Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1981
- Issue
- No. 48-49 (1981), Nachtrag
- Date
- 1981-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 2612)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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WIR KONDOLIEREN Pr«u Miriam Lewin, Ramat Chen, den Schwestern, sowie den Kindern anlässlich des Heimganges von Frau Thea Loewenthal, die mit grossem Interesse immer unsere Zeitung laß. Die Heimgegangene war eine Persönlichkeit eigener Prägung. Aus Berlin stammend, kam sie bereits 1933 mit ihrem Gatten und der Familie ins Land und hat ein Säuglingsheim im Zentrum Tel Avivs, mit dem bekannten Kinderarzt, Dr. Kanowitz und Frau Susi Cohen gegründet. Später hat sie sich in Form eines Heimes der Kinder aus zerütteten, besonders schwierigen Familien, angenommen und das Heim mit grossem Erfolg geführt. Jahrelang war sie dann Leiterin eines geschlossenen Kinderheims. Dort genoss Eie wegen ihrer Lebensklugheit, ihres Organisationstalents und die bis ins Kleinste durchdachte Arbeit, grosses Ansehen. Frau Flora Jaari, Kibbutz Eyn Hanaziw und ihren Kindern zum Ableben ihres Gatten und Vaters Jehuda Leo Jaari, der mit grossem Interesse unsere Arbeit verfolgte. Er ist aus Emden gebürtig und hat neben seinem Berufe sehr viel Arbeit für die Erziehung im religiösen Sektor geleistet, war aufgeschlossen und leistete in den* letzten Jahren viel in Beziehungen zur Stadt Emden und insbesondere auf dem Gebiete der Geschichte der einst blühenden jüdischen Gemeinde. Frau Lisbeth Lewin geb. Gurassa und Familie, 1328 Buenos Aires, Calle Vidal 2362/12 Argentinien, zum Ableben des Gatten u. Vaters Alfredo Lewin, mit dem wir noch kurz vor seine Heimgang korespondierten. In der Provinz Posen geboren, kam er als Kind nach Breslau, wo er bei der bekann teil Firma S. Blasse, Graupenstr. bereits als Lehrling durch seine Tüchtigkeit auffiel. Sein Weg führte ihn in den Kaufhauskonzern Schocken, in dem er sich ausserordentlich bewährte. Der Konzern sandte ihn dann nach Argentinien. Auch dort war er durch seine Tüchtigkeit sehr beliebt. Ein vorbildlicher Gatte und Vater, ein liebenswerter Mensch. So bleibt er in unserer Erinnerung. Frau Henny Beyersbach, Mitglied des Vorstandes der Centra, zum Ableben ihr Schwester. Sie ist mit unserer Organisation durch positive Arbeit eng verbunden. Henny hat durch ihre Aktivität bei der Centra, sowie bei den Kölnern und Rheinlaendern, viel Positives geschaffen. Ihre schnelle Entschlusskraft und ihre klare Einstellung schätzen wir besonders. Frau Reta Bruenell, Koeln—Tel Aviv, sowie ihren Kindern, zum Ableben des Mannes und Vaters, Ernst Bruenell, der viel Gutes im Rahmen der Centra, sowie der Koelner, geleistet hat. Kein Weg war ihm zu weit, keine Stunde zu früh, um durch tätige Mithilfe den Veranstaltungen beider Vereinigungen zum Gelingen zu verhelfen. Frau Edith Buechler, New York, 600 West 115 the Str. NY 10025, zmu Ableben Ihrer Schwester Alice Kurrein geb. Buechler, Witwe nach Dr. Herbert Kurrein, Berlin, Haifa, New York, die in gesegnetem Alter heimging. Sie entstammt der bekannten und sehr geachteten Familie Buechler, Weingrosshandlung In Breslau und war ihr Gatte Dozent an dem Technikum in Haifa. Sie war eifrige Leserin unseres Blattes und waren die Geschwister Buechler sowie die ganze Familie aufs Engste verbunden. Herrn Mordechai Noy, Ramat Chen, sowie Familie Dr. Goldberg, zum Ableben der Gattin und Mutter Jetta Noy geb. Rosenheim. Schon in Frankfurt a/Main, als Tochter des bekannten Agudaführers, Jacob Rosenheim, war sie im Esra führend tätig. 