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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1991-01-01 · No. 55 (1991) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1991
Issue
No. 55 (1991)
Date
1991-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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k J, A UD' :A Gegründet von Dr. Wilhelm (Seev) Freyhan ז״ל ידיעות של ארגון יוצא• ברסלא1 בישראל MITTEILUNGEN No. 55 1991 תשג ־ א DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER IN ISRAEL E. V. VORSTAND: Mosche ׳Goldstern (Vorsitzender), Chaja Bar-Or, Edith Benda, Arie Gradenwitz, Lotte Lewald, Max Lopatka P.O.B. 3591; 61035 Tel-lAviv rrln jedem Zeitalter erhebt man sich wider uns um uns zu vernichten" (Gedanken zu Pessach) Die Haggadah, welche wir jedes Jahr am Sederabend lesen, ist ein Buch von ungewöhnlicher Aktualität. Die Leiden und Verfolgungen des jüdischen Volkes — von der Knechtschaft in Ägypten bis heute — sind das Leitmotiv (und das Leidmotiv) unserer Geschichte. Auch heute, infolge der Golfkrise, hat die friedliehe Bevölkerung des Staates Israel, welcher militärisch daran nicht beteiligt ist, von den tückisehen-hinterhältigen Angriffen des Diktators von Bagdad zu leiden. Dieser Nachfolger der Verbündeten von Hitler im zweiten Weltkrieg — des Mufti von Jerusalem und Raschid Ali in Irak — welchem Nachbarstaaten seiner Expansionspolitik zum Opfer fielen, hat sich u.a, auch die Bombardierung des Staates Israel zum Ziel gesetzt. Aber zu seinem ganzen Waffenarsenal, seinen ganzen chemischen, Gas- und bakteriologischen Waffen des Massen- (Aus der Haggadah von Pessach) mordes wäre Saddam Hussein ohne die tatkräftige Hilfe der europäischen Wissenschaftler und Experten und der geldgierigen Waffenindustrie der meisten europäischen Staaten nicht gekommen. Und die ,,friedliebenden“ Demonstranten in Europa, gegen Amerika und die anderen Alliierten, sassen still zu Hause und gingen nicht auf die Strassen, um gegen die Waffenlieferungen an Irak zu protestieren, obwohl man genau wusste, dass diese Mordinstrumente hauptsächlich gegen Israel und seine jüdischen Bürger gerichtet sind. Aber jetzt, da Amerika und seine Alliierten versuchen, diese Waffen des Massemordes zu vernichten und den mittleren Osten von dem irakischen Diktator zu befreien, hört man das Geschrei dieser ,,friedliebenden Weltbürger“. Die Welt nach Hitler kann es sich nicht erlauben, dass irgendwo auf dem Erdball Juden aus Breslau warten auf ihre Verschickung in die Vernichtungslager. Dieses Bild ist der Encyclopedia of the Holocaust entnommen und wir veröffentlichen es hier mit der frdl. Erlaubnis der Sifriyat Poalim und Yad W’shem. £*■Ä׳ ein neuer Epigone Hitlers aufersteht und die Welt der Vernichtung preisgibt. Einer der grössten Humanisten und Demokraten, der Gründer der tschechoslowakischen Republik, Thomas Massaryk, sagte: ,,Die Demokratie ist für die Demokraten; für die anderen ist die Faust“. Auch der Papst, ein treuer Nachfolger von Pius XII, welcher zu Zeiten des Holocaust es nicht für nötig fand, gegen die Vernichtungslager der Nazis zu kämpfen, vergiesst Krokodilstränen über das ״Unglück, welches alle Seiten betriftf“. Auch er kennt anscheinend den Unterschied von Angreifer und Angegriffenen nicht, und besonders wenn die Angegriffenen jüdische Bürger im jüdischen Staat sind. Trotz alledem geht die Aufbauarbeit des jüdischen Staates weiter. Die Alija, insbesondere aus Russland und Aethyopien, kommt nach wie vor in unser Land, und auch Delegationen von anderen Ländern und jüdischen Gemeinden aus aller Welt kommen nach Israel, um sich mit uns solidarisch zu erklären. So können wir auch an diesem Sederabend die Worte der Haggadah aus vollem Herzen sprechen: ״Nicht etwa einer nur stand wider uns auf um uns zu vernichten, sondern der Heilige, gelobt sei Er, ret'et uns aus ihrer Hand“. M. Awi-Achija DANK AN Dr. RICHARD PRAGER Jn der letzten Vorstandssitzung legte der von uns allen verehrte Dr. Prager sein Amt als Vorsitzender unseres Verbandes, welches er viele Jahre innehatte, nieder. Dr. Prager kam im Jahre 1936 nach Erez Israel und nach abgelegten Pruefungen im hiesigen Recht, baute er sich eine Praxis als Rechtsanwalt und Notar auf. Mit unserem Verband war er immer eng verbunden und stand ihm stets mit Rat und Tat bei. Viele Jahre war er der Vorsitzende unseres Verbandes, und als solcher erfreute er sich allseitiger Achtung. Wir smd ueberzeugt, dass er uns auch in Zukunft mit seinem klugen Rat zur Seite stehen wird und wuenschen ihm einen gluecklichen Lebensabend in Gesundheit und Frische.

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