Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1962
- Issue
- No. 4-5 (1962)
- Date
- 1962-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 3148)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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SUCHANZEIGEN ALTERSHEIM Nachdem, die ersten bei uns eingegangenen Meldungen zur Aufnahme in das Altersheim berücksichtigt werden konnten, stellen wir eine neue Warteliste auf und bitten schon jetzt diejenigen ehemaligen Breslauer und Schlesier, welche früher oder später in unser Altersheim aufgenommen werden wollen, um schriftliche Bewerbung unter genauer Darlegung der Verhältnisse, unter Aufgabe von Referenzen, z.H. des Vorsitzenden Dr. Wilhelm Freyhan, Tel-Aviv. Jede Wohnungs-Einheit des Altersheim besteht aus einem behaglichen, modernst eingerichteten möblierten Zimmer mit eingebauten Schränken, anschliessendem durch eine besondere Tür zugänglichen Waschraum nebst eigener Dusche und eigener Toilette, ferner mit eingebauter mit Wandkacheln ausgelegter Kitchinette, diese durch entsprechende Vorrichtung derartige verkleidet, dass sie bei Nichtgebrauch den Eindruck eines geschlossenen Schreibtisches macht. Jedes Zimmer besitzt eine geräumige Terrasse mit verschiebbarem Sonnenschutz; die Terrasse kann vom Zimmer aus durch eine besondere verschiebbare Glasschiebetür abgeschlossen werden oder durch eine besondere Fliegenschutztür. Ferner besitzt jedes Zimmer Haustelefon u. mit Rücksicht darauf, dass das Gesamte Heim auf religiöser Grundlage besteht, eine Schabathlampe mit Verdunkelung. Diese Lampe ist am Bett angebracht und kann gleichzeitig als Leselampe benutzt werden. Selbstverständlich ist auch fliessendes Warm- & Kaltwasser jederzeit verfügbar. Zu dem Heim gehören auch gepflegte Gartenanlagen & Sonnenterrassen, diese letztere auch als Liegeterrassen benutzbar. Das Heim befindet sich in einer ruhigen, vom Grossstadtlärm abseits gelegenen Gegend trotzdem ist die Verbindung zum Stadtzentrum von Tel-Aviv die denkbar beste: Vor dem Hause ist Autobus-Haltestelle & die Fahrt zum Tel- Aviver Autobus-Centralbahnhof nur ca. 5 Minuten; bis zum Meeresstrand am Ende der Allenbystr. 10 Min. Heinrich Cohn (Ramat Gan) Haben Sie schon Ihren Jahresbeitrag bezahlt? Alle Spenden und Beiträge sind zu adressieren an die Bank Leumi Lejisrael in Tel-Aviv, Branch Trumpeldor, Ben Yehuda Rd. 17 (Konto Verband ehemaliger Breslauer Dr. Wilhelm Freyhan) oder per Scheck an dessen Adresse: Tel-Aviv, (Israel), Lord Byron St. 4. Der Mindestjahresbeitrag beträgt für Israel IL. 10—, für das Ausland 10$ oder deren Gegenwert. Das Zeitungsabonnement beträgt IL. Schilder-Winter (früher Beuthen 0/S.) TEL-AVIV, Reh. SHEINKIN 4 natts nitr (// 67296 t-a.SHEINKIN 4 PPJ'UI H-n Der „leitende Oberstaatsanwalt am Landgericht Bielefeld” bittet uns um Aufnahme folgender Anzeige: „In einem Ermittlungsverfahren gegen Angehörige der früheren Dienststelle der Gestapo in Breslau ist die Staatsanwaltschaft in Bielefeld/Westfalen, Bundesrepublik Deutschland, Detmolder Strasse 1, zu dem Aktenzeichen 5 Js 192/62 daran interessiert, konkrete Einzelheiten über Geschehnisse, insbesondere im Zusammenhang mit Deportationen, möglichst unter Mitteilungen weiterer Augenzeugen zu erfahren. Allgemeine Angaben sind für das Verfahren nicht dienlich.” Wir beziehen uns in dieser Angelegenheit gleichzeitig auf die Suchanzeige der Oberstaatsanwaltschaft in Essen in unserer letzten Ausgabe. Wer weiss etwas über das Ergehen von: Deportation von Julius Aber i/F. Gebr. Aber, Zerstörung und Plünderung des 4 stückigen Grundstücks in der Schweidnitzerstrasse (Kennwort : George Cohn). Lothar Auerbach, Diplom. Landwirt, früher Esdorf/Obernigk bei Breslau, jetzige Adresse? (Kennwort: Ruth Gräber). Leopold & Alice Birnbaum, Firma Birnbaum & Lustig, Breslau, Karlstr. 10. Wohnung Oranienstr. 8. evakuiert nach Grüssau, dann nach Theresienstadt. (Kennwort: Herdegen). Kaufmann Wilhelm Durra aus Trebnitz bei Breslau, (angeblich nach Venezuela ausgewandert). (Kennwort: Stud. Rat Alfons Exner). Familie Ferdinand Glogauer, Bohrauerstr. 