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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1977-04-01 · No. 41 (April 1977) · p. Seite 10

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1977
Issue
No. 41 (April 1977)
Date
1977-04-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Islamische Kunslschälze im modernen Jerusalem OBERSCHLESIER-ECKE Liebe Freunde! Diese “Oberschlesier Ecke” erscheint in den letzten Jahren immer wieder in diesem Mitteilungsblatt und möchten wir zunächst dem Redakteur und Herausgeber Herrn Erich Lewin, für den Platz den er uns zur Berichterstattung an unsere Mtglieder zur Verfügung stellt, herzlich danken. Seit Erscheinen der letzten Ausgabe Nummer 41, sind wieder über 6 Monate vergangen, aber die Arbeit in unseren Reihen wurde weiter geführt. So beteiligten wir uns an den laufenden Sitzungen der “CENTRA”, die zwei-wöchentl. jeden Dienstag 17.00 Uhr im Hotel “AMBASSADOR” T.A. stattfinden, welche jedem unserer Mitglieder zugänglich sind. Am 9. Nov. fand, veranstaltet von der Centra, eine Gedenkstunde zur Erinnerung an die sogenannte “Kristallnacht” im Tempel d. "Ichud Shivat Zion” statt, bei der ebenfalls unsere Mitgliedr anwesend waren. Am 22. Dez. feierten wir gemeinsam mit der Vereinigung ehemlg. Kölner und dem “Ir - gun Jozei Breslau” das Chanukka-Fest. Im Namen der Veranstaltenden, begrüsste Ernst Brünell (Köln) die Anwesenden. Der 12jährige Benny Goren, (Enkel v.H. Kornfeld) entzündete die Kerzen und sang mit klangvoller Stimme die Brachot und besonders schön das “Hanerot Halalu”. Anschliessend sprach Erich Lewin (Breslau) zu den zahlreich Erschienenen über unser Lichterfest und erntete mit seinen von Jüdischem Geist beseelten Ausführungen viel Beifall. Hernach leitete Heinz Kornfeld mit einer kurzen Conference zum gemütlichen Teil über und übergab Walter Schüftan fr. — Beuthen — Breslau-Chile, jetzt ln Nathanla lebend, dem Programmgestalter des Abends das Wort. W. Schüftan verstand es mit ernsten aber auch heiteren Erzählungen und Vorträgen, teils zusammen mit seiner Frau, sein Publikum angenehm zu unterhalten und danken wir von hier aus nochmals für seine Beteiligung an diesem gelungenen Abend. — Am 28. Dez. fand die längst fällige Generalversammlung unseres Vbds. statt. Trotz geringer Beteiligung (das besonders schlechte Wetter hielt wohl viele vom Kommen ab) war doch ein genügendes Quorum vorhanden, so dass die Sitzung mit 20 Minuten Verspätung beginnen konnte. Kornfeld gab den Rechenschaftsu. auch Kassenbericht bekannt und dem bisherigen Vorstand wurde n. kurzer Diskussion Entlassung erteilt. Jacob Karliner Nathania, der frühere Vors. d. leider nicht mehr bestehenden Ortsgruppe Haifa, wurde die Leitung d. neuen Vorstandswahl übertragen. Er sprach zunächst über die allgemeinen Leistungen unseres Verbandes und dankte den abtretenden 11 bisherigen Vorstandsmitgliedern für ihre intensive Arbeit. Für den neuen Vorstand, der lt. vorherigen Beschluss d. Versammlung nur noch 8 Mitglieder haben soll, machte er folgenden en bloc Vorschlag welcher auch angenommen wurde. Demnach besteht der neu gewählte Vorstand aus folgenden Personen: Lotte Meyer, sowie den Herren Rottenberg, Lewin, Karliner, Kornfeld, Wieland, Freund u. Getz. — Als wichtigster Beschluss gilt die Vorantreibung der immer wieder in unseren Reihen besprochenen Vereinigung mit dem “IR- GTJN