Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1965
- Issue
- No. 14-15 (März 1965)
- Date
- 1965-03-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Professor Dr. Ismar Elbogen Zur 90. Wiederkehr seines Geburtstages Am 1.9.64 jährte sich zum 90. Male d. Geburtstag eines Mannes, der für die jüdischen Wissenschaften in ihren verschiedenen Zweigen besonders im mitteleuropäischen Raume von besonderer und in mancher Hinsicht bahnbrechender Bedeutung war. Ismar Elbogen hat durch seine Schriften, Studien und Lehrvorträge um d. Jahrhundert wende mitgeholfen, d. WCsen des Judentums und die Zusammenhänge der jüdischen Galuthgeschichte weiten Kreisen verständlich zu machen. Am 1. September 1874 in Schildberg (Posen) geboren, absolvierte er in Breslau die Universität und das Jüdisch-Theologische Seminar und wurde 1899 als Dozent für jüdische Geschichte und Bibelauslegung an das Collegio Rabbinico Italiano in Florenz berufen, jenes Rabbinerseminar, an dem unmittelbar nach ihm auch der nachmalige Wiener Oberrabbiner Prof. Dr. Zwi Perez Chajes s.A. gelehrt hat, (und das von Samuel Margulies, dem damaligen Oberrabbiner von Florenz, dem Schwiegersohn unseres imvergesslichen Rabbiners Dr. Rosenthal gegründet würde; die Wittwe von Ob.-Rabb. Margulies starb hochbetagt voriges Jahr in Florenz. Dr. W.F.) Drei Jahre später wurde Elbogen Dozent an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin, an der er jahrzehntelang tätig war. 1922/23 hielt Dr. Elbogen, dem 1919 der preussische Professortitel verliehen worden war, am Jewish Institute of Religion in New York Gastvorlesungen. Ein Gelehrter von umfassender und profunder jüdischer und weltlicher Bildung wandte Prof. Dr. Elbogen sein wissenschaftliches Hauptinteresse der jüdischen Liturgie zu. Besonderes Interesse bewies Prof. Dr. Elbogen für die jüdische Jugendliteratur, für deren Neugestaltung er sich literarisch und als Vorsitzender der Jugendschriften-Kommision der Bnej Brith Grossloge für Deutschland eingesetzt hat. Durch seine Lehrtätigkeit an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums hat er zur Heranbildung einer ganzen Rabbinergeneration einen bedeutenden Beitrag geleistet. Er war auch Präsident des Gesamtarchivs der Juden in Deutschland von 1906 bis 1938. In der Exekutive des preussischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden war er jahrelang Vorsitzender der Erziehungabteilung, und 1933 wurde er zum Vorsitzenden des Erziehungsausschusses für die Reichsvertretung berufen, was ihn vor die Aufgabe stellte, unter den schwierigen Verhältnissen des Hitlerregimes Volks- und Mittel-Schulen für die jüdischen Kinder zu schaffen, die die allgemeinen Schulen nun nicht mehr besuchen durften. Als 64-jähriger kam Prof. Elbogen in die USA und begann hier mit der ihm eigenen Energie zielbewusst sein neues Leben in der fremden Umgebung zu formen. Er wurde als Forschungsprofessor an das Jewish Institute of Religion, an das Jewish Theological Seminary, an das Hebrew Union College und an das Dropsie College berufen und alle vier Hochschulen verliehen ihm das Ehrendoktorat. Elbogen nahm an der Fertigstellung der Universal Jewish Encyclopedia teü und ergänzte die Geschichte der Juden von Dr. H. Graetz, die 1870 erschienen und der im Jahre 1900 eine von Dr. M. Brann vermehrte und verbesserte Auflage gefolgt war, im Aufträge der Jewish Publication Society of America durch einen Zustandband, der 1942 erschien. In hebräischer Übersetzung erschienen in Israel seine Bücher „Der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Entwicklung”. „Toldoth ha’Tfilah weha- Awodah beTsrael”, (ein Werk, das in