Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1972
- Issue
- No. 31 (März 1972)
- Date
- 1972-04-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/7411685-7412285-7493555--0377-7412304- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
SUCHANZEIGEN CHANOCH HEINRICH COHN ZUM 80. Wir freuen uns, unserem Vorstandsmitglied, Herrn Heinrich Cohn, von dieser Stelle aus zu seinem Ehrentage herzlich Mazel Tow zu sagen. In Breslau vom Magdalenen-Gymnasium in die bekannte Pa. Smoczewer & Co. eingetreten, diente er im ersten Weltkrieg im Garde-Regiment. Im Jahre 1935 wanderte er nach dem damaligen Palästina ein und hatte in Ramat-Gan ein bekanntes und geachtetes Geschäft. In der Hagana und in der Special Police war er mit ganzem Herzen dabei. Nach Aufgabe seines Geschäfts widmet er sich mit seiner Gattin, die volles Verständnis für diese Arbeit hat, rein sozialen Zwecken. So haben beide viele Jahre hindurch fast täglich Kranke besucht und in den Krankenhäusern nach Bedarf c'Je Schwerkranken gepflegt und ihnen mit Besorgungen geholfen. Die Ehelaute Cohn sind auch heute noch im Rahmen der Reform-Gemeinde in Ramat Gan, insbesondere auf sozialem Gebiet, tätig. Als Briefmarkensammler hat Heinrich Cohn eine riesige Korrespondenz mit Freunden aus aller Welt. Wir wünschen ihm und seiner Gattin dieselbe Regsamkeit und viele, viele zufriedene Jahre. Verband ehemaliger Breslauer in Israel ERNST TAUBER, 1. Vorsitzender LESERBRIEF Wer von den alten Breslauern hat nicht die “Tschepine” gekannt und sicherlich auch die Willmann Str., die früher Neue Kirchstr. hiess, und unser Postamt 6 in der Friedrich-Wilhelm Strasse? Vieles tauchte wiederum in meinem Gedächtnis auf, als ich die “Breslauer Erinnerungen” von Herrn Salo Translauter las. Natürlich erinnere ich mich noch an ihn, an Pionkowsky, an unsere drei Walks. Mit besonderem Vergnügen las ich, was er vom "Staniolpapier”, dem sog. “Silberpapier” erzählte, das für soziale Zwecke gesammelt wurde. Damit beginnt unsere erste Arbeit für Israel, für den N. F. — so nannte man kurz den Keren Kajemeth. Man sammelte Briefmarken, Zigarrenabschnitte und Staniolpapier. Die Zigarrenabschnitte interessierten uns nicht sehr, aber manchen Sonntag Nachmittag sassen wir im Kontor, um die Marken von den eingegangenen Briefen auszuschneiden und sehr eifrig sammelten wir das Staniolpapier. Unsere “zionistische” Arbeit wurde vom Zahnarzt Schachtel geleitet, der ganz nahe von uns am Königsplatz wohnte. Es gab damals kein Palästina-Büro in Breslau, alles wurde von Privatwohnungen aus erledigt. Neben Zahnarzt Schachtel war Dr. Sandler sehr tätig. Meine erste Erinnerung an ihn ist, wie er, natürlich neben noch anderen Rednern, in einer Protest-Versammlung “Gegen die Pogrome in Kischinew” sprach, es war wohl 1903 im grossen Börsensaal in der Graupenstr. Ich war noch ein kleines Ding, aber ich lief mit meinen Geschwistern mit. Im selben Saal