Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1980
- Issue
- No. 46-47 (Mai 1980), Fortsetzung
- Date
- 1980-05-01
- Page
- Seite 54 (sequence 2522)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Valerie Altmann 85 Jahre alt Wir freuen uns, von dieser Stelle aus der ausserordentlich regen Jubilarin, die in Haifa, Sinai Ave. 22 wohnt, von Herzen zu gratulieren. Ein reich erfülltes Leben führt sie auch heute noch. Im Jahre 1925 ist sie aus Überzeugung zum Judentum übergetreten, hat unter dem bekannten Ober- Rabbiner Spitzer, Hamburg, gelernt und ist in Berlin vom Beth Din unter Rabbiner Pietuchowski ins Judentum aufgenommen worden. Sie heiratete den bekannten Robert Altmann aus Kattowitz O/S, der die best rennomierte Firma Herz u. Ehrlich in Breslau als Inhaber führte. Dort sah man in den Fenstern z.Zt. der Auswanderung besondere Auslagen für Juden, die auswandern wollten. Alle möglichen Kochapparate wie: Primusse etc. Leider ist der Vorgenannte in Buchenwald bei den Verhaftungen am 9. November 1938 umgekommen. 1939 gelang es Valerie Altmann mit ihren Kindern nach England auszuwandern und war sie späterhin unter dem bekannten und jetzt immer wieder genannten schwedischen Konsul Raoul Wallenberg seine Sekretärin. Innerhalb weniger Wochen hat sie eine Liste von 6.000 ungarischen Juden zusammengestellt und es gelang diesem grossen Judenfreund diese zu retten. Im Jahre 1955 gelang es ihr nach Israel einzuwandern und hat sie in Kirjat Bialik sich sofort der Arbeit für die Allgemeinheit zur Verfügpng gestellt. Neben ihrer hingebungsvollen Tätigkeit in der dortigen Chewra Kadischa erlernte sie die Brailleschrift für Blinde und hat die Bücher von Dr. Else Rabin und viele andere in Blindenschrift umgeschrieben. Ihre Tätigkeit in der Schwesternloge ist erfolgreich. Im Jahre 1958 hat sie mit eigener Kraft 2 richtunggebende Schriften verfasst (deutsch und englisch), die zur Vorbereitung für Mädchen dienen, die zum Judentum übertreten. Sie ist von den Rabbinaten in Haifa und Kirjat Bialik anerkannt. Auch heute noch ist sie in dieser Richtung tätig und hat im Laufe der Jahre eine ganze Anzahl von Frauen und Mädchen ins Judentum überführt. Die Familie Altmann in Kattowitz war durch ihre strengreligiöse Haltung, durch ihr offenes Haus und ihre Freigebigkeit bekannt und geachtet. Diese Eigenschaften hat die Jubilarin mit warmem Herzen übernommen und lebt in dieser Welt. Unser Wunsch geht dahin, dass ihr vergönnt sein möge noch viele Jahre in Gesundheit ihr schönes Werk fortzusetzen. Ad Mea Weesrim. E.L. Adolf Ebstein zum 90. Geburtstag In Santiago de Chile feiert unser Freund Herr Adolf Ebstein diesen Ehrentag in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit. Er ist einer der Wenigen, die die Liebe zum zionistischen Ideal mit der Hingabe zum Aufbau der jüdischen Gemeinde in der Diaspora verbinden. Jahrelang war er einer der besten Mitarbeiter der Gemeinde, des Keren Hajessod und Keren Kajemet. Andererseits ist er mit seinem Werk — dem Adolf Ebstein Elternheim — auf das engste verbunden. Jahrzehnte war er der Vorsitzende des Cisroco, des Wohlfahrtsamts unserer Gemeinde. Er ist das Vorbild eines Juden im besten Sinne des