Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1975
- Issue
- No. 37 (April 1975)
- Date
- 1975-04-01
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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SUCHANZEIGEN Gesucht werden Familien-Angehoerige von SILBERGLEIT aus Gleiwitz O/S. Der Vater war Immobilien-Makler. Zuschriften an Herbert Israel Jaron, Rischon le Zion (Israel). P.O.B. 459. * Wer weiss, auf welcher Strasse in Breslau sich das Kurzwarengeschaeft des Ehepaares RUBIN¬ FELD befunden hat und die Vornamen des Ehepaares? Zuschriften an Frau Mira Just. 31 163 Haifa (Israel) Derech Newe Schaanan 63. ■¥■ Wo befinden sich die Zwillinge HEINRICH u. JOSEF COHN, geboren 1926, oder 1927 frueher Breslau. Koernerstrasse, wohnhaft? Sie sollen sich in Israel befinden. Zuschriften an Frau Trude Preiss, Kirjat Motzkin. Haraw Kook Str. 86 (Israel) * ERNST MOSBACHER geboren am 31.5.1908 oder 1909, frueher Kassel, Koelnische Str. 92 gesucht von Frau Mini Jaehn, Kassel, West Germany, H A, Lippolzbergerstr. 1. * Dr. KONRAD KWIET, 1 Berlin 41, Bundes Allee 79a, (West Germany) sucht Unterlagen und Hinweise ueber die Taetlgkeit deutscher Juden in Widerstandsgruppen gegen das Nazi-Regime. * Gesucht werden die Nachkommen von Loebel RECHNITZ, geboren etwa um 1800 wahrscheinlich in Oberschlesien, Sohn von Michael Rechnitz. Loebel soll 7 Kinder gehabt haben. Eine Tochter hiess Flora und war mit Siegfried Schlesinger verheiratet. Wer waren die uebrigen Geschwister? Zuschriften an Frau Lotte Markowits-Muehsam, Ramat Chen Aluf Davidstr. 81 (Israel). * HERMAN MATZKE: Breslau im Jahre 1923 (1974, bei J.G. Bläschke, Darmstadt.) Das Jahr 1923 bedeutete für Breslau eine Zeit besonderer Spannung — eine Krisenzeit an Höhepunkt und Ende der Inflation. Aus diesem Grunde sind die 30 Berichte des in Breslau tätig gewesenen Verfassers an die “Ostdeutsche Morgenpost” in Beuthen O/S. eine plastische Rückblende, ein dokumentarisches Wertobjekt, wichtig genug, als Buch erhalten zu werden. Prof. Matzke, der massgebende Musikkritiker, dem die holde Kunst Herzenssache ist, gibt hier in seinen Aufzeichnungen Informationen über das Gesamtgeschehen der modernen Grosstadt Breslau. Es gelang ihm ein historischer Querschnitt durch Kunst, Musik, Wirtschaft, soziales und politisches Geschehen. Wichtig sind ihm Universität, Technische Hochschule mit allen wissenschaftlichen Ausstrahlungen, berührt wird ferner das blühende Musikleben der Stadt, gestreift wird ihr Aufschwung und ihre Entwicklung, interessant sind die menschlichen Begegnungen mit namhaften Persönlichkeiten jener Zeit. Und schliesslich geben manche kleine Notizen Gelegenheit, das Gesicht der Stadt, wie sie einst war, abzubilden. Der Verfasser gibt eine kenntnisreich ausbalanzierte und spannend geschriebene Physiognomie, bis zum Rande erfüllt von Beobachtung, von liebenswerten Beiträgen über die Stadt und ihre Menschen. Ein reizvolles Stück Geschichte ist hier festgelegt, für das man dem Verfasser dankbar ist. Julius Sachs. C E N T R A (Dachverband mitteleuropäischer Landsmannschaften in Israel) Unsere Mitarbeit in der CENTRA ist weiter rege und nehmen unsere Vertreter an den 2 mal im Monat stattfindenden Arbeits-Sitzungen teil. Ebenfalls beteiligen wir uns an allen Veranstaltungen der CENTRA und bei der Betreuung hier aus der Bundes-Republik eintreffenden Touristengruppen. Am letzten Halbjahr fanden folgende Grossveranstaltungen der Centra statt: 1. Deligierten-Versammlung mit Gedenkstunde fuer Rabbiner Dr. David Ochs, s.A. Tel Aviv, (frueher Koenigsberg-Leipzig). 2. Gedenkstunde des Neuten Novembers 1938 gemeinsam mit der Gemeinde Ichud Schiwat Zion Tel Aviv. 3. Rezitationsabend der bekannten Schauspielerin Orna Porath aus Werken von Heinrich Heine. 4. Beteiligung an der Abschiedsfeier des Botschafters der Bundes-Republik, Deutschland, S.E. Jesco von Puttkammer, wobei ein Vertreter der CENTRA warme Abschiedsworte sprach. . (Beteiligung ca. 500 Personen). 5. Chanukka-Feier, gesondert: a) Breslauer u. Oberschlesier b) Hannoveraner u. Kasselaner c) Leipziger. 6. Tu bi Schwat-Feier. (Neujahrsfest der Bäume). 7. Purim-Feier. 8. Einladung zu einem Auftritt eines Maedchen- Chors aus Glasgow (Schottland). 