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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1978-10-01 · No. 44 (Oktober 1978) · p. Seite 24

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1978
Issue
No. 44 (Oktober 1978)
Date
1978-10-01
Page
Seite 24 (sequence 2393)
Language
German
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Mr.Salo Translateur! JERUSALEM-FUTURE In gleicher Welse wie jetzt das Problem “Sinai Settlement” im Mittelpunkt der Streitfragen zwischen Ägypten und Israel steht, wird auch das Problem “Besitz von Jerusalem” und was damit zusammenhängt, Palestinian “Homeland”, die grosse Öffentlichkeit beschäftigen. Über Jerusalem erschien vor einiger Zeit im Miami Herald ein Artikel von Mr. Shoemaker mit dem Titel “Jerusalem belongs to Everyone”, der mich besonders interessierte. Da einer der ältesten organisierten Zionisten. Nach einer eingehenden besonders gründlichen Analyse aller beteiligten grossen Religionsgruppen, kommt Mr. Shoemaker zu dem Resulat dass Jerusalem nicht Alleinbesitz des Staates Israel sein kann und rechtlicher Besitz der grossen Gesamtheit sein müsste. Nach meiner Ansicht kann dies nur in ganz bedingter Hinsicht der Pall sein. Der Physische und rechtliche Besitz des gesamten Areals kann nur dem Staat Israel zugesprochen werden. Meine Begründung ist folgende: Seit mehreren Tausend Jahren waren die Vorfahren der Juden alleinige Besitzer, Beherrscher und Bewohner von Jerusalem. Somit sind auch heute die Juden, die wieder im Staate Israel vereint sind, und das Land wieder aufgebaut haben die rechtlichen Eigentümer. Ich bin kein Historiker aber meine Bergündung stützt sich auf ein gewisses Studium der Geschichtlichen Tatsachen, die in der “Bibla” dem anerkannten Fundament von Weltkultur — verankert sind: Darnach kann man den Ursprung des Jüdischen Volkes als einheitliche Gemeinschaft mit dem Auszug der Kinder Israel aus Egypten im Jahre 1812 B.C. als richtige Vorfahren der Juden annehmen. Die nächste wichtige Geschichtsetappe nach der langen Wanderung durch die Wüste und die vielen Länder des Orients war schliesslich die Besitzergreifung der Gebiete um Jerusalem. Es folgte dann unter der Regierung von König Salomo das grösste Ereignis der Bau des Ersten Tempels. Der Tempel bildete dann das Zentrum der Jüdischen Zusammengehörigkeit. Jahrhuderte wurde hier der Opferdienst abgehalten und die Lehre Moses über das ganze Land verbreitet. Nach etwa 300 Jahren Bestand des Staates unter der Herrschaft von Königen, Richtern und Hohepriestern folgte die Eroberung durch Nebukadnezar und die Entführung der Israeliten nach Babylon, etwa im Jahre 586. Nach einer weiteren Epoche wurde etwa im Jahre 515 B.C., den Juden die Erlaubnis zur Rückkehr nach Jerusalem gegeben und zum Neuaufbau des Tempels, der vorige war von Nebukadnezar völlig zerstört worden, und dessen Heiligtümer mit nach Babylon gebracht. Ein nicht unbedeutender Teil von Juden war aber während der vergangenen Jahrhunderte Immer in Jerusalem geblieben; sie lebten getreu den Gestzen wie sie damals üblich waren. In die nächsten etwa 200 Jahre fällt die Zeit von Juda HaMaccabi, dessen heroischer Kampf gegen Assimilation, Helenismus, gegen Rom, und die Hasmonäerherrschaft im jüdischen Staate wurde gefestigt und breitete sich aus. Das nächste wichtige Ereignis für Jerusalem d|e Zerstörung des Zweiten Tempels nach der langen heldenhaftigen Verteidigung der Stadt im Jahre 70, B.C. Von dieser Zeit an datiert eine gewisse Abwanderung der Juden über die ganze Welt ln die Diaspora, aber das Kulturzentrum blieb immer in Erez Israel. Jerusalem. Von Zion wurde weiter mit Intensität für die Verbreitung der Jüdischem "Lehre” und Gesetze gesorgt, und die Hoffnung der verstreuten Juden auf die Rückkehr in ihr Land und Wiedererrichtung ihres Staates bis auf die jetzige Zeit erlosch niemals. Zusätzlich zu den genannten positiven Tatsachen die mit Daten belegt sind, müste diese