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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1991-01-01 · No. 55 (1991) · p. Seite 2

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1991
Issue
No. 55 (1991)
Date
1991-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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DIE ENTSTEHUNG DER JÜDISCHEN GEMEINDE IN BRESLAU IM 17. JAHRHUNDERT Wir bringen hier ein Kapitel aus dem Buch „Geschichte der Juden in Breslau von 1454 bis 1702“ von Prof. Bernhard Brilling, W. Kohlhammer-Verlag, Stuttgart. Wir danken den Erben des Nachlass von Prof. Brilling s.A. für die Erlaubnis nachstehendes Kapitel in unserer Zeitung zu veröffentlichen. Von Prof. BERNHARD BRILLING jenes von Zimmermann erwähnte kaiserliche Privileg aus dem Jahre 1630 zu finden. Auch Hinweise auf dieses Privileg oder Erwähnungen dieses Privilegs Messen sich nicht feststellen. Wenn die von Zimmermann erwähnte Urkunde wirklich existiert hat, so wurde von ihr jedenfalls kein Gebrauch gemacht. Schon aus Gründen der persönlichen Selbsterhaltung und des mangelnden Schutzes war es in jenen unruhigen Zeiten des 30jährigen Krieges für Juden unmöglich, ausesrhalb der Mauern einer Stadt zu wohnen. Dieses Privileg scheint wahr- (Fortsetzung auf Seite 3) I. Die Entstehung der jüdischen Gemeine in Breslau im 17. Jahrhundert beginnt mit der Wiedersesshaftmachung der Juden in Breslau. Obwohl die Kaufmannschaft, der einflussreichste wirtschaftliche Faktor der Breslauer Stadtbevölkerung, sich mit allen Mitteln einer festen Ansiedlung von Juden widersetzte, gelang es doch einzelnen Juden, das Recht zur Niederlassung in Breslau durch kaiserliches Privileg zu erlangen. Diese kaiserlich privilegierten Juden waren neben den „Schammessen“, den Agenten der polnischen Judenheit, die Begründer der neu entstehenden jüdischen Gemeinde. Die erste Niederlassung der Juden in Breslau wurde bisher in die Zeit des 30jährigen Krieges verlegt. Als Quelle dafür dienten die Angaben des preussischen Beamten Friedrich Albert Zimmermann in seinem Buche: „Geschichte und Verfassung der Juden im Herzogtum Schlesien“ (Breslau, 1791). In diesem Buche, das die erste Darstellung zur Geschichte der Juden in Schlesien enthält, berichtet Zimmermann: „Der Magistrat wollte sie sogar Zur Jahrmarktzeit nicht in der Stadt dulden, so dass selbst der kaiserliche Hof für nötig fand, denselben zurechtzuweisen, und diese Zurechtweisung, oder die mehrere Toleranz und Einsicht, dass die Juden dem Handel mit Polen etc. vorteilhaft wären, stimmte endlich die Gesinnung des Breslauischen Magistrates dahin um, dass derselbe, als im Jahre 1630 einige jüdische Familien vom Kaiser auf die Vorstädte privilegiert wurden, selbst den Antrag machte, dass sie in die Stadt ziehen möchten“. Der Historiker der schlesischen Juden, Professor Marcus Brann, der diese Angaben verwertete, erweiterte sie durch Mitteilungen aus den Akten des Stadtarchivs Breslau, in denen über einen Streit zwischen einigen Breslauer Handwerkerzünften und Breslauer Kaufleuten berichtet wird, und zitierte im Zusammenhang damit auch einen Beschluss des Breslauer Stadtrates vom Jahre 1635, der sich das Recht Vorbehalte, während der Kriegszeiten zum Besten der Stadt einzelnen fremden Juden den Einlass in die Stadt zu gewähren. Brann weiss dort ferner zu berichten, dass sich der Stammvater der aus Prag stammenden Breslauer Familie Kuh im Jahre 1655 in einer Breslauer Vorstadt niederliess. Später fügte er ohne Hinweis auf neue Qullen noch die Namen der Vorstädte hinzu, in denen sich die Juden auf Grund jenes bei Zimmermann erwähnten kaiserlichen Privilegs im Jahre 1630 niedergelassen hätten. Auf diese Angaben von Brann stützen sich alle weiteren Forscher zur Geschichtte der Juden in Schlesien. Bei meinen langjährigen Forschungen, die ich von 1930—1938 in den Breslauer staatlichen und städtischen Archiven durchführte, gelang es mir nicht, 2 In einer früheren Nummer unserer Zeitung brachten wnr eine Halachische Antwort von Rabbi Israel Isserlein, der Verfasser des halachischen Responsen- Werkes “Trumat Radeschen", vom Jahre 1440 (ca). Es handelte sich um eine Response an die Vorsteher der Gemeinde Breslau, welche ihn anfragten, wie sie sich zu verhalten haben, da die Behörden in Breslau Juden, welche einen Eid zu leisten haben, zwingen entblössten Hauptes bei dem vierbuchstabigen G’’ttesnamen zu schwören. Rabbi Israel isserlein erlaubte ihnen entblössten Hauptes zu schwören. Wir bringen hier den Text dieses, Eides, welcher uns von Prof. Joseph Wal'k vom Leo Baek-Institut freundlicher Weise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt wurde. Das Original befindet sich in Scheohters Rabbinerseminar, New York.!orff*(Uilig/ SSie eilt 3ut> iw & ßtüflliförc O6tl0ffit in 0tou fcett *gt)t> au fäihwfn Gftärßli# Wirb S$f*Der3ubeb5 bftt ©erlebten notbbürßtlg er# Innert/bafern er einen falfct)?i£yb tbun werbe/ baß nl#f allein bed Slllmddjtfdtn ©otted/fonbern au# bet weltlf# #en ©erfdjte ©trafe/tum tue« nlgflcn Die Slb# f#lagung ber Sau(l/ bamlf er gef# waren/ fob gen würbe. £>erna#ttta!d wirb Ihm ble flBeife / fo tu S3ol(jlebimgbed (Enbed gehalten Wirb / -angejel# get/ald tiemlfcb/ baßer fein? re#» fett 2lrm bld an bie SSrufl ent# bldßcn/unb bie# felblge£>anbauf bie 'ijebrÄIfcben *W)eti ®e6öt legen / au# auf 'einet ©4u<£Miit ffe!)enbf#weren feil. . SlufblefedWlrb #m ble fiorm > bed <£t)bcd für» “^riefen / na## ■ mald and) fr# . f#rleben juge# fleUt / j# üaet Qu er#7!a#f/ o#; ber au# na# ber©er(#te<Er» Mnnfnlß Mnacr Darüber ju be« benefen. 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