Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1978
- Issue
- No. 43 (April 1978)
- Date
- 1978-04-01
- Page
- Seite 37 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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WIR KONDOLIEREN: Frau HANNA JASCHEK geb. Horwitz, Tel- Avlv, zum Ableben Ihres Gatten ADOLF ABRA¬ HAM JASCHEK, der nach kurzem, schweren Leiden verschieden ist. Ein aufrichtiger, grader Mensch, der in seiner feinen Erscheinung gepaart war mit Bescheidenheit, Gradheit und vornehmen Charakter. Ein stiller, ruhiger Mensch war er ergeben seiner Familie und spiegelte sich nach dem Hinscheiden seines Sohnes in seinen beiden Enkeln. Besonders hervorzuheben ist die innige Verbundenheit mit der Schwiegertochter, den Geschwistern, den Familien Horwitz. Mögen alle die Kraft aufbringen, diese schwere Prüfung zu bestehen. Frau MALLY LEVY geb. Sebel, dem Sohn und der Tochter mit ihren Familien, sowie der Schwester Hannah Hahn in Tel-Adaschim mit ihrer Familie, zum Hinscheiden ihres geliebten MICHAEL DAVID LEVY, der uns unvergesslich bleibt. Einen besonderen Artikel finden unsere Leser zum Andenken an diesen teuren Heimgegangenen. Frau URSULA HORENCZIK-NATHAN, Jad Elijahu - Tel-Aviv, sowie Rafi und Rochi Horenczik und Sivi und Avi Klein und deren Familien, zum Ableben ihres Vaters und Grossvaters GEORG NATHAN. Der Heimgegangene war Inhaber der bekannten Firma “Gena“ in Breslau und kam dann 1939 mit seiner Familie nach Santiago de Chile. Schon in Breslau war er durch seine tiefe Frömmigkeit, seine hingebungsvolle Arbeit in den verschiedensten Gremien, besonders in dem Verein “Gemilluth Chessed“ d.h. in Wohltätigkeitsvereinen ehrenamtlich tätig. Es ist unmöglich, in diesem Rahmen all seine Vorzüge aufzuzählen. In Chile hat er mit grosser Opferbereitschaft als Präsident für das Schaare Zedek Krankenhaus in Jerusalem, Im Rahmen von Keren Kajemeth und Keren Hajessod mitgearbeitet. An führender Stelle hat er die deutsche Gemeinde, sowie die Synagoge, das Altersheim und die jüdische Schule ins Leben gerufen. Ausstattung armer Bräute (Hachnassath Kalla) war seine Parole. Mit offener Hand war er immer bereit, zu helfen mit Rat und Tat jedem beizustehen. Seine Bescheidenheit war so gross, dass er uns verboten hat, zu seinem 80ten Geburtstag ihm ehrende Zeilen zu widmen. Wir fühlen uns verpflichtet, bei seinem Heimgang das nachzuholen. Die Verbundenheit mit seiner Tochter und den Enkeln und Ur-Enkeln war unbeschreiblich. Die Liebe, die er ausstrahlte, ist ihm in vielfacher Weise von den Seinen wiedergegeben worden. Möge er in Frieden ruhen. Er ist in Rischon le Zion bei Tel-Aviv beigesetzt worden. Herrn RUDI KOEPPLER, Kfar Saba und seiner Familie zum plötzlichen Hinscheiden der Gattin und der Mutter. Wir verbinden uns mit unserem lb. Rudi in Gedanken an diese ausserordentliche Frau und können nur wünschen, dass Ihr Alle die Kraft haben möge, im Gedenken an sie diese harte Prüfung zu bestehen. Frau ILSE LOEWENTHAL geb. Rosenblum, Frankfurt a/Main, Herrn Dr. Arie Loewenthal u. Familie, Bad Vilbel, Mosche Manfred Loewenthal und Familie, Tel-Aviv, Ruth Loewenthal, Tel- Aviv, Resi Loewenthal und Familie, Tel-Aviv, Werner und Eva Jaffe geb. Rosenblum, Tel-Aviv, zum Ableben des geliebten JOSEPH LOEWENTHAL, Frankfurt