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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1980-05-01 · No. 46-47 (Mai 1980) · p. Seite 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1980
Issue
No. 46-47 (Mai 1980)
Date
1980-05-01
Page
Seite 23 (sequence 23)
Language
German
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2 Sommerakademien stellte Fuchs von seinen „Schülern“ eine Ausstellung zusammen und gab auch einen Katalog von 72/73/74 heraus. In beiden befinden ■ sich Bilder von Hanan Milner. Nach seiner Rückkehr in Israel lebte Hanan ln Jerusalem, malte, gab Zeichenkurse für Kinder, wurde in 73 Mitglied der Vereinigung der Israelischen Maler und Bildhauer. 1974 heiratete er eine Jerüsalemer Lehrerin und nach Geburt einer Tochter übersiedelten sie nach Ein-Jahav. Kurz darauf wurde er von der Vereinigung und auch von der Limgalerie, Tel-Aviv, aufgefordert, sich bei Gruppenausstellungen im Ausland — in vielen Städten Nord-Südamerikas als auch in Europa zu beteiligen. Sammler im Ausland und in Israel begannen sofort seine Bilder anzukaufen. One - man - shows: 73 u. 75 in der Lim-Galerie, Tel-Aviv 78 Du Navas Galerie, Jerusalem 79 Guy Galerie, Tel-Aviv. Die Ausstellungen fanden grossen Widerhall. Durch seine Erfahrungen hat er den Weg zu dem persönlichen Stil entwickelt, der aber thematisch und technisch sich nicht geändert hat. Zu erwähnen, dass er sehr oft seine eigne Frau als .Modell benutzt. Der Effekt der Ölbilder ist sehr konservativ ca. 19. Jahrhundert bis auf seine 2 letzteren, die etwas den Weg ins surrealistische weisen mit Die Zeichnungen Hanan Milner’s sind ebenfalls im fantastischen Stil des Realismus — eine selten vorkommende Erscheinung — sie sind nicht Skizzen, sondern vollkommene Bilder z. Teil Erinnerungen aus seiner litauischen Kindheit und seinem späteren Leben in Israel. ★ TO VA KLEINER-SAD AN „TERRA PAINTINGS“ IN DER „NEUEN GALERIE“ „Die neue Galerie“ und ihre junge charmante Besitzerin Bruria Avisar haben schon oft von sich reden gemacht. Bruria, die bis zu ihrem 20. Lebensjahr Tänzerin war — bis zu ihrem 30. Schauspielerin und seit 7 Jahren Besitzerin dieser Galerie — malt selbst und das hat sie ihr ganzes Leben lang nebenbei getan. Sie wird demnächst auch ihre eigenen Werke zeigen. Aber was sie besonders auszeichnet, ist ihr Interesse an jungen Künstlern (nicht nur im Sinne des Alters), denen sie ihre Galerie für Erstlingsausstellungen zur Verfügung stellt, wenn sie das unbedingte Gefühl und den Instinkt für echte Kunst spürt. Eine der letzten Aussteller war Tova Kleiner - Sadan mit Terra Paintings (Malerei der Erde speziell der Wüste). Ich besuchte die Ausstellung einige Male, überrascht von der Natürlichkeit in den grossflächischen, plastischen Bildern, die mir das Gefühl gaben, mit beiden Füssen im Sand des Negevs zu stehen und den weiten Ausblick in die Wüste zu geniessen. Dann erst fragte ich Tova Kleiner-Sadan, wie sie zu diesem „Naturereignis" — anders kann ich es nicht bezeichnen — kam. „Bei meiner Arbeit als Kostümbildnerin“ (ich komme später darauf zurück) erzählte uns die Malerin „musste ich oft nach Beersheva fahren. Dabei lernte ich die Wüste kennen und lieben. Unterwegs zeichnete ich, machte Photos und überlegte mir, wie man die ästhetische Schönheit, Weite und Variationen in den Farben auf die Leinwand bringen könne. Landschaften wurden Jahrhunderte lang mit Aquarell und öl gemalt, doch für diese Landschaft musste es etwas anderes geben, fuhr Tova fort. Wie ein Blitz schlug es ein und es wurde mir klar, dass man diese Natur dem Beschauer nur mit den Mitteln der Natur nahebringen könne — möglicherweise eine kolossale Natürlichkeit der Landschaft erzeugen. Ich nahm Nylonbeutel und füllte sie mit Sand, Ton, Erde und Steinen und verarbeitete diese Medien auf der Leinwand. Das Ergebnis ist diese Ausstellung“. Das Neue an Tova Kleiner-Sadans Kunst ist, dass sie uns Natur durch Natur wiedergibt. Tova Kleiner-Sadan ist in Polen geboren. Schule besuchte sie in München und ihre Ausbildung als Kostümbildnerin erhielt sie in Paris und München vor ca. 20 Jahren kam sie nach Israel. Ihr Name ist dem israelischen Theater-Publikum sehr bekannt, da sie vom ersten Tag an in Israel in den grossen Theatern — Kammeri — Habima und letzthin auch in Beersheva als Kostümbildnerin mit Erfolg tätig war und es heute noch ist. Die bekanntesten Regisseure in Israel, wie Bunim, Millo und andere bemühen sich um ihre Mitarbeit. Einer der Gipfelpunkte ihrer Karriere waren die Kostüme zu „Mary Stuart" — wertvolle, aus Samt gemachte — historisch getreu. Zwischen ihren 2 Schwangerschaften — ihre Kinder sind heute 11 und 15 Jahre alt — benutzte sie die Zeit um im