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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1975-09-01 · No. 38 (September 1975) · p. Seite 17

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1975
Issue
No. 38 (September 1975)
Date
1975-09-01
Page
Seite 17 (sequence 2197)
Language
German
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Dr. W. B. GOLDSTEIN: 1000 Jahre Breslau (Verlag Bläschke. Darmstadt) Hier Ist eine Kulturgeschichte Breslaus entstanden, wohl einmalig in solcher Beleuchtung. Wenn der Verfasser im Vorwort in seiner Bescheidenheit davon spricht, dass dieses Werk nur aneinandergereihte Bilder, basierend auf der Chronik von P.G.A. Weiss seien, so darf man ihm entgegnen, dass sein Buch ein höchst wichtiger Beitrag zur Geschichte der Stadt Breslau ist. Mit vorzüglichen Bildern liegt hier ein Geschichtswerk vor, das die Breslauer Welt seit ihrem Bestehen erschliesst. Es ist eine anschauliche Rückblende entstanden, durch die sich das Bild der Stadt, ihr Auf- und Ab, plastisch verfolgen lässt. Der Text dieses "Dokumentarfilmes” erzählt viel schon Vergessenes, es ist ein Querschnitt durch die verschiedensten Epochen der Breslauer Geschichte. Diese Einzeldarstellungen aber ballen sich zusammen und ergeben ein historisches Bild auch bekannter Tatsachen und ihrer Zusammenhänge. Wohl nur wenige der bisher erschienenen Darstellungen über Breslau geben so viel an Zeitereignissen und sorgsam gewählter Dokumentatiön. Das Antlitz der Stadt und ihrer Menschen lässt sich in den zahlreich eingestreuten Abbildungen neben dem wertvollen Text deutlich verfolgen und erkennen. In dieser Arbeit wird man zunächst über die Epoche der Stadtgründung informiert. Die grosse Zahl der die Stadt beherrschenden Persönlichkeiten sind nach vorliegenden Kenntnissen und Nachweisen des Verfassers recht vollkommen. Die Anfänge der Stadt vor 1241 werden im Vorwort gestreift. Es folgen dokumentarische Hinweise über die Stände, über kriegerische Abschnitte, über Kulturelles, über die Hussitenzeiten, über die Epoche um 1500, Glaubensangelegenheiten, gleichsam wissenschaftlich erarbeitet sind die Epochen von 1500—1700 in all ihren Sturmzeiten. Endlich bringen die Zeitläufe 1700 bis 1800 einen Wandel im Stadtgeschehen und mit dem 19. Jahrhundert findet sich das damalige Leben dieser Stadt gespiegelt in Kapiteln wie "Grosse Zeit — kleine Zeit”, "Heil Kaiser, Dir,” usw., bis endlich das 20. Jahrhundert viel von Selbsterlebtem, Selbstgeschautem wiedergibt. Fast bleibt keine Frage offen. Alles wird berührt, Kulturelles, Wirtschaftliches, Entstehung, Kulturhistorisches, Verfall der bürgerlichen, der handwerklichen Stände, ihr Aufblühen, Geschehnisse in Kriegs- und Nachkriegszeiten, das politische Wirken regierender Persönlichkeiten, religiöse Belange und vieles Andere an Informationen und Studien. Vom reichen Erleben aller Schichten der Bevölkerung zeugt dieses lebendige Bild ebenso von der Eigenart der Ausstrahlung und den Wandlungen der Stadt. Zeittafel, Literaturangaben, und Bilderanhang vervollständigen den reich ausgestatteten Band, dessen Inhalt wirklich wichtig und wertvoll ist. Die Darstellung ist gleichsam wie miterlebt, bescheiden unaufdringlich, aber voller Liebe. Es ist das Verdienst des Autors, das Material richtig ausgewertet zu haben, und in dem “Wie” liegt seine grosse Kunst, für die man ihm dankbar sein muss. JULIUS SACHS NEUERSCHEINUNG : Die Broschüre von Stud. Rat Dr. WILLY COHN s.A. ist erschienen. Sie erhalten dieses Buch in Israel zum Preise von IL. 15.