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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1965-03-01 · No. 14-15 (März 1965) · p. Seite 7

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1965
Issue
No. 14-15 (März 1965)
Date
1965-03-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Jahrzeitstifitungen und Eintragungen IN UNSER „GOLDENES BUCH” ERFOLGTEN SEIT ERSCHEINEN UNSERER LETZTEN MITTEILUNGEN AUF DEN NAMEN VON: Dr. Sam. Freudenthal — Breslau geb. den 17. 8. 1864 — V'3“in 3X ID gest. den 31. 12. 1907 — n"Din rQD TD in Breslau Rosa Reisei Freudenthal geb. Grätzer (Gr. Strehlitz) geb. den 19. 7. 1870 — n»n 3 gest. den 21. 9. 1951 — X'',D'n ^t^X 3 in Haifa Dr. Walter Jacob Freudenthal geb. den 6. Mai 1893 V'nn T’X 3 gest. den 27. März 1952 — yrpn n"T in England eingetragen durch ihren Bruder und Sohn Erich Meir Freudenthal — Haifa anlässlich des 100. Geburtstages seines Vaters Jettka Cohn verw. Friedeberg geb. Hecht geb. den 17. August 1870 in Kempem (Posen) gest. den 3. Juli 1964 — "7”3wTl TT/3H 13 in Guatemala (c-a) eingetragen durch ihren Sohn Herbert Friedeberg — Guatemala — City (C-A) Lucie Lasker geb. Breslauer geb. in Ratibor 7. 2. 1864 verstorben in Theresienstadt den 21. 2. 1943 — V'DTI YTX TD eingetragen von ihren Töchtern Frau Lisbet Cassirer, London Frau Margarete Sachs, London Dr. Ernst (Moshe Ben Shimon) Böhm geb. in Brieg Bz. Breslau gest. den 9. Kislew 5701 (1940) im Lager Gurs (Südfrskreich) Elise Böhm (Elishewa Bath Morenu Aron) geb. Heppner deportiert nach Auschwitz 1942 zusammen mit ihrem Sohn Siegfried (Shimon Ben Mosche) eingetragen durch ihre Tochter und Schwester Ilse Sara Zamir geb. Böhm — Kiriat Yam Aleph. Alle Spender erhalten eine Fotokopie ihrer Seite des „Goldenen Buches”. Diejenigen Spender, welche noch keine Fotokopie erhalten haben, wollen eine solche gejl. anfordern. MIT DER EINTRAGUNG INS GOLDENE BUCH IST DIE ERRICHTUNG EINER JAHRZEITSTIFTUNG VERBUNDEN, ES WIRD IN UNSERER SYNAGOGE EIN LICHT ENTZÜNDET UND DAS KADDISCH- GEBET AM JAHRZEITSTAGE EHRENAMT¬ LICH VERRICHTET. SHAOOLY ★ GIFT * 1 *3 1 N UI GOLD and SILVER JEWELLERY ART OBJECTS Big Selection of religious articles for Bar-Mitzva: Kosher Tfilin, Talith, Sidur, Bibles etc. Orders accepted and forwarded to any place in the world. Recomended by the Government Tourist Corporation. Tel-Aviv, 62 Ben-Yehuda St. - Tel. 220138 Rabbiner Dr. Laupheimer Mit Rabbiner Dr. Laupheimer hat die jüdische Allgemeinheit eine Persönlichkeit verloren, welche ihr Leben seit Jahrzehnten nur dem Klall Jisroel weihte. L., der sich zuerst dem Bankfach widmete, sah auf der Höhe seiner Jahre — ein, dass der Jude mehr leisten müsse als nur dem Gelderwerb nachzugehen und seinen Lebensunterhalt zu erwerben. So entschloss er sich — bereits als Familienvater — zunächst das jüdische Schrifttum zu studieren. Er trat als Hörer in das „Jüdisch-theologische Rabbiner Seminar” zu Breslau ein, erwarb sich dort das Rabbiner Diplom. Seine Seelsorgertätigkeit als Rabbiner entfaltete er in Ems, so lange diese Gemeinde noch bestand. Religionspolitisch schloss er sich dem Misrachi an und betätigte sich auch im Rahmen dieser Organisation bis zu seiner Aliyah. In Israel leitete er das alt-ehrwürdige Altersheim „Moschav Sekenim” in Jerusalem und sorgte zusammen mit seiner tapferen Frau für die hilfsbedürftigen Insassen wie ein wahrer Vater. Dabei war er noch für die Beschaffung der Mittel bemüht, welche ein so grosses Institut benötigte. Kein Weg war ihm zu weit und keine Mühe zu beschwerlich, um das Nötige zu schaffen. So wird er auch wahrscheinlich seine körperlichen Kräfte überschätzt haben und ist in der Erfüllung seiner Lebensaufgabe dahin gegangen. Die Planung eines modernen Neubaues „seines” Heims durfte er noch erleben!. Dr. W. F. Guido Neustadt Ein Wohltäter, der nicht vergessen werden soll. Fünf Jahre nach GUIDO NEUSTADTS Tod. Am 16. Dezember 1959 starb nach einem reich erfüllten Leben der allen ehemaligen Breslauern in bester Erinnerung stehende Guido Neustadt, der Inhaber der ehemaligen alten renommierten Klebstofffabrik Kantorowicz & Co., in Breslau. Aus kleinsten Anfängen hatte er sein Unternehmen zu einem der bedeutendsten seiner Branche im deutschen Osten entwickelt. Guido Neustadt war in zahlreichen Institutionen der Breslauer Synagogengemeinde, besonders in den Socialausschüssen tätig. Er war ein sehr wohlhabender Mann und