a/Main, der in seiner Bescheidenheit ebenfalls sich jedes Lob verbeten hat, den wir aber in guter Erinnerung als feinen und treuen Beamten und hilfsbereiten Menschen behalten werden. Frau HERTA KOLLENSCHER, Tel-Aviv zum Ableben ihrer Schwester ELSE MAINZ geb. Stein, der charmanten, klugen und feinen Frau. Ein inniges Verhältnis hat die Schwestern verbunden. Michael David (Lulu) Levy s.A. Vor einigen Monaten verliess uns einer der hervorragendsten Musik-Pädagogen u. Komponist vieler lithurgischen Melodien, die ihren Weg in unsere Schulen und Familien gefunden haben. Der Heimgegangene hat sich einen Namen erworben als erfahrener Leiter von Schulchören, in denen Schüler'in allen Altersgruppen kultiviertes Singen lernten zusammen mit der Liebe zu klassischer und religiöser Musik. Ua. brachte er mit Hilfe unseres Verbandes das Liederheft für Chöre (15 Simroth) heraus, der Breslauer Gemeinde gewidmet, eine Sammlung von lithurgischen und ähnlichen für vielstimmige Chöre bearbeiteten Gesänge, ein wertvoller Beitrag zum Israel, religiösen Liederschatz, in denen die originelle Auffassung des Komponisten zum Ausdruck kommt. Michael David Levy hat eine reiche Vergangenheit als Jugenderzieher in Breslau und Pädagoge in Israel hinter sich und erwarb sich einen grossen Kreis echter Verehrer unter Schülern, Lehrern und Eltern, bis zum plötzlichen unerwarteten Abbruch seiner ertragreichen pädagogischen Arbeit. In seinem Leben kam u.a. zum Ausdruck seine Zugehörigkeit zum Stamme Levy, der im Heiligtum für den musikalischen Rahmen des G“ ttesdienstes verantwortlich war. Es ist schwer, die hervorragenden Charaktereigenschaften von Michael David Levy als Mensch und Jude zu schildern, die jedem ein Beispiel sein können. Der grosse Kreis seiner Freunde und Verehrer im Lande wird seinen Heimgang aufs schmerzlichste vermissen. David Pri-Chen, (Theodor Freyhan), Kfar Maimon, Israel Dr. Erna Bibersfein s.A. Am 15. Januar 1978 verschied unsere lb. Mutter, Frau Dr. Erna Biberstein geb. Stein. Bis zum Ende war sie in geistiger und körperlicher Frische, sodass sie noch nach einem Flug von ihrem Zuhause in New York zu ihren Kindern im Westen, mit ihnen und allen Enkeln und Ur-Enkeln dort 3 gemeinsame erfreuliche Wochen verlebte. Alle, die sie von 1916 an in Breslau, und nach 1938 in New York, als Frauenärztin behandelte, schätzten ihre beruhigende liebevolle Art. Als Gattin von Prof. Hans Biberstein, der leider schon im Jahre 1965 in New York starb, war sie auch weithin bekannt und beliebt. Für unsere ganze grosse Familie, für die sie bis zuletzt das in Liebe und Verständnis vereinende Bindeglied war, wird sie immer weiterleben. Wir werden ihr harmonisches Wesen immer als bleibendes Vorbild vor uns haben. Susane und Alfred Batzdorff 1519 Tulipe Lane, Langhorne, Pa. 19047 Ernst-Ludwig u. Hanna Biberstein, 508 E-12the Street, Davis, Ca. 95616 mit allen Enkeln und Ur-Enkeln, sowie alle Verwandten in USA, in Colombia, Frankfurt, Berlin, London und in Israel. Wir Breslauer schliessen uns in Verbundenheit im Gedenken an diese teure Verstorbene an. Sie hat mit grossem Interesse und Eifer von Ferne an unserer Arbeit und unseren Erfolgen teilgenommen, wofür wir ihr von dieser Stelle aus nachträglichst danken. C E N T R A Die Winter-Saison ist am 