9. Touristengruppen -Betreuung. Hier sind u.a. folgende Veranstaltungen zu erwaehnen: a) Judgendgruppe der Goetheschule aus Kassel, die u.a. einen besonders erfolgreichen Folklore u. Chor-Gesangsabend im Rahmen des Verbandes ehemaliger Kasselaner in Israel gab. (Vorsitzender Ernst Freudenthal). Ebenso fand ein besonders schoener Abschiedsabend fuer dieselbe Gruppe in Zusammenarbeit mit der Folkloregruppe der Tel Aviver Stadtverwaltung statt. Zugleich war eine Touristengruppe aus Hannover anwesend, die im Rahmen des Verbandes ehemaliger Hannoveraner empfangen wurde. Zu gleicher Zeit erschien eine Gruppe der Kirchen-Gemeinde, Kassel, (Leiter Pfarrer von Knebel). b) Empfang einer weiteren Gruppe der Vereinigung fuer christlich-juedische Zusammenarbeit aus Marburg. c) Ausserordentlich gelungener Abschiedsabend fuer eine Gruppe des Prediger-Seminars, Hofgeismar, unter Anwesenheit des Rabbiners Jehuda Ansbacher von der Gemeinde Ichud Schiwat Zion. Ausser den offiziellen Veranstaltungen fuer die Touristen werden dieselben in Familien eingeladen und haben so Gelegenheit zu persoenlicher Kontaktnahme mit den in Israel wohnenden Menschen. 10) Vertreter der CENTRA hatten Besprechungen mit Vertretern des hiesigen staatlichen Fernsehens zwecks Herstellung eines Films ueber die Einwanderer aus Deutschland, der in diesem Jahre gezeigt werden soll. ERBEN GESUCHT Wer kennt oder kannte Frau RUTH GELHAR geb. Schneider oder deren Angehörige? Nachrichten erbeten an Rechtsanwalt Dr. Prager, Tel Aviv Allenbystr. 94 Tel: 61 17 67 nur vormittags. Ludwig Meidner Dichter, Maler und Cafes Erinnerungen, herausgegeben von Ludwig Kunz Verlag der Arche, Zürich Ludwig Kunz hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebenserinnerungen des 1884 in Bemstadt bei Breslau geborenen Malers Ludwig Meidner nach dessen Diktat aufzunehmen und herauszugeben. Meidners Schaffen hat in letzter Zeit eine beachtenswerte Renaissance durchgemacht. Wir begleiten in diesen Aufzeichnungen das buntschillernde Leben dieser grossen Persönlichkeit, die in Berlin und Paris vor dem 1. Weltkrieg lernte, lehrte, künstlerisch auf mehrfachen Gebieten tätig war und einen Kreis gleichgesinnter um sich scharte, von dem geistige Atmospähre, Flair oder wie man es nennen mag, ausging. Die bekanntesten Namen jener Zeit, die etwas Wesentliches zu sagen hatten, waren in dieser Geisteswelt mit Meidner seelisch verbunden. Welche Namen tauchten in jenem Kreise auf? Kerr, Baader, R. Hausmann, Rene Schickele, Flake, Rauscher, Weill, Lichtenstein, Berneys, Lasker-Schtiler, Hoddis, Wolfenstein, Werfel, Döblin u.a., auch sogar Reger fühlte sich zu diesem Gremium hingezogen. Es war ein Elite geistiger Menschen, die etwas zu geben hatten, die etwas zu sagen wussten. Aber nicht nur die Zusammenkünfte in den Berliner Literarischen Cafös mit musischen Menschen bilden den Inhalt des wertvollen Büchleins, die grosse starke Persönlichkeit Meidners zeigt sich in seinen Veröffentlichungen, in lichtvollen Gesprächen, in seinen Bildern und Portraits, aber auch in schriftstellerischer Tätigkeit. Wie malt und schildert er Paris, wie sieht er alles mit den Augen eines echten Künstlers! Das Euch zeigt neben einer vergessenen Welt die glitzernde Palette eines anerkannten Meisters, der die Farben wohl zu mischen wusste. Ludwig Meidner war ein Arrivierter. Julias Sachs SONDERSPENDE! Anlaesslich des 85. Geburtstags unserer unvergesslichen Mutter ESTHER JERESLAW geb. GOTTHEINER S.A. geb. Erew Pessah 1890 in Kempen gest. Rosch Chodesch Adar 1955 in Kiriat Bialik und des 100. Geburtstags unseres unvergesslichen Vaters NATHAN JERESLAW s.A. geb. 2. Juni (Ijar) 1875 in Kempen gest. 5 Aw. 1951 in Kiriat-Bialik von ihren Söhnen und Töchtern Enkel- und Urenkelkindem. Kiriat Bialik-Haifa, Pessach 1975 Herr Dr. W. S. MATSDORF, Jerusalem hat eine umfangreiche Studie Uber die “ Gross - Br ecsener” in Australien verfasst. Wir werden über diese interessante Veröffentlichung in unserer nächsten Nummer ausführlich berichten. WIR GRATULIEREN: Herrn Zahnarzt Dr. ALEX MEYER, Tel-Aviv zum 75. Dr. Meyer ist als ausserordentlich tüchtiger zuverlässiger Mensch beliebt und geschätzt. Er ist im Verband der Halberstädter führend tätig. Ad mea weesrim. 16