Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1978
- Issue
- No. 44 (Oktober 1978)
- Date
- 1978-10-01
- Page
- Seite 32 (sequence 2401)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/7411685-7412598-7412639--0787-7412671- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
WIR KONDOLIEREN Den Angehörigen von Dr. Erich Schneemann, Haifa zum Ableben des Vaters. Der Vorgenannte war in Breslau ein bekannter Hautarzt und auch ln Haifa war er bekannt und beliebt. Seine Gattin war eine geborene Silberberg aus Myslowitz O/S aus einer sehr bekannten religiösen Familie. Der Familie Nadiv, zum Ableben ihres Mannes und Vaters. Der Heimgegangene Jom Tow Nadiv war der Inhaber der Druckerei, die unser Blatt seit Jahren setzte und druckte und war eine erstklassiges Einvernehmen mit ihm, zumal er sich immer Mühe gab, die Zeitung schön und mit guter Type herauszubringen. Whwerden sein Andenken in Ehren halten. Den Angehörigen von Jacob Goldstein, Tel Aviv — Amsterdam zum Hinscheiden des Vaters, Grossvaters, Urgrossvaters, der bereits in Breslau sowie in Amsterdam und in Tel Aviv wegen seines bescheidenen Wesens, seiner aufrichtigen Frömmig-, keit, seiner grossen Wohltätigkeit und seiner Kunst, mit Menschen in guten Kontakt zu kommen, beliebt war. Weinhändler Jacob Goldstein bleibt für uns ein Vorbild und ein Begriff. Familie Leissner, Cholon, Fabrigatstr. 26 zum Ableben von Elkana Leissner, der viele Jahre mit uns zusammengearbeitet hat. Wir kannten ihn als tüchtigen, fleissigen Menschen, der mit tiefem Ernst seiner Arbeit nachging, der in grosser Bescheidenheit lebte, aber aus tiefer Frömmigkeit weit über das gewöhnliche Mass, Wohltätigkeit übte unter Verzicht auf seine eigene Person. Seine Gattin ist eine geborene Pinczower aus der bekannten Familie Pinczower Berlin — Breslau. Familie Marga Oschinsky, 119 Harvard Ave. Hast Seattle. Wash. 98102, sowie den Familien Walter u. Dagobert Oschinsky, Laguna Hills, Cal. u. Jerusalem, Schimonistr. 4, zum Ableben von Viktor Oschinsky, der in Breslau aus der grossen Familie stammt, die das jüdische Krankenhaus, die Chewra Kadischa u. viele Wohltätigkeitsvereine betreut und unterstützt hat. Im Rahmen der Breslauer Gemeinde stand der Name Oschinsky in der ersten Reihe. Den Hinterbliebenen von Walter Schäfer, 8 Foscote Road, London N.W. 1, und seiner Ehefrau Elisabeth, die leider beide innerhalb weniger Monate heimgingen. Walter Schäfer war eine bekannte Persönlichkeit in Breslau u. an allem interessiert, was unsere Arbeit betrifft. Familie Abraham Tobias, Natania, zum Ableben seiner Schwester, die in Antwerpen beliebt und geachtet von Juden u. Nichtjuden, gestorben ist. Sie hinterlässt einen Mann, 2 Söhne u. 1 Tochter, die alle in den Wegen des Vaters u. Grossvaters gehen u. im wahrsten Sinne unter der Devise: Thora im Derech Eretz, tief religiöse Einstellung, verbunden mit Wissenschaft, leben. Familie Hermann Abraham, sowie Dani Abraham!, Kirjath Bialik, Ben Gurion Ave. 11 zum so frühzeitigen Ableben der Gattin u. der Schwiegertochter Nurith, die nach langer, schwerer Krankheit den Mann u. 4 Kinder hinterlassen hat. Es ist hier zu betonen, die ausserordentliche Hingabe von Dani u. seinen Eltern, die die Heimgegangene mit grosser Liebe bis zum tragischen