machte von seinem Reichtum den Geboten der Thora entsprechend weitherzigen Gebrauch. Er gab, wie er einmal vertraulich versicherte, kein Jahr weniger als 30,000 Mark für Wohlfahrtszwecke aus. In den ersten Jahren der Hitlerherrschaft liess er seine Beziehungen zu den christlichen Wirtschaftskapitänen spielen und verhandelte auch unerschrocken mit den Nazibehörden, um das Los seiner Schicksals — und Glaubensgenossen zu erleichtern. An sich selbst dachte er zu allerletzt. Nach New York zu seinen Kindern im letzten Augenblick ausgewandert, hatte der Entwurzelte viele Schwierigkeiten zu überwinden, aber dank seiner Elastizität und Anpassungsfähigkeit setzte er sich schliesslich durch und fühlte sich im Kreise seiner Künder und Enkel geborgen. Wir gedenken noch des ergreifenden Nachrufes, den Dr. Franz Apt vor fünf Jahren am Grabe unseres Freundes hielt. Er sagte : Sein Leben war Mitfühlen, Mitleiden und planmässiges Geben. Wir, seine ehemaligen Breslauer Freunde, wollen das niemals vergessen und sein Andenken in Ehren halten, indem wir ihm im Wohltun und selbstlosen Geben nacheifern! A. D. Profi. Alberl Lewkowitz Am 14. Cheschwan waren es 10 Jahre, dass Dr. Lewkowitz verschied. Seine Frau und sein Sohn, Verwandte, Freunde, ehemalige Schüler versammelten sich an diesem Tage an seinem Grabe, um seiner zu gedenken. Dr. Joseph Prager, der ihm schon aus der Breslauer Zeit verbunden war, schilderte ihn in in seiner Ganzheit, als Mensch, Lehrer, Philosoph, der die Tradition und den Gedankengehalt des Judentums mit den modernen Strömungen der Philosophie verglich und deutete und als Lehrer am Jüdisch-theologischen Seminar in Breslau seine Schüler mit den Problemen unserer Zeit vertraut machte. Dr. Elk sprach im Namen der Hillel-Loge des Ordens Bne Berith, zu deren Gründern in Haifa im Jahre 1949 sowie zu den Gründern der Zacharias Frankel-Loge in Breslau Lewkowitz gehörte, der Loge, die nach dem ersten Direktor des Jüdisch-theologiachen Seminars benannt wurde. Diese 25 Jahre schlossen den Untergang des deutschen Judentums und die Errichtung des Staates Israel in sich. Dr. Elk würdigte Albert Lewkowitz als den tapfem, aufrechten Menschen, der auch in den schwersten Zeiten der Naziverfolgung nie seine Würde verlor. Zusammen mit seiner Gattin musste er einen Sohn als Opfer der Verfolgung betrauern. Die Hillel Loge ist ihm für seine Tätigkeit zu tiefem Dank verpflichtet. Sie hat in Erinnerung an ihn einen Fonds geschaffen, den „Keren Abraham”, der den Witwen der Brüder nach dem Tode des Gatten Hilfe leisten soll. Der langjährige Schüler Albert Lewkowitz’s, Dr. Daniel, rief noch einmal die Erinnerung an den Lehrer ins Gedächtnis; er schilderte, wie Albert Lewkowitz als Vorsitzender der Volkshochschule in Breslau auf dem Gebiete der Erwachsenenbildung tätig war und wie er diese Tätigkeit in Haifa erneuerte. Direktor Ewen-Pinah, der Vorsitzende der Synagoge, “Ahavath Zion", sprach von der Hingabe, mit der Albert Lewkowitz der Gemeinde als Rabbiner diente. Der Vorbeter der Gemeinde schloss mit dem D’Dm die Gedenkstunde. M. E. Heinrich Markt In der bekannten Wochenzeitung „Der Schlesier”, die in Recklinghausen erscheint widmet Karl Mache dem ehemaligen Chordirigenten der „Neuen Synagoge” in Breslau. HEINRICH MARKT folgenden Nachruf : In Chicago verstarb im 74. Lebensjahr nach langem, schweren Leiden der ehemalige Musikpädagoge und langjährige Theaterkapellmeister der Vereinigten Breslauer Bühnen unter Direktor Ludwig Barney, Heinrich Markt, fern von seiner Vaterstadt, seinem geliebten Breslau. Nach der sogenannten Machtübernahme war er als Musiklehrer am jüdischen Seminar auf der Wallstrasse und als Chorleiter an der Synagoge tätig. Als heimatverbundener Schlesier hielt er trotz allem Terror noch sechs Jahre unter den unmenschlichen Bedingungen für deutsche Menschen jüdischen Glaubens aus, bis ihn die immer unmenschlicher werdenden Sanktionen der damaligen Machthaber 1939 zur Auswanderung nach Shanghai zwangen. Von dort kam er im Jahre 1948 nach Chicago. Er wurde hier niemals heimisch. Seine Gedanken waren immer in Breslau bei all den Menschen, die dort zu seinem Lebenskreis gehören. Sein Trost waren die Heimatbücher von Dr. Hupka, insbesondere hatte er das Buch „Leben in Schlesien” mit Beiträgen über das Kultur- und Theaterleben von Breslau in sein Herz geschlossen. 7

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