erinnere ich mich an die Fahnenreihe des “V.J. St.” “Ja, blau-weiss-gelb wehen über uns die Fahnen”. Ebensowenig wie es ein Palästina-Büro gab, dachte man an eine Sprachschule. Da sammelte Dr. Sandler in seiner Wohnung in der Tauentzien Str. einen kleinen Kreis eifriger Schüler und wir begannen Iwrith zu sprechen. Jung gewohnt ist alt getan! Lucie Möller, geb. Kober Jerusalem, Jawetz Str. 6 KÄTE FREUND früher Breslau, Klavierlehrerin 73 Jahre alt gesucht von Frau LUISE HEY¬ MANN, Stratmore Court, London, Regent Tark. (England). * URO, 1241 Broadway, New York, NY sucht in Wiedergutmachungsangelegenheiten KOPLOWITZ, Schokoladenkaufmann früher Beuthen O/S Ring oder dessen Erben: Prausnitzer Walter, Israel, früher Beuthen O/S oder dessen Erben. ■¥• Frau CH. NIEDENZU, 85 Nürnberg, Julius Lossmanstr. 108 (West Gehmany) früher bei der Firma J. E. Lewy, Breslau, Reuchestr. 67 tätig gewesen sucht folgende Kollegen: Chocheles, Alfred und Hans, Blandowsky Georg, Raphael Willi, Härtel Hans, Tramer Josefine, Peiser Frieda, Peiser Bruno und den Inhaber Artur Braunthal. Bitte direkte Nachrichten an obige Adresse oder an den Verband ehemaliger Breslauer in Israel, Ramat-Gan, Mazadastr. 27 (Erich Lewin). ★ In einer Lastenausgleichs - Angelegenheit wird gesucht: WILLI LIPPMANN, Ehemann der Frau LOTTE LIPPMANN geb. Nothenberg, geb am 4. November 1910 in Breslau. Zulezt wohnhaft in Breslau. Der Gesuchte wird gebeten, sich mit Rechtsbeistand, Heinz Kohn, 8 München, 22, Thiersch Str. 25 (West-Deutschland) in Verbindung zu setzen. * WER KANN AUSKUNFT GEBEN UBER: 1. ) DAVID FRIEDMAN, geb. 1858 und verst. 1940 in Breslau. Eigentümer von 10 Mietshäusern in Breslau. Eigentümer von Gütern und Dörfern in Schlesien — wie Grossburg, Michelwitz und Schweinbraten. Luxuswilla, Ahorn Allee 27 in Breslau. 2. ) BETTINA FRIEDMAN, geb. POLLACK, geb. 1860 in Berlin, verst. 1942 in Theresienstadt. Eigentümerin von 5 Mietshäusern und Gewerbegrundstücken in Breslau. Beteiligungen an Geschäftsbetrieben in Breslau. 6-Zimmer-Luxuswohnung in der Kirschallee, Breslau. 3. ) MARGOT TARNOWSKY, geb. ca. 1876 in Breslau, verst. 1950 in Schweden. Eigentümerin von 3 Mietshäusern in Breslau. Beteiligungen an Geschäftsbetrieben. 5-Zimmer-Wohnung, Kaiser Wilhelm, Ecke Sadowa-Strasse in Breslau. 4. ) a) Dr. GEORG TARNOWSKY, früher Rechtsanwalt und Notar, geb. 1878 in Breslau, verst. ca. 1942 Auschwitz, b) MARIE HILDEGARD TARNOWSKY, geb. FRIEDMAN, geb. 1894 in Breslau, verst. ca. 1942 Auschwitz. Eigentümer von 7 Mietshäusern und Gewerbegrundstücken in Breslau. Beteiligungen an Geschäftsbetrieben, an Gütern wie Gutes und Dorfes Michelwitz, Grossburg, Haitauf. Wir bitten, Informationen möglichst umgehendts schriftlich zu richten an: A. W. NOA u. HEINZ Z. HERZ 605 WEST 170th STREET NEW YORK, N.Y. 10032 Kosten werden erstattet. ¥ Meine Mutter, GERTRUD WIENER geborene Wreszynski und Sohn Rafael Paul (geb. 1933). Meine