Ende gepflegt haben Bei der Bestattung waren hunderte von Menschen, ein Beweis der Beliebtheit der Heimgegangenen u. ihrer Familie. Frau Gertrud Isolani, Bottmingen-Basel, Schweiz, der bekannten Schriftstellerin u. ihrer Familie, zum Ableben ihrer Mutter Betty Isolani- Perl, die im Alter von 105 Jahren nach einem Leben von Arbeit, Kampf u. Widerstand gegen die Nazimächte unvergessen bleiben wird in den Reihen der Widerstandskämpfer und bei Freunden und Bekannten. Frau Miriam Tepper geb. Boss, Ramat Gan, Rechow Tarad 10, und ihren Kindern zum plötzlichen Ableben ihres Mannes u. Vaters Abraham Tepper. Der Verstorbene war Leiter einer grossen Abteilung in der Israel. Luftfahrt-Industrie u. in seinem Fach bekannt, beliebt u. von seinen Mitarbeitern als hervorragender Mensch bezeichnet. Miriam Tepper ist die Tochter unseres unvergessl. auch in diesem Blatt wieder erwähnten Dr. William Boss. Es ist tragisch, dass in dieser Familie 2 Schwäger innerhalb von wenigen Wochen heimgingen, Es wäre zu erwähnen, dass Miriam u. ihre Kinder ln ausserordentlich gutem Verhältnis zu diesem ruhigen u. feinen Mann u. Vater gestanden haben. Frau Thea Seelig geb. Berg, Los Angeles, 448 N.O. Curson Ave. Cal. 90036, zum Ableben ihres Mannes Walter Seelig, den wir mehr als 5 Jahrzehnte kannten und wegen seines überaus anständigen Charakters, sehr schätzten. Angefangen bei der Fa. Jacob Lobethal in der Getreidebranche, Breslau, später durch die Verfolgung des 3. Reiches umgeschichtet u. in schwerer Arbeit in Amerika nochmals — wie so viele andere, von Neuem angefangen, hat er sich durch grossen Fleiss u. mit Hilfe seiner unermüdlichen Gattin Thea, im neuen Land langsam herauf gearbeitet. Walter Seelig bleibt bei uns unvergessen. :tt Den Angehörigen von Dr. theol. Martin Hirschberg, 6831 Brühl, Berlinerstr. 2, West Germany, der als protestantischer Pfarrer in enger Verbindung mit Israel u. dem jüdischen Schrifttum, ein fanatischer Verfechter für die jüdischchristliche Zusammenarbeit gewesen ist. Er war in ständigem Kontakt mit jüdischen Dingen u. in der Lage, Talmud, Mischnah u. Tenach in perfekter Weise zu lernen. Raschischrift war für ihn kein Hindernis u. hatte er einen ständigen Schiur bei Landes-Rabbiner Dr. Peter Levinsohn in Heidelberg. Der Familie von Felicia Unger, Sao Paulo, zum Ableben der eben Genannten. Sie war eifrige Leserin unserer Zeitung u. in ständiger Verbindung mit uns. Familie Katz, Haifa, Rechow Hapoalim 6 zum Ableben von RA. Dr. Arthur Katz, dem ausserordentlich beliebten, auf hoher Stufe von Intelligenz und Niveau stehenden Menschen, der sich für unsere Bestrebungen immer aufgeschlossen zeigte. Ein grosser Kreis von Freunden u. Bekannten schätzten ihn wegen seines ausserordentlich freundlichen Wesens. Seine Vorträge, die von grosser Kenntnis Zeugnis ablegten, waren überall beliebt. Sein starkes religiöses Gefühl hat ihm auch in schwersten Zeiten Stärkung gegeben. Frau Lizzi Seidemann geb. Freund, 67 — 50 Thornton Place, Forest Hills, N.Y. 11375, sowie Frau Betty Ehrlich, geb. Seidemann, Chofith, Israel, zum Heimgang des Mannes u. Bruders Kurt Seidemann. Wir haben den Verstorbenen seit frühester Jugend gekannt, seinen Werdegang beobachtet u. sind in der Lage, über Ihn das Allerbeste