Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1973
- Issue
- No. 34 (September 1973)
- Date
- 1973-09-01
- Page
- Seite 16 (sequence 2092)
- Language
- German
- Belongs to
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Treffen der „Centra" am Sonntag, den 20 Mai 1973 (Lag Beomer) in Schoresch Der Beschluss des Vorstandes der “Centra” ln diesem Jahre ein Treffen der Centra mit den ihr angeschlossenen Landsmannschaften in Schoresch bei Jerusalem zu veranstalten ist am Lag Beomer den 20. Mai ausgeführt worden. Nach rechtzeitiger Fühlungnahme mit den verschiedenen Landsmannschaften in Haifa bei einer Sitzung, die einige Wochen vorher in der Mensa des Technikums stattfand ist nach Verhandlungen mit Haifa beschlossen worden, eine Annonce in der deutschsprachigen Presse des Ausfluges wegen zu veröffentlichen in der die Vorverkaufsstellen zur Kenntnis gebracht werden sollen. Ausserdem hat man Rundschreiben, jede Landsmannschaft für sich, insbesondere für Haifa und Umgebung herausgesandt, und wir können heute sagen, die Veranstaltung ist sehr gut gelungen. Insgesamt waren 167 Teilnehmer aus Tel-Aviv, Haifa, Jerusalem und auch aus anderen Orten des Landes. Hätten wir in Jeruschalajim einen Verbindungsmann oder ein Commitee, wären von dort noch mehr Menschen erschienen. Herr Dr. Kaufmann ist nach dem Treffen nach Jerusalem gefahren, wo er im Laufe von 3 Tagen Fühlung nahm mit Menschen, die J. bearbeiten sollen. Cm 9 Uhr vormittags waren die 2 Autobusse in Tel-Aviv am Hechal Hatarbuth voll besetzt und es fuhren noch einige Privatwagen, um in Schoresch die letzten Vorbereitungen zu treffen. Für den 1. Wagen war Herr Looser, für den zweiten Autobus die Herren, Egra, Brünell sowie Lewin verantwortlich. Die Stimmung unterwegs war sehr gut. Das Wetter sehr günstig und wir trafen gegen 10 Uhr 15 vormittags von Tel Aviv kommend in Schoresch ein. Herr Ernst Freudenthal mit Gattin nahmen Herrn Dr. Kaufmann mit Frau und Frau Mirjam Lewin mit, um vorher in Schoresch zu sein. Gegen 11 Uhr trafen die Haifaer mit einem Autobus ein, die eine 3 stündige Fahrt hatten. Sie waren ermüdet und wir gaben ihnen eine Ruhepause, um sich auszuruhen. Von Haifa kam Herr Pastor Achenbach mit, der seit vielen Jahren als Freund Israels und insbesondere der Leipziger bereits grosse Gelder für Israel zusammenbrachte. Er ist Pastor in Bad Krozingen. Er war mit seiner Gattin erschienen und stand unter der Betreung von Herr Dr. Me Sahaw (Goldwasser) und seiner Frau. Gegen 11 Uhr 30 Minuten vormittags bewegten sich die Autobusse in den Jaar Kedoschim, wo ein ganz besonders eindrucksvoller Tekes (Zeremonie) stattfand. Dr. Kaufmann eröffnete mit herzlichen Worten die Gedenkstunde, die alle Jahre von den Kölnern in dem Jaar Kedoschim am Lag Beomer stattfindet und diesmal in grösserem Maasse von der Centra veranstaltet wurde. Er wies darauf hin, dass die Breslauer als Anfang 50 Bäume pflanzen werden aber das dies diesmal wegen des Schmittajahres nur symbolisch stattfindet und der Betrag von den Breslauern für diese 50 Bäume erlegt wird. Erich Lewin vom Verband der Breslauer sprach das Gebet der