Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2000
- Issue
- No. 69 (2000)
- Date
- 2000-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 1614)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte and Schicksal (Fortsetzung von Seite 18) Rückkehr und neue Auswanderung Diejenigen jüdischen Häftlinge, die den Holocaust überlebt hatten, und andere, die emigriert waren, kehrten nach Beendigung des Krieges voller Hoffnungen in ihre Heimat zurück. Dort erwartete sie der erste große Schmerz, als sie feststellen mußten, daß es kein Wiedersehen mit ihren Familienmitgliedern und ihren ehemaligen Freunden gab, weil diese der Todesmaschinerie der SS zum Opfer gefallen waren. Herb enttäuscht waren.sie zudem bei der Feststellung, daß ihre Wohnungen und Häuser, die von den Deutschen beschlagnahmt worden waren, nun von Tschechen oder Slowaken besetzt waren, die nicht daran dachten, diese zu räumen. Als die Zurückgekehrten ihre Geschäfte, Werkstätten und Industrieanlagen wieder in Besitz nehmen wollten, saßen dort die vom Staat eingesetzten Verwalter, die sich weigerten, die Unternehmen zu übergeben. Die deshalb einqeleiteten Verfahren und Prozesse zogen sich bis 1948 hin, als die Kommunisten die Macht ergriffen und alle Betriebe verstaatlichten. Jene Juden, die sich früher zum Deutschtum bekannt hatten, wurden als Deutsche behandelt und somit den gleichen Benachteiligungen und Schikanen ausgesetzt. Sie mußten die Armbinde mit dem "N" (Nemec - Deutscher) tragen, und sie bekamen die gleichen Lebensmittelkarten wie die entrechteten und verfolgten Deutschen. Nach diesen furchtbaren Enttäuschungen kehrten viele Juden ihrem Vaterland, das nun keines mehr war, erneut den Rücken. Zwischen 1 948 und 1951 wanderten 18.700 tschechoslowakische Juden allein nach Israel aus, andere gingen in die USA oder in andere westliche Länder. Anträge der Juden aus dem Ausland auf Entschädigung wurden von der tschechoslowakischen Regierung nicht beantwortet. Juden aus der Tschechoslowakei waren auch schon früher in Palästina eingewandert und hatten sich an der Gründung zahlreicher Kibbuzim beteiligt. Mit ihrem Wissen und ihren Kenntnissen leisteten sie auch auf dem technisch-wissenschaftlichen Sektor wichtige Aufbauarbeit. Trotz verhätnismäßig rascher Eingliederung in die neue Gesellschaft bestand unter den Einwanderern aus der CSR ein enges Zusammengehörigkeitsgefühl. Für die älteren Mensch'en war es besonders schwer, die Sprache des Landes - Hebräisch - zu erlernen. So sprachen sie in ihren Familien und mit ihren Freunden deutsch oder tschechisch, und sie waren die Initiatoren zur Gründung einer Vereinigung ehemaliger Bürger aus der Tschechoslowakei, der Hitachduth Oley Czechoslovakia, die 1986 in Hitachduth Jozey Czechoslovakia umbenannt wurde. Die Hitachduth gibt noch heute Kurznachrichten auch in deutscher Sprache heraus, und ihre Mitglieder treffen sich alljährlich im Mai oder Juni zur Askara (Gedenkfeier) im Ja'ar K'doschei Czechoslovakia. (Ja'ar K'doschei ist ein Gedenkwald für aus der Tschechoslowakei stammende Märtyrer.) Die Zahl der in der heutigen Tschechischen Republik lebenden Juden wird auf etwa 5.000 Personen geschätzt. Nach dem Sturz des kommunistischen Systems ist ein neues Aufleben der jüdischen Gemeinschaften in Böhmen zu verzeichnen. Neue Bindungen entstehen zwischen den böhmischen Juden aus Israel zu ihrer alten Heimat. Eine Unterstützung ihrer Belange dürfen die Juden in Böhmen vom Staatspräsidenten Havel erwarten, der bereits im Jahre 1991 am großen Treffen der böhmischen Juden in Tel Aviv teilgenommen hat. Rudolf M. Wlaschek (Kulturkorrespondenz 61/-93) ntfHPBPPBBBBBBBBPglKKKKBBglBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBPKBBKBBginrngrrnBBBBginriBrtEEBEiaBEBBBEBBBDCBBBgiEnEriBriBrtElDgBBBgiBBCCEBE: Soziale Fürsorge, Wohlfahrts - and Krankenpflege in der jüdischen Gemeinde Breslau (Fortsetzung von Seite 9) des jüdischen Krankenhauses, Dr. Siegmund Hadda, sowie dessen Ehefrau und drei Krankenschwestern. Infolge der Auflösung der jüdischen Gemeinde, hörten auch das Krankenhaus, Altersheime und sonstige noch bestehende soziale Einrichtungen auf zu existieren. Was noch zum Inventar des Krankenhauses und der Altersheime gehörte, wurde von den Nazis, wie es ihre Art war, geraubt und geplündert. Der Verfasser des Buches erwähnt auch die Schließung der jüdischen Krankenhäuser in Berlin, Frankfurt und Hamburg. Nach der Auflösung der jüdischen Gemeinde in Breslau, wurde die Errichtung einer Krankenstation für die noch in Breslau ansässigen arisch-jüdischen Mischehen veranlaßt, und zwar in dem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Friedhofs Cosel. Außer den in Mischehen lebenden Personen in Breslau wurden auch solche aus Beuthen, Gleiwitz und Oppeln in dieser Krankenstation hospitalisiert. Zu den Patienten dieser Krankenstation gehörten auch jüdische Zwangsarbeiter und Häftlinge aus dem KZ Groß-Rosen. Zu den täglichen Arbeiten des Personals gehörte auch die Beerdigung jüdischer Zwangsarbeiter auf dem jüdischen Friedhof Cosel. Das war der tragische Schluß des vor mehr als 200 Jahren gegründeten jüdischen Krankenhauses und der anderen vorbildlichen, sozialen Institutionen der jüdischen Gemeinde Breslau. Institutionen, welche Gemiluth Chessed - Wohltun - im wahrsten Sinne des Wortes übten. Die Nazibestien, welche die Kranken und Alten aus ihren Asylen vertrieben und mißhandelten, waren das Produkt eines unmenschlichen Regimes. Nicht gedacht soll ihrer werden.! Unsere Leser schreiben: ...Eine Anmerkung zu dem Artikel von Herrn H.W. Goldstein "Ein Stadthauptmann und ein Schreiber". Es liegt auf der Hand, daß der Schreiber, der mit "Yotam Richter" zeichnet, kein anderer als Yotam, der jüngste Sohn Gideons (Buch der Richter) ist. Dieser benutzt in seiner Rede das Beispiel von den Bäumen, welche einen König wählen wollen. Es ist nichts dabei, dieser Geschichte einen aktuellen Anstrich zu geben. Die Bibel ist ja ein unsterbliches Werk und aus ihr zu lernen ist ja unser Privileg... Hochachtungsvoll, Rabb. Gluskinos (Die Quelle ist: Buch der Richter, 9,7 - 21.) Vielen Dank für die Zusendung der Zeitung, mit der ich mich, wie immer, sehr freue. Ich wünsche | Ihnen allen ein gesundes Jahr, c Mit besten Grüßen Alice Kiksmann, geb. 5 Matzdorff, ~ 533 Harvard Ave. E Apt. 306, Seattle, WA 98102, U.S.A.