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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1971-09-01 · No. 30 (September 1971) · p. Seite 19

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1971
Issue
No. 30 (September 1971)
Date
1971-09-01
Page
Seite 19 (sequence 1983)
Language
German
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Hochzeit mit Hindernissen Als mein lieber Mann schon sehr krank und schwach war, sass ich an seinem Bett im Krankenhaus und hielt seine Hand. Es kam wie eine Vision über mich, ich sah ihn als jungen, stürmischen Liebhaber, und ganz klar erinnerte ich mich an unsere Hochzeit. Es war keine gewöhnliche Hochzeit, es war eine Hochzeit mit Hindernissen. Unsere^ Ziviltrauung war am 17. August, ln Hindenburg, und die Hochzeit sollte am 20. August stattfinden. Am Abend vor der Hochzeit, dem sogenannten Polterabend, kamen die Gäste in unser Haus, es war keine eigentliche Party. In jeder Familie gibt es immer einen alten Onkel, der sich nicht genug geehrt fühlte und behauptete, er hätte zum Polterabend eingeladen werden müssen. Mir tat es leid, dass gerade zur Hochzeit eine Misstimmung aufkam, und ich war recht nervös geworden. Plötzlich klingelte cs an unser Tür, ich sprang auf, um dem Onkel entgegenzueilen, glitt auf dem spiegelglatten Parkett aus und fiel hin. Ich konnte nicht mehr aufstehen. Mein junger Bräutigam kam angerannt, blass, hob mich auf und legte mich aufs Sofa. Dr. Weinstein wurde sofort gerufen, konnte leider wenig machen, das Bein war heftig angeschwollen, und er macht mir einen Streckverband. Wohlmeinende Verwandte, auch mein neuer Schwager Dr. Leopold Schutz, redeten mir gut zu: “Versuche nur zu gehen”. Aber es ging nicht. Die Aufregung wurde immer grösser. Was sollen wir machen, die Hochzeit verschieben? Nein, das ging nicht, denn die Gäste von auswärts waren schon eingetroffen. Also die Hochzeit muss sattfinden. Wo soll die Trauung sein Wir sollten in der Synagoge getraut werden. Erna kann doch nicht unter den Klängen “Treulich geführt” bis zur Chuppe springen. Vielleicht in der Veritas Loge, wo das Hochzeits Diner angerichtet war. Geht auch nicht, zu anstrengend für das arme Kind. Am Hochzeitstag sind die Zuschauer erst in die Synagoge gelaufen. Als dort nichts war, in die Veritas Loge. Auch keine Trauung. Dr. Kaatz hat uns in dem grossen, fünffenstrigem Speisezimmer im Elternhause getraut, ich, die Braut, sitzend, mein Mann stand so bleich neben mir. Ich glaube, ich war die einzige Braut, die über viele Schwellen getragen wurde. Erst in den Landauer, der uns zur Veritas Loge brachte, dann trug man mich die Treppen rauf zum Hochzeitsessen. Gegessen habe ich kaum, als aber der gute Dt. Kaatz viel später zum Essen kam und nur Fisch essen wollte, stellte es sich heraus, dass nur noch die Fischköpfe übrig waren. Am nächsten Tag bestand mein Mann darauf, dass ich sofort mit ihm nach Breslau in seine eingerichtete Wohnung kam. Der Arzt, der in Breslau kurz nach unser Ankunft gerufen wurde, war Dt. William Seev Boss, der als tüchtiger Chirurg bekannt war. Ich wurde geröntgt und Dr. Boss sagte: “Ihre Frau ist nicht wehleidig. Ihr Bein ist gebrochen.” Und er machte mir einen schönen, dicken Gipsverband, wo nur die grosse Zehe rausguckte. Die Hochzeitsreise wurde nachgeholt. Schon im Winter sind wir im schönen Riesengebirge Ski glaufen. Ja, wenn man zwanzig ist! Erna Schutz, geb. Bandmann SUCHEN Die Erben von Ignaz Seidemann, der im Jahre 1852 in Giedel O/S geboren und am 20. Oktober 1940 in Heidelberg gestorben ist. Er hatte einen Sohn Siegfried Seidemann; der kinderlos in New York gestorben ist. Zuschriften an Paul Simon Attorney and Counsellor At Law 140 Nassau Street, New York, N.Y. 10038. ALBERT ABRAMOWITZ, geb. 5.10.1871 in Görlitz i/Schlesien, seit 1908 wohnhaft in| Breslau. Er war in 3. Ehe mit Ella geb. Bernstein verheiratet und beide haben bis zu ihrer Deportierung in Breslau, Augustastr. 35 gewohnt. Beide sind in Theresienstadt umgekommen. Es wird Nachweis verlangt, dass sie durch ihre Deportierung ihren gesamten Hausrat verloren haben. Nachrichten an Frau Ella Gomma, Jerusalem Rasco, Tschernichowskistr. 50, Israel. ★ LEOPOLD (Leibusch) GNADENFELD, MA¬ THILDE GNADENFELD geb. Levy. Beide obigen sind um die Jahrhundertwende gestorben. Er war Fabrikbesitzer und Kaufmann in Breslau (Gartenstr. 