Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1975
- Issue
- No. 37 (April 1975)
- Date
- 1975-04-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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WIR GRATULIEREN: Schattenbilder Frau Dr. ESTER RABIN hat soeben Im Verlage Massada ein Buch biographischen Charakters in deutscher Sprache veröffentlicht, das den Titel trägt: Schattenbilder. (140 S.). Über die Bestimmung des Buches unterrichtet die Vorrede, die wir im ff. zum Abdruck bringen. Dieses Buch habe ich für meine Kinder geschrieben. Es soll ihnen von ihren Vorfahren erzählen, ihnen den Stamm zeigen, dessen Zweige sie sind. Es soll die Länder veranschaulichen, in denen sich ihre Lebensschicksale abspielten.; Auf dem Umstande, dass dieses Buch rein persönliche Erinnerungen an Menschen gibt, die nur für einen kleinen Kreis von Interesse sind, beruht seine Enge. Es liegt auch nicht in meiner Kraft, einen Ausblick in das Weltgeschehen zu geben. Als ich versuche, das Wesen der Vorfahren zu erkennen, wurde mir klar, dass ich nur Schattenbilder geben kann, in eine Fläche gebannt. Umrisse entstanden und nicht mehr. Doch eine Erkenntnis überwältigte mich: Die Schatten erhoben sich vor mir auf dem festen Grund einer echten und starken JUdischkeit. Das Wort Erinnerung hat eine zweifache Bedeutung. Es wendet sich nicht nur an das Gedächtnis und ruft vergangene Erlebnisse, Vorstellungen und Gefühle zurück. Es bedeutet auch Mahnwort und Forderung, die der Zukunft gilt. Dies ist ein heimlicher Beiklang des Buches, der ursprünglich durchaus nicht in meiner Absicht lag. Er hängt mit dem Wesen der Menschen zusammen, die ich beschreibe. Es ist die Kraft des Starken, die fordert. ESTER RABIN Haifa, im Sommer 1974 Das Buch beginnt bei der Auffassung der Art “Jüdischer Grosseltern” im Nazideutschland und , wendet sich danach der Schilderung der Kompone- 1 ten zu, die das Wesen der inneren jüdischen Landschaft bestimmt haben. Darauf tritt uns das Bild des Lebens der rusischen Vorfahren ihres verst. Gatten Dr. Israel A. Rabin entgegen, einer Jahrhunderte alten Rabbinergeneration, die bereits im Kampfe gegen die Frankistenbewegung eine wichtige Rolle spielte. Jeschiwahtum und Talmudstudium stehen im Gegensatz zur Haskalah und dem Zionismus. Aufgewühlt von den Ideen der modernen russischen Schriftsteller sucht die Jugend den Weg ins Freie. Einem Leben der Bedrückung entflieht auch der Vorfahre, der aus Polen nach Deutschland einwanderte. Mit ihm entsteht das Bild des Familienlebens in einer posenschen Kleinstadt, geschäftlicher Entwicklung und des Verhältnisses zur polnischen und deutschen Umwelt. Das nahe und zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch friedliche Zusammenleben mit der einheimischen Bevölkerung in Nordwestdeutschland, an der “Wasserkante” der Nordsee bestimmt das Wesen der Vorfahren in jener Gegend. Die Ideen des Humanitätszeitalters wie die Werke der Heimatschriftsteller geben ihnen starke Prägung. Hier wechselt der Ton des Buches. Pogromtrauer wird abgelöst von der humorvollen Schilderung des Landes und seiner Leute, Christ wie Jude. Das Buch geht weit über persönliche Einzelheiten hinaus. Vor uns tritt die religiöse Glaubensstärke einer vergangenen Generation. In ihr sind Ost und West geeint. Sie beruht auf der innigen Verbindung mit der Thora, sie wurde befestigt durch die “Sittenschriftsteller der Vergangenheit”, die in populärer Form die ethische Kraft der Lehre seit dem frühesten Mittelalter in weite Kreise des Volkes trugen. Und wiederum sind Ost und West sich gleich in der überpersönlichen Auffassung der Bestimmung des persönlichen Lebens, die im scharfen Gegensatz steht zu dem übertriebe- Herm DR. WALTER und EVA GOLDSTEIN, Jerusalem, Beth Hakerem, Bialikstr. 