JOZEI BRESLAU u. Schlesien” (schliesslich sind ja beiden Verbände ehmlg. Schlesier). Ferner wurde der Jahresbeitrag ab 1977 auf 30.00 JL. festgesetzt. — Am 14. Febr. fand in der Wohnung von Lotte Meyer, die erste Sitzung des neugewählten Vorstandes statt u. wurden die einzelnen Aemter wie folgt verteilt: 1. Vors. Leo Rottenberg, T.A. (fr. Kattowitz, seine Stellvertreter: Hans Freund, Kfar-Saba (fr. Tarnowitz) u. Heinz Getz, T.A. (fr. Kattowitz) Generalsekretär: Heinz Kornfeld, T.A. (fr. Beuthen O/S), 1. Beisitzer und Berater Erich Lewin, Ramat-Gan / fr. Rosenberg O/S. als weitere Beisitzer: Lotte Meyer, fr. Hindenburg Salo Karliner, fr. Kattowitz u. Erich Wieland, fr. Hindenburg. Es wurde über die lfd. Arbeit gesprochen. Kornfeld beauftragt, nunmehr einen offiziellen Brief betr. der gewünschten Fusion mit den Breslauern, an diese zu richten. Ferner sollen auch wieder die früher so beliebten zwangslosen Zusammenkünfte allmonatl. aufgenommen werden, die nächste am 16. März im Hotel DAN, welche inzwischen auch stattfand. Am 3. Februar beteiligten wir uns an der von der “CENTRA” veranstalteten Tub’Shvat Feier. Ebenso wirkten Mitglieder unseres Verbandes bei den Vorbereitungen zum grossen PURIM-BALL der Centra führend mit. (sh. Bericht d. Centra). Wie alljährlich nahmen wir an Lag b’Omer an der von der Centra veranstaltenden Gedenkstunde im Jaar Hakedoschim bei Jerusalem / Schoresch teil. Von dieser Stelle möchten wir nochmals unserem Vorstandsmitglied Erich Wieland fr. Hindenburg zu seinem 65. u. Kurt Joschkowitz fr. Beuthen zu seinem 70. Geburtstag herzlich gratulieren. Für Beide gilt unser Wunsch: Ad meah w’Esrim”. Wir begriissen, aus Brasilien hier eingewandert Herrn Gerhard Orgler, fr. Gleiwitz und wünschen ihm u. seiner Familie alles Gute zur Eingliederung in der neuen Heimat. Wir Oberschlesier u. vor allem die ehmlg. Beuthener, danken Heinz Badt, fr. Beuthen O/S., seit langem In Basel lebend und dort Vors, der Zionistischen Vereinigung, für den so ausführlichen Bericht über seinen Besuch in der fr. Heimatstadt und wünschen ihm von hieraus weiter alles Gute für seine so bekannt erfolgreiche Arbeit für “EREZ JSRAEL”. Am 3. März verstarb Jacob Millner, fr. Kattowitz, Mitbegründer, langjähriges Vorstandsu. zuletzt Ehrenmitglied unseres Verhandes. Wir werden seiner immer Gedenken. Wir bitten höfl. um Ueberweisung der Mitgliedsbeiträge (ab 1977, IL 30.00 p. Jahr) und evtl. Spenden an untenstehende Adresse. Der Vorstand sendet allen seinen Mitgliedern, Freunden und Gönnern im Inn- und- Ausland die besten Wünsche. Bis zur nächsten Ausgabe dieser Zeitung, allen Oberschlesiern meine persönl. Griisse, Ihr Karl Heinz Kornfeld T.A. Lipastr. 8 AM STRAND VON TEL-AVIV am 10. Nov. 1975 Es steigt und fällt das Meer Und ruhelos bedeckt der Schaum den Sand. Als Schattenriss steht drüben Jaffo her. Wie sehr bewegt mich dieses alte Land. Die Sonne wandelt Wasser in Kristall. Vom Westen kommen Wolken auf. Tod und Hoffnung war hier Zusammenprall. Von hier nahm “Gesetz” und “Wort” den Lauf. Wir schön ist dieser blaue Horizont! Nicht steinern, sondern leicht bewegt: Hast du auch vieles nicht gekonnt — Er sagt, dass dein Herz nicht vergeblich schlägt. Pater Erich Rommersklrcb, Marburg a.d. Lahn. Es gibt in Jerusalem Bemühungen, Juden und Araber geistig anzunähern. “Nur Erziehung zu gegenseitigem Verständnis kann den Hass