Mannheim
Compact Memory

Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1980-05-01 · No. 46-47 (Mai 1980), Fortsetzung · p. Seite 39

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1980
Issue
No. 46-47 (Mai 1980), Fortsetzung
Date
1980-05-01
Page
Seite 39 (sequence 2507)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/7411685-7412731-7412768--0889-7412771
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Margot Fonteyn: DIE ZERTANZTEN SCHUHE R. Piper & Co. Verlag, Muenchen Margot Fonteyns Erinnerungen sind nicht nur eine Abbild ihrer künstlerischen Tätigkeit, sie zeichnen sich auch durch hohe Menschlichkeit aus, Sie kennt nicht beruflichen Neid und Intrigen, sie bleibt, trotz ihres grossen Könnens immer bescheiden manchmal sogar schüchtern. An ihr sehen wir wieder, das Kunst, den Menschen auf eine höhere Warte bringt. In ihrem Buch, das mit vielen interessanten Fotos geschmückt und vornehm ausgestattet ist, schildert Margot Fonteyn, eine der grössten Tänzerinnen dieses Jahrhunderts, ihr Leben, das vorbildliche Elternhaus, ihre Lehrzeit und erste Auftritte, die Erfolge in vielen Ländern, die Menschen und Persönlichkeiten, denen sie begegnete, ihre Lehrer, Choreographen und Partner, sowie ihre Ehe mit einem Diplomaten. Das alles und noch mehr huscht bei der Lektüre am Leser wie in einem Traumtanz vorüber und man bewundert die liebevolle Art der Schilderung, die bezaubernde Anmut der Nurejew- Partnerin, ihre warmherzige Natürlichkeit und den umfassenden Einblick in das Ballet-Geschehen, den sie vermittelt. Ein liebenswert sympathischer Mensch choteographiert uns in diesem Tagebuch sein Leben und sein grosses Künstler- und Menschentum. * Robert Payne: GRETA GARBO Wilhelm Heyne Verlag, Muenchen Was sind Fürstinnen, was Prinzessinnen gegen diese Königin des Films! Sie dokumentierte das Wesen der Frau in jeglicher der vielen Rollen. Sie wusste immer eine andere, eine neue zu sein. Sie besass höchste Qualitäten der Darstellung, der Verwandlung, der Diktion. Übertroffen waren die kühnsten Träume, wenn man sie sah. Kaum jemand war ihr damals gleich, was künstlerischen Charm anbelangt. Ihre Mimik, ihr Lächeln, ihr Rhytmus beglückten. Sie war der Masstab, an dem alle anderen Film-Stars gemessen wurden. Seit ihrem ersten Film hat wohl kaum eine andere sie übertroffen. Spannend berichtet Robert Payne die Geschichte ihres Lebens und ihrer Triumphe. In dem mit vielen guten Bildern ausgestatteten Buch erlebt man „Die Göttliche" aufs neue. Ihre vielgestaltigen Rollen kommen uns wieder in Erinnerung. So: „Goesta Berling“, „Totentanz der Liebe", „Die freudlose Gasse“, „Anna Karenina“, „Wilde Orchideen“, „Die Kameliendame“, um nur einige zu nennen. Leider sahen wir sie dann nicht mehr. Das Buch ist ein besonders Schönes Wiedererleben. ★ Walter Erich Schaefer: BÜHNE EINES LEBENS Erinnerungen DTV. Nr. 1480 Eine der grossen Intendanten - Persönlichkeiten schrebt diese Biographie. Schaefer hat 25 Jahre die Geschicke der Würtembergischen Staatsbühnen geleitet und geformt. Oper, Schauspiel, Ballett und Operette waren ihm ans Herz gewachsen und er war ein Theaterblut durch und durch. Er sah die Werke schon beim lesen biihnenmässig vor sich, fand die passenden Darsteller, den geschickten Regisseur, den glückhaft umrahmenden Bühnenbildner, den erfolgreichen Partiturenleser und die anmutigste Ballerina, den in Schritten und Wendungen unerreichten Choreographen und brachte mit solchen Kräften hochstehendes Theater in Stuttgart und überall, wo er vorher und nachher Bühnen leitete, zu Stande. Mit arrivierten Namen verband ihn Beruf und Freundschaft, mit Wieland Wagner, Orff, Guenter Rennert, mit Dirigenten wie Karajan, Lcitner, Kleiber u.a., mit namhaften Regisseuren und Choreographen wie Cranko. Es ist ein Buch voller Klugheit und Wissen, ein Stück Theatergeschichte reich an Theatererleben, Bühnenereignissen und auch amüsanten Vorkommissen. Aus dem Zauberbann des Theaters kann sich dieser Intendant nicht lösen. Er brachte seine Bühnen ins hellste Rampenlicht. ★ David Weiss: DER VtekfeZIANER Scherz Verlag, Muenchen - Bern .Venedig war nicht nur die märchenhafte Lagunenstadt, sie war auch u.A. Wohnsitz eines der grössten Maler der Hoch-Renaissance in Italien, des Tizian. Wohlbekannt sind seine Meisterwerke aus Kunstbüchern und viele Originale in den bedeutenden Museen, aber über das Leben des genialen Malers ist wohl nicht soviel bekannt. So ist es faszinierend, seinen Lebensroman kennen zu lernen, den ein begabter Erzähler, David Weiss, vor dem Leser ausbreitet. Er