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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1964-01-01 · No. 10-11 (1964) · p. Seite 10

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1964
Issue
No. 10-11 (1964)
Date
1964-01-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Am ytn VW“) waren es 10 Jahre seit RABBINER DR. I. BINETHER uns verlassen hat. Wir wollen diesem einem bestimmten Kreis der ehemaligen Breslauer Synagogen-Gemeinde nahe stehenden Mann einen Augenblick des Gedenkens widmen. Er stammte aus der berühmten ungarischen Gelehrtenfamilie Binet, der auch Professor Binet von der Berliner Hochschule angehörte: Streng mit der Tradition der Väter verbunden, kam er in jungen Jahren vor dem ersten Weltkrieg nach Breslau, zunächst als Dozent des Vereins „Machsike Thora”. Seiner freundlichen Art mit Menschen zu verkehren und seinem „savoir vivre” gelang es schnell in Breslau Boden zu fassen und eine Anzahl Schüler um sich zu versammeln, mit denen er jahraus, jahrein „lernte”. Bald bat ihn der Vorstand der „alten” seit Jahrhunderten bestehenden kleinen Gemeinde der „Landschul” die rabbinischen Funktionen bei ihnen auszuüben. Als diese nach dem ersten Weltkriege in andere, kleinere Räu-, me übersiedeln musste, gelang es der „Pinchas- Synagoge” Dr. Binether als Raw für sich zu gewinnen, wo er bis zur Vertreibung der Juden durch die Nazis wirkte. Nach dem Tode seiner Frau, wanderte er nach dem damaligen Palästina aus, wo seine Kinder bereits lebhaft an dem Aufbau des Landes teilnahmen. Ein schwerer Schicksalsschlag traf ihn hier durch den Verlust des einzigen Sohnes, der auf einem Besuch in U.S.A. wo er die Tel-Aviver Messe vorbereitete, plötzlich an einem Herzschlage verschied. W.F. _.3.3.3.3.J1 AN DIE LESER UNSERER „MITTEILUNGEN!” Sind Sie schon Mitglied des Verbandes ehemaliger Breslauer? Wünschen Sie die regelmässige Zusendung unserer „Mitteilungen”? Dann senden Sie uns bitte eine Spende oder Ihren Jahresbeitrag für das laufende Vereinsjahr — falls noch nicht geschehen — in bar, Israel- Scheck oder ausländischem Scheck an die Adresse des Verbandes ehemaliger Breslauer, Tel- Aviv, Lord Byron St. 4 oder an die Bank Leumi, Tel-Aviv, Ben Yehuda 17, Konto: Verband ehemaliger Breslauer (Dr. Wilhelm Freyhan). Mindestjahresbeitrag 10.— IL. für Israel oder 10.— Dollar oder deren Gegenwert für das Ausland. EIN FORSCHER GING VON UNS In memoriam Professor Dr. Walter Steinitz In Bad Nauheim zur Kur weilend, verstarb vor einigen Wochen Professor Dr. Walter Steinitz, seine sterbliche Hülle wurde nach Ramat Haschavim überführt. Ein Forscher wurde beigesetzt, der sich grosse Verdienste um unser Land erworben hatte. Professor Dr. Walter Steinitz ein Breslauer, 1882 dort geboren, studierte an der Breslauer Universität Medizin und Zoologie, der letzteren widmete er seine besten Mannesjahre. Als Zionist fand er frühzeitig den Weg nach Erez Israel und hier ein reiches Tätigkeitsfeld als Forscher und Entdecker. Keine Strapazen scheuend machte er Streifzüge mit einem Boot an der Meeresküste und fand wertvolles Material. Er fand, wie das Jüdische Lexikon hervorhebt, nahe Beziehungen zwischen unserer Fauna und derjenigen des indischen Ozeans und entdeckte die echte Perlmuschel an der palästinensischen Küste. Er entdeckte ferner eine Reihe neuer Arten verschiedener Tiergattungen insbesonders von Fischen und Aktinien (strahlartigen Korallentieren). In den letzten Jahren seines reich erfüllten, freilich auch nicht von Enttäuschungen freien Lebens wohnte der Verstorbene zurückgezogen in einem bescheidenen Landhaus in Ramat Haschawim. Krankheit zwang ihn viele Monate im Jahre Bad Nauheim zum Wohnsitz aufzusuchen. Immer wieder aber zog es ihn nach Erez Israel. Die Tatsache, dass in unserer schnellebigen Zeit ein grosser Teil der heutigen Generation die Leistungen von Professor Dr. Walter Steinitz nicht kennt, ändert nichts an seiner wissenschaftlichen Bedeutung, die imvergessen bleibt. Still wie er lebte ist er von uns gegangen. Ein Mensch, edel gütig und bescheiden. Ein Freund der Musen und Künste. Goethes westöstlichen Divan schätzte er besonders und las ihn immer wieder, eine Prachtausgabe dieses Werkes nahm er als Reiselektüre mit. Trotz schwerer Leiden war er noch als Achtzigjähriger von