Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2001
- Issue
- No. 70 (2001)
- Date
- 2001-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Ordentliche Generalversammlung des V.E.B. Am 30.10. 2000 fand im Moadon des I.O.M.E die ordentliche Generalversammlung unseres "Verbandes, ehemaliger Breslauer in Israel e.V. statt. Der Vorsitzende des Verbandes, Herr Mosche Goldstein, begrüsste die Anwesenden und unterbreitete einen Rechenschaftsbericht über die Arbeit des Vorstandes im Laufe des Jahres. Auch dieses Jahr gelang es, dank der Bemühungen des Redakteurs, Herr Hauschner, wieder zwei Zeitungen, No. 68 und 69 (zu Pessach und Rosch Haschana) herauszugeben. Wie wir aus der Reaktion unserer Leser erfahren, ist die Zeitung sehr erwünscht und ist sie das Bindeglied zwischen den über die ganze Welt verstreuten ehemaligen Juden aus Breslau. Auch verschiedene akademische Institutionen sind an unseren "Mitteilungen" sehr interessiert. Sie dienen ihnen als wichtige Quelle für historische Vorkommnisse, deren Zeugen wir waren. Herr Goldstein berichtete dann über die Verbindung des Verbandes mit RA. Fremy aus Berlin, welcher die Ansprüche auf das Eigentum ehemaliger Juden aus Breslau, gegenüber den polnischen Behörden, y wahrnimmt. M In Bzg. Friedhof Cosel, berichtete Herr || Goldstein, dass der Zustand sich nicht gebessert § hat, und die Verwahrlosung überall vorherrscht. 8 Danach unterbreitete Herr Goldstein den y finanziellen Bericht, welcher nach kurzer Debatte i”j bestätigt wurde. Der Vorstand, Herr Mosche 8 Goldstein (Vorsitzender), Dr. Elijahu Hoffmann, § Herr Gabriel Holzer, Frau Lotte Lewald, Dr. y Awraham Schalew, wurde einstimmig wieder | gewählt. So auch die Kontrollkommission, Herr 8 Militscher und Dr. Sklarz. Danach referierte H Herr Ernst Miodowski über das Thema: "Israelis y auf den Spuren von Naziverbrechern". Der 8 >K\ Vortragende schilderte die verschiedenen tt Aktionen und konzentrierte sicn insbesonders || auf den Fall Eichmann und die Beseitigung des 8 Mörders von über 30,000 Juden Rigas 8 (Lettland), Herberts Cukurs. H Die Anwesenden dankten dem Vortragenden 8 für seine so interessanten Austührungen. 8 NEUERSCHEINUNG Im Verlag von Yad Waschern erschien ein neues Buch von BELLA GUTTERMfiN □ainn "in ix iuu EINE SCHMfiLE BRÜCKE ZÜM LEBEN < 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 Juden im Konzentrationslager Gross-Rosen und den angeschlossenen Arbeitslagern (1940 -1945). < Das Buch basiert auf unbekannten Dokumenten, Urkunden und Berichten von überlebenden \ Zeitzeugen. Es ist eine tiefschürfende Analyse von der erbarmungslosen Ausbeutung der jüdischen < Zwangsarbeiter und Gefangenen durch die Nazis und die deutsche Rüstungsindustrie.; IBM WIRD BESCHULDIGT TECHNOLOGIE FÜR LOCHKARTEN RN NAZI-DEUTSCHLAND VERKAUFT ZU HABEN Überlebende des Holocaust fordern Entschädigung von IBM In seinem Buch "IBM und der Holocaust: die strategische Partnerschaft zwischen Nazi-Deutschland und der grossen Firma IBM" beschuldigt der Verfasser Edwin Black, dass IBM mit Nazi-Deutschland Geschäfte machte. Ca. 100 Forscher lieferten dem Verfasser zehntausende von Dokumenten. Diese Lochkarten gaben den Nazis die Möglichkeit Juden und andere Minderheiten mit grosser Schnelligkeit von der übrigen Bevölkerung zu absorbieren, zusammenzufassen und in die Zwangsarbeitelager zu verschicken. Fünf Überlebende Dieser Lager erhoben jetzt Klage für Entschädigung gegen IBM. Laut der deutschen Presse, werden noch viele Klagen für Entschädigung gegen IBM erhoben werden. Studien-Rbend zu Ehren von Dr. Bella Guttermann anläßlich ihres neuen Buches "eine schmale Brücke zum Leben", Yad Vaschem Verlag, Jerusalem Am 1. März d.J. fand ein Studien-Abend zu Ehren von Dr. Bella Guttermann, organisiert von Yad Vaschem, statt; anläßlich ihres neuen Buches "Eine schmale Brücke zum Leben". Das Buch ist eine tiefschürfende Forschungsarbeit über das Leben der Zwangsarbeiter - Sklaven in den Arbeitslagern, in welchen die deutschen Konzerne, wie Siemens, I.G. Farben, u.a. durch Ausbeutung der Sklavenarbeit der in diesen Lagern Gefangenen, ihre großen Profite machten. Den Abend leitete Prof. Bankir. Als erster sprach Dr. Awner Schalew, der Vorsitzende von Yad Vaschem. Er sprach über den Streit der verschiedenen Instanzen der Nazibehörden, ob man die Juden in die Vernichtungs- oder Arbeitslager verschicken sollte. Prof. Israel Guttmann, der Redakteur der Encyclopedie of the Holocaust und selbst Überlebender des Holocaust, sprach über die Gefangenen in den Arbeitslagern, welche trotz der schweren Umstände als Menschen nichts von ihrer Menschlichkeit verloren. Sie machten Pläne für die Zukunft und waren nach der Befreiung die ersten, welche die Überlebenden organisierten für ihre weitere Wanderung nach Erez Israel und andere Länder. Danach sprach Prof. Dina Porath von derTel- Aviver Universität über die Verflechtung der jüdischen mit der allgemeinen Geschichte. Sie betonte den besonderen Bau des Buches, welcher von dem Individuum zur Gemeinschaft führt und wieder zurück von der Gemeinschaft zum Individuum. Zum Schluß sprach die Verfasserin des Buches über die Jahre, welche die Gefangenen unter ' unmenschlichen Bedingungen zu überstehen hatten. Wir hoffen, dieses so wichtige Buch in unserer nächsten Nummer s.G.w. ausführlich würdigen zu können. >Ä%¥ÄW:%:::Ä:::ÄfÄ¥:¥Ä;