Wortes. Wir gratulieren ihm und seinen Töchtern Ruth Leschnitzer (Montevideo), Lilo Spargartner (Wien) und Steffi Hirsch (Israel). Die Freundschaft, die uns mit ihm verbindet, möge er uns bis 120 bewahren. E. i. Ln. Rabbiner Dr. Max Gruenewald 80 Jahre Vor fünf Jahren veranstaltete das New Yorker Leo-Baeck-Institut zu Ehren seines Präsidenten Rabbiner Dr. Max Gruenewald eine Ausstellung „Breslau und Mannheim — zwei jüdische Gemeinden“. Das hatte seinen guten Grund; bevor Dr. Gruenewald Mannheim verlassen musste, war er mit beiden Städten eng verbunden. In Mannheim war er von 1925 bis 1938 Gemeinderabbiner und von 1934 an gleichzeitig auch Vorsteher der Israe litischen Gemeinde. In der 1971 vom Stadtarchiv herausgegebenen Dokumentation „Die Judenverfolgung in Mannheim 1933—1945“ von Dr. Hans-Joachim Fliedner ist Dr. Gruenewald häufig erwähnt und mit Aufsätzen, Aufzeichnungen und Briefen zitiert. Die verschiedenen Zusammenhänge erinnern daran, welche angesehene und hochgeachtete Position er im jüdischen Leben dieser Stadt innehatte. An einer Stelle heisst es: „Die das Gesicht der Gemeindearbeit bestimmende Persönlichkeit — Max Gruenewald“, ein „weitblickender Beobachter“ Vor allem widmete er sich der jüdischen Schul- und Kulturpolitik; dazu gehörte das Jüdische Lehrhaus, das von 1929 an mehr als zehn Jahre lang bestand und gute Wirkung hatte. — Wenn Dr. Gruenewald am 4. Dezember sein 80. Jahr vollendete, kann man im Rückblick auf die zweite Hälfte seines Lebens feststellen, dass er in Amerika seiner ganzen geistigen Ausrichtung unverändert und unvermindert treu geblieben ist, als Rabbiner auf Lebenszeit in Millburn, unweit New Yorks im US- Staat New Jersey, als theologisch und historisch interessierter und tätiger Wissenschaftler (Baeck- Institut), Jewish Theological Seminary of America) sowie als Mitarbeiter internationaler kultureller und sozialer Organisationen. Aus dem einst oberschlesischen Königshütte stammend, absolvierte er in Breslau sowohl das Jüdisch-Theologische Seminar als auch die Universität; seine Dissertation beschäftigte sich mit dem Philosophen Georg Simmel. Gruenewald ist darüber hinaus zweifacher Ehrendoktor. Dr. E. G. Lowenthal (Berlin) Heinrich Goldstein, Mannheim, Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse Ais treuer Leser unseres Blattes und als persönlich guter Bekannter, dessen Sohn im Rahmen der CENTRA im Vorstand sich rührig betätigt, sprechen wir von dieser Stelle aus Heinrich Goldstein, dem Vorsitzenden der Gemeinde Mannheim, unsere besten Glückwünsche aus. Es ist unmöglich im Rahmen einiger Zeilen die Grösse der Arbeit des im hohen Alter Stehenden zu zeichnen. Er ist der Lebensnerv der jüdischen Gemeinde Mannheim. Sein Arbeitstag beginnt in den ganz frühen Morgenstunden und ist er im Büro im Sozialwesen, in Kultus und in vielen anderen Sparten mit Erfolg tätig. Sein eisener Wille, sein Gerechtigkeitssinn sind so stark ausgeprägt, dass er auf seinem Recht besteht und jeden Kompromiss ablehnt. Mit Israel ist er durch seinen Sohn und seine Familie eng verbunden und erscheint einige Male im Jahr, insbesondere zu den Feiertagen, um mit seiner Familie diese zu begehen und im Rahmen von Ichud