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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1971-04-01 · No. 29 (April 1971) · p. Seite 18

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1971
Issue
No. 29 (April 1971)
Date
1971-04-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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Unseren lieben Eltern WIR GRATULIEREN: Herrn Rabbiner Dr. Moses Auerbach, Tel Aviv zum 90. Geburtstage. Der Jubilar kam im Jahre 1909 zum 1. Male nach Palästina, gründete die Schule “Nezach Israel” in Petach Tikwah, viele Jahre im Lande, dann Dozent am Hildesheimer Rabbinerseminar, 1935 wieder nach Israel, viele Jahre im Erzlehungswesen an massgebender Stelle tätig. Mit Breslau verbunden durch die bekannte Familie Kober. ★ Ferner unseren Mitarbeitern: Rabbiner Benjamin Zwi Auerbach, Tel Aviv, zum 70. Der letzte Rabbiner der bekannten Gemeinde Halberstadt und der Vorsitzende des Verbandes ehemaliger Halberstädter, bekannt durch seine besonders klare Ausdrucksweise beim “Lernen”, schrieb die Geschichte der Halberstädter Gemeinde, arbeitet intensiv an einem Gedenkbuch d. Gemeinde Leipzig und vielen anderen Schriften. ★ Dr. Jomtov Bato, Ramat Chen, zum 85. Bekannter Schriftsteller, beherrscht 7 Sprachen, viele Jahre Leiter des Keren Hajessod in Rumänien, beliefert massgebende Zeitungen in der Welt mit seinen Essays in deutscher, englischer und italienischer Sprache. ★ Dr. Bernhard Brilling, Münster, zur Ernennung zum “Akademischen Oberrat”, liest, an der Universität Münster, bekannter Familienforscher, Absolvent des “Breslauer Rabbinerseminars”, Archivar der Synagogengemeinde Breslau neben Rabbiner Dr. Aron Heppner s.A., schreibt laufend Abhandlungen über die Juden Schlesiens, Westfalens etc. Bedeutender Aufsatz über 40 Seiten im Jahrbuch der Schlesischen Friedrich Wilhelm Universität zu Breslau 1971 über “Geschichte der Juden in Breslau 1702—1725. ★ Bodo Borchheim, Santiago de Chile, zum 80. und zugleich mit seiner Frau zur goldenen Hochzeit, war Jahrelang Einkäufer des bekannten Leinenhaus Bielschowski, Breslau. ★ Rabbiner B. S. Jakobsohn, Tel Aviv, früher an der Talmud Thoraschule in Hamburg, zum 70. Bekannt in der ganzen jüdischen Welt durch seine verschiedenen Bücher in hebräisch und englisch, insbesondere Comentare zu den Wochenabschnitten, Ntiv Bina — aus der Welt der Gebete und weiter in Bearbeitung Bücher, die Fragen des täglichen Lebens berühren. Seine Lernabende sind tiefgründig und lebensnah. ★ Familie Jered, Bne Brak zur Hochzeit des Sohnes und der Tochter. ★ Schlomoh Janiak, Tel Aviv, Eduard Bernsteinstr. 24, zum 70., stammend aus Praschka, in Breslau, Freiburgerstr. 24, gewohnt. ★ Esther Krakauer, Tel Aviv, zum 70. Leiterin des "Beate Guttman Heims” in Breslau, Witwe von Rabbiner Krakauer sA., Rabbiner in Beuthen O/S und Görlitz, leitete hier in Tel Aviv ein privates Altersheim, beliebt durch ihre ausserordentliche Organisation und ihre grosse menschliche Einflussnahme auf ihre Pfleglinge. ★ Hans Landsberger, Haifa, zum 60. Initiator des “Forums” in Haifa, in dessen Rahmen viele beachtliche Vorträge auf hohem Niveau, Ausflüge u.a. veranstaltet werden. ★ Dr. med. Jacob Levy, Jerusalem, der in unserer jetzigen Ausgabe einen sehr beachtlichen Artikel Uber die V.JA. geschrieben hat, zu den zwei Auszeichnungen als guter Bürger “Jeruschalajlms” und für die Bemühung Thora und Wissenschaft in Einklang zu bringen. * Dr. Ernst Markowitz, Ramat Chen, zum 70., bekannter Chemiker, Assistent von Professor Fritz Haber, Sohn des bekannten Ludwig Markowitz, Breslau — Haifa, der grosse Summen für die jüdische Schule, für Wohlfahrtsinstitute und private Schützlinge aufbrachte und bis ins höchste Alter in Israel bedürftige verschämte Breslauer betreute. Dr. Ernst Markowitz von den “Kameraden” zu Blau Weiss, beriet tausende Menschen vor ihrer Auswanderung in Leipzig. Beratend in der Hagana und im Heer, im Aufträge der “UNO” in Singapure, Burma, Malaia und Portugal tätig, Mitarbeiter bei der Oley Merkas Europa, geistvoll, feinfühling und kontaktbereit. ★ Markus Lubasz, Quito (Ecuador), zum 85. in Breslau als Kaufmann tätig, viele Jahre lebhaftes Mitglied der “Manuel Joel Loge”, 1938 durch Ica nach Bolivien ausgewandert, 20 Jahre auf einer abgelegenen Colonie mit seiner Frau schwer gearbeitet, 1961 nach Quito/Ecuador, dort lebhaft am Gemeindeleben und der Bne Brith Loge tätig, deren Ehrenpräsident er ist. In Quito hat er noch seine goldene Hochzeit gefeiert. * Frau Elly Schindler, Tel Aviv, zum 70., beliebt