24). Deren Tochter: Gertrud Gnadenfeld, 2 Mal verheiratet, erst mit dem Verlagsbuchhändler Fried, danti mit Richard Calwer, wahrscheinlich verstorben. Deren Sohn: Jaques Jakob Gnadenfeld, Breslau. Georg Gnadenfeld (war noch 1938 in Breslau, Charlottenstr. 38). Deren Tochter: Hermine Gnadenfeld: scheint einen Sally Simon geheiratet zu haben. Deren Enkel: Dr. Friedrich Simon. Zuschriften bezw. Nachrichten an Rechtsanwalt Harry Koeb, Tel-Aviv, Jaffastr. 41, Israel. ★ Gesucht werden MARGA KREBS, Günther Krebs, Kurt Leuschner, Lydia Kisch. Die Unterzeichnete hat noch im Jahre 1943 mit der Mutter von Marga und Günther Krebs in Breslau gesprochen. Zuschriften an Frau Barbara Margarete Heinrich 6700 Ludwigshafen am Rhein, Ernst Lehmannstr. 25, Westdeutschland. ★ Wo befinden sich JOSEF RINGER, Breslau, Goldene Radegasse, Schuhwaren, oder seine Kinder, bzw. Nachkommen? Zuschriften an Frau PAULA RINGER, Tel Aviv - Jad Elijahu, Sderoth Hachajil 2 (Beth Achwa), Israel. ★ Wer kennt EDITH BARDASCH, früher Breslau wohnhaft Nadlergasse 23 Ecke Schmiedebrücke 59. War angestellt bei Kaufhaus Blasse, Breslau, Graupenstr. Ihr Vater hatte die bekannte Buchdruckerei Fabian Bardasch, Reuschestr. 52. Zuschriften an den Verband ehemaliger Breslauer, Ramat Gan, Mazadastr. 27 (Erich Lewin). NOTIZ Frau BETTY NELKEN-GESUNDHEIT, geb. ROSENTHAL, Haifa-Aehusa, Tel Mane 9 ist die Tochter des in der vorigen Zeitung Nr. 29 erschienenen Artikels über den bekannten u. geschätzten Ober-Kantor HERMANN JOSEF ROSENTHAL, früher Breslau, sei. Angedenkens und die Schwester des im heutigen Blatt (Nr. 30) besonders beachtenwerten Artikels über den Apotheker Willi Rosenthal sei. Andenkens, Berlin. Der Verfasser des Artikels “Willi Rosenthal” ist der bekannte Journalist der Knesseth JACOB JAMES ROSEN¬ THAL, Jerusalem. Es ist nur Namensgleichheit, und nicht Verwandschaft. ZEIGEN Wer weiss Auskunft zu geben, oder kann bezeugen, dass Frau ROSA FALK, geb. LEVY nach einer Nieren-Operation im Jahre 1939 im jüdischen Krankenhaus Breslau, verstorben ist. Ihr Mann, ISMAR FALK starb im Jahre 1940 im Jüd. Altersheim in Breslau. Zeugen gesucht von: Frau SCHOSCHANA (ULLA) PRILUTZKI, geb. FALK, Tel Aviv, Wormeizastr. 8. * Wer weiss, wo Frau GERDA SACHS, geb. LASCH, wohnt? Die Korrespondenz mit ihr und ihrer Freundin, ist plötzlich abgebrochen. Wir bitten, Nachrichten zukommen zu lassen an: Frau ALICE FEILCHEFELD, 1267/50th Strasse, Brooklyn, NY. 11219, USA. * Gesucht wird Rechtsanwalt KONRAD REIS- NER. Socius in der früheren Rechtsanwalt Firma Reisner und Goldstaub, Gartenstrasse Breslau. Nachricht an Ernst Strauss, 43-31, 45th St. Long Island City N.Y. 11104 U.S.A. ★ Wer weiss, oder hat Beziehung zu den jetzigen Gemeinden, die in polnischen Gebieten liegen? Kattowitz, Beuthcn, Myslowitz, alle in Ober- Schlesien. Gibt es dort noch jüdische Gemeinden? Wie sind die Friedhöfe erhalten? Werden sie gepflegt? Für nähere Angaben ist Frau HENRIETTE NOTHMANN, Jerusalem, Bustenaistr. 33 dankbar. Frau N. ist die einzig Überlebende von der in 4 Generationen in Myslowitz, Ober-Schlesien, sehr bekannten Familie NOTHMANN. •k Studienrat Dr. WILLY COHN, umgekommen in der Hitlerzeit im Kriege wahrscheinlich im Jahre 1942, alle Aufzeichnungen, Tagebücher oder sonstige Artikel, die Dr. Cohn verfasst hat und die sich bei seinen Freunden oder früheren! Schülern befinden, Erinnerungen an ihn, an seine Tätigkeit am Johannesgymnasium, alles, was man über ihn weiss, bitte zu berichten oder leihweise zu übergeben an seine Enkelin Tamar Gasit, Kirjath Tiwon, Rehow Aninon Wctamar 5. Tamar Gasit studiert Geschiohte und ist dabei, alles vorhandene Material ihres Grossvaters zu verwenden. (Siehe auch Artikel “das Ende” in unserem Blatte von Dr. Joseph Walk). Wer weiss darüber Bescheid, dass die Firma I. Wittenberg Söhne, Uhrgrosshandlung Breslau, Ring 58 war. Wer ist von diesen Inhabern oder Angestellten da und wo befinden sich diese? Zuschriften an Frau Käte Karu, Tel-Aviv, Lasallestr. 16. k Wo ist Dr. ERNST GUTHANER früher Hindenburg O/S gesucht von Frau Eisenmann (früher Heimann) Ramat Gan, Sderoth Ben Zwi 15, Israel. Alles für den Schreibtisch, Alles fürs Büro — Niemals bleibt es gleich sich, WAS du kaufst — und WO! ROTKOWITZ Office Equipment and Stationery GIFTS FOR ALL OCCASIONS TEL-AVIV, RAMBAM ST. U TEL. 62 54 20 Riesenauswahl in Geschenken für alle Gelegenheiten! nno n i w 19

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