Grossmutter, Sara Wreszynski geb. Galewski, meine Tante und Onkel Dr. Erich und Dr. Hertha Sgaller geb. Wreszynski und Söhne Jochanan und Rüben, meine Tante Resi Wreszynski. Wer war mit den Obengenannten in Breslau bis 1942/43 zusammen, oder im Lager und könnte mir noch von ihnen erzählen. Die Grossmutter wurde nach Theresienstadt deportiert. Alle anderen m.W. nach Auschwitz. Für jede Auskunft bin ich sehr dankbar. Hanna Pinner geb. Wiener, Beth-Jitzchak (Israel). P.O.B. 44. CENTRA COORDINATIONSAUSSCHUSS DER DEUTSCHSPRACHIGEN LANDSMANN¬ SCHAFTEN AUS MITTEL-EUROPA Folgende Landsmannschaften haben sich zu einem Dach-Verband zusammengeschlossen: Breslauer und Schlesier, Halberstädter, Hannoveraner, Kölner und Rheinländer, Leipziger, Ludwigshafen u. Rheinpfalz, Oberschlesier. Dieser Dachverband unter Leitung des Herrn Dr. JOSEF KAUFMANN, früher Köln tagt Jeden zweiten Dienstag im Monat und kümmert sich insbesondere um die geistige Eingliederung der Neu-Einwanderer aus Süd-Amerika. Neben regelmässigen Zusammenkünften am 1. Sonntag jedes Monats all obengenannter Ltndsmannschaften fand am 15. Dezember 1971 ein grosser Chanukka-Abend in den Gilsälen in Tel-Aviv statt. Herr Oberkantor Jakob Samek von der Gemeinde Ichud Schiwat Zion, Tel-Aviv, entzündete die Lichter. Es herrschte eine gute Stimmung. Am 6. März 1972 fand in den Räumen der Bne Brith Loge, Tel-Aviv, ein grossangelegter Purim-Abend statt. Ca. 300 Teilnehmer waren erschienen. Es herrschte eine ausgezeichnete Stimmung. Eine sehr gute Kapelle, die begabte Sängerin Nora Meschulam mit dem bekannten Begleiter Alfred Hauser erfreuten die Anwesenden. Herr Brünell vom Verband der Kölner leitete in humorvoller Weise den Abend. Dr. Kaufmann begrüsste die Gäste und setzte Zweck und Ziel der "CENTRA” auseinander. In später Nachtstunde verliessen die Teilnehmer des Abends erfreut und dankbar den Saal. NACHMERKUNG: Frau Dr. Lilly BERG-PLTAU, der wir in Nr. 30 zum 80sten Geburtstag gratuliert haben ist die Mitbegründerin des in Tel-Aviv und Israel allseitig bekannten Privat-Hospitals “Assuta” mit unserem Dr. Seew William Boss und Dr. Chajes. * Herr HEINRICH CHANOCH COHN u. Frau, Ramat Gan, Schikun Hawatikim, Renanimstr. 16 (Autobus 67). Empfang Mozae Schabbat, den 8.4.1972 von 6 bis 8 Uhr abds. Anlässlich des 80. Geburtstages von Heinrich Cohn. SUBSKRIPTIONSEINLADUNG Bereits erschienen HUGO GOLD ÖSTERREICHISCHE JUDEN IN DER FREIEN WELT Ein Bio-bibliographisches Lexikon, kart DM 14.—- In Vorbereitung HUGO GOLD DEUTSCHE JUDEN IN DER FREIEN WELT Ein Bio-bibliographisches Lexikon, kart DM 20.— TSCHECHOSLOWAKISCHE JUDEN IN DER FREIEN WELT Ein Bio-bibliographisches Lexikon, kart DM 14.— BUKOWINAER JUDEN IN DER FREIEN WELT Ein Bio-bibliographisches Lexikon, kart DM 14.— Interessenten senden wir über Wunsch Fragebogen Alle Zuschriften u. Bestellungen sind zu richten an: Edition “OLAMENU”, Tel-Aviv, POB 3002, Israel 19