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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1981-01-01 · No. 48-49 (1981), Nachtrag · p. Seite 69

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1981
Issue
No. 48-49 (1981), Nachtrag
Date
1981-01-01
Page
Seite 69 (sequence 2616)
Language
German
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. Frau Lilly Isaac and ihrer Familie, Tel Aviv, zum Ableben ihres Mannas und Vaters, Otto Isaac, der mit unserem Verbände engste Beziehungen unterhielt und dem wir zu seinem Geburtstage seinerzeit ehrende Zeilen gewidmet haben. Der Heimgegangene war Prokurist bei der bekannten Bankfirma Feuchtwanger und hat seine Kunden immer nach bestem Wissen und Gewissen beraten.- Wir haben ihn zeit seines Lebens sehr geschätzt. Familie Hans Ehrlich, Chofith bei Kfar Witkin, in Israel, zum Ableben seiner Mutter Betty Ehrlich geb. Seidemann. Die Heimgegangene hat sich bis kurz vor ihrem Ableben mit 91 Jahren, in körperlicher und geistiger Frische betätigt, war lebensklug und besonders mit ihrem Sohn und dessen Haus sowie den Enkelkindern, eng verbunden. Sie nahm an allen Geschehnissen des Tages, der Politik und vielen anderen Dingen teil und hatte eine grosse Korrespondenz mit führenden Persönlichkeiten, nicht nur in Israel, sondern auch in der Welt. Sie stammt aus der bekannten Familie Seidemann aus Breslau, die in der Jüdischen Gemeinde als Muster galt. Ihr Weg führte sie von Berlin aus über Chile, wo ürr Mann Ahron Ehrlich vor 30 Jahren verstarb, nach Israel. Ein grosses Trauergefolge, bestehend aus dem gesamten Dorf und der Umgegend, sowie aus der weit verzweigten Verwandschaft in Israel, gab ihr das letzte Geleit. Der Sekretär unseres Verbandes, Erich Lewln, entwarf diese Momente in seiner Trauerrede. Mit ihr ist eine Persönlichkeit eigener Färbung dahingegangen. Dr. Schmarjahu Woilheim, Beer Schewa, Geulim 26, Israel und seiner Familie, zum Ableben der Gattin, Mutter und Grossmutter Lea Lina Woilheim, geb. Loewy. Die Heimgegangene war die Tochter des Besitzers d. bekannten Bankhauses Hermann Loewy, Rawitsch—Breslau und hatten wir die Ehre sie von frühester Jugend gekannt zu haben. Wir schätzten an ihr ihre Lebensklugheit im wahrsten Sinne des Wortes, ihre Hilfsbereitschaft in jeder Lage. Die tief religiöse Einstellung ihres Elternhauses übertrug sie mit grosser Liebe in das Haus Woilheim, war ihrem Gatten ln den schwersten Jahren der Einordnung Stütze und Ratgeberin in besonderer Weise und teilte mit ihm Freud und Leid. Ihre Kinder erzog sie in demselben Geiste und werden diese auch weiterhin mit dem Vater Dr. Woilheim, der eine angesehene Stelle im Rahmen der Erziehung innehatte, das Andenken der teuren Entschlafenen durch innige Verbundenheit wachhalten. Herrn Jacob Abrahami (Skorupa), früher Breslau-Praschka, und seiner Familie zum Ableben der Gattin und Mutter, Esther Abrahami. Die Familie wohnt ln T.A., Bezalelstr. 20. Die Heimgegangene war eine besondere Gattin und Mutter, hat ein vorbildliches jüdisches Haus geführt und ist leider in den letzten Jahren sehr krank gewesen. Sie wurde von ihrem Mann und ihren Kindern mit grosser Liebe umhegt. Ihre Schwester mit ihrem Mann waren aus Amerika ln Tel Aviv und kurz nach der Verabschiedung ist Esther Abrahami durch die grosse 'Erregung schmerzlos verschieden. Sie bleibt bei allen ihren Freunden und Bekannten in bester Erinnerung. Den Familien Malachi, Kwuzath Saad, Kfar Malmon, Kibbutz Chulda, Engel-Kibbutz Sereni, zum Ableben des Mannes und Vaters, Reuwen Jaakow Malachi. Wir haben den Heimgegangenen vor einigen Jahren persönlich kennengelernt und waren von seiner Persönlichkeit tief beeindruckt. Er hat laufend in den letzten Jahren unsere Zeitung durch seine Artikel: „Die Synagogen in Hamburg“ u. mit Fotos enorm bereichert, den Leserkreis sehr erweitert u. war im Begriff noch vieles zu leisten. Wir standen mit ihm in ständiger telefonischer Verbindung und haben ein Treffen vereinbart, zwecks Erweiterung seiner Arbeit, das leider durch seinen Heimgang nicht hat stattfinden können. Sein ausgeprägter Charakter, sein tiefes Wissen, sein feines Wesen haben uns ausserordentlich verbunden. Er bleibt in ehrendem Andenken bei allen, die ihn kannten und schätzten. Den Angehörigen von Meier Kischoni (Max Kober) in Kirjath Bialik, zum Ableben dieses ausgezeichneten Menschen. Als Max Kober, geboren als Sohn von Wilhelm Kober, in Breslau, dem alten Zionisten, hat er bereits in frühester Jugend sich in diesem Sinne bewährt. Ausgestattet mit tiefen jüdischen Wissen kam er bereits 1933 mit seiner Familie nach Haifa, wo er die Leitung des Keren Hajessod Büros übernahm. Sofort hat er sich