Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2002
- Issue
- No. 73 (2002)
- Date
- 2002-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 1703)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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16 Noch etwas über den Friedhof Lohestraße Nachfolgend ein Brief von Herrn Eckhard Rieke, Lehrer in Berlin, an Herrn F. Meyer in Annecy le Vieux, über den Friedhof Lohestraße in Breslau. Lieber Herr Meyer, Im Letzten Jahr waren wir, wie üblich, wieder eine Woche auf unserem "Friedhof". Diesmal mit 15 Schülern: 5 waren das dritte Mal, 5 das zweite Mal und 5 waren Neulinge. Das zeigt ein wenig, daß ganz viele unserer Schule sich, so wie wir, in diesen Friedhof verlieben. Die Arbeit ist jedesmal anders, immer natürlich ein wenig Tropfen auf einen heißen Stein, aber insgesamt ist der Friedhof dank Lagiewski in viel besserer Verfassung als früher. Ich sende Ihnen Fotos von meiner Kollegin, mit ir*-- r der ich diese Arbeit immer zusammen mache. Eins zeigt Schüler bei der Arbeit, rechts von ihnen liegt das Grab der Eltern von Fritz Haber. Eins zeigt, wie die grüne Natur ein wenig die Wunden von Zerstörung und Verfall heilt... Auch polnische Lehrer und Schüler haben mit uns zusammen gearbeitet. Auch das ein Zeichen der Versöhnung zwischen unseren Völkern, die nicht immer in Frieden gelebt haben. Für uns ist die Arbeit auf diesem Friedhof ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens geworden. So verändern einen die Dinge, die man am Anfang selber verändern will... ****++**++++*+*+*+*++*++*+*+******+*+***+*+****** ¥-¥■+■ Eine internationale Tagung im Lehrzentrum für die Geschichte der Shoa in"Yad Wa'Shem" in Jerusalem vom 8.-11. April 2002 Das Lehrzentrum für die Geschichte der Shoa in "Yad Wa'Shem" ist einzig darstehend in der ganzen Welt. Es befaßt sich mit Anleitung von Lehrern von Israel und der ganzen Welt, von Jugendlichen, Soldaten und Offizieren. Dieses Zentrum beschäftigt sich mit der Entwicklung von modernen Lehrplänen für den Unterricht über die Zeitspanne des Holocaust. Die Themen dieser Tagung waren: * Die Überlebenden sind voll Hoffnung; * Der Glaube an G"tt und an Menschen nach Auschwitz; * Literatur über den Holocaust - geschrieben von Überlebenden; * Der Kampf gegen Antisemitismus und Leugnung des Holocaust; * Ethischer und moralischer Einfluß des Holocaust auf die Menschheit. An dieser Tagung nahmen viele Persönlichkeiten aus der ganzen Welt teil. U.a. Oberrabbiner von Israel Raw Israel Meir Lau, Prof. Eli Wiesel, Beate und Serge Klarsfeld, Prof. Israel Guttmann, Prof. Aharon Appelfeld, u.a.m. Das wichtigste Thema dieser Tagung war "Das Erbe der Überlebenden des Holocaust". Alle Redner befaßten sich mit dem in der ganzen Welt wieder aufkommenden Antisemitismus, welcher heute auch Antizionismus und Hass gegen den Staat Israel umfaßt. Der Schriftsteller, Nobelpreisträger und selbst Überlebender des Holocaust, Prof. Eli Wiesel, definierte genau den Begriff "Das Erbe der Überlebenden des Holocaust": "Unser Erbe ist verwurzelt in dem Begriff "Ahawat Israel" (ein Begriff, welcher, wie es Prof. Gerschom Schalom s.A. in einem Brief an Hanna Arndt ausdrückt, unübersetzbar ist)... keiner liebt Israel so wie ein Überlebender des Holocaust. Israel das Land und das Volk Israel und alles was Jeruschalajim ist und in ihr geschieht, hat Einfluß auf alle Juden in der ganzen Welt... Wenn eine jüdische Gemeinde bedroht ist, müssen alle ihr zur Hilfe kommen; wenn ein jüdischer Mensch gedemütigt wird, müssen wir Alle unsere Stimme als Protest erheben. Unsere Erfahrung lehrt uns, daß kein jüdischer Mensch sich einsam und verlassen fühlen darf. (Yad Wa'Shem, Nr. 27, Sommer 2002) ★ Noch etwas über "Da habe ich geweint" ("Mitteilungen" Nr. 71 und Nr. 72) Über den oben genannten Artikel schreibt uns Herr Dr. Albrecht Zappel: "Über den Artikel "Da hade ich geweint" in der Nr. 71 konnte auch ich nur den Kopf schütteln. Ich freue mich, und finde das sehr beachtlich, daß nun eine Richtigstellung in "Mitteilungen" Nr, 72 durch die Veröffentlichung eines Schreibens der Staatsanwaltschaft Dresden erfolgte. Dafür kann ich Ihnen nur danken'1... Frau Dr. Waltraud Rehfeld von der Redaktion "Die Mahnung" schreibt: "Hinsichtlich der Richtigstellung in der letzten Ausgabe ("Mitteilungen" Nr. 72) darf ich erläutern, daß es sich bei dem Beitrag von Herrn Josef Müller um die Darstellung eines persönlichen Eindrucks handelt, der in ihm Erinnerungen an sein eigenes Kinderschicksal geweckt hatte. Zur Zeit der Abfassung dieses Beitrags bestand noch ein starker Verdacht, daß der kleine Joseph A. durch eine Fremdeinwirkung gestorben ist. Als sich dieser Verdacht aber nicht bestätigte, bestand für die Redaktion unserer Zeitung ("Die Mahnung") kein Anlaß einer "Richtigstellung", da es sich nur um ein persönliches Erlebnis, nicht aber um einen Tatsachenbericht gehandelt hatte.- Dieses nur zur Klarstellung".