moralische Verpflichtung genügen um den rechtlichen Anspruch zu untermauern. Es kommt als weiteres Hauptmoment hinzu dass von diesem Zeitpunkt an erst die anderen grossen Völker und Religionsgemeinschaften in Jerusalem ihre Heiligen Stätten, Moscheen und Kirchen errichteten und teilweise als Wallfahrtsorte ernannten und benutzen liessen. Die Mohamedaner beispielsweise hatten ihr Hauptwallfahrtszentrum nicht in Jerusalem sondern in Mecca, und das Katholische Zentrum war mehr nach Rom verlegt. Nach Mr. Shoemaker “Jerusalem belongs to Everyone”, also Gemeinsamer Besitz der ganzen Welt, und freier Zutritt zu aller Zeit allen Menschen. Hierzu sei bemerkt, dass nach der Gründung des Staates Israel Jerusalem die ganzen Jahre bis 1967 vom Staat Jordan verwaltet wurde. In dieser Periode sind von den .Arabern die meisten Heiligen Stätten, Friedhöfe und sonstige Anlagen in gröblichster Weise geschändet und zerstört worden. Dagegen sind unter Israelischer Verwaltung in den Jahren hach der Befreiung die Heiligen Stätten der anderen Religionsgemeinschaften in bester Weise behütetet und geschützt worden, was in der Zukunft sicherlich in gleicher Weise geschehen wird. Nach obigen Ausführungen wiederhole Ich meine Ansicht, dass Jerusalem mit Samaria und Judaea alleiniger Rechtsbesitz des Staates Israel sein muss. Den Besitzern der anderen Heiligen Stätten und Religionsgemeinschaften sollten Privilegien für den unbeschränkten Besitz eingeräumt werden. Uber den Status der sonstigen Bewohner des Landes die keine Israelis sind, sollte im Verhandlungswege ein Modus gefunden werden, der den beteiligten Parteien inbezug auf Politische Bestimmungsrechte vollkommene Befriedigung gibt. Miami Beach Florida January, Bebruary 1978, PAUL MÜHSAM: GLAUBENSBEKENNTNIS. “Glaubensbekenntnis” ist das letzte Werk des Dichterphilosophen Paul Mühsam, das seine Tochter Else Levi-Mühsam aus dem Nachlass, der im deutschen Literatur-Archiv in Marbach/Neckar verwahrt wird, herausgegeben hat. In seiner Dichtung “...seit der Schöpfung wurde gehämmert an deinem Haus”, auf die in dieser Zeitung schon hingewiesen wurde, steht im Mittelpunkt die Verantwortung, die dem Menschen von Gott auf er legt ist: “Als bleibende Bilder im Wandel der Sonnen/Hat Gott unsere Seelen zu malen begonnen/Aber er führt sie nicht selbst zuend. Er stellt sie halbfertig vor unsre Schwelle/Denken, erdulden, nehmen und geben./ Irgendwie prägt es sich aus auf dem Bild./Alles erscheint, alles bleibt, alles gilt.” Im “Glaubensbekenntnis” stellt er Betrachtungen an über das, was bleibt. Er ist der Sinn des Lebens, an den wir glauben: “Nur wer den Glauben an den Sinn alles Geschehens und an den Sinn unserer eigenen Existenz hat, der ist fromm”. Wie Albert Schweitzer fordert er die Ehrfurcht vor dem Leben. Der Mensch hat die Aufgabe, sich zu verwirklichen und dem Du zu dienen. Die Selbstbehauptung darf dem Zweiten nicht schaden. Darum muss auf eine Synthese zwischen Egoismus und Altruismus hingestrebt werden. Auf die Verbundenheit alles Seins kommt es aü. Insbesondere muss das Instrument des Krieges zerbrochen und das Wüten der Gewalt durch die Herrschaft der Vernunft ersetzt werden. Aber klingt das nicht utopisch? Vielleicht kann das prophetische Ziel vom Ewigen Frieden auf Erden niemals erreicht werden. Jedenfalls wird die Erde nur solange bewohnt bleiben, solange Menschen diesem Ziel nachstreben. Anni Loewenstein Buch-Verkauf Folgende Bücher sind zu haben: Als Jude in Breslau von Willi Cohn, zum Preise von IL. 35.—. 100 Lieder mit 10,000 Gedanken, Gedichte von Erni Goldschmidt zum Preise von IL. 35.—. Buchverkauf 2. bei Freyhan, Tel Aviv, Ben Jehuda 60 Landsberger, Tel Aviv, Ben Jehuda 7 Friedmann, Jerusalem, Ben Jehuda 3 Das Buch 100 Lieder mit 10,000 Gedanken im Ausland im Bleschke Verlag (West Germany) Darmstadt, Sandstr. 33 zum Preise von DM. 9.80. Bar Kochba 1927. Quer durch Breslau 24

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