überwinden” sagte (der kürzlich verstorbene) Abraham Jekel, der in Jerusalem ein Gemeinschaftszentrum (International Culture Centre for Youth) für jüdische und arabische Jugendliche schuf, das 2000 Mitglieder zählt. Derselben Idee verdankt das Museum für islamische Kunst seine Gründung. Die Stifterin war Vera Salomon (1888—1969), Tochter des ersten jüdischen Bürgermeisters von London, Sir David Salomon, der einer vornehmen sephardischen Familie entstammte. Sie sah es als ihre Lebensaufgabe an, ln Israel zu helfen und unterstützte eine Reihe sozialer Hilfsinstitute, half arabischen Studenten, dass sie an israelischen Universitäten studieren konnten. Die Krone ihres Werkes war die Gründung des Museums für islamische Kunst. Da sie namentlich nicht in Erscheinung treten wollte, trägt das Museum den Namen “Jad Meir”„ nach Professor Leon Arie Mayer, dem Fachgelehrten für Islamische Kunst und Archäologie an der Universität Jerusalem, der sie in ihrem Werk unterstützt hat. Professor Richard Ettinghausen, der Fachmann des Metropolitain Museum in New York, in dem sich eine der bedeutendsten Sammlungen islamischer Kunst befindet, hat die Ausstellungsobjekte islamischer Herkunft in jahrelanger Arbeit zusammengetragen und ist weiterhin künstlerischer und wissenschaftlicher Berater des Museums. Der Islam hält sich streng an das Verbot “Du sollst Dir kein Bildnis machen”. Der künstlerische Trieb findet einen Ausweg in der unfigürlichen Ornamentik. Mit ihr wurden die Moscheen ausgeschmückt. Den ornamentalen Stil können wir auch im Kunsthandwerk bewundern, das dieses Museum ausstellt. Die Säle der vielseitigen Sammlung sind übersichtlich nach' historischen Perioden geordnet. Die ältesten Gegenstände stammen aus dem vorislamischen Zeitalter der persischen Sassaniden und der frühen islamischen Periode des 9. Jahrhunderts. Ein anderer Saal zeigt die arabische Kunst des 11. und 12. Jahrhunderts. Ein Ausstellungsraum vereinigt kostbare Gegenstände der späten iranisch-persischen Kultur, auch die ottomanische Kunst in der Türkei und im Kaukasus vom 15. bis 19. Jahrhundert ist mit reichen Schätzen vertreten, ebenso die zum Teil aus Indien stammende Kunstperiode der Grossmoghule. Trinkgefässe aus Silber, silberne Parfümspritzfläschen für Rosenwasser, goldene Ketten, vergoldete Leibgürtel, Vasen aus Damaskus, Indische Metallkästen, Metallschalen, elfenbeinerne Schachfiguren, Oellämpchen, ganz frühe unglazierte Schalen, Schalen mit edlem Blumenmuster, grüne Bronzetabletts, Bronzelaternen, die mit kostbaren Mustern durchbrochen sind, Elefanten und Pferdefiguren, Teppiche als Wandbekleidung, handgewebte, gemusterte Jacketts, bezaubernde Vasen in Glockenform; wir durften einen Blick tun in ein unglaublich reiches Spektrum einer versunkenen Welt. Besonderen Eindruck machte ein umfangreiches Pferdegeschirr, das rings mit Korallen und Türkisen besetzt ist. Auch ein kostbares Manuskript des grossen persischen Dichters Firdausi (geb. 940) bereichert die Sammlung. Ausserdem enthält das Museum eine grosse Bibliothek über islamische Kunst und eine umfangreiche Sammlung von Photographien. Das Museum Ist in einem neuen Kultur-Zentrum Jerusalems erbaut, nahe dem wissenschaftlichen Van Leer Institut, dem städtischen Theater und dem Wohnsitz des Präsidenten. Anni Lowenstein Priebatsch 10

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