Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2004
- Issue
- No. 77 (2004)
- Date
- 2004-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3 zu vertreten, was ihm jedoch aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht möglich war. Besonders während und nach der Bankenkrise ab Juli 1931 war er als Sprecher der Deutschen Bank stark in Anspruch genommen. Dies und sein sich verschlechternder Gesundheitszustand waren die Gründe dafür, dass er sich zunehmend von seinen ehrenamtlichen Betätigungen zurückziehen musste. Man darf vermuten, dass die Belastung des Jahre 1933, seine Entlassung aus der Deutschen Bank und sein vorzeitiger Tod seinen Weg an die Spitze jüdischen und zionistischen Wirkens jäh abbrach, so dass er heute in der deutsch-jüdischen Geschichtsschreibung eine fast vergessene Gestalt ist. Kurz nach dem Tode Wassermanns erschien in einer jüdischen Zeitung eine aus Zürich eingesandte Reminiszenz, in der ein ungenannter Autor von einem Gespräch berichtete, das er mit dem "verdienten Führer der 'deutschen Nichtzionisten' in der Jewish Agency in den Tagen des Züricher Eröffnungskongresses der Agency (1 929)" geführt hatte: "Ich interviewte ihn für eine Reihe jüdischer Blätter. Nur wenige Minuten standen mir zur Verfügung. . . . Dennoch nahm ich die Gelegenheit wahr, Oscar Wassermann nach seiner jüdisch-politischen Einstellung zu fragen. 'Warum zählen Sie eigentlich zu den nichtzionistischen Fünfzig Prozent der Agency?' - fragte ich. 'Ich habe Ihre Äußerungen auf dieser Tagung gehört, Ihre Aufsätze gelesen, bin über Ihre intensive Arbeit in Deutschland unterrichtet: all das zeigt mir, dass Sie wahrlich kein schlechterer, ja, wahrscheinlich ein sehr viel besserer Zionist sind, als mancher, der das Baseler Programm seit Jahrzehnten im Munde führt, ohne das Geringste dafür zu tun. Gehört ein solcher Mann nicht in die Reihen der zionistischen Organisation? Warum eigentlich sind Sie kein Zionist? So ich. Wassermann aber, mit dem Daumen über die Schulter verstohlen auf Weizmann weisend, flüsterte mir zu: 'Pscht! Ich möcht' schon; aber - Er erlaubt's nicht!" "Kalonymos", Heft 3, 2003 D LR LI N C. 2 - t00$ BUROSTRAtSE 23. , / / l L! -Tcov vjvjy orjr ivay? px jA'-iny.Jvu jy^v^r t>p i’-Ms aj 1X197 s>jyr>ky v'1 yjjvw y# -*•?? }#/; 711 junyAvyto at; jy'j>r»x>X7? lyrvv tvx n *>? \* <r :vnu ptf 2yrr jsTjjSyt 7* aiix vj um ovyiKo yoi# Jyjoi D7T jyvynvxp ovi owt Jtuxnz* * v * “ j *: “ v t * * / ’ * KT'^ J--V PS« vc-'bx jnayj -)-i im tr vitt jww JWJUMI / - - »v r — y t *• jyf"7s> Ot t? jsS j*ohm er7y79 xpjiw im wi'i J>rx jrf/tnwt m Lieber Julius, liebe Elsa! Da Ihr allein unter der jüngeren Generation in der Familie das altjüdische Element repräsentiert |,j ziemt es sich Euch zum R[oscA] H[aschana] wenn nicht in hebräischer Sprache die Ihr trotz Eurer Frömmigkeit nicht versteht so doch in ketaw iwri (hebräischer Schrift) die herzlichsten Wünsche zum Ausdruck zu bringen. Also von ganzem Herzen K[eti»Vflj ve chjatima] t[oH>a] (Eintragung und Besiegelung zum Guten): Möge Euch das neue Jahr vor allem für Euch selbst und für Alice ungetrübte Gesundheit bescheren: Möge es uns vergönnt sein uns im Laufe des kommenden Jahrs recht oft in Freuden zu sehen. Haltet gut Schabbes und gut J[ohi] flow] und seid nebst Alice herzlichst gegrüßt von Eurem treuen Oscar Die Orthografie ist gemischt jiddisch und putkamerisch