Baumpflanzung, das vom Keren Kajemeth herausgegeben wird. Herr Dr. Kaufmann hat dazu eine Essenz der deutschen Übersetzung gemacht, die Lewin ebenfalls vortrug und die einen nachhaltigen Eindruck hinterliess. Herr Rabbiner Dr. Hans Chanoch Meyer aus Haifa verstand es, in seinen Worten die Stimmung des Lag Beomer in der Galuth und in Israel darzustellen, Worte, die von Herzen zu Herzen gingen. Nur eine halbe Stunde dauerte die Feier und so litt sie nicht unter der Fülle der Reden. Gegen 12 Uhr 45 begann das gemeinsame Mittagsmahl, das in guter Stimmung, grosser Disziplin verlief und schnell gereicht wurde. Es war ein schöner Anblick fast 170 Personen geordnet sitzen zu sehen, es wurden Anwesenheitslisten herumgereicht, um die Menschen zu erfassen* die gekommen waren, es wurden die Zeitungen des Breslauer Verbandes gratis übergeben, da auch dort Veranstaltungen der “Centra” erscheinen und man so ihre Arbeit kennen lernen kann. Nach dem Hauptgang, alles milchig dem Wetter entsprechend, begrüsste Dr. Kaufmann die Anwesenden und gab Herrn Pastor Achenbach das Wort, der früher aufbrechen musste, da er andere Verpflichtungen noch hatte. In sehr warmen Worten zeigte Pastor A. seine Arbeit und die seiner Mitarbeiter, die bereits für die Ahawa in Haifa, dem Elternheim der Leipziger in Rechowoth und einem neuen Heim für Kinder grosse Spenden eingebracht haben. Mit der Verlesung des 23. Psalmes schloss er seine warmen, eindrucksvollen Worte. Herr Dr. Kaufmann begrüsste den Vertreter des deutschen Botschafters Jesko von Puttkammer, der verhindert war am Kommen und an seiner Stelle Herr Botschaftsrat Dt. Hoffmann- Löss der wiederum seine Freude zum Ausdruck brachte, dass er an dieser Feier teilnehmen konnte und die Grüsse des Botschafters übermittelte, die er mit freundlichen Worten begleitete, die die Arbeit der “Centra” würdigten. Sodann sprach — in launiger Weise anfangs Rabbiner Israel Loewenstein, kein Unbekannter in der Centra, der aus Jerusalem mit seiner Gattin erschienen war und sodann überging auf den 100. Geburtstag von Rabbiner Leo Baeck. Insbesondere wies er darauf hin, dass wir verpflichtet sind,, der Jugend, der kommenden Generation die Werte des ehemals blühenden mitteleuropäischen Judentums zu übermitteln, ihr davon zu erzählen und sie verstehen zu lassen, was dieses Judentum geleistet hat. Seine Rede . wurde ebenfalls mit grossem Beifall aufgenommen. Bei dieser Gelegenheit berichtete Dr. Kaufmann von einem Treffen von etwa 25 Jugendlichen im Alter von 17 bis ca. 35 Jahren, die sich vor kurzer Zeit auf das Inserat von Herrn Looser meldeten und mit denen eine rege Aussprache in den Rauemen der Bne Brith Loge in Tel Aviv anbahnte und die trotz ihrer Jugend in deutscher Sprache sich bemühten, Dinge zu klären, die vielen unserer Jugendlichen nicht bekannt sind bezw. sie ablehnen in sich aufzunehmen. Man erwartet von dieser Arbeit noch Erfolge. — Herr Schupler aus Haifa, der rührige Initiator und fleissige Arbeiter der Ortsgruppe Haifa der Kölner u. Rheinländer, der dort auch die Kulturarbeit für den Irgun Oley Merkas Europa macht, dankte den Veranstaltern für ihre Mühe und Arbeit und den gelungenen Tag. Das gemeinsame Benschen (Birkat' Hamason) wurde von Erich Lewin vorgenommen, begleitet von dem Mitsingen aller Teilnehmer in würdiger, traditioneller Weise. Zum Schluss wies Herr Dr. Me Sahaw (Goldwasser) vom Verband der “Leipziger auf das am 10. Juni 1973 in den Gil Sälen, Tel-Aviv, Gordonstr. 