Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1973
- Issue
- No. 33 (April 1973)
- Date
- 1973-04-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LESERBRIEF „Münzen im Spiegel der Geschichte" Das von dem führenden Israelischen Numismatiker Arie KINDLER geleitete Tel-Aviver Münzmuseum ist ein Bestandteil des in Ramat-Aviv gelegenen “Museum Haaretz”, einem Terrain mit Ausstellungs-Pavillons, in denen ausgegrabene Schätze des Landes zur Schau stehen. Vom Eingang des Museumskomplexes führt der Weg vorbei an den Überresten einer Weinpresse aus alter Zeit zu dem im Jahre 1962 gegründeten “Kadman Münzmuseum”. Hier kann man in einem rund angelegten Raum die Entwicklungsgeschichte des Zahlungswesens von den frühen Anfängen bis zur Gegenwart verfolgen. Beginnend u.a.) wie bereits aus ägyptischen Grabmalereien aus dem 15. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung ersichtlich, ging man später zu Metall in verschiedenen Formen (Schmuck, Handwerkzeug u.a.) über, den Wert durch Abwiegen feststellend, wovon ein Modell assyrischer Waagen Zeugnis ablegt. Den Objekten aus Metall folgt schliesslich die geprägte Münze. Man sieht alte griechische Exemplare aus dem 6. Jhdt. v., wie sie in den griechischen Städten Kleinasiens, in Griechenland selbst und den Kolonien in Gebrauch waren. Sehr instruktiv veranschaulicht ein Modell die Münzprägerei in der Zeit von 300 v. bis 300 unserer Zeitrechnung. Von den griechischen Münzen des 5. und 4. Jhdts. v. ist die bekanteste die '‘Tetradrachme” mit dem Eulensymbol, damaliges Zehlungsmittel im östlichen Mittelmeergebiet. Auch das Persische Reich, Alexander der Grosse und sein Vater Philipp II., sind durch Münzen vertreten. In jüdischer Sicht interessieren besonders Münzen der hellenistischen Periode vom 3. bis 1. Jahdt. v., Herrscherportraits der Ptolomäer (Ägypten) und Seleuciden (Syrer) tragend, die zu dieser Zeit das Land beherrschten. Nun gelangt man zu den Prägungen in Eretz Israel vom 4. Jhdt. v. bis zum 3. unserer Zeitrechnung. Im 4. Jhdt. v. waren im Küstenstrich um Gaza athenische, von griechischer und östlicher Kunst beeinflusste Münzen, teils lokaler Imitation, im Umlauf, die man als “griechisch - phönizisch” bezeichnete — im Gegensatz zu den “jüdischen”, die in der gleichen Periode in Judäa entstanden und als die frühesten jüdischen Präggungen gelten. Die ersten Münzprägungen jüdischer Könige sind die Hasmonäermünzen, die in fast kompletter Serie vertreten sind und hebräische und griechische Inschriften tragen. Nur auf der Münze des letzten Hasmonäerkönige ist die Menorah, der siebenarmige Leuchter, zu sehen. Portraits jüdischer Könige gibt es nur in der Heriodiandschen Periode, wo die Inschriften nur griechisch gehalten sind. Die Münzen des Jüdischen Krieges enthalten die berühmten "dicken” Schekel sowie die Bronzemünzen “Jahr 4 der Erlösung Zions”. Gleichzeitig sind die Münzen der Prokuratoren, der römischen Gouverneure Judäas in der ersten Hälfte des 1. Jhdts., zu sehen. Nach dem Siege über die Juden brachten die Römer die berühmten “Judaea Capta”-Münzen heraus, von denen das Museum die verschiedenen im Lande selbst sowie in Rom und anderen Prägereien des Römischen Reiches entstandenen Typen zeigt. Die im