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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2003-01-01 · No. 75 (2003) · p. Seite 14

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2003
Issue
No. 75 (2003)
Date
2003-01-01
Page
Seite 14 (sequence 1747)
Language
German
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14 Gegen Vorurteile (Fortsetzung von Seite 13) Tych (Warschau), Yehuda Bauer (Jerusalem) und Konrad Kwiet (Sydney). Mit den internationalen Konferenzen, die das Institut seit seiner Gründung ausrichtet, werden neueste Forschungstrends der Öffentlichkeit präsentiert. Jedes Jahr gibt es Tagungen und Veranstaltungsreihen, z.B. zu: "Rechtsextremismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit in den neuen Bundesländern" (1991), "Antisemitismus in Europa" (1992), zusammen dem Vidal Sassoon International Center und dem Institute of Jewish Affairs, London), "Deutsch-Jüdisches Exil - Ende der Assimilation" (1993, in Kooperation mit der Gesellschaft für Exilforschung), ein Symposium über Forschung zum Nationalsozialismus, Antisemitismus und zum Flolocaust in Österreich, der BRD und der DDR (1993, eine Kooperation mit der Universität Salzburg), die Konferenz "Nach Auschwitz: Jüdische Existenz und Identität in Deutschland" (1995) und, als gemeinsame Veranstaltung mit dem Leo Baeck Institut (London) 1995 in Oxford das Internationale Kolloquium "Juden in der Weimarer Republik". Ebenfalls 1995 beschäftigten sich Tagungen und Workshops u.a. mit dem "Antizionismus in der DDR" (gemeinsam mit der Katholischen Akademie in Berlin). Im September 1997 konnte in Warschau die Schlusskonferenz zu dem von Wolfgang Benz geleiteten internationalen Projekt: "Nationalsozialistische Besatzungspolitik in Europa 1939 bis 1945" stattfinden. Die Ergebnisse des Projektes wurden in zehn Bänden zwischen 1996 und 2001 im Metropol-Verlag veröffentlicht. Im April 1997 nahm ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Beate Kosmala und Claudia Schoppmann die Arbeit an dem Projekt "Rettung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland 1933- 1945" auf, das auf eine Initiative des Vereins "Gegen das Vergessen - Für Demokratie" zurückgeht. Eine Datenbank dokumentiert die Schicksale von Juden und ihren nichtjüdischen Rettern vor allem aus der Zeit zwischen 1941 und 1 945. Zwischenergebnisse der Forschungsarbeit wurden im Mai 1998 auf einer Tagung und im Mai 2001 bei einer weiteren Konferenz präsentiert. Zum Thema "Solidarität und Hilfe für Juden während der NS-Zeit" liegen inzwischen sechs Bände mit Regionalstudien einzelner Länder vor. Grade erschienen ist das von Beate Kosmala und Claudia Schoppmann herausgegebene Buch über "Hilfe und Rettung für Juden in Deutschland 1941 bis 1945". Seit 1998 präsentiert das ZfA in der Reihe "Horizonte" gemeinsam mit dem Berliner Ensemble regelmäßig Gespräche und Lesungen mit Zeugen der NS-Zeit. In Kooperation mit dem Literaturforum im Brechthaus in Berlin-Mitte führen Wolfgang Benz und seine Mitarbeiter seit 1994 einmal monatlich Gespräche mit Autoren autbiografischer oder biografischer Bücher. Im Wintersemester 2001 begann in Kooperation mit der Stiftung "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" eine Vortragsreihe zum Thema "Erinnerungsprojekte". Seit 1989 richtet sich der Blick der ZfA- Forscher verstärkt auf Osteuropa. So begann Mitte der 1990er eine Serie von Konferenzen, die sich jeweils mit der Situation von Juden und dem Stand des Antisemitismus in einem osteuropäischen Land beschäftigt. Untersucht wurden bislang: Lettland (1994), Litauen (1996), die Slowakei (1997), Polen (1998) und Rumänien (1 999). Einen anderen thematischen Schwerpunkt bildet das "Zentrum der Exilforschung". Wolfgang