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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1962-01-01 · No. 4-5 (1962) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1962
Issue
No. 4-5 (1962)
Date
1962-01-01
Page
[Seite] (sequence 3147)
Language
German
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OfcK M \ I \ jUDAIc A iniw*2 iHivn >>ny ihin iw my>*r> MITTEILUNGEN No 4-5 VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER IN ISRAEL E. V. UND SCHLESIER GEGRUENDET 1958 (rr'UJJl) IN TEL-AVIV Brief Adresse : Dr. Wilhelm Freyhan, Tel-Aviv, 4 Lord Byron St. Aktions-Comite : Dr. William (Seev) Boss, Heinrich H. Cohn, Arthur Dombrowsky, Dr. W. Freyhan, Dr. B. Grzebinasch, N. Heymann, Dr. Th. Rosenthal, Dr. S. Schmerei, Julius Sachs, Ernst Tauber. \”:nun rmun ui in Der „Heilige Geist” Hermann Cohen eröffnet die Festschrift zum 70. Geburtstag unseres unvergesslichen Breslauer Rabbiners Professor Dr. Guttmann ‘p'n mit einem Aufsatz, den er „Der heilige Geist” überschreibt. Cohen sagt aber gleich zu Anfang — und damit hat er nicht unrecht —: Diese Uebersetzung der hebräischen Worte umpn nn ist falsch. Es muss heissen : Der Geist der Heiligkeit. Mit dieser Bezeichnung trifft man gleich zwei Begriffe, die das Judentum charakterisieren. Geist und Heiligkeit sind zwei Eigenschaften von Qtt?n, , dem Allmächtigen G’tt, der zugleich nur Geist, Hauch, Odem ist, aber trotzdem in Seiner Unsichtbarkeit, Unvorstellbarkeit, Gestaltlosigkeit, wie ihn der reine Monotheismus des Judentums erkennt, den höchsten Grad der Heiligkeit, d. h. eine Vollkommenheit besitzt, die der Mensch nie erreichen kann. (Hierin dürfte auch einer dfer grundsätzlichen Unterschiede zwischen Judentum und Christentum liegen, welches in der Trinität eine dreigeteilte Gottheit annimmt, die dem Judentum absolut fremd ist.) Unsere Vorstellung ist, dass der Allmächtige sich nicht in der Gestalt des „Heiligen Geist” offenbart, sondern vielmehr von Seinem nn , von Seinem Odem dem Menschen abgegeben, ihm eine g’ttliche Seele eingehaucht hat. nun HttUD nC) (: t n rmtwo) :rr>n man Durch diese ihm ganz offenbar innewohnende Seele hat der Mensch die Fähigkeit, den All* mächtigen Weltenschöpfer bis zu einem gewissen Grade derart zu erfassen, zu ahnen, dass es ihm gelingt, sein eigenes Tun und Lassen im Sinne seines Schöpfers auf eine moralische Höhe zu steigern, die sich die Vollkommenheit G’ttes als Vorbild nimmt. Alle die Eigenschaften G’ttes : die Gnade, die Güte, die Barmherzigkeit, die Langmut, Wahrheit und Treue, die Menschenliebe, die dem Menschen als Vorbild für sein eigenes Leben dienen, sollen ihm erstrebenswert sein. Wenn der Mensch auch niemals den Grad der Vollkommenheit des Allmächtigen, Seine Heiligkeit erreichen, selbst ein „Heiliger” werden kann, so kann er sich doch dem gütlichen Wesen dank der g’ttlichen Seele, die ihm eingegeben, nähern. Es mag in den Niederungen des täglichen Lebens Zeiten geben, in welchen die Bestimmung und die g’ttliche Herkunft der Seele, des menschlich-g’ttlichen Odem vollkommen oder doch zum Teil in Vergessenheit gerät. Aber es gibt auch Hoch-Zeiten der Seele, in denen wir uns der Allmacht G’ttes näher fühlen. Solche Hoch-Zeiten zu erfühlen, zu erleben, ist jedes menschliche Wesen fähig, zum mindesten, wenn es dazu angeregt wird. Eine solche Anregung will das jüdische Religionsgesetz, die Thora weisen, wenn sie uns auf bestimmten Stationen unseres Lebensweges „Halt" gebietet, um uns einen Augenblick vom Hasten der Woche — am Sabbath — von den Mühen des Jahres — an den zur Ruhe und Einkehr gebotenen Festtagen rasten zu lassen. Da sollen wir Rückschau halten über das Geleistete, Vorschau auf die zukünftige Arbeit, die vor uns liegt, auf unser Ziel und Streben, auf die Aufgaben, deren Bewältigung unserer harrt. Vor allem aber sollen wir in uns schauen, uns selbst zu erkennen suchen, uns prüfen, ob wir vor unserem eigenen Urteil bestehen können, um wieviel mehr, dass wir vor dem Urteil unseres Nächsten und endlich vor dem des Höchsten, des Allmächtigen Schöpfers bestehen können. Erfüllt sollen wir sein von Nächstenliebe und beglückt in dem Gedanken, dass wir Werke des Wohltuns und der Hilfe dem Nebenmenschen gegenüber üben können. Wenn die Rast, die wir an den bevorstehenden Festtagen, der nächsten Station auf unserem Lebenswege, halten wollen, Gedanken solcher Art in uns aufkommen lässt, dann war sie nicht vergebens. Nicht nur die körperliche Ruhe, auch die geistige und seelische, wird uns wohl tun und kräftigen — dann hat der Gesetzgeber seinen Zweck erfüllt. Dann wird der snif>n nn der Geist der Heiligkeit auf jedem einzelnen, auf uns allen ruhen, auf der gesamten Judenheit — vielleicht der ganzen Menschheit. Möge uns allen das Neue Jahr zu einem Glückverheissenden des Weltfriedens, zu einem Jahr der Besinnung der Menschheit zum Guten anbrechen. :unDJi nnio mvo Dr. W. F. Verbands Nachrichten Ueber die Einweihung unseres „Altersheims” geben wir an anderer Stelle den Bericht wieder, den das „Israelitische Wochenblatt für die * I, mSD-npurnarS - g "ASSOCIATION 0F3CW FROH 8RfSi.AU Unser Altersheim Schweiz” veröffentlicht hat. Ein Bericht ist ferner in zahlreichen auswärtigen jüdischen Zeitungen sowie in der deutschen Zeitung „Der Schlesier” erschienen. Ebenso hat über das „3. grosse Verbandstreffen”, das am 6. Mai in Tel Aviv stattfand und an welchem hunderte von ehemaligen Breslauern Israels und des Auslands teilnahmen, die Israelische deutsche Presse ausführlich berichtet. Wir bringen an anderer Stelle einen längeren Auszug des Hauptreferates, das Professor Martin Plessner von der Hebräischen Universität Jerusalem anlässlich des 50 jährigen Bestehens der „Blau-Weiss”-Jugendbewegung gehalten hat. Der zweiter Redner des Abends war d. Knessetabgeordnete Benno Cohn, der einen sehr interessanten Ueberblick über die Tätigkeit in der Knesset (des jüdischen Parlaments in Israel) gab. Denjenigen Mitgliedern unseres Verbandes, welche die ausführlichen Berichte der auswärtigen jüdischen und der hiesigen Tagespresse über unser Verbandstreffen noch nicht gelesen haben, stellen wir gern auf Wunsch die Berichte zur Verfügung. (Fortsetzung auf Seite 5)

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