Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2002
- Issue
- No. 72 (2002)
- Date
- 2002-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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11 Die Ordentliche Generalversammlung des Verbandes ehemaliger Breslauer in Israel e.V. Die Ordentliche Generalversammlung des V.E.B.I. fand am Montag, den 5. 11. 2001 statt. Herr Mosche Goldstein begrüßte die Anwesenden und Dr. Elijahu Hoffmann wurde zum Vorsitzenden der Versammlung gewählt. Danach berichtete Herr Mosche Goldstein über die Tätigkeit des Vorstandes. Auch dieses Jahr gelang es, dank der unermüdlichen Arbeit von Herrn Hauschner, 2 Zeitungen - zu Pessach und zu Rosch- Haschana - herauszubringen. Die Zeitung erfreut sich einer guten Resonanz nicht nur seitens der Mitglieder unseres Verbandes, sondern auch seitens verschiedener akademischer Institute, in und außerhalb Israels, welche in der Zeitung eine hervorragende Quelle für zeitgenössische historische Ereignisse in der Vergangenheit der jüdischen Gemeinde Breslaus sehen. Herr Goldstein erwähnte auch die Verminderung der Zahl unserer Mitglieder, durch Ableben und Überalterung. Der Verband zählt ietzt ca. 400 einaeschriebene Mitglieder, ca. 60% in Israel und 40% in Übersee. Danach berichtete er über das Treffen mit Herrn Kichler aus Wroclaw, der heute der Vorsitzende aller jüdischer Gemeinden in Polen ist, sowie auch speziell der Vorsitzende der Wroclawer Gemeinde. Darauf folgte der finanzielle Bericht für das Jahr 2000 mit den dazugehörenden Anmerkungen der Kontrollkommission. Darauf folgte eine Diskussion über den Bericht des Vorstandes sowie auch über den finanziellen Bericht und über die Anmerkungen der Kontrollkommission. Viele der Anwesenden schlugen vor, die zweite Generation der Mitglieder zu aktivieren und so die Mitgliederzahl des Verbandes zu vergrößern. Der bisherige Vorstand, bestehend aus den Herren Goldstein, Dr. Hoffmann, Holzer, Frau Lewald und Dr. Schalev, wurde einstimmig wiedergewählt, sowie auch die Kontrolkommission: Herr Militscher und Dr. Sklarz. Danach folgte ein Vortrag von Herrn Awraham Frank über das Thema: "Die heutige Lage der europäischen Judenheit". Der Referent sorach hauptsächlich über die Lage der Juden in Deutschland und Österreich Zahlenmässig sei ein großer Zuwachs - hauptsächlich durch die Zuwanderung von Juden aus Rußland - zu verzeichnen. In Deutschland gibt es heute ca. 100.000 Juden. Das Problem ist, wie diesen Juden ein bißchen "Jüdischkeit" zu lehren. Ein anderes Problem ist der sich ausbreitende Fremdenhass, trotz der Bekämpfung desselben durch liberale Bewegungen und die deutsche Regierung. Die aus Rußland kommenden Juden werden materiell, dank der Bemühungen des ehemaligen Vorsitzenden der jüdischen Gemeinden in Deutschland, Herr Ignaz Bubis, s.A., von den deutschen Behörden unterstützt. Doch das Hauptproblem ist die fortschreitende Assimilation und Mischehen. Neue Synagogen sind heute auch in Erfurt und Gotha eröffnet worden. In Berlin ist ein jüdisches Museum und eine Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust eröffnet worden. Die Anwesenden dankten dem Referenten und blieben noch zu einem gemütlichen Zusammensein bei Kaffee und Kuchen. DR. Treffen mit dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinden in Polen und insbesonders Breslau (Wroclaw) Am 9. November fand in Tel Aviv ein Treffen mit dem Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Wroclaw (Breslau) (welcher auch Vorsitzender aller jüdischen Gemeinden in Polen ist) und dem Vorstand unseres Verbandes statt. Der Vorsitzende der Gemeinde Breslau, Herr Jerzy Kichler, berichtete über die Gemeindearbeit. Außer dem Vorsitzenden, Herrh Kichler, besteht der Vorstand der Gemeinde aus noch 5 Mitgliedern. Die Zahl der in Wroclaw lebenden Juden ist schwer festzustellen. Ende der 90iger Jahre lebten in Wroclaw, der Schätzung nach, ca. 200 Familien. Bei der Gemeinde waren 220 Mitglieder eingetragen. Die Gemeinde befaßt sich mit mannigfachen Aufgaben: Restauration und Instandhaltung der Friedhöfe; Renovierung der Synagoge; Schaffung einer aktiven Gemeinde, religiösen Charakters; Soziale Arbeit für Kranke und ältere Menschen der Gemeinde; Kindererziehung Schaffung einer jüdischen Identität durch Kurse für jüdisches Wissen für Erwachsene und Jugend; Schutz von jüdischen Gedenkstätten und Synagogen in Breslau und Schlesien; Gedenkfeier für Ereignisse in der stolzen und tragischen jüdischen Geschichte; Die Ronald S. Lauder Stiftung unterhält eine kulturelle Abteilung für Erwachsenenbildung; Die Lauder Etz-Chaim Schule; Die Verbindung jüdischer Studenten in Wroclaw. Die Gemeinde errichtete im Jahre 2000 ein Heim für jüdische Studenten. Die Gemeinde unterhält eine koschere Kantine, welche auch für die Beköstigung von Armen und Kranken der Gemeinde sorgt. Die Kantine wird speziell vom American Joint Distribution Committee unterstützt. Gemeindehaus Wallstraße 9). Außerdem besteht ein Synagogen-Chor unter der Leitung von Herrn Stanislaw Rybarczik, welcher auch in anderen Städten Konzerte gibt. Herr Kichler betonte besonders die Anstrengungen der Gemeinde Wroclaw für die Rückerstattung des Eigentums der ehemaligen Gemeinde Breslau. Nach dem interessanten Bericht von Herrn Kichler und der Beantwortung von Fragen der Teilnehmer, wurde beschlossen, einen engen Kontakt mit der Gemeinde Wroclaw aufzunehmen. Es wurde die Forderung gestellt, dafür zu sorgen, daß endlich der Friedhof Cosel wieder in einen ehrwürdigen Zustand gebracht wird. Herr Kichler berichtete über die Restaurierung der Storch-Synagoge. In der Syngoge finden besonders festliche Feiertags-G"ttesdienste statt, sowie monatliche "HAVDALA Konzerte". Gewöhnlich betet man im Beth Hamidrasch (die ehemalige Wochentagssynagoge im D.R. ★ Bis 120 Wir gratulieren Herrn Erwin Fuss zum 90. Geburtstag