— in Tel-Aviv in der Buchhandlung Jos. Freyhan Ben Jehuda 60, in HAIFA in der Buchhandlung Michael Wahrhaftig, Herzlstr. 51, in JERUSALEM bei Herrn Dr. Joseph Walk, P.O.B. 84. Dr. Joseph Prager, zum 90ten Im Leben der Gemeinde Breslau war das Haus von Dr. Joseph Prager ein Mittelpunkt stark pulsierendem jüdischen Lebens. Als Sohn des Kasseler Rabbiners kam Dr. Prager nach Breslau und hat im zionistischen Leben eine grosse Rolle gespielt. Er fand in seiner Frau Dr. Prager geb. Badt, einer bekannten Aerztin, eine starke Stütze in seiner hingebungsvollen Arbeit. Juden, Studenten, sowie Menschen am Rande, fanden im Hause Dr. Pragers Rat, Stütze und Hilfe. Immer war das gastliche Haus voll von Menschen, die nach dem Judentum sich sehnten. Wir freuen uns,'dass unser lb. Dr. Joseph Prager auch heute noch durch seine Vorträge, Lernabende, in verschiedenen Kreisen Haifas beliebt bei allen, sich auszeichnet. Wir wünschen ihm noch viele Jahre in Gesundheit und Zufriedenheit. VERBAND EHEMALIGER BRESLAUER A- Malinow (Adolf Malinowitzer), zum 90ten Der Jubilar winde am 3. Juli 1885 in Kattowltz O/S. geboren und kam nach seiner kaufmännischen Lehrzeit in das väterliche Geschäft nach Kattowitz, Grundmannstrasse. Im ersten Weltkrieg dierite er 4 Jahre und heiratete die Tochter des Eisenbahn-Sekretärs Bandtmann, Breslau. In der Klosterstrasse hatte er ein bekanntes Spezialgeschäft für Berufskleidung und auch eine Werkstätte. 1939 in England angekommen, gab es schwere Einwanderungsjahre und mit eisernem Fleiss und grosser Kraft erwarb er sich im neuen Kreis einen guten Namen. Schon 1926 änderte er seinen Namen, da sein Feldwebel in der Armee seinen langen Namen nicht aussprechen konnte. Wir wünschen unserem lb. Adolf Malinow noch viele viele Jahre in Gesundheit, damit er im Kreise seiner beiden Söhne und Enkelkinder das Positive im Leben erreichen kann. Bis 120! Prof. Dr. Ernst Scheyer. DETROIT 75 Jahre Aus dem "Schlesier” erfahren wir, dass unser lb. Prof. Scheyer seinen 75ten Geburtstag gefeiert hat und senden ihm auf diesem Wege unsere herzlichste Gratulation. Es ist unmöglich, im Rahmen unseres Blattes all das hervorzuheben, was dieser Mann bisher geleistet und noch leistet. Als Kustos am Kunst-Gewerbe-Museum in der Graupenstr. in Breslau, als Dozent an der Kunst-Akademie am Kaiserin Augusta Platz, als Iniciator verschiedenste Kunst-Ausstellungen, als Dozent in seiner neuen Wirkungsstätte Detroit, hat er Hervorragendes geleistet. Eines seiner schönsten Werke ist für uns Breslauer das ausgezeichnete Album “Breslau, wie es war”, das von hingebungsvoller Arbeit und tiefer Liebe zu seiner Geburtsstadt spricht. Trotzdem er sofort 1933 Breslau verliess, ist alles, was er über diese Stadt schreibt, lebensnah. Wir wünschen ihm und seiner Gattin, einer bekannten musikbegabten Frau, nach viele, viele Jahre rührigen Schaffens. Wir sind stolz, dass Prof. Scheyer Mitglied unseres Verbandes ist. SUCHANZEIGEN : Wer kann bezeugen, dass MAX HIMMEL - FÄRB und Familie in Hindenburg O/S gewohnt haben? Alle, die diese Familie, die sehr bekannt war, kannten, bitten