24, Breslau, nach Kloster Grüssau, dann nach Schiesswerderpark Breslau, vielleicht von dort deportiert. Sohn angeblich nach Australien ausgewandert. (Kennwort: St. Rat Alfons Exner). Mr. Gottheiner, Sohn einer Stellenvermittlerin in Breslau, war Lehrling bei Albert Kuh, leitete dann die Auflösung der Firma. (Kennwort : Gerda Sachs, Paris). Dr. Herbert Hoffmann & Dr. Margot Hoffmann geb. Ring nebst 2 Töchtern, angeblich 1931 nach Palästina ausgewandert, vielleicht weiter gewandert. (Kennwort: Ruth Grabert). Dr. Herbert Kaiser, Jüdisches Krankenhaus Breslau bis zur Vertreibung. (Kennwort: Giwath Chajim Ichud). 1.— für Israel, 1.—$ oder dessen Gegenwert für das Ausland. Wir haben bisher allen in unserer Kartei auf geführten ehemaligen Breslauern unsere „Mitteilungen” zugehen lassen. Infolge der starken Nachfrage nach diesen und unserer grossen Ausgaben für unser Altersheim können wir in Zukunft nur noch denjenigen Breslauern die „Mitteilungen" übersenden, welche sie abonnieren. Wir bitten daher um baldige Uebersendung des Abonnementsbeitrages, falls Sie die „Mitteilungen” auch fernerhin zu erhalten wünschen. Die Mitglieder in Amerika und England können die Beträge auch an den Vorstand der Ortsgruppen in New-York und London zahlen. Die Adresse unserer Ortsgruppen in England an welche die für uns bestimmten Beiträge gezahlt werden können sind: Birmigham 15, Gough Rd. 92, Chairman: Mr. Joseph Falk London N. W. 2 Wendower Ct., 22, Finchley Rd. Mrs. M. Moss, Chairman. Ortsgruppe New-York: (Society of friends from Breslau) 598 W 191 Street New-York 40, N.Y. Tel: Wa 7-3291 Dr. Fred Singer, Chairman, Martin Guttman, Treasurer, Dr. med. Laband, Breslau, Königsplatz 5. (Kennwort: Alfr. Uhlich). Toni Pinner geb. Guttmann, letzte Adresse Breslau, Göthestr. No. 9, arbeitete auch für den Reichsbund jüd. Frontsoldaten. (Kennwort: Suse Feltham-Pinner, Windsor). Bruno & Henriette Redlich, Breslau, Nadlergasse 13, wahrscheinlich später nach 1939: Augustastr. 16. (Kennwort: Maccabi). Familie Studzinsky, Breslau, Schillerstr. sowie Angestellte der Firma Rudolf Petersdorff aus den Jahren 1921—1934 (gesucht von Walter V olper-Hattingen). Man schreibt uns : Vielleicht darf ich für Ihre Suchabteilung Namensangaben machen ehemaliger Grüssauer. Bei einem Besuch im Lager Grüssau erinnere ich mich kennen gelernt zu haben: Professor Ehrlich & Frau und Frau Lichtenstein, deren Tochter ins Warschauer Ghetto verschleppt, von dort Briefe Ein ihre Eltern schrieb. Vielleicht ist diese Mitteilung für irgend einen Ueberlebenden aus Grüssau von Interesse. (Mitgeteilt von Susanne Vogel geb. Neisser). Wir weisen bei dieser Gelegenheit nochmals auf die bis jetzt erfolglos gebliebenen Suchanzeigen unserer früheren Nummern hin : Goldmann-Liegnitz (Landgericht Darmstadt), Hans und Herta Heumann (Kinder von Salo und Sara Jacob (Lax-London), Margarete Jacob, angeblich bei der Jüd. Gemeinde Breslau, (Hesse-Berlin) Chiel und Bella Infeld, Breslau (All berti-New York), Lieselotte Koffmann geb. Lustig (Irene Witkowsky-Israel), Religionslehrer & Kantor Ismar Pakulla, Breslau (Alma Scheibe-New York), Max-Bubi Rosenberg und Rudi Zöllner (Propp-Hattingen), Siegfried & Amalie Russ, Breslau,(Gerhard Russ), Hermann Schomer, Breslau (Schmuei Schomer-Israel), Insassen des Breslauer Altersheims Schweidnitzer Stadtgraben 28, die 1941/42 dort lebten und dann nach Grüssau kamen (Brotzen-Israel). Alle Leser werden gebeten, wenn sie irgend welche Angaben machen können — welcher Art auch immer — diese an unser Büro Tel Aviv, Lord Byron St. 4 z.H. unseres Vorsitzenden Dr. Wilhelm Freyhan zu geben, wofür schon jetzt herzlichst gedankt wird. Manfred Tuch, geb. 12.7.1893 in Berlin, zuletzt Breslau, Antonienstr. 2, angeblich 1943 vom Anger (Platz, wo die Neue Synagoge vorher stand) nach Buchenwald oder Auschwitz deportiert. (Kennwort: Tuch, Pardessiah). Über Möbel und Einrichtungsgegenstände, die von aus ihrer Wohnung Vertriebenen auf dem Speicher der Synagogengemeinde eingelagert wurden? Wer hat Möbel etc. eingelagert? Was ist mit diesen geschehen? Sind die auf dem Speicher befindlichen Gegenstände zerstört, geplündert, beschlagnahmt worden? Wann? Durch wen? Kennwort: O.L.G. Koblenz. Frühling am Meer von Tel-Aviv Wie Spitzengekräusel, das graziös zerfliesst, Wie tönendes Ringen, das befreiend sich auflöst, Spielend verankern sich Welle und Geschick, Verketten und Vergehen, wie ein Augenblick. Schillernde Farben vom Himmel geschickt, Erfüllen die Seele mit erneuerndem Glück, Lass mir mein Sehnen nach göttlicher Macht, Lass mir den Glauben in heil’ger Andacht! März, 1945. Marianne Lissner. (gest. 27.1.1959 in Tel-Aviv) 2