Avnistudio bei Stematzki, Wechsler und Tuvia Beeri, Zeichnen, Keramik und Bildhauerei zu erlernen. Ihr künstlerischer Weg ging entgegengesetzt der allgemeinen Entwicklung vieler Maler — er ging vom Abstrakten zum natürlichen Realismus und dann zur Natur zurück. Ausstellen wollte Tova eigentlich nie. Erst die Bilder der Wüste gaben ihr die Sicherheit dem Publikum etwas sagen zu können. Z.Zt. findet im Rockefellercenter in New York im Rahmen der Israel/Amerika Kulturfoundation eine Theaterausstellung statt, bei der einige von Tova’s wertvollen Mary Stuart-Kostümen gezeigt werden. Darauf angesprochen, sagt uns Tova, dass sie das sehr erfreue, aber — wenn einige ihrer „Terra Paintings“ dort gezeigt würden, ihr erst das die vollste Befriedigung gäbe. * HARLEKINS UND BLUMEN — GEMALT VON MILIA LÄUFER IN DER MAN-GALERIE RAMAT-HASHARON Die kleine Man-Ga!erie in Ramat-Hasharon bei Tel-Aviv zeigte Bilder der Malerin Milia Läufer — Blumen und Harlekins „mit und ohne Maske“. Die Arbeiten der letzten Dekade dieser Künstlerin, die eine starke Wirkung auf den Betrachter ausüben. Man lächelt — ist innerlich froh, beinahe glücklich und geht von Bild zu Bild mit dem Gefühl einer starken, optimistischen Persönlichkeit auf der Spur zu sein, die solche Farben und Kompositionen, speziell bei den Blumenbildern, zu schaffen weiss. Die klare Linienführung zeigt eine gewisse Sauberkeit, die die Sauberkeit eines Charakters vermuten lässt. Eröffwaren in allen Israel Zeitungen. Zum Beispiel: net wurde diese one woman Ausstellung von Dr. Katznelson (Davar Hapoelet). Positive Kritiken Milia Laufer’s Acrylit-Blumenbilder kann man nur mit einem zarten, lyrischen Gedicht vergleichen, den Traum eines Künstlers, der an das ewig-währende glaubt. Ihre Arbeiten, die eine künstlerische Reife beweisen — eine einzigartige Künstlerin, die es verstanden hat, Kunst und Liebe zur Natur zu verbinden. Milia Läufer sitzt mir gegenüber. So und nicht anders hatte ich mir das Gesicht und die Sprache dieser Frau vorgestellt. Und ich bitte sie, mir von sich zu erzählen, was sie mit leiser Stimme, unterspielt würden es die Engländer nennen, tut. „Ich bin Russin, kam als Flüchtling nach der russischen Revolution nach Czernowitz. Mit 4 Jahren begann ich zu tanzen und mit Wasserfarben zu malen. Beides behielt ich während der Schulzeit bei. Doch der Entscheid bei der Berufswahl fiel zu Gunsten der Malerei d.h. der Kunstakademie Czernowitz aus. Im Jahre 1930 unterbrach ich meine Studien, um als idealistisch jugendliche Zionistin (Shomer Hazair) nach Palästina auszuwandern. 1V4 Jahre verbrachte ich im Kibbutz Maabaroth — arbeitete nachts im Kinderhaus als Aufsicht, um am Tag für meine künstlerische Tätigkeit frei zu sein. 1932 ging ich nach Jerusalem (bereits verheiratet), um mich dort weiter auszubilden. Die Verhältnisse waren schwierig. Ich hatte jedoch das Glück den berühmten Maler Tadeus Richter — Ungar — kennen zu lernen und zeigte ihm meine Bilder. In ihm, der nie Schüler gehabt hatte, fand ich einen geistigen Vater und Lehrer. Er lehrte mich sehen und Aquarell zu malen. Ich besass nur 5 Farben. Richter ging mit mir in ein Farbengeschäft einzukaufen. Ich war verwirrt, scheu, da ich kein Geld dafür hatte. Der Besitzer spürte meine Verlegenheit und sagte: „Nehmen Sie ruhig alles, was Sie brauchen, Sie werden es später mit einem Bild zahlen“. Und so war es auch, über Haifa kamen wir nach Geburt meiner Tochter nach Tiberias, und setzten uns dort fest. Ich war wie berauscht von der dortigen Landschaft und malte und malte, und man nannte mich bereits „die Malerin des Kineretsees“. Diese Epoche endete plötzlich und ich begann nur Blumen zu malen. Ich malte sie ohne Namen, ohne Vase — nicht als Strauss gebunden — sondern leicht verstreut auf der Leinwand. Aus den zarten Farben wurden immer stärkere, lebendigere. Auch die Harlekins, die ich zu der Zeit zu malen begann, wiesen dieselben Farben auf, die ich bis heute beibehalten habe. Psychologen sehen in meinen Bildern eine starke Lebensfreude, Optimismus, und auch eine gewisse Ruhe, die für ihre ärztliche Tätigkeit sehr wichtig war. Viele Bilder sind von ihnen angekauft worden. Es gibt auch andere Harlekins — nämlich mit Maske, die auch lustig und bunt scheinen, doch ihre Augen hinter der Maske sind traurig. Jeder Mensch setzt in einer bestimmten Epoche seines Lebens eine Maske auf und lacht — wenn er weinen möchte. Es ist die Kunst, die wahre Seele dahinter zu zeigen. „Und darin sehe ich Milia Läufers ganz besondere Stärke“. 1951 gingen wir nach Safed, berichtete sie weiter, und wir bauten uns aus einer Ruine ohne Wasser und Licht, ein Heim auf — alles mit 23

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