9. November 1977 mit einer Gedenkstunde für die zerstörten Synagogen in Mittel-Europa in würdiger Weise eröffnet worden. Dr. Kaufmann, der Präsident d. CENTRA, sprach die einleitenden Worte, Rabb. Egon Israel Loewenstein, Jerusalem, und Oberkantor Jakob Samek, von der Gemeinde Ichud-Schiwat-Zion, in deren Rahmen ebenfalls die Feier stattfand, haben in würdiger Weise d. Kristallnacht gedacht. Die verschiedenen Landsmannschaften haben, jede für sich, anregende Vorträge veranstaltet. Es ist unmöglich, alle zu nennen und bitten wir auf diesem Wege um Entschuldigung. Von d. CENTRA aus waren mehrere beachtenswerte Veranstaltungen. Vortrag von Prof. Dr. Brüll, Problem des Alterns, Dt. Alfred Frankenstein: Unterwegs, Erlebnisse mit Menschen und Büchern, Treffen ehemaliger Kasselaner in Israel: mit Gruppen aus Kassel und der Judomannschaft, Leitung Ernst Freudenthal. Die Chanukka und Tu Bischwatfeiern waren besonders gelungen. Aber auch die Purimfeier war bei weitem überfüllt. An den beiden Feiern, Chanukka und Purim nahmen der Botschafter der Bundes Republik Deutschland, Herr Klaus Schütz und seine Gattin, sowie viele Vertreter der Deutschen Botschaft, teil. Ausserdem erscheint zu den grossen Veranstaltungen ständig der Direktor der Luft-Hansa, Kohl und Gattin. Die Festreden am Chanukka und Tu Bischwat hielt der Sekretär des Verbandes, Erich Lewin. Eine besonders gelungene Veranstaltung hatten die Frankfurter mit den Kölnern unter der Devise: Schawua Tow. Mosche Noam (Wohl) leitete mit Humor und schliff den Abend, Aviva Hed mit der Guitarre, begleitet von Mandelbaum, war ausgezeichnet. Der Folklor-Abend der ehemaligen Kasselaner brachte den Kammerchor aus Grebenstein bei Kassel. Es war ein ausgezeichneter Abend mit Niveau. Die Hannoveraner hatten am Anfang der Saison Frau Alice Schwarz, die Redakteurin der “Chadaschoth Israel“ über Reise- Erlebnisse einer israelischen Berichterstatterin In Europa und Amerika. General-Versammlung der CENTRA, die jetzt ins Vereinsregister eingetragen ist, fand am 3.1.78 statt.Das Ergebnis der Wahl ist folgendes: Verbände: Breslau, Erich Lewin, Lotte Meyer, — Frankfurt: Erwin Wohl, Esther Loewin — Hannover: Emanuel Egra, Dora Lichtenstein, Kassel: Ernst Freudenthal, Friedei Schwarz, — Köln: Dr. Joseph Kaufmann, Henry Reyersbach, — Leipzig: Jacob Schaya Chaim Gafni, — Oberschlesien: Zwi Getz, Heinz Kornfeld — Chemnitz: Siegmund Tittmann, Mannheim: Zwi Goldstein, — Halberstadt: Paul Süssemann — München: Israel Schneuer, Direkte Mitglieder der CENTRA: Ludwig Levy. Als Neuerung finden jeden Montag nachm, in der WIZO in Tel-Aviv, Bar Kochbastr. 26 unter Leitung von Israel Schneuer und Ruth Rübner, Spielnachmittage statt, die sehr gut besucht werden. Auch in diesem Jahre wird ein gemeinsamer Sederabend von der CENTRA veranstaltet. Dr. Eise Esther Rabin s.A. (Haifa) Während der Drucklegung unseres Blattes erreicht uns die traurige Nachricht vom Hinscheiden der ausserordentlich geistreichen Frau Dr. ELSE RABIN in Haifa. Es ist uns unmöglich, ihr noch einen gebührenden Nachruf in diesem Blatte zu bringen. Wir werden s.G.w. in der Rosch Haschanah Nummer ihrer gebührend gedenken. Der Sekretär unseres Verbandes war bei der Beerdigung in Haifa und sprach ehrende Worte des Gedenkens und des Abschieds. 37