bei allen im Kreise der Schlesier und Oberschlesier, da sie unermüdlich unterwegs ist, um Kranken zu helfen, Worte der Aufmunterung zu sagen und immer bereit ist da zu sein, wo man sie braucht, ihr heiteres, sonniges Wesen hilft vielen Uber schwere Zeit hinweg. * Schmuei Warschawsky, Tel Aviv, zum 70., früher Breslau, jetzt Vorsitzender des Verbandes “Oley Praschka”, einer Grenzstadt des früheren Polens mit Oberschlesiens, sozial tätig im Stillen für seine Landsleute und alle, die in ihn herantreten, es ist ihm gelungen für die Einwanderer aus Praschka ein eigenes Lokal mit Bücherei, Gedenktafeln etc. einzurichten. Allen den Genannten weiter segensreiches Wirken ad mea weesrim. Den Augsburger Theaterfreunden ist er weitgehend imbekannt. Für die älteren Schlesier aber, welche die Breslauer Oper besuchten, ist er heute noch ein Begriff, nämlich der einstige Opernbuffo und Opemregisseur Hans Baron, der am heutigen Mitwoch sein 90. Lebensjahr vollenden kann. “Initiator für meine Theaterlaufbahn war unser Hausarzt”, erzählt der gebürtige Berliner lachend. “Weil ich als junger Bursche viel sang, schickte er mich einmal zu dem damals bekannten Kammersänger Paul Knüpfer. Und der erklärte mir, ich müsse unbedingt das Tenor-Fach studieren.” Hans Baron wurde also Tenor. Gustav Franz besorgte die gesangliche Ausbildung, und die mimische bekam der angehende Sänger am Stern’- sehen Konservatorium. Eine Sommersaison am Schiller-Theater, das damals um diese Jahreszeit Opern spielte, war für den jungen Mann die Generalprobe. Dann ging es nach Posen ins Engagement und zwei Jahre später nach Mühlhausen im Eisass. Bei einem Gastspiel in Freiburg im Breisgau, wo er mit dem in Augsburg bekannten Heldentenor Georg Schmieter auf der Bühne stand. JACOB U. JEHUDITH ROSENBAUM Cholon, Jean Jauresstr. 6 zum 40. Hochzeitstage herzlichst Massai Tow von Esther, Aron, Liath, Michal u. Nir. SUCHANZEIGEN Es werden gesucht: Steffi und Herbert LISS- NER, 1937 ausgewandert, Eltern Georg u. Käte LISSNER, geb. Markuse aus Breslau. Zuschriften unter 129473 Sochnuth Hajehudith, Hamador Chipus Krowim, Jerusalem, P.O.B. 92. ★ Max HOFFNUNG und Frau Cilly, geborene Kurländer und Hermann Kurländer (Pferdehändler), Breslau. Zuschriften an Frau Frieda Josephy, 1 Berlin 52, Ollenhauerstr. 74. * Familie KIWI aus Neisse bezw. deren Nachkommen oder Verwandte. Wohnten in Neisse O/S. Marienstr. und s.Zt. ausgewandert nach Chile. * Familie ,Dr. ROSENSTEIN bezw. Verwandte und Nachkommen. Dr. R. war s.Zt. Chef der “Neisser Eisengiesserei und Maschinenbauanstalt.” * Familie Julius JONAS. Herr J. war s.Zt. Inhaber einer sehr bekannten Getreidegrosshandlung und seine Gattin bekannt durch ihre sehr grosszügige Wohltätigkeit. Alle Nachrichten erbeten an Herrn Kurt Niedergesäss, D. 698 Wertheim/Main Hans Bardonstr. 34 (Westdeutschland). Herr N. war mit geannten. Herren bezw. deten Familie sehr befreundet. ★ Gesucht wird die Ärztin Frau Vera JULIUS- BERGER, geb. 1909, verh. Fischer aus Breslau von Dr. med. Wilhelm Schürer, Versorgungskrankenhaus, 824, Berchtesgraden Obb. Westgermany. Herrn Dr. Fred Singer, New York, dem Presidenten der Society of Friends from Breslau, zum 80. Geburtstage. Wir wünschen ihm noch viele, viele Jahre in Gesundheit mit seinen Lieben zum Besten des Verbandes. Verband ehemaliger Breslau in Israel Emst Tauber, 1. Vorsitzender ★ Herrn ERNST COHN und Frau, Rechowoth, zur goldenen Hochzeit. wurde er nach Breslau verpflichtet. "Schmieter sang damals den Siegfried in der gleichnamigen Wagner-Oper und in den Mimen”, erinnert sich Baron. “Der Breslauer Intendant Woldemar Runge engagierte uns beide sofort.” Hans Baron blieb dann bis 1940 am Breslauer Theater. Er sang den David in den “Meistersingern” und den Steuermann im “Fliegenden Holländer”, er sang die Tenor-Partien in den Opern Mozarts und Lortzings und der gestaltete unter Richard Strauss den Valzacchi in dessen “Rosenkavalier”. Später führte er auch Regie und gab Gesangsunterricht. Das Kriegsende verschlug Hans Baron und seine Familie nach Erfurt. 1947 kam er nach Augsburg. Der quicklebendige alte Herr widmet sich nicht nur seinen Erinnerungen, er geht auch noch immer gerne ins Theater, wenn auch als unbekannter Gast. Von Mozarts "Gärtnerin aus Liebe” war er jüngst begeistert. “Eine ausgezeichnete Aufführung mit vortrefflichen Sängerin”, lautete sein fachmännisches Urteil. -kr. Er sang den David und den Steuermann HANS BARON EIN NEUNZIGER DEM THEATER IMMER NOCH VERBUNDEN 18

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