dr. Karl Sachs (Brooklyn). Aus Australien: Walter Böhm (Sydney), Dr. Siegfried Falk (Wellington), S. Kaiser (Melbourne), Otto Stern (Sydney). Die nach Redaktionsschluss eingetroffenen Spenden und Beiträge werden in der nächsten Ausgabe veröffentlicht). Betrachtung zu naittin ratp: Die Haftarah von Schabbath-Tschuwah beginnt mit den Worten: „Kehre zurück Israel zu d. Ewigen, Deinem G’tte, denn Du strauchelst durch Deine Sünde.” Mit solchen eindringlichen, liebevollen Worten ruft der Profet Israel zur Busse und Rückkehr zu G’tt zurück. In der Tat, der Glaube an die sühnende Kraft ist eine wichtige Lehre der jüdischen Religion. So heisst es in Psalm 130: :NYin b?«1? nn’Von w — ’a „denn bei Dir ist Vergebung, auf dass Du gefürchtet werdest!” Der Sinn dieser Worte ist folgender: Würde die einmal begangene Sünde unsühnbar sein, so würde der Sünder, anstatt umzukehren, sich immer mehr G’tt entfremden; er würde auf der abschüssigen Bahn fortschreiten und immer mehr dem Bösen verfallen, da er ja doch keine Vergebung von G’tt zu erwarten hätte. Da aber der himmlische Vater Vergebung dem reuigen Sünder verheissen hat, so ist für den Irrenden der Antrieb gegeben, durch Umkehr wieder G’ttes Vergebung und Wohlgefallen zu erlangen und das Versprechen g’ttlicher Gnade und Verzeihen bringt den reuigen Sünder wieder zur Tugend und G’ttesfurcht zurück. Wir. finden den jüdischen Gedanken von der Vergebung unserer Sünden, durch G’ttes Gnade in den verschiedenen Religionsbekenntnissen wieder, ein Zeichen der hohen Bedeutung, welche er für den religiös empfindenden Menschen erlangt hat. Gabriel Buttenwieser (Tivon—Israel) Für die mit Namen gezeichneten Auf setze übernehmen die Verfasser die Verantwortung, für alle übrigen Mitteilungen die Redaktions-Commission des Verbandes ehemaliger Breslauer. Ein Breslauer Maler stellt aus Erwin Hartman, der selbst oder zumindest dessen Eltern manchen Breslauern noch bekannt sein dürften, wagt sich zum ersten Mal mit seinen Bildern an die Oeffentlichkeit. Es sind 22 Jahre her, seit Hermann Struck den ungewöhnlichen Farbsinn in seinen Bildern erkannte und ihn durch Unterricht förderte. Seine Anfangsbilder sind während des Krieges leider verloren gegangen. Sie zeigten eine seltsame Mischung von Realität und Irrealität, von Dürre und neu hervorspriessendem Wachstum, das sich der steinigen Erde entrang, so weisen viele der heutigen Bilder deutlich darauf hin, welch schweren, entsagungsreichen Weg Erwin Hartman ging. Es bedarf der minutiösesten Kleinarbeit, eine derartige Gefühlstiefe, wie sie ihm zu eigen ist, mit einer ihm gleichfalls eigenen Denkklarheit — Mathematik ist seit seiner Jugend sein Hobby — in Verbindung zu bringen. Sein ausgesprochener Sinn für alles Metaphysische erlaubte ihm niemals nur in die äussere Realität zu gehen; seine Bilder bekunden für denjenigen, der zu lesen versteht, das ewige Suchen nach Harmonie, nach Harmonie zwischen der uns alle umgebenden sichtbaren äusseren Welt und der jedem Menschen eingeborenen unsichtbaren inneren Welt. Aus einem assimilierten Elternhaus stammend war seine Gefühlstiefe doch in stärkster Weise von den Werten unserer Väter angesprochen worden. Mit seinem Studiumswechsel von der Medizin zur Chemie folgte seine Hinwendung zur hebräischen Sprache und schliesslich zur Einwanderung in Palästina. Seine Bilder zeigen, dass er es niemals vermochte den Staat von den Werten unserer Väter zu trennen. Malend sucht er eine eigene seelisch-geistige Struktur, seinen ihm eigenen Weg. Sein Nicht- Abweichen von diesem seinem Weg und sein unbeirrbares Weiter-Tasten auf dem oft völlig unmöglich erscheinenden Weg seines äusseren Lebens wurde für mich zu einem Wegweiser, der nicht wegzudenken ist aus meinem eigenen Leben. Hartmans in seinen Bildern ausgedrücktes Leben lehrte mich Ehrfurcht und Geduld zu haben vor dem unserm Wissen unverständlichen „eigenen Sinn”, der in jedem Menschen lebt, und den als „Eigensinn” abzutun und zerbrechen zu wollen Sünde ist. Sünde an dem in jedem Menschen wirkenden Gesetz. Dr. Marg. Braband-Isaac Betty Struck - 90 Jahre Am 18. September 1962 feierte Betty Struck geb. Rotstein in Haifa in geistiger Frische ihren 90. Geburtstag. Die Namen Struck-Rotstein sind mit den Gemeinden Breslau-Berlin eng verknüpft. Schon der Vater von Betty Struck, Samuel Rotstein nahm am Leben der Breslauer Synagogengemeinde regsten Anteil. Betty R. heiratete dann Felix Struck, — der wieder seinerseits im Leben der Berliner Gemeinde eine führende Rolle spielte. Sie und ihr Mann machten ihr Haus zum Mittelpunkt der jüdisch kulturell interessierten Kreise. Diese beiden Menschen waren wundervoll auf einander eingestimmt, beide, Menschen von seltenen Geistesgaben. Hier ging wahre Frömmigkeit mit liebevoller Sorge des Herzens für Notleidende Hand in Hand. Auch jetzt noch ist eine Unterhaltung mit der Neunzig jährigen ein Erlebnis. Wir wünschen dem immer noch geistig jugendfrischen Geburtstagskind weiterhin eine Reihe von Jahren besten Wohlergehens und unveränderter geistiger Frische! Julius Sachs

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