auszusagen. Ein fleissiger, überaus liebenswürdiger, hilfsbereiter Mensch, der keinerlei Wert auf Ehre gelegt hat, verbunden mit seiner Gattin u. der ganzen Familie, war es immer eine Freude, mit ihm zusammen gewesen zu sein. Familie Walter Schüftan, Natania, zum Ableben der Gattin, Mutter u. Grossmutter Uschi Schüftan, deren heiteres Wesen, die Liebe zum Mann u. Familie und die besonders hochstehenden Charaktereigenschaften sie Allen liebenswert erschien. Familie Rosenstein, Kirjath Bialik, zum Ableben von Walter Seew Rosenstein und seiner Gattin, die innerhalb einiger Monate beide heimgingen. Von frühester Jugend im “Esra” beliebt u. bekannt, bleibt er uns in treuer Erinnerung. Dr. Pinchas Rosenblüth, Cholon, Landwirtschaftliche Schule Mikwe Israel, zum Ableben seines Bruders Schmuei Ernst Rosenblüth. Dr. Pinchas R. ist im religiösen Sektor der bekannten Landwirtschaftlichen Schule in Mikwe Israel ein hervorragender Erzieher u. sind seine Vorträge, sowie Artikel, immer ein Erlebnis. Herrn Kurt Josehkowitz, Tel Aviv, zum Ableben seiner Gattin, die nach schwerer Krankheit heimgegangen ist. Kurt J. hat in aufopfernder Weise seine Gattin bis zum schweren Ende gepflegt u. ihr in seiner feinen Art in jeder Weise die schwere Krankheit erleichtern wollen. Den Familien Kurt u. Erich Translateuer, in Rechowoth bezw. Cincinnati, sowie Liecel Hirsch geb. Translateuer, Ramat Gan, zum Ableben ihres Bruders Herbert. Aus Rosenberg O/S stammend, hat der Heimgegangene die akademische Lehrerprüfung in Frankfurt a/Main bestanden, und musste dann bald nach Palästina gehen. Hier war seine Einordnung sehr schwer, u. er hat oft unter schwerster Arbeit sich seinen Lebensunterhalt verdient. Nach dem Kriege ging er als Kantor nach Mannheim u. später nach Karlsruhe i. Baden. Als Nachkomme einer ganzen Generation von Kantoren setzte er diese Tradition fort und lernte bei dem unvergesslichen Ober-Kantor Gross, der ihm die richtigen Wege wies. Die letzten Jahre war er im Altersheim in Neustadt a.d. Weinstrasse u. dürfen wir den Angehörigen sagen, dass sein Heimgang eine gewisse Erlösung bedeutet. Den Angehörigen von Otto Anspach, San Francisco, zum Ableben ihres Onkels Otto, der mit unserem Verband in ständigem Kontakt war u. dessen Schriftwechsel mit uns immer ein Erlebnis bedeutete. Er war an allem interessiert, was den Verband angeht. Familie Manfred Danzig, Viale Beatrice de Este, Milano, Italy, zum Ableben von Manfred Danzig. Von Breslau her uns bestens bekannt, als Sohn des Weinhändlers Bertliold Danzig, hat er sich durch seinen Fleiss, seine ausserordentliche Intelligenz und seine Menschenliebe, die aus tiefreligiösem Gefühl kam, einen Namen in der grossen Jüdischen Gemeinde Milano, sowie in der jüdischen und nicht jüdischen Weit gemacht. In Nr. 32 unseres Blattes ist der Leitartikel von ihm: “Gründung des Zentrums in Jerusalem, aller Menschen guten Willens ohne Unterschied der Religion, der Rasse u. Nationalität.” In diesem Sinne hat er bis an sein Lebensende gewirkt. Frau Judit Herz geb. Kassvan, New York, 200 Haeven Ave. N.Y. 10033, zum Ableben ihres Gatten, Dr. Heinz Z. Herz, der als Rechtsanwalt tätig war und seinen Klienten in hingebungsvoller Arbeit zur Seite stand und sich eines guten Rufes erfreute. 32