Schiwat Zion, der Gemeinde der Juden aus Mittel-Europa, zu beten. Seine Parole ist neben dem Aufbau der Gemeinde und der Erziehung der Jugend, Annäherung, bzw. christlich-jüdische Verständigung. Auf diesem Gebiet ist er mit Erfolg tätig. Wir wünschen dem Jubilar noch viele, viele Jahre erfolgreicher Arbeit und wollen ihn — wie bisher — auch wieder im Rahmen der CENTRA begrüssen. Ad mea weessrim. l. Dr. Peter E. Gradenwitz— 70 Jahre jung Als massgebender Musikkritiker einer profilierten israelischen Zeitschrift feierte in diesen Tagen P.E. Gradenwitz seinen siebenfach runden Geburtstag. Was dieser Musik-Enthusiast sagt und schreibt hat Hand und Fuss, er besitzt ein richtiges Beurteilungsvermögen. Er gibt ein wahres Bild einer Darbietung, sei es Konzert, Oper oder Ballett. Rang und Geltung beweist unser Jubilar in jeder seiner Abhandlungen durch wertvolle und wichtige Beiträge zum Musikgeschehen. Sie sind durchaus massgebend und durch Wissen fundiert. Ihn begeistert eine gelungene Aufführung, ihn erschreckt eine weniger gute. Er sagt kurz und bündig, was zu sagen ist, er lässt weg, was den Leser nicht interessiert. Seine Leserschaft will nur ein richtiges Bild einer Darbietung von ihm entworfen haben und das gibt er offen und ehrlich. Sein Einblick in die heutige Musik-Landschaft ist richtig gesehen, sie hat Basis, weil er ja mit den Augen und Ohren des Musikwissenschaftlers sieht und hört. Seine überragenden Kenntnisse auf den Gebieten der Sinfonie, des Theaters, auch der zeitgenössischen Musik, prädestinieren ihn dazu. Gradenwitz kam aus Berlin. Er ist Verfasser verschiedener Bücher, doziert über Musik" an der Tel Aviver Universität, ist Gastdozent an amerikanischen und europäischen Universitäten, ist Mitarbeiter verschiedener massgebender Zeitungen in Europa und Gründer des Verlages „Israeli Music Publications“. Vor einigen Jahren wurde er auch mit dem Kritikerpreis der Stadt Salzburg ausgezeichnet. Dem jugendlichen Siebziger mögen noch viele weitere gesunde friedliche und angenehme Schaffensjahre an der Seite seiner Hebenswerten Gattin, der Sängerin Ursula Mayer-Reinach, beschieden sein. Wir möchten noch oft und vieles von ihm lesen. Julius Sachs Siegbert Friedlaender 70 Jahre alt Wir freuen uns von dieser Stelle aus dem oben Genannten zu seinem 70. Geburtstag am 10. April 1980 herzlichst zu gratulieren. Unter dem Spitznamen „A m r i“ war er als einer der besten Fussballspieler in _ Südost Deutschland bekannt. Schon als 12jähriger Junge spielte er für den Bar-Kochba, Breslau. Im deutschen Makkabi-Kreis war er sehr bekannt. In Israel spielte er für Hapoel, Petach Tikwah. Jetzt, als Grossvater, zehrt er noch an den schönen Erinnerungen. W6r sich mit ihm in Verbindung setzen will, bitten wir nachstehende Adresse zu benützen: Siegi Friedlaender, 105 — 40, 62.ste Road, Forest Hills, N.Y. 11375, USA. Wir sind überzeugt, dass viele den Kontakt mit ihm aufnehmen werden. Wir wünschen ihm noch viele, viele Jahre guter Aktivität bis 120. Verband ehemaliger Breslauer in Israel. | Unserem vielgeliebten j SIEGBERT HARTMANN | zum 85ten Geburtstage j | wünschen Gesundheit und Zufriedenheit bis 120 « t Kinder, Enkel und Ur-Enkel i L.____i 54