Benz leitet als Vorsitzender die deutsche Dependance der "Internationalen Gesellschaft für Exilforschung". Zunehmend sind aber auch aktuelle Probleme von Minoritäten Gegenstand der Forschung: Das Projekt "Fremde im eigenen Land" befasst sich seit September 1998 mit postkolonialer Diskriminierung. Besondere Aufmerksamkeit gilt seit mehreren Jahren dem Antiziganismus. So beschrieb Brigitte Mihok die Lebenssituation bosnischer Romaflüchtlinge in Berlin. Peter Widman untersuchte in seiner mit dem Straubinger H o c h s c h u I p r e i s ausgezeichneten Dissertation die "Funktion und Wirkung von Stereotypen von Sinti und Roma" am Beispiel der Kommunalpolitik in Freiburg. Eine Filmreihe "Sinti und Roma im europäischen Film" im Kino Arsenal, die das Zentrum mit organisierte, setzte sich im Winter 2000/2001 mit dem Leben der Sinti und Roma auseinander. Als Reaktion auf das Entstehen einer neuen rechtsradikalen Jugendkultur wurde mit Beginn des Jahres 2002 die Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus (AJR) am ZfA tätig, finanziert durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie. Die AJR, zunächst auf drei Jahre gesichert, wendet sich an Eltern und Pädagogen, Schulen und Ausbildungseinrichtungen, aber auch an Dienststellen der Bundesländer Berlin und Brandenburg. Demnächst wird am Zentrum ein Projekt über “Angstzonen in den neuen Bundesländern” beginnen, am Beispiel der Städte Leipzig, Halle, Gardelegen und Guben. Bibliothek und Archiv Zu einer international bekannten Einrichtung für Fachleute und Laien hat sich seit der Eröffnung vor zwei Jahrzehnten die Forschungsbibliothek des ZfA entwickelt. Gegenwärtig umfasst die Sammlung ca. 35.000 Bände, 1 400 Mikrofilme sowie Plakate, Flugblätter und Bilderbögen, außerdem 200 Zeitschriften zur jüdischen Geschichte, der Geschichte der Judenfeindschaft und des Antisemitismus in Europa vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zu den Beständen zählt eine Sammlung von 3.500 antijüdischen und antisemitischen Titeln vom 17. bis ins 20. Jahrhundert. Das Archiv des Zentrums besitzt eine Dokumenten-Sammlung aus den Bereichen Antisemitismus, Nationalsozialismus, Rassismus und Rechtsextremismus. Zu den wichtigsten Materialien zählen die Akten der Nürnberger Prozesse von 1945 bis 1948. Auch verfügt das Archiv über biographische Unterlagen von etwa 25.000 Emigranten, die seit 1933 aus Mitteleuropa flohen. Eine Presseausschnittssammlung, erschlossen durch ein Sach-, Personen- und Länderverzeichnis, dokumentiert die Entwicklung von Antisemitismus, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sowie die Einstellung zur NS-Vergangenheit seit 1983. Einblick in die internationale rechtsextreme Szene geben entsprechende Publikationen, Flugblätter, Aufkleber und eine Sammlung anonymer Briefe. Seit 1992 erscheint das "Jahrbuch für Antisemitismusforschung". Zusammen mit Walter H. Pehle konzipierte Wolfgang Benz die seit 1991 im Fischer Taschenbuchverlag betreute Reihe "Lebensbilder - Jüdische Erinnerungen und Zeugnisse" mit autobiographischen Zeugnissen Überlebender der Schoah. Für Wolfgang Benz ist diese Edition eine Herzenssache - seit Mitte der 1980er Jahre arbeitete er an der Verwirklichung des Projekts. Dem ersten Band von Erich Leyens und Lotte Andor, "Die fremden Jahre. Erinnerungen an Deutschland", folgten im Laufe von zehn Jahren 18 weitere Titel. Ebenfalls seit 1991 publiziert das Zentrum die Serie "Dokumente, Texte, Materialien", von der mittlerweile 45 Bände erschienen sind. Die "Bibliothek der Erinnerung" stellt Texte von Zeitzeugen vor, darunter die Erinnerungen von Lotte Strauss, "Über den grünen Hügel" (Fortsetzung auf Seite 15)

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