1931 bereiste sie Palästina als Touristin und erkannte sofort die niedrige Stufe der Erziehung im Lande. Kindergärten kannte man damals überhaupt nicht. So hat sie nach ihrer Rückkehr nach Frankfurt durch Spenden und Aufklärung den Boden vorbereitet für ein Netz von Kindergärten und Tagesheimen. Aus diesem Werk ist eine umfangreiche Arbeit entstanden. In allen grossen Städten des Landes befinden sich Kinder- und Tagesheime1 von Ohel Ja’acow, einer religiösen, unpolitischen Organisation. Auch Seminare zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen und pädagogischem Personal, sowie Sozialarbeiterinnen zeugen von der fruchtbaren Arbeit der Heimgegangenen. Wir sprechen den Familien unsere tiefe Teilnahme aus. Den Familien Giuskinos, Bne Berak, Wasser - mannstr. 7, sowie ihrem Bruder und den Familien Breslauer zum Ableben der Mutter Judith Giuskinos geb. Breslauer. Wir hatten einen Artikel zu ihrem 90ten Geburtstag bereits im Druck und müssen ihn leider zu einer Beileidskundgebung umwandeln. Der Sekretär unseres Verbandes kennt die Familien seit 1912 und haben beide in Breslau im religiösen Leben eine grosse Rolle gespielt. Im Rahmen der Chewra Kadischa war der vor vielen Jahren heimgegangene Willi Giuskinos und seine Gattin Judith führend tätig. Beide übertrugen ihre heilige Mitzwa nach Tel Aviv und waren immer zur Stelle, wo man sie benötigte. Eine grosse Bescheidenheit, ein freudliches Wesen, so bleiben sie, bei uns in bester Erinnerung. Ihre Kinder Enkel und Urenkel gehen den selben Weg der Verstorbenen. Trotz schwerster körperlicher Behinderung hat die Schwiegertochter die Heimgegangene bis zum letzten Moment unter hingebungsvoller Pflege im Hause gehalten und abgelehnt, sie in ein Heim zu geben. Wir haben die Verpflichtung ihr Andenken in Ehren zu halten und gehören diese Namen in den Rahmen der Geschichte der einst blühenden Gemeinde Breslau. Frau Alice Schwarz-Gardos, zum Ableben ihrer Mutter, die sie, trotz unerhört starker Arbeit, bis zur letzten Minute mit Hingabe und Liebe betreute. Familie Tamar, Tel Aviv, zum Ableben ihreB hochverehrten Rabbiners Issachar Tamar. 1920 nach Breslau gekommen, fand er sich nach kurzer Zeit in der neuen Umgebung zurecht Und erlernte mit grossem Fleiss die deutsche Sprache. In Polen gebürtig, brachte er ein grosses talmudisches Wissen mit. Bereits 1933 verliess er Breslau und siedelte nach Tel Aviv über, wo er sofort eine Anstellung im Rahmen des Stadt-Rabbinats, erhielt. Seine grosse Bescheidenheit, sein umfassendes Wissen hat sich gezeigt, da er zu dem Talmud Jeruschalmi 8 Bände seiner eigenen Erklärungen herausbrachte. Alle seine Kinder stehen auf hohem geistigen Niveau. Seine Gattin, der wir noch viele, viele Jahre wünschen, ist die Tochter des bekannten Rabbiner Silbermann aus Praschka ln Polen, eine