Hinblick auf Embleme und Inschriften interessantesten und schönsten Münzen stammen aus der Zeit der Bar Kochba-Aufstände (132-135), die die Periode jüdischer Münzprägung abschliessen. Nach dem Bar Kochba-Kriege gaben noch Städte in Eretz Israel eigene Münzen heraus, die im ganzen Lande zirkulierten. Von diesen “Aelia Capitulina” (Rom-Jerusalem) - Münzen besitzt das Museum die grösste in der Welt bestehende Sammlung. Es folgen dann Münzen der römischen Periode und der Reiche, die Eretz Israel während der zweitausendjährigen Diaspora beherrschten. Die römischen Münzen sind bemerkenswert durch die Portraits der Kaiser und -ihrer Frauen sowie durch interessante Prägungen auf den Rückseiten wie die Trajansbrücke über die Donau, das Koloseum in Rom, der Hafen von Ostia u.a. Von byzantinischen Münzen gibt es eine Gruppe, die in Eretz Israel bis zur Eroberung durch die Araber im Jahre 636 im Umlauf war, während eine zweite Gruppe in Kleinasien vom 8. bis 14. Jhdt. gebräuchliche Münzen enthält. Moslemischen Prägungen bis zur Kreuzfahrerzeit folgen die Kreuzfahrermünzen, deren Anordnung den Weg veranschaulicht, der die Eroberer ins Heilige Land führte: Antiochia — Edessa — Jerusalem. Neben den Münzen “Lateinisches Königreich von Jerusalem” sind Prägungen anderer Eroberungsgebiete zu sehen. Es folgen moslemische, sodann ottomanische Münzen und schliesslich Merkmale der vergangenen 100 Jahre, Erinnerungsmedaillen an die Frühzeit jüdischer Besiedlung (Mikveh Israel, Sikron Jaacov, Petach Tikva, Rechovot) und Jerusalemer Wohlfahrtsmünzen. Interessanterweise galten hier im Lande in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkriege britische, österreichische, russische und französiche Münzen als legale Zahlungsmittel. Abschliessend werden moderne Israelmünzen denjenigen früherer Zeiten gegenübergestellt, um zu demonstrieren, dass Embleme alter jüdischer Münzen auf Prägungen ün heutigen Jüdischen Staat Wiedererstehen. Der Museumsdirektor Arie Kindler, dem die ansprechende und übersichtliche Anordnung der Austeilung zu danken ist, wurde von dem früheren Gouverneur der Bank Israel, David Horovitz, der eine bedeutende Sammlung alter jüdischer Münzen für die Staatsbank anlegte, beauftragt, diese zu katalogisieren. Der kürzlich erschienene Katalog (“Münzen Eretz Israels” - Sammlung der Bank Israel) findet allgemeine Anerkennung, da er nicht nur eine Stütze für Numismatiker darstellt, sondern durch historische Erläuterungen der verschiedenen Münzkategorien auch Laien dieses Gebiet zugänglich macht — ein interessantes Gebiet, für das sich nach einem Museumsbesuch das Interesse vertieft. Nur ein kleines Museum ist es, umfasst aber eine grosse Zeitspanne unserer Geschichte. Miriam Kuttner, Tel-Aviv Chowewe Zionstr. 