Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1974
- Issue
- No. 36 (September 1974)
- Date
- 1974-09-01
- Page
- Seite 17 (sequence 2145)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Otto Hecht geboren 1907 in Mannheim, studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Heidelberg, Freiburg und Berlin. Er wanderte nach landwirtschaftlicher Hachscharah 1935 in Erez Israel ein, war Chaluz in Kibbutzim und lebt seit 1937 als Landwirt in Gan-Haschomron. Uber seine Gedichte schrieb ihm Max Brod u.a.: "... Aus irrationalem Drang sind ’ sie (die Gedichte) entstanden, der Ratio beugen sie sich nicht. Was soll da ein ‘Urteil’ bedeuten? Ich kann nur sagen, dass mich da und dort einige Zeilen überraschend tief angesprochen haben, — manchmal auch ein ganzes Gebilde, eine ganze Strophe, besonders jene, in denen von Tieren die Rede ist und in denen die Frauenseele gepriesen wird.” Als ich zur Schule ging, Lehrte die Lehrerin, Dass Gott ein einzig geistig Wesen sei; Ich musste es wie alle Kinder Zehnmal ihr wiederholen; Du hast gelehrt mich, Schöpfer, Dass du hören kannst, Du hast gelehrt mich, Schöpfer, Dass du hören kannst, Das du verzeihen kannst, Dass du helfen kannst, Dass du lieben kannst, Und wie die Lehre meiner Lehrerin Dein einzig reines schöpferisches SEIN, Dein herrlichstes Geschenk des Lebens atmet: “Den mütterlichen Friedenssegen” Für die Mutterlosen. In dieser Wurzel DEINER Ewigkeit Sind alle Stufen zu dem Throne Deiner Herrlichkeit. Der alte Chumi auf dem alten Hofe Hält fünzehn Jahre Wache vor dem Hühnerstall, Blicket zerwaschen von den kalten Regennächten Mit seiner Augen Tiefe mir ins Herz. Er hat sein gutes Essen, Trinken, seine Schlechte Hütte, Doch fehlt zum Dasein ihm ein wenig Liebe; Find ich zur Quelle seiner Einsamkeit, Legt er sich in des Atems tiefem Kummerklang Zum Schlafen auf die kalte Erde. Wer hat ein Recht, das treue Tier zu quälen? Die Liebe zu den Tieren hat uns G”tt befohlen. Meinem guten Freunde und langjährigen Hausarzt, dem Internisten Dr. ERICH LASOWSKI in Kirjat Motzkin herzlichste Glückwünsche zur Genesung nach schwerer Krankheit und weiterhin erfolgreiches Schaffen zum Wohle seiner dankbaren Patienten. OSCAR GRAU und Familie Kiryat Schmuei — Haifa Unserem lieben und guten Freund PAUL FALKENBURG in Kiryat-Haim — Haifa zum 70ten Geburtstag bis 120 in Freuden herzlichste Segenswünsche und EIN GUTES JAHR PAULA und OSCAR GRAU Kiryat Schmuei — Haifa Hunderte wollen in ein Elternheim Berücksichtigt man die grosse Zahl an ständig zunehmenden Voranmeldungen für einen Platz im Elternheim, so ist es vordringlich, dass weitere Möglichkeiten dieser Art und Gelder dafür bereitgestellt werden. Den Städten im Lande fehlen meist die Mittel dafür. Deshalb müssen Wohlfahrts-Institutionen einspringen und helfen. Vorbedingung hierfür wäre, dass die Städte Grundstücke zur Verfügung stellen. Landsmannschaften und einschlägige Verbände würden derartige Heime und Pflege-Zentren mit finanzieren helfen, auch Spenden aus der Bevölkerung und Wirtschaft sollte zurückgegriffen werden können. Man könnte auch Banken für eine solche Altenhilfe interessieren. Das ist das grosse Plus der freien Wohlfahrtsverbände, denn die Finanzgewaltigen der Städte können nicht sammeln gehen. Die Verbände müssten daher ihr Möglichstes tun, um der Stadt und damit ihren alten Menschen zu helfen. Man hört, dass sich irgendwo im Ausland 3 bis 5 Ortsgemeinden zusammengetan haben, um gemeinsam ein Elternheim zu schaffen. Mit Eigenkapital, Hypotheken und Beihilfen sozialer Subventionen für den Betrieb derartiger Elternheime zu Gunsten der Heiminsassen (weniger Miete), mit kleinen Aufschlägen bei Lotto, Toto, Erlass bestimmter Steuern wäre so etwas schneller auf die Beine zu stellen. Und schliesslich können Neubauten von Hotels auf diese Sache umgestellt werden. In diesem Sinne sollte der Wunsch von Dr. Wilhelm Freyhan sei. And. der Erfüllung nähergebracht werden. Brüderliche Hilfe unserer Gesellschaft für unsere Alten ist die beste und einzige Lösung, Menschen, die sich dem biblischen