wir um Zuschriften an: Willy Lewin und Frau Kaethe geb. Himmelfärb, Kibbuz Dovrat 19325, bei Afule (Israel). ZUM 80sten GEBURTSTAG von Frau Minni Rosenberger (Meschek Dorot, früher Breslau) 27. Mal 1975 In familiärer Atmosphäre nahm dieser Jubeltag einen festlichen Verlauf. Dem "Geburtstagskind” wurden zahlreiche Ehrungen zuteil, und in Ablösung von Geschenken gab es viele Spenden u.a. auch für den Verband der ehemaligen Breslauer. Kein Wunder: Frau Rosenberger erfreut sich grosser Popularität und außergewöhnlicher Beliebtheit, ist sie doch unermüdlich in ihrer Tätigkeit. Stets kennt man sie voller Rührigkeit und Erfahrung als beliebtes Mitglied ihres Meschek, sie nimmt lebhaften Anteil an dem Egehen all derer, die ihrem Herzen nahestehen, und dieses ihr Herz ist mit viel Liebe, Güte und Menschlichkeit wertvoll ausgefüllt. Mögen Kinder und Enkel ihr die weiteren Lebensjahre verschönen und hiermit die von ihr empfangene Liebe und Fürsorge erwidern. Der Tatsache ihrer grossen Beliebtheit wird man mit diesen wenigen Worten keinesfalls gerecht. Die aufrichtigen und herzlichen Wünsche für weitere gesunde und angenehme Jahre des Friedens gelten ihr zu diesem festlichen Tage. Sie möge uns allen noch viele gute Zeiten so vital wie bisher erhalten bleiben, und bis 120.... In einer Ansprache wurde selbstverständlich auch ihres verstorbenen Gatten, Leo Rosenberger, in Liebe gedacht. J. 8. Frau Hertha Sachs zum 80ten (geb. LUBINSKI) Die Jubilarin ist die Frau unseres verehrten Mitarbeiters Julius Sachs und führt, trotz ihres hohen Alters, und der unermüdlichen Pflege ihres Mannes, ein überaus gastliches Haus. Sie stammt aus der sehr bekannten zionistischen Familie Lubinski aus Posen und hat bereits als Junges Mädchen für diese Idee gearbeitet und gekämpft. Ein ganz grosser Freundeskreis, Künstler und Gelehrte, sind ständig Gäste dieses Hauses. Möge G”tt ihr die Kraft geben, auch weiterhin so zu wirken, das ist unser innigster Wunsch. STIPENDIEN FONDS AUF DEN NAMEN UNSERES UNVERGESSLICHEN RABBINERS Dr. MAX SIMONSOHN, s.A. Wir haben die Absicht anlässlich des 40. Todestages unseres unvergessl. Rabbiners Dr. Max Simonsohn s.A. einen Fonds zu gründen, der unbemittelten Schülern zum Studium eines Volksschullehrers verhelfen soll, mit der Bedinung, dass diese in die Entwicklungsorte bew. in die Grenzsiedlungen gehen. Es wird ein Komittee gegründet, das sich mit den Vorarbeiten für diesen Fonds befasst. Es kommen dabei grössere Beträge in Frage, um so wirklich helfend einzugreifen. Wir erwarten von allen unseren Mitgliedern und Freunden, die das Andenken dieses hervorragenden Menschen ehren wollen, dass sie sich mit nahmhaften Beträgen an dem Fonds beteiligen. Näheres erfahren Sie direkt vom Komittee. ZUR BEACHTUNG : Das Buch von Dr. WALTER GOLDSTEIN, Jerusalem, Beth Hakerem Bialikstrasse 18, ist ln Kürze für unsere Mitglieder in einigen Exemplaren zum verbilligten Preis von IL 55.— zu haben. Bestellung bitte direkt an Herrn Dr. Goldstein lt. obiger Adresse zu richten. In Kürze erscheint ein Buch in Iwrit von Dr. JOSEPH WALK, Jerusalem über: “Die Erziehung des jüdischen Kindes im Nazi-Deutschland, Gesetz und Ausführung”. (350 Seiten. Preis: 25. IL)., Verlag Jad Wa Schern, Jerusalem, Machon Leo Baeck. 17

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