44 Sehr gerne sende ich Ihnen eine Schilderung über meine Arbeit als Präsidentin des Senior- Citizen Club in Amerika. Wir wohnen in einer Co-Operative, die zufälligerweise 95% jüdisch ist. Es sind identische Häuser, verbunden mit Rasenplätzen und Bäumen. Wir wohnen nahe beim Meer und — da wir von downtown New York ungefähr durch eineinhalb Stunde Untergrundbahnfahrt getrennt sind — fühlen wir hier! näher und freundlich gesinnter zu einander, als andere Mieter in den überaus grossen Mietshäusern. In unseren 6 Gebäuden wohnen ca. hundert Senior Citizen, in den 60—70- und 80er Jahren. Als wir vor 12 Jahren einzogen, spürte ich die Notwendigkeit, ein Senior-Club zu gründen, und es ist gut gelungen. Das Gefühl unter uns ist eben. — Wir sind wie eine sehr grosse Familie, freuen uns mit Gutem, versuchen in bösen Tagen einander auszuhelfen. — Einen Abend in der Woche treffen wir uns in unserem öffentlichen Versammlungsort. Wir feiern jeden jüdischen Feiertag, haben Kaffee-Klatsche, Bazars und Kino, Spielabende. Manchesmal machen wir Tagesauflüge, manchesmal besuchen wir jüdische Theater. All das mit Transport gemieteten Autobussen. Bei den Versammlungen — Meetings — versuche ich die Neuesten Nachrichten zu bringen. So denke ich. — bringen all diese Dinge das, was für jeden Senior Citizen von Interesse und Vorteil sein kann. Wie z.B.: Wie haben sich die Gesetze geändert in Social Security-Zahlungen, in Medizinischer Behandlung (Me.dicare), in Mieten, Transporte, Sicherheit oder Einkommensteuer? Um dazu die Fähigkeit zu haben, bin ich bei Jasa tätig. Jasa ist: Jewish Association for Services for the Äged. — Ebenso kann ich viel durch “Rockaway Health Council for the Aged” lernen. — Wir helfen uns untereinander. Jeder tut gerne, wofür er Talent zeigt. Es ist kaum zu glauben, was gute Bäcker und Köche wir haben. Und Sänger und Dichter! Die Buchhalterin und die Kassiererin. Und die gutherzigen Menschen, die unsere Halle vorbereiten und aufräumen. Wir alle haben das Ziel: Dass mit G”ttes Hilfe die Jahre, die uns noch geschenkt werden, wahrhaft “Goldene Jahre” sein und bleiben sollen. Hedel Schwartz-Wasser, geb. Kurzbart 324 Beach 59. Street, Rockaway 11692, U.S.A. Zeitschrift für die Geschichten der Juden Anlaesslich des lo. Jahrgangs der Zeitschrift fuer die Geschichte der Juden ist eine Festschrift herausgekommen, die besonderer Art jedem etwas bietet, dem Laien wie dem Wissenschaftler. Persoenlichkeiten aus Israel und aus der Diaspora haben bedeutsame Beitraege beigesteuert. Es koennen nur einige genannt werden aus der reichhaltigen Auswahl, Prof. Dr. Guido Kisch, Basel, I. E. Palmon, Tel Aviv, Prof. Dr. Smotricz, Tel Aviv, Akademischer Oberrat Dr. B. Brilling, Muenster (West Germany) Fieda Hebel, Raanana — Israel, Mendl Karger, Tel Aviv. Die Broschüre ist ansprechend und reichhaltig, in deutscher Sprache gefasst. Sie ist im Verlag OLAMENU, Tel Aviv, P.O.B. 3002 erhaeltlich und kostet 15.— IL. Herr Dr. Hugo Gold, der Herausgeber und Chefredakteur von OLAMENU kann auf eine 50 jaehrige schriftstellersiche Taetigkeit blicken und es ist ihm aus diesem Anlass aus Amerika eine besondere Ehrung in Form eines Diploms zuteil geworden. Wir schliessen uns den Wuenschen vieler seiner Leser an und hoffen, dass Dr. Hugo Gold weiter dieselbe Arbeitskraft beibehaelt und uns noch vieles an historischen Werten bescheert. VERBAND EHEMALIGER BRESLAUER I (jS TXMS'IE'C Willst du gute Speisen speisen, lasse dich zu TCHELET weisen. Ob es Chuppe oder Briss, Eine Sache ist gewiss: Waller weiss auf alle Fälle, wie er dich zufrieden stelle. Glaub mir, wenn ich dir erkläre, — Dort das Fest hat Athmosphäre! „TCHELET" TEL-AVIV, SHEINKINSTR. 59. TEL. 22 05 45 I 8 8 8 12