seiner Art bisher von keinem anderen übertroffen wurde und das zum Rüstzeug jedes Gelehrten gehört, der sich mit der Geschichte des jüdischen Gttesdienstes beschäftigt, Anm. Dr. F.) und der Erganzunghand zu Graetz „Diwrej Jemej Jisrael Bemeath ha’Schanim Haachronoth”. Rabbiner Dr. Neufeld. (Ramat Chen), in den „Jedioth Chadaschoth”. WIR MÜSSEN unsere Pflicht tun und unsere 70 und 80 jährigen ehemaligen Breslauer in Altersheimen unterbringen. Bitte tun auch Sie Ihre Pflicht und helfen Sie uns durch eine angemessene Spende oder durch Eintragung Ihrer Lieben in unser „Goldenes Buch”. WIR BITTEN Besitzer unserer Mitteilungen 4/5. Rosch ha Schanah 5723 y/^n uns ihre Nummer zur Verfügung zu stellen, da sie bereits vergriffen ist. Jeder ehemalige Breslauer, der eine unserer „Mitteilungen” gesehen, bittet um regelmässige Zusendung. HABEN SIE INTERESSE? für Briefmarken aus Israel für Ihre Kinder oder Enkel? Dann teilen Sie uns dies mit Ihrer nächsten Spende mit. Unsere Israelischen Mitglieder sammeln solche für Sie und freuen sich, Ihnen eine kleine Freude bereiten zu können. WIR EMPFEHLEN .. eine tüchtige Stenotypistin und Buchhalterin (engl, deutsch etwas iwrith). Reflektanten wenden sich schriftlich an unsere Gesch. Stelle T.-A., Lord Byron 4. Sind Sie schon Mitglied des Verbandes ehemaliger Breslauer? Wünschen Sie die regelmässige Zusendung unserer „Mitteilungen"? Dann An den Leser Bist du ein Breslauer Kind gewesen, Dann musst du diese Zeitung lesen. Du hast Kontakt nach fernsten Zonen, Nach überall, wo Breslauer wohnen. Was einst gewesen, genau du siehst, Wenn stets du diese Zeitung liest. Hast du money, hast du time Denk an unser Ältem-Heim. Es mag dich sicher interessieren Hier altes Breslau zu studieren. Was ehemal’ge Breslauer interessiert Darüber die Zeitung dich informiert! J. S. EINLADUNG ANN ALLE FRÜHEREN BRESLAUER IN ISRAEL! Als stellvertretender Vorsitzender der Heimat-Gruppe aller Breslauer Vereinigungen der Bundesrepublik Deutschland und Berlin würde ich mich herzlich freuen, recht viele frühere Breslauer bei meiner Anwesenheit in Tel Aviv am Samstag, den 10. April abends in Tel Aviv (Ort wird noch bekannt gegeben!) begrüssen zu können. — Ebenso erwarte ich, alle alten Schülerinnen und Schüler unserer Gaudigschule Wiedersehen zu können. Mit Breslauer Gruss Euer alter getreuer H. Gramatte. senden Sie uns bitte eine Spende oder Ihren Jahresbeitrag für das laufende Vereinsjahr — falls noch nicht geschehen — in bar, Israelscheck oder ausländischem Scheck an die Adresse des Verbandes ehemaliger Breslauer, Tel Aviv, Lord Byron St. 4 oder an die Bank Leumi, Tel Aviv, Ben Yehuda 17, Konto: Verband ehemaliger Breslauer (Dr. Wilhelm Freyhan). Mindestjahresbeitrag 10 JL. für Israel oder 10 Dollar oder deren Gegenwart für das Ausland. (IL. 2— Zeilungsgeld). I» SCALA" RECORDS ★ GRAMOPHONES ★ RADIOS ★ TYPEWRITERS SALE — REPAIR — HIRE TEL-AVIV, BEN-YEHUDA ST. 41 Phone 2 2 5 4 6 2 CALEN DER 1965 - n'D^n Mittwoch 17. März Fasten Ester jj ijiün jiüyn TTN Donnerstag 18. März Purim O’Tlfl VtN 7"> Freitag 19. März Schuschan Purim! oniD ivn\y TTN V'VJ Samstag 17. April 1. Tag Pessach nt7£>7 'N V'ü Sonntag 18. April 2. Tag Pessach ntm >i IP’J Freitag 23. April 7. Tag Pessach nt7«n 't N"3 Samstag 24. April 8. Tag Pessach noa*T 'n 1t»3 T'D Donnerstag 20. Mai Lag Beomar ■V31V1 V'b *1”N n"> Sonntag 6. Juni Schawuoth i1 Jiiymvy 'n 11’P M Montag 7. Juni 2. Tag Schawuoth nnnaty 'i jUt? 't Sonntag, 18. Juli Fasttag 1! n\yy nynw ois non n"> Sonntag, 8. August Fasttag Tischo Be Aw nywn ots 3N '» Montag, 27. September Neujahr ro\yn üni n\yn n"N Dienstag, 28. September 2. Tag Neujahr! li