der Hitachduth Oleh Germania zur Verfügung Gestellt. Nach seiner Übersiedlung nach Klriath Bialik ging er einen ganz anderen Weg, in dem er sich für Zuckerkranke, Krebskranke und andere chronische Kranke durch Bereitstellung eines Fonds, den er sammelte, einsetzte. Unser Beileid gilt auch seiner Schwester, Frau Alisa Blumenthal geb. Kober in Kiriath Biallk. RUTH KI F1N. geb. CALVARY s.A. Vor einigen Wochen ist die oben Genannte, heimgegangen und ist es uns ein inneres Bedürfnis, ihr einen besonderen Artikel zu widmen. Als Tochter des bekannten Arztes, Dr. Max Calvary, ln Posen geboren, hat sie schon als Junges Mädchen das Elisabeth-Heim für Kriegswaisen, Lehrmädchen und Arbeiterinnen in Wien, geleitet, das später auf Initiative von dem bekannten unvergessenen Rabb. Dr. Pinchas Cohn, auf streng orthodoxer Basis geleitet wurde. Es liegt uns ein erstklassiges Zeugnis von ihrer erfolgreichen Arbeit, vor. Nach ihrer Vermählung mit Theodor Klein hat sie verstanden, in Berlin ein stark betont Jüdischen Haus aufzubauen, wo sich jeder wohl fühlte. Dies übertrug sie auch nach Israel und war das Haus Theodor Klein immer ein Mittelpunkt für alle Freunde und Bekannte. Ihre Kinder, Sohn und Tochter mit ihren Familien, ihr Bruder und ihre Schwester mit den Angehörigen, sind eng mit diesem Haus verbunden und werden im Gedenken an diese teure Gattin, Mutter und Schwester, weiter eng verbunden bleiben. Ihr Gatte, Theodor Jitzchak Klein (bis 1201), hat alles getan, um das Leben seiner Frau in Jeder Weise zu erleichtern. Am 30ten Tage sprach ein Verwandter, Raw Kober, ein Enkel des unvergess. Aron Kober sA... Breslau, warme Worte der Ehrung und des Abschieds. Auch bei uns bleibt 6ie unvergessen. MAX BERG s.A., Gedera Kürzlich ist der oben Genannte in hohem Alter nach kurzer Krankheit verschieden und wir erlauben uns in diesem Rahmen seiner Gattin, Frau Dr. Fraenze Berg und ihrer Familie die innigste Teilnahme auszusprechen. Ein aussergewöhnlich kluger Mensch, dem im Leben nichts zu schwer war und der aus Liebe zum Lande die schwersten Bedingungen auf sich nahm. Schon 1920 schuf er in Berlin einen Kindergarten, wo Iwrith gelehrt wurde. So konnten sich diese Kinder mit ihren Eltern sofort bei der Einwanderung akklimatisieren. Mit Absicht hat er Gedera gewählt, um in der Landwirtschaft unter unvorstellbaren Verhältnissen zu arbeiten und zu produzieren. Ohne Wasser, ohne Elektrizität, ohne Radio, ohne Eisschrank arbeitete er am Tage und hielt in der Nacht mit vielen anderen Wache, da arabische Angriffe fast täglich waren. Er sorgte für die Armen des Dorfes, er war ihr Vater und auch der aus der Verwandtschaft stammenden 2 Kinder, die mit seinen beiden zusammen aufwuchsen. Ein treuer Gatte, ein besonders liebender Vater, ein guter Freund, so bleibt er uns in Erinnerung. E. L WORTE AN RUTHIS GRAB AM ..JOM HASCHIVAH” Ich erinnere mich an Ruthi seit ihrer Ankunft im Land im September 1945. Ihre frühe Kindheit verbrachte sie im Kriege und einige Jahre sogar in den Lägern Westerborg, Bergen Belsen, Philipville und nach ihrer Alijah in Athlit. Sie hat niemals darüber gesprochen, aber es ist ausgeschlossen, dass diese Lagerkindheit keinen Einfluss auf sie hatte. Ruthi Zeiger geb. Lewald Sie und ihre Schwester Mirjam waren in den ersten Jahren im Kibbutz. Sie ging mit den Kibbuzkindern in die erste Klasse, lernte schnell Iwrith, sodass sie ihre Cousine Lonni, die einige Monate später ins Land kam, herumführen konnte. Ich erinnerte mich, dass sie als kleines Kind sich weigerte eine Banane zu essen, bis sie sich vergewisserte, dass auch ihre Schwester eine bekommen hatte, was typisch für Sie auch später war. Nachdem sie den Kibbuz verliess, lebte sie sich schnell und ohne Schwierigkeiten im Elternhaus und in der Schule ein und war beliebt bei ihren Freunden und Freundinnen. Dasselbe gilt auch von ihrer Dienstzeit beim Militär. Ruthi hatte Grund mit ihrer Familie glücklich zu sein vor allem mit den Kindern. Es gibt wenig Frauen, welche so bereit sind ihrem Mann im Geschäft zu helfen, wie Ruthi, die sich ln einer derartigen Form über Verbesserungen und Neuerungen in der Wohnung Gedanken machen. Sogar während ihrer Krankheit unterliess sie es nicht. Man kann noch viel über Ruthi erzählen, auch dass sie sich niemals öeklagte, 60gar während ihre Krankheit, dass bei ihr alles selbstverständlich war. Ich erinnere mich an den Spruch der Weisen: Der Lohn einer Mitzvah ist die Mltzvah selber... Leider müssen wir der Famüle und allen Freunde sagen, dass wir einen unersetzlichen Verlust erlitten haben. Es bleiben uns aber die schönen Erinnerungen an Ruthi. 69

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