Stadt an der Grenze, die bis zum 2. Weltkrieg nur durch eine Brücke mit Deutschland verbunden war. Viele unserer Leser werden sich an diesen hervorragenden Menschen in Wehmut erinnern. Familie Werner und Henny Reyersbach zum Ableben ihres Bruders und Schwagers Martin Birn, Ramat Gan. Der Heimgegangene hat am Abend vorher noch an der Feier im Familien- und Freundeskreis zu Ehren seiner Schwester Henny teilgenommen, war guter Stimmung und ist leider in den frühen Morgenstunden plötzlich heimgegangen. Eier Sekretär unseres Verbandes zeichnete ihn in seiner Abschiedsrede als religiösen, gediegenen und humorvollen Menschen, der genau wie sein Vater, den er kannte, sprühendes Leben ausstrahlte. Wir verbinden uns mit der Gattin, den Kindern und der weiteren Familie und sprechen ihnen unser innigstes Beileid aus. Herrn Prof. Dr. Hans Chanoch Meyer, Haifa, zum Ableben seiner Mutter, Emma Esther Meyer, geb. Gappe, die in hohem Alter in Canada, heimgegangen ist. Wie wir erfahren, war sie eine „EScheth Chajil“ in bestem Sinne des Worte». Sie führte ein echt jüdisches Haus mit all den Eigenschaften, die ein solches positiv gestalten, erzog ihre Kinder in echt jüdischem Sinne und hatte bis ins hohe Alter hinaus Freude an diesen. Unser Beileid gilt auch ihrer Tochter Gerda Schor, geb. Meyer, in Montreal. Familie Sam und Evelore Modlano ln Dobbs- Ferry, USA, zum Ableben der Mutter Ruth Lang, geb. Loewenstein aus Breslau. Die Heimgegangene war die Tochter des Friedhofs-Inspektors der jüdischen Gemeinde, Breslau, Loewenstein. In 1. Ehe war sie mit Herrn Mamlok, Mitinhaber des bekannten Wäschehauses J. O. Mamlok, Breslau, Kupferschmiedestr., verheiratet. Aus dieser Ehe ging ein Sohn und eine Tochter hervor. Leider ist Herr Mamlok nach seinem Aufenthalt in Buchenwald, im Jahre 1938, gestorben. Nach Amerika ausgewandert, hat sie dort nach vielen Jahren Intensivster Arbeit, den, auch in Breslau sehr bekannten Wein-Grosshändler, Emil Lang, geheiratet. Mit unserem Verband war sie durch Ständigen Briefwechsel eng verbunden, an allen Dingen unserer Arbeit ausserordentlich interessiert. Sie hat im Rahmen der Congregation viel sozial gearbeitet, war mehrere Male in der Woche ehrenhalber in einem grossen Hospital ln Stamford auf der Herz-Station tätig und war eine Frau von wahrhafter Liebe zu Menschen. Familien Sanders und Meyer in Herzlla bzw. Tel Aviv, zum Ableben ihrer Mutter und Schwester Betty Sass, die aus Danzig kommend, viele Jahre in Mauritius unter allerschwersten Bedingungen als Krankenschwester in dem furchtbaren Lager tätig war. Ihre Hilfsbereitschaft, ihr Aufgehen in ihrem Beruf, ihre Wärme und Menschlichkeit bleiben unvergessen. Diese Eigenschaften hat sie trotz schwerster Einwanderungsbedingungen in Israel fortgesetzt und im Elternheim Beth Gila in Jad Elijahu bei Tel Aviv, in schönster Weise vollführt. Der Sekretär unseres Verbandes hat diese, ihre Eigenschaften, bei ihrer Bestattung und am 30. Tage, bei der Steinsetzung, hervorgehoben. Unseren Freunden Rolf Katz sowie Meta Hammerschlag zum Ableben der Gattin und Schwester Rasi Katz, die in allen unseren Kreisen durch ihre Feinheit, Herzenswärme und Bescheidenheit beliebt und geachtet wurde. 63