34 stattfindende 20 jährige Stiftungsfest der Leipziger hin und lud die Anwesenden ein daran teilzunehmen. Am Vorstandstisch sassen die Herren Freudenthal (Kasseler), Egra, (Hannoveraner), Lewin (Breslauer und Schlesier), Dr. Kaufmann (Kölner und Rheinländer), Berliner (Hannoveraner), Botschaftsrat Dr. Hoffmann — Löss von der Deutschen Botschaft, Kornfeld und Getz von den Oberschlesiem. Herr Dr. Me Sahav von den Leipzigern verzichtete auf den Sitz am Vorstandstisch, da er mit Pastor Achenbach zusammen sein wollte. Nach dem Absingen der Hatikwah schloss gegen 3 Uhr 30 das Treffen. Es muss vermerkt werden, dass die Gedenkstunde im Walde zu Ehren “der Märtyrer unter dem Naziregime” gestanden hat. Alle Teilnehmer waren von diesem Treffen befriedigt und es soll der Auftakt zu weiterer Arbeit und Zusammenarbeit im Lande sein. Das ist der Zweck und der Sinn dieses Tages gewesen. Nachbemerkung: Sollte wieder ein Treffen der Landsmannschaften im Rahmen der “Centra” veranstaltet werden, so muss den Teilnehmern Gelegenheit gegeben werden, sich mehr gesellig zusammenzusetzen, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Das kann aber nur sein, wenn das Programm auf ein Kurzreferat eingestellt wird und dann einige Stunden den Einzelnen für Aussprache bezw. Plauderei zur Verfügung stehen. Man hat aus der Anwesenheitsliste am späten Abend erst ersehen, wer eigentlich da war und es haben sich bestimmt Leute gefunden, die gar nicht wussten, wohin ihre Freunde gekommen sind. Der 20. Mai 1973 (Lag Beomer) kann aber als voller Erfolg für die Arbeit der Centra gebucht werden. * GEBET BEI DER BAUMPFLANZUNG Unser Vater im Himmel, Erbauer von Zion und Jerusalem Gründer der Souveränität von Israel. Schau herunter auf uns und erhöre unser Gebet. Segne Dein Volk Israel und das Land, das Du uns zurückgabst, So wie Du unseren Vätern es zugesagt hast. Finde Wohlgefallen an Deinem Lande, oh Herr. Segne es mit Deiner Güte und Gnade, Spende ihm Tau und Regen, auf dass alle Pflanzen und Bäume Zum Guten und schönen gedeihen. Stärke die Arme unserer Brüder, die im Schweisse ihres Angesichts mühevollen heiligen Boden bearbeiten, Damit das wüste Land wieder ein fruchtbarer Garten wird. Das Werk ihrer Hände, fördere Du es, das Werk ihrer Hände finde Deine Huld. AMEN Crk. «J«£E ii2P J Willst du gute Speisen speisen, | lasse dich zu TCHELET weisen. | Ob es Chuppe oder Briss,! Eine Sache ist gewiss: % Waller weiss auf alle Fälle, I wie er dich zufrieden stelle. | Glaub mir, wenn ich dir erkläre, — J Dort das Fest hat Athmosphäre! { „TCHELET" | TEL-AVIV, SHEINKINSTR. 59. | TEL. 22 05 45 | fl a 1 ü 71 3 V I I I I I I I I I I I i i Redakteur: ERICH LEWIN Druck.: “OT”, Tel-Aviv, Wolfson Str. 48 Tel. 82 67 84 Mitgliedsbeiträge jährlich: 18.— IL in Israel 10 $ im Ausland 16