18 zur Geburt der Ur-Enkelin. * Herrn ERWIN LOOSER und FRAU, zur Hochzeit des Sohnes. Herr Looser ist in vorbildlicher Weise in Rahmen der CENTRA tätig und der Initiator und unermüdliche Arbeiter fuer Veranstaltungen, Verbindungen mit allen massgebenden Gremien in Israel und im Ausland. Herrn IMMANUEL EGRA, Ramat Gan, zu seinem 70ten Geburtstag, Herr Egra ist als Vorsitzender ehemaliger Hannoveraner ebenfalls in den CENTRA als Kassierer und wertvolles Vorstandsmitglied beliebt und geehrt. Sein kluger Rat, seine Lebenserfahrung werden überall geschaetzt. * Herrn Dr. SIEGFRIED MATZDORFF (früher Pitschen O.S) und seiner Frau Erna Matzdorff geb. Tauber (früher Kreuzburg O. S.) jetzt Natania, Dizengoff Str. 43 (Israel) zur Goldenen Hochzeit Beide sind durch ihre Bescheidenheit und ihre Hilfsbereitschaft beliebt und geehrt in allen Kreisen. * Frau RUTH STRAUSS - COHN geb. Fränkel, Pardess-Channa (Israel) Rechow Haoranim zum 70ten. Ruth Strauss ist die Tochter des bekannten Martin Fränkel aus Breslau, der sich um die Gemeinde sehr verdient gemacht hat. ★ Herrn MAX KISCHONI (Kober) Kirjath Bialik (Israel) P.O. 14, zum 80ten. Max Kober ist der Sohn des bekannten und beliebten Wilhelm Kober sei. And. in Breslau und hat hier im Lande im Keren Hajessod und vielen anderen Gremien ausserordentliches geleistet. * Frau BELLA HOLZER geb. Freund, Tel-Aviv, Sderoth Chen 48, (Israel) zur Geburt des Ur-Enkels und zur Hochzeit ihres Enkels Schlomoh. Frau Holzer ist die Tochter der bekannten Familie Salo Freund, Breslau, Breitestr. 4/5, die durch ihre Jüdischkeit und Reelität grosses Ansehen genoss. * Frau LOTTE SANDBERG, 2885 Bushstr., San Francisco, Cal. 94115, (USA), zum 90ten. Sie ist die Schwiegertochter des bekannten und beliebten, den Breslauern unvergessenen Sanitätsrat Dr. Sandberg. Er war Primaerarzt im Jüdischen Krankenhaus, Breslau und durch seine grossen Fachkenntnisse und seinem psychologischen Verständnis ausserordentlich beliebt. * Frau DORA SIMONSOHN, Haifa, Rechow David Pinski 7 (Israel) zur Wiederwahl ihres Sohnes Rektor Dr. Simonsohn, Universität Tel-Aviv, zur 2. Kadenz. * Herrn DAVID PRI-CHEN (Theo Freyhan) und seiner Frau Rachel, Kfar Maimon, (Israel) zur Hochzeit ihrer Tochter Schifra. Theo Freyhan ist der Sohn unseres unvergesslichen Gründers, Dr. Wilhelm Seew Freyhan. Diese Glückwünsche gelten nen Individualismus der Neuzeit. In Kapiteln wie “Gespräch über Weltanschauung” und “Gedanken über Liebe und Ehe” wird dieser Gegensatz verdeutlicht. Das Buch ist erhältlich in Tel-Aviv bei Freyhan, Ben Jehudastr. 60, in Haifa bei Wahrhaftig, Herzl Str. 51, und Sifri (Pinter) Mercas Hacarmel. auch der Grossmutter, Frau Fanny Freyhan, Tel- Aviv. * Herrn BENNO COHN, Tel-Aviv, Rechow Hakerem 4, (Israel), zum 80ten Geburtstag. Was Benno Cohn als Leiter des Palästina-Amts, Berlin, und in Israel im Rahmen des Irgun Oley Merkas Europa, geleistet hat, ist unvorstellbar. Von Jugend an Zionist hat er immer seine besten Kräfte seinen klugen Rat und seine wichtigen Entscheidungen dem Zionismus und dem jungen Staat Israel zur Verfügung gestellt. Er war in der 1. Periode der Knesseth Mitglied derselben. Wir wünschen ihm weiter Gesundheit mit seiner Gattin und der Familie. * Frau NORA FALK, Haifa Achusa, Wittkinstr. No. 42, zur Geburt der Enkeltochter. * Herrn JEHUDA und Frau EDITH BENDA, geb. Falk, Haifa Achusa, Wittkinstr. 46, zur Geburt des Enkelsohnes. * Herrn ADOLF EBSTEIN, Santiago de Chile, Clasificador 471 zum 85. Geburtstag. * Frau GETE JACOB, Kibbutz Mayan Zwi zum 95. Geburtstage. Eine eifrige Leserin unseres Blattes und jahrelanges Mitglied. Weiter Gesundheit, körperliche und Geistige Frische. ★ Wir gratulieren Frau CECILIE BURGHEIM geb. Charig, Los Angeles, 440 N Vista St., Cal. 90036 U.SA., zum 98. Geburtstage und wuenschen ihr von Herzen gute und zufriedene Jahre. Frau Burgheim hatte in Breslau mit ihrem Gatten die Naschmarkt Apotheke, ein Begriff in Breslau. * Herrn SCHIMON JEHUDA (Siegbert), Hartmann, H. zum 80. Geburtstage. Dieser Wunsch gilt auch von seiner ganzen Familie. ★ Herrn Leopold BRONNER, Giwataim, Gewastr 13, (Israel), zum 75ten Gebrutstag. Herr Bronner stammt aus Beuthen O/S. * Frau HERTHA BLOCH, Ewen Jehuda, (Israel) zur Ur-Enkelin. * Frau RUTH LOEWENBERG geb, Koppenheim, Haifa, (Israel) zur Bar-Mizva ihres 1, Enkels * Dr. JOSEPH WALK und Frau, Jerusalem, Raw Siedlung in die neuen Räume und wünschen ihm Freunden in Israel und der ganzen Welt, von Herzen alles Gute. ★ Dem Reise-Buero DR. HUR WITZ zur Uebersiedlung in die neun Raeume und wuenschen ihm weiter Erfolg in seiner Arbeit. * Frau ALICE FEILCHENFELD geb. Daniel, 1257 — 50th Str. Brooklyn, N.Y. 11 219 zur Bar Mizwa des Enkels und der Geburt des 1. Ur- Enkels. * Frau Towa TALALOY geb. BIRNBAUM, Gane Am bei Ramatajim (Israel) zum 75. Geburtstage. 17