ungebrochener, geistiger Frische und Energie. So lebt er in unserer Erinnerung fort. Ehre seinem Andenken! Arthur Dombrowski. WIR BETRAUERN DEN HEIMGANG von Frau Ida Stanner geb. Hift, die im 86. Jahre ihres Lebens in Jerusalem, wenige Monate nach dem tragischen Tode ihrer Tochter Dr. Erna Stanner, den wir leider in unserer letzten Nummer melden mussten, verstarb. Die in Wien gebürtige Verstorbene hat dort ihre Ausbildung als Pianistin an dem berühmten Conservatorium der Musikfreunde erhalten. Nach ihrer Heirat mit dem Holzgrosshändler Max Stanner kam sie um die Jahrhundertwende nach Breslau und viele werden sich noch an ihr Auftreten als Pianistin im Rahmen der musikalischen Veranstaltungen der „Lessing Loge” erinnern. Sie kam mit ihren Kindern Dr. Erna und Dr. Kurt Stanner im Jahre 1934 nach Israel und wohnte in den letzten 27 Jahren in Jerusalem, wo sie bis in die allerletzte Zeit noch lebhaft Anteil am musikalischen Leben der Stadt nahm. ...des Herrn Jack Knox (Jaques Kohn) London W. 9 Biddulph Mansions 99 Eigin Ave. (früher Breslau, Niepoldshof), und sprechen seiner Tochter Rosi Arbib, Nawe Mayan (Ramot Hascharon, Reh. Haziporim 4) unsere aufrichtige Teilnahme aus. ... des Herrn Siegfried Rotholz, der im Alter von 85 Jahren in Kew Gardens 18, (N.Y.) 117-01 Park Lane South (USA) verschied. — Wir haben d. Angehörigen unser Beileid ausgesprochen. ... eines unserer ältesten Mitglieder des Herrn Salo Kaiser, früher Breslau, Klosterstr. Bazar: Ohlauer Tor, der uns noch in Israel besuchte und nun in Melbourne, wo er seit Jahren lebte, im 80. Lebensjahr verschieden ist. Wir sprechen seinem Sohne Gerhard Kaiser, Pasay City (Philippines), 230, Fresno Road, unsere aufrichtige Teilnahme aus. In den letzten Novembertagen des vergangenen Jahres, kurz vor Vollendung ihres 81. Lebensjahres, ist Liese Weinhausen von uns gegangen. Obwohl seit frühester Kindheit körperlich behindert, hatte sie sich den schweren, aber schönen Beruf einer Hebammenschwester als Arbeitsfeld erwählt, und dies zu einer Zeit, wo es für eine Tochter aus gut jüdischem Hause nicht als „fein” galt, als Schwester zu arbeiten. Aber danach fragte sie nicht, und der grosse Kreis der Freunde, die sie sich durch ihr Wirken erworben hat, zeugt von der Richtigkeit ihrer Wahl. Nach kurzer Ehe als Folge einer Körperverletzung im ersten Weltkrieg verlor sie ihren Lebenskameraden und blieb mit zwei ganz jungen Töchtern zurück. Sie hat sie zu tüchtigen Menschen in tiefer Liebe zum Lande Israel erzogen. Eine kleine würdige Feier vereinte den grossen Kreis ihrer Freunde mit der Familie, als man sie in Moledeth zur letzten Ruhe bettete. Ester Rosenzweig. DAS WOHLFAHRTSMINISTERIUM IN ISRAEL HAT UNSEREN VERBAND MIT ERLASS VOM 18. December 1963 No. 41114/37 ALS WOHL- FAHRTS (SOCIALE) INSTITUTION ANER- KANT. — HIERNACH SIND DIE UNS ZU¬ GEHENDEN BEITRÄGE UND SPENDEN VON DER EINKOMMENSTEUER ABZUGS¬ FÄHIG. Wie uns eines unserer Mitglieder aus USA mitteilt, sind an seinem Wohnsitz (Columbus, Ohio) die uns gespendeten Beträge ebenfalls von der Eink. Steuer abzugsfähig. Calender 1964 - nwn mV FORTSETZUNG AUS NO. 8—9 8—9 ‘TVIQD Donn. 16. April Unabhängigkeitstag in Israel mNDüyn o)» *)’»N '*T 'n Ol» Donn. 30. April Lag Beomar -poiya *i»»n n"» 'n D)> Sonnt. 17. Mai Schawuoth myuv; 11»ü ') W ov Mont. 18. Mai 2. Tag Schaw. myi3v> yi»o 'x '3 01» Sonnt. 28. Juni Fasttag (17/18. Tamus) jviyn non n"» W Ol» Sonnt. 19. Juli Fasttag Tischo Be Aw JiDyn 3N ') 'N Ol» Mont. 7. Sept. Rosch ha Schanah rovin vw*) n\yu w '3 O)» Dienst. 8. Sept. 2. Tag „ rown vwi nvm '3 '3 O)» WIR WOLLEN MIT DEN „MITTEILUNGEN” DES VERBANDES I HNEN EINE KLEINE FREUDE UND UNTERHALTUNG SOWIE HILFE BEI AUFFINDUNG IHRER FREUNDE UND ERREICHUNG IHRER WIEDERGUTMACHUNG BIETEN UND NACHRICHTEN BRINGEN, DIE SIE INTERESSIEREN - MACHEN SIE UNS EINE GROSSE FREUDE DURCH BEITRÄGE UND SPENDEN FÜR UNSEREN ZWEITEN ALTERSHEIMFOND! Wir bitten immer wieder unsere Mitglieder sich an der Mitarbeit unserer „Mitteilungen” zu beteiligen durch Aufgabe wertvoller Erinnerungen oder sonstiger für die Breslauer interessanten allgemeinen Nachrichten! Soll behaglich sein dein Fest, Lad zu „TCHELET” deine Gäst’! 0LAMEJ TCHELET TEL-AVIV, SHEINKINSTR. 59, corner Achad Haamstr. 10

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