lässt den Maler selber sein Leben erzählen. Tizian steht am Fenster seines Ateliers als alter Mann, dessen Tage wohl gezählt sind. Und so erlebt der Leser das bunt schillernde Leben eines der grössten Künstler nicht nur jener Epoche. Man hört von seiner Jugend, der Lehrzeit, man erlebt fast 90 Jahre der Spät-Renaissance. eine Epoche grösster Prachtentfaltung, bemerkenswerter Herrscher, höchster Geistlicher und scharfer Denker. Nicht vergessen seien Künstler und Schönheit der Frauen. Tizians Leben ist erfüllt von Ereignissen, Erlebnissen und Erfolgen. Mit 30 Jahren ist er schon Staatsmaler in Venedig. Vor Aufträgen von Dogen u. Kirchenfürsten kann er sich kaum retten. Er wird gut honoriert. Karl V. in Augsburg ehrt ihn, ebenso der Sohn Phillipp II. An den grossen Höfen der Welt ist er begehrt, aber er bleibt Venedig treu. Natürlich liebt er schöne Frauen u. verwandelt sie in seinen Bildern in verführerische Venus-Gestalten. Diesen faszinierenden Lebensroman im Mittelpunkt einer bewegten Zeit weiss ein meisterhafter Erzähler vor dem Leser auszubreiten. Er lässt den grossen genialen Mann, er lässt dessen originelle Umwelt vor unserem entzückten Auge erstehen. Und mit der New York Times geht man konform, wenn sie den Autor David Weiss als grossartigen Verfasser historisch - biographischer Werke bezeichnet. ¥ Pierre LaMnre: EIN LÄCHELN FÜR DIE MEDICI Scherz Verlag, Muenchen - Bern Wieder ist es dem phänomenalen Zeitenschilderer Pierre LaMure, bekannt auch durch seine Romane über Toulouse - Lautrec, Debussy u. Felix Mendelssohn, gelungen ein Meisterwerk zu schaffen. Zehn Jahre Aufenthalts in Florenz, die dem Studium u. den Recherchen einer Epoche dienten, haben ihm Gelegenheit gegeben, um den Lebensroman der Mona Lisa herum ein florentinisches Porträt des 15. Jahrhunderts zu malen. Die Zeit der Medici, des Macchiavelli, Leonardo da Vinci u. Savanarolas erscheint vor dem Auge des Lesers mit all den damaligen Sitten u. Gebräuchen. Die Renaissance d. musenliebenden Florenz erstrahlt aufs Neue in diesem künstlerischen Roman. U. aus d. Anmerkungen am Schluss d. Buches u.d. Verzeichnis über d. Hauptpersonen ersieht man, dass in diesem Roman sehr viel Wahres eingewoben ist. Mit dem Reichtum an Tatsachen hat das Erzähltalent d. Verfassers ein faszinierendes Gegengewicht gefunden. Wen würde es nach der Lektüre d. Buches nicht reizen nach Florenz zu reisen u. in Palästen u. Stätten den Geschehenissen nachzugehen ,die hier erzählt werden, sie in Gedanken nochmals mitzuerleben. Als ob er dabei gewesen wäre, schildert der Verfasser die Feindseligkeiten zwischen ital. Städten. Die Medici, jene Kunst u. prunkliebende Generation, regiert u. beherrscht das damalige Florenz. Geschichtlich ist jener Franzosenkönig Karl VIII. eingeflochten, ein amouroeser Wüstling, vor dem keine schöne Frau sicher war, der auch Italien seinem Reich einverleiben wollte. In alle Vorgänge dieser blühenden florentinischen Epoche Ende d. beschriebenen Jahrhunderts ist Kindheit, Jugend, Liebe u. Ehe der Mona Lisa eingeflochten. Wie ein Seidenfaden 6pinnt sich ihr Leben durch dieses geschickte Porträt hindurch. Es ist packend geschildert, als hätte der Verfasser Mona Lisa persönlich gekannt. Das Buch ist ein fulminantes Zeltporträt, glänzend getroffen. * Sabina Lietzmann: NEW YORK DIE WUNDERBARE KATASTROPHE DTV. Nr 1504 Das ist wahrlich kein Baedecker, kein Reiseführer. Aber die Verfasserin, seit 1961 in New York als Korrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig, kennt wohl jeden Stein, jeden Platz, jede Strasse dieser Weltstadt. Sie weiss ln City Hall, in Greenwich Village, auf dem Broadway in Harlem und auf der Seventh Avenue Bescheid. Sie hat die verschiedenartigsten Bewohner aus der Nähe studiert und kennt sie wie den Inhalt ihrer Tasche, sie weiss um die Geschichte der diversen Einwanderungsgruppen und macht den Leser auch mit deren Eigenarten bekannt. Nicht vergessen ist auch die kulturelle Seite des Lebens — wir erfahren über Museen, Sammlungen .Maezene, Musik — ebenso auch wesentliches aus der Geschichte der Presse. Wer also nach New York kommt und auch wer nicht hinfahren kann, der studiere dieses interessante Buch, über das Besondere in New York, über das, was die Stadt zu dem macht, was sie ist, wird der Leser instruiert, alles Wichtige kann man diesem lehrreichen Städtebild entnehmen. Was zum besseren Verständnis dieser Riesenstadt unerlässlich ist, das ist, geschildert. Also: auf nach New York, aber mit diesem Buch.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.