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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1974-09-01 · No. 36 (September 1974) · p. Seite 18

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1974
Issue
No. 36 (September 1974)
Date
1974-09-01
Page
Seite 18 (sequence 2146)
Language
German
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Auszug aus den Statuten: CHEWRASS “GMILUSS CHESSED UMISCHAN AWEILIM” e. V. (Krankenunterstü tzungs und Minjanverein Breslau) Postscheckkonto Breslau 70021 Geschäftsstelle: Freiburgerstrasse 15 I täglich ausser an Sabbathen, Sonn- und Festtagen von 10—12 Uhr geöffnet. Die Tätigkeit des Vereines erstreckt sich auf: 1. Besuch von Kranken, besonders solchen, die in Krankenhäusern (sowohl jüdischen als auch anderen) untergebracht sind. 2. Unterstützung verschämter Armer, die erkrankt sind, durch Beihilfe zu den Arztkosten, Medikamenten, Kräftigungsmitteln usw. 3. Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige. 4. Abhaltung von Minjonim in Trauerhäusern. a. Sefer-Thora, Gebetbücher und Schiwohbänke werden auf Wunsch unentgeltlich ins Haus gebracht und abgeholt. . b. Die Mitglieder sind verpflichtet, sich an den Minjonim ehrenamtlich zu beteiligen. c. Anträge auf Stellung von Minjan etc. sind an Herrn Obmann Gustav Unikower, Freiburgerstrasse 15, Tel. 20304 zu richten. Ferner unterhält der Verein eine Altbekleidungsstelle und bittet um Zuweisung von getragenen gut erhaltenen Kleidungsstücken. Es ist Ehrenpflicht eines jeden Juden, durch Erwerbung der Mitgliedschaft, den Verein in seinen echt jüdischen Bestrebungen zu unterstützen. Joseph Porat (Foerder) ZUM 65ten GEBURTSTAG Diese Zeilen gelten dem bescheidenen Joseph Porat, dem wir von dieser Stelle aus herzlichst gratulieren. Nach Absolvierung des bekannten Johannes- Gymnasiums in Breslau, jur. Studium, Referendar- Examen 1931, Herbst 1934 auf Hachschara in Berlin und später auf einem Landwirtschafts Gut bei Riga. Im Oktober 1934 heiratete er vor seiner Alijah Miriam geb. Goldschmidt aus Hannover. Seit 1935 in Ramot Haschawim (Israel) in den verschiedenen Zweigen der Landwirtschaft, als Maskir, Hauptbuchhalter der Korporative tätig, entstammen der Ehe 2 Söhne, die mit ihren Familien in Kfar Saba, leben. Schach-Karriere: 1926 Meister von Breslau, 1927 in Magdeburg “Deutscher Meister” 1930 — 1. Preis im Turnier in der Tschecho-Slowakei, Sieger über den späteren Weltmeister-Kandidaten Salo Flohr, 1931 und 1932 Meister von Schlesien, 6 Mal Meister von Palästina und Israel. Mitglied der Israel-Mannschaft bei 11 Olympiaden, Meister am 1. Brett. 1952 Verleihung des Titels “Internationaler Meister” seitens des Welt-Schachbundes. 1964 Sieger im Turnier um die “Meisterschaft von West-Asien”, anschliessend Teilnahme am “Interzonal Turnier” in Amsterdam. 1965 “Dow-Hos- Preis” der Stadt Tel-Afiv für sportliche Leistung. Joseph Porat ist viele Jahre hindurch Mitglied des Landes-Vorstandes des israelischen Schachverbandes und hat diesen bereits bei mehreren Jahres-Kongressen des Welt-Schachbundes, vertreten. Wir wünschen unserem lb. Jubilar weiterhin Erfolg in seiner grossen Arbeit. Wir sind stolz, dass gerade ein alter Breslauer In der Welt im Rahmen des Schachspiels solch grosses Ansehen geniesst. Ad mea weesrim. Raw Ifzchak Har-Schoschanim (ROSENBERG), 70 JAHRE ALT Im Leben eines jeden Volkes spielen die Jugenderzieher eine wichtige Rolle. Sie sind es, die der Jugend den Weg ins Leben weisen, sei es in nationaler, oder religiöser Richtung. In allen Kulturstaaten hat man dies erkannt. Aber hat man auch immer diesem wichtigen Berufsstand die nötige Achtung und Anerkennung entgegengebracht? Wer erinnert sich nicht des Wortes vom armen Dorfschulmeisterlein, oder an die Kämpfe speziell der jüdischen Lehrer-Verbände in Deutschland gegen die “Gemeinde-Gewaltigen?” Wie beschämend war manchmal die Behandlung eines gebildeten Religionslehrers durch den von Bildung weit entfernten Gemeinde-Vorstand. G.s.D. sind diese Zeiten vorüber und man bringt heute diesem Berufsstand die ihm gebührende Achtung entgegen. Man schätzt den Einfluss, den er auf die Entwicklung unserer jungen Generation hat. Zu den vielen, die in stiller Arbeit in diesem Beruf tätig sind und darin Erfolg haben gehört auch Raw Jitzchak Har-Schoschanim (Rosenberg), geboren am 15. Tamus 1904 in Lodz (Polen), besuchte er seit seinem 3. Lebensjahr den Cheder und daran anschliessend verschiedene Jeschiwoth wie Telsch, Lida, Jeschiwa von Raw Reines sei. And. Er gehörte zu den hervorragendsten Schülern daselbst. Von 2 hervorragenden Thora-Gelehrten, Raw Langleben s.A. und Raw Zitronenbaum s.A. erhielt er die rabbin. Autorisation (Smicha). Seit seiner frühesten Jugend betätigt er sich in der zion. Bewegung. Schon früh ging er nach Deutschland und erwarb sich am Würzburger Lehrer-Seminar die Religionslehrer-Prüfung, machte als Externer das Abitur und war mehrere Jahre Hörer an der Heidelberger Universität. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich zunächst in Worms a/Rhein als jüd. Religionslehrer. Er gründete in Worms die erste Zionistische Vereinigung und ging dann nach Mannheim, wo er sich der Förderung durch Rabb. Dr. Unna s.A. erfreute. Er war dann Hilfsrabbiner in Heidelberg und wanderte im Jahre 1934 in Erez Israel ein. Hier war er Lehrer an einer Schule in Petach Tikwah und versieht als Nachfolger von Rabbiner Dr. Michalski s.A. rabb. Funktionen in der Adass Jeschurun Synagoge in Tel-Aviv. Wir gratulieren ihm zu seinem Geburtstag und wünschen ihm, dass er mit seiner Gattin Freude an seinen 3 Söhnen, die alle hervorragende Talmudisten sind, erleben möge. Bis 120! Erwähnt sei noch, dass vor kurzem der erste Band eines Werkes erschienen ist, das von seinen tiefgründigen Kenntnissen Zeugnis ablegt. Otto Elieser Isaak, Tel-Aviv King Georgestr. 58 Melodien die Freude bereifen KLASSISCHE UND MODERNSTE SCHALLPLATTEN in grosser Auswahl warten auf Sie RADIO - UNION H. W. ROBERT (früher Breslau) Tel-Aviv, Dizengoff Str. 116, Tel. 248526 n a > w ni« sTc"^"n"7 I g e n aam mm mm av Mtr mm mmt mm mm mm mm Wer weiss den Wohnsitz von RUDI SCHUF- TAN, Sohn von Gisa (Gisela) Schüftan geb. Fröhlich und Hugo Schüftan, wohnhaft in Breslau, Augusta Str. 11, Gartenhaus. Zuschriften bitte an Frau Gerda Levy, geb. Schüftan, Haifa, Schikma Str. 6, (Israel). ★ Wer war verantwortlich im Aufträge der Secharja Frankel Loge, Breslau, für den Ankauf einer Fläche in dem damaligen Palästina in den Jahren 1929 bezw. 1930? Eilige Zuschriften, auch von Miagliedern der Secharja Frankel Loge an RA KITRON, Tel-Aviv, Levontinstr. 30. Wo befindet sich ARTHUR LEVINSOHN aus Beuthen O/S, der mit Arthur Glücksmann bei der Firma F. Reichel in Beuthen, arbeitete? Er muss heute ca. 66 Jahre alt sein, soll seinerzeit nach Palästina ausgewandert sein. Meldungen an: WERNER SCHÜMM, Ejn Harod, 18965. ★ MAX GOLDSTEIN, Sohn von Julka geb. Pinkus aus Gleiwitz, Vorname des Vaters Kurt (?) Hatten ein Holzgeschäft. Der Name der Holzfirma war “Schalscha”. Zuschriften an Frau PAULA FREITAG, Tel-Aviv, Gordonstr. 32, Israel. * Wer kann bezeugen, dass IRENE GALEWSKI im Jahre 1928 bis 1929 bei der Fa. J. J. Beyer, Breslau, Antonienstr. 2/4 (Pokoyhof) angestellt gewesen ist und dass man für sie Marken für die Bundes-Versicherung geklebt hat? Zuschriften an: Frau Irene Mamroth geb. Galewski, Bat Jam, Ramat Josef, Rh. Hadadi 19, (Israel). ★ Wer weiss Bescheid über RUTH STEINER geb. am 2 Juni 1924 in Breslau, Aufenthaltsort bezw. wo sie geblieben ist? Zuschriften an den Verband ehemaliger Breslauer, Ramat-Gan, Mazadastr. 27 (Erich Lewin). ELSE LEWKOWITZ GEB. HORWITZ ZUM 75ten GEBURTSTAG Es ist uns eine besondere Freude, unserem langjährigen Mitglied und unserer Freundin, Frau Else Lewkowitz von dieser Stelle aus unsere allerherzlichsten Glückwünsche zu übermitteln. Wir kennen sie von Breslau aus und bewundern immer wieder ihre ausserordentlich grosse Tätigkeit, die sie in den verschiedenen Zweigen bezw. Institutionen, bis zu ihrer Pensionierung geleistet hat. Keine Arbeit war ihr zu schwer, kein Weg zu weit, keine Stunde zu früh, oder zu spät. Hingebungsvoll hat sie ihr Amt verwaltet, trotzdem sie schwere Einwanderungsjahre — wie viele von uns — erleben musste. Ihr Mann, Secharja Lewkowitz, der leider schon viele Jahre nicht mehr am Leben ist, war ein ausserordentlich feiner Charakter, gepaart mit einer hervorragend ausgebildeten Stimme, die schon in Breslau Aufsehen erregte. Ob auf der Bühne, oder als Chasan zu den Jamim Noraim, immer war es ein Erlebnis Lewkowitz zu hören. In der Oper von Edith de Philipps gab er von Anfang an durch sein Auftreten der damals schwer ringenden Oper seinen Stempel. Else Lewkowitz geniesst die Pensionierung, insbesondere durch die ausserordentlich grosse Liebe ihrer Tochter und deren Familie. Das innige Band, das sie alle verbindet, ist vorbildlich. Wir wünschen dem Geburtstagskind, dass sie noch viele, viele Jahre in körperlicher und geistiger Frische mit ihren Lieben sich erfreue und erwarten sie in der Wintersaison bei unseren Veranstaltungen. Wir freuen uns immer, sie zu sehen. 18

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