Alter nähern, sozial beizustehen. Dafür muss Geld da sein und beschafft werden! Keiner sage: “Es geht nicht oder, was geht das mich an?” Es gibt kein “Ich kann nicht”, ...Und es geht Jedem an. — Wir kommen alle einmal in die gleiche Lage. Julius SACHS, Tel-Aviv Ernst Cohn zum 80. Geburtstag (Rechowoth) Als alter Breslauer und guter Freund unseres Verbandes gebührt ihm diese Ehrung. Wir geben nachstehend Stichpunkte aus seinem Leben: Kathol. Realschule am Nicolaistadtgraben absolviert, bei Arnold Karfunkelstein gelernt, August 1914 an der franors. und russ. Front, 4 mal verwundet, als Vice-Feldwebel im Jahre 1919 entlassen, sofort vom Kommerzienrat Jandorf persönlich als Etagenchef K.d.W. Berlin, angestellt, bis zu seiner Einwanderung 1934 in den Warenhaus-Konzernen Wertheim — Hermann Tietz — Conitzer-Tietz, immer in leitender Stellung. 1923 mit Paul Loebe und dem Abgeordneten Haas in Stuttgart das “Reichsbanner” mitbegründet. In Palästina als Strassenarbeiter in Rechowoth angefangen, Sekretär der Hitachduth Oleh Germania in Rechowoth. Mit Dr. Krolik an der Gründung des Schikun Havazeleth bei Rechowoth mit 15 Siedlern aus Deutschland beteiligt. Seit 1935 in der Haganah tätig, ist Ernst Cohn neben seiner schweren Arbeit immer ehrenamtlich in allen Sparten der Sozial-Fürsorge bewährt. Sein Bruder ist der bekannte Oberkantor Richard Cohn in USA, früher in Gleiwitz. Wir wünschen ihm und seiner Gattin, sowie der weiteren Familie einen zufriedenen und gesunden Lebensabend, geehrt von seinen Freunden und Bekannten und unserem Verband. WIR GRATULIEREN: Herrn Rektor i.R. Hermann GRAMATTE, Augsburg 89, Maximilianstr. 17, (West-Germany) zum 90. Geburtstag. Hermann Gramatte war in Breslau der bekannte Schul-Direktor und ausgezeichnete Pädagoge und später in Augsburg Stadtrat. Wir wünschen ihm auch weiterhin dieselbe geistige und körperliche Frische, die ihn veranlasste, noch im vorigen Jahr Breslau und Schlesien zu besuchen. Wir stehen mit ihm in Israel als Mitglied unseres Verbandes in ständiger Verbindung und dankbar erinnern sich seine Schüler an ihren so freundlichen und begabten Erzieher. ★ Frau NORA FALK geb. Sandberger, Haifa, — Achusa, Witkinstr. 42, zur Hochzeit ihres Sohnes Jedidja. * Herrn ALFRED SCHÖNGUT, T.A. Weiselstr. 11, zum 70ten Geburtstag. Herr Schöngut ist seit frühester Jugend immer für die Interessen der verschiedensten Gemeinschaften tätig und an allem, was Arbeit für das Wohl der Gemeinschaft angeht, immer bereit, zu helfen. Wir wünschen ihm mit seiner Gattin viele gesunde Lebensjahre. * Herrn Professor HANS CHANOCH MEYER, Haifa und seiner Gattin zur Vermählung ihres Sohnes Rafael. ★ Herrn ERNST COHN, Rechowoth zum 80ten Geburtstag. Weiter geistige und körperliche Frische für seine, so wichtige soziale Arbeit. ★ Herrn LEOPOLD SALOMON, Bat-Jam nachträglich zum 80ten Geburtstag und viel Glück zur neuen Wohnung. ★ Herrn PAUL FALKENBURG, Kirjat Chaim, Haifa, zum 70ten Geburtstag. * Herrn OTTO ANSPACH, San Francisco, USA, nachträglich zum 80ten Geburtstag. ★ Familie MAX und LUCIE BORINSKI, Sde Warburg, zur Geburt der Ur-Enkelin. ★ Herrn RA. ARON FREUND, Bne Berak, Nachumstr. 7, zur Ernennung als Richter in Tel- Aviv. Aron Freund ist mit Miriam geb. Hasgall, früher Stuttgart, verheiratet und sie ist in jeder Hinsicht seine treue Lebensgefährtin und entstammt der bekannten und beliebten Familie Hasgall. Aron Freund ist der Sohn unserer Mitglieder: Mosche Martin Freund und seiner Ehefrau Dr. Rachel Freund, Jerusalem — Bajit Wegan, Rechow Usiel 7. SOCIETY OF FRIENDS FROM BRESLAU, New York, N. Y. wünscht allen Mitgliedern und Freunden in aller Welt, ein gesundes, zufriedenes und erfolgreiches Neues Jahr. NACHBEMERKUNG ZU JOSEF MEYER Die Kinder des Heimgegangenen haben ihren Vater veranlasst, alle Frankfurter Melodien des Synagogen-Gesanges etc. auf Tape aufzunehmen. Das Verdienst dieser Söhne ist gewaltig, da durch diese Tat der Nachwelt die besonders althergebrachten Melodien der einst blühenden Frankfurter Israelitischen Religionsgesellschaft, Friedberger Anlage, erhalten sind. 17