Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 2000
- Issue
- No. 69 (2000)
- Date
- 2000-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 1609)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Dr. Yehuda Ben-fiwner s.fi. Am 30 Mai d.J. verschied unser verehrtes Mitglied und Mitarbeiter Dr. Yehuda Ben- Awner s.A.. Dr. Ben-Awner (ehemals Markt) wurde im Jahre 1922 in Breslau geboren. 1938 gelang es ihm, mit der Jugendalija nach Erez- Israel einzuwandern. Hier begann seine segensreiche Tätigkeit im Bereich des Erziehungs-, Schul- und Bildungswesens. Von 1945 an war er Lehrer in Mischmar-Hayarden. Er war dort der einzige Lehrer für alle Klassen, und zugleich Direktor und Pedell. So sorgte er für die Aufrechterhaltung der Schule bis Mischmar-Hayarden im Befreiungskrieg 1948 von den Syrern erobert wurde. Dort leistete er Pionierarbeit im wahrsten Sinne des Wortes. Bis 1952 war er danach Lehrer in Rechowot und von 1953 bis 1963 Direktor der religiösen Schule in Beer Sheva. Auch war er sehr aktiv in der Organisation der religiösen Lehrer. Ab 1963 war er Direktor der religiösen Schule in Ramat-Hascharon. Trotz seiner vielfältigen Arbeit, fand er Zeit, sein Doktorat an der "Bar- Ilan"-Universität fertigzustellen. Er habilitierte sich dann als Dozent für moderne jüdische Geschichte an der "Bar-Ilan"-Universität. Er war einer der wichtigsten Forscher der jüdischen Geschichte in Deutschland seit der Emanzipation und der Zeit des Holocaust. Er veröffentlichte eine wichtige Forschung über das religiöse Judentum in Deutschland und ihre zwei wichtigsten Strömungen - Einheits- und Austrittsgemeinde. Auf Grund seiner wichtigen Forschungen auf dem Gebiet des Holocaust und seiner Kenntnis der deutschen Sprache wurde er von der Organisation der israelischen Lehrer nach Deutschland geschickt, um dort vor Forschern, Professoren und anderen Gelehrten Vorträge über den Holocaust zu halten. Aber er gab auch Lehrvorträge in den obersten Klassen verschiedener Gymnasien über die Zeit der Judenverfolgungen in Nazideutschland, ein Thema, das vielen Schüler fast unbekannt war. Viele Jahre war er auch verantwortlich für historische Disziplinen in der "Offenen Universität". In den letzten Jahren seines Lebens befaßte er sich viel - schriftlich und mündlich - mit den Lügen der. Verneiner oder Zweifler am Holocaust. In unseren "Mitteilungen" schrieb er tiefschürfende Artikel über dieses Thema, sowie er auch Vorträge bei den Versammlungen unseres Verbandes darüber hielt, die die Zuhörer in seinen Bann schlugen. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. D.R. Zum Andenken qn einen jüdischen Komponisten Karl Weill - za seinem 100. Geburtstag Kurt Weill ist im allgemeinen bekannt durch seine Musik zu den Schauspielen von Bert Brecht wie "Die Drei-Groschen-Oper", "Mahagoni" u.a.m.. Aber Kurt Weill hatte auch tiefe jüdisch-musikalische Wurzeln, welche er von zuhaus mitbrachte. Er wurde 1900 in Dessau geboren. Sein Vater war der Chasan Albert Weill, der an der Seite des dortigen Rabbiners Dr. Isidor Walter (Landesrabbiner von Anhalt mit Sitz in Dessau, der nach Theresienstadt deportiert wurde und am 2.4.1943 dort ums Leben kam) amtierte. Kurt Weills Vater gelang es noch in Erez-Israel einzuwandern und war dort Chasan an der großen Synagoge in Naharya. Im Jahre 1937 trafen sich drei Flüchtlinge aus Nazideutschland/Österreich in New York. Der Komponist Kurt Weill, der Schriftsteller Franz Werfel und der Regisseur Max Reinhardt. Sie waren die Schöpfer des Werkes "Der Weg der Verheißung" - ein biblisches Drama in vier Teilen. "Der Weg der Verheißung" spielt in einer Synagoge, in die die Juden der Gemeinde aus Angst vor einem Pogrom geflüchtet sind. Es sind Juden verschiedener Strömungen: Religiöse, Assimilierte, solche, die dem Judentum ganz entfremdet waren. Alle sind um den Raw versammelt, der ihnen die Geschichte des jüdischen Volkes von Erzvater Awraham an erzählt. Hier erscheint auch ein Junge aus ganz assimiliertem Haus, der gerade das Alter der Bar-Mizwa erreicht hat und von dem Raw in Bann gezogen wird. Vielleicht ist das ein Selbstporträt von Kurt Weill, der nach Jahren der Entfremdung wieder den Weg zurück in den Schoß des Judentums sucht. Am Ende hört man aus dem Hintergrund die ewigen Worte des Psalm 126: "Als der Ewige zurückführte die Weggeführten Zions, waren wir gleich Träumenden". Für die Komposition des “Der Weg der Verheißung" suchte Weill musikalische Quellen in der traditionellen jüdischen Liturgie und verflocht traditionelle Gebetsmelodien, die er noch von seinem Vater her kannte. Weill äußerte sich später, daß "Der Weg der Verheißung" sein schönstes Werk sei. Weill fühlte sich besonders nahe den Werken von Jacques Offenbach - auch ein Sohn eines Chasan (aus Köln). Weill starb im jungen Alter von 50 Jahren in New York. M. E. Awi-Achija Treffen mit RA Lothar Fremy in Sachen: "Rückerstattung von Immobilien in Polen" Am 14.6.2000 fand im Beth Ha Tfuzot (Haus der Diaspora) in Tel Aviv ein Treffen mit RA Fremy aus Berlin statt. Das Thema war die Rückerstattung von Eigentum jüdischer Bürger aus Breslau und Schlesien. Das Referat von RA Fremy war mit seinem Artikel, welchen wir in unseren "Mitteilungen No.68" veröffentlichten, identisch. Nach den Ausführungen von Herrn Fremy, welche von Herrn Wolf aus Kibbuz Yawne übersetzt wurde, stellten viele Teilnehmer Fragen an den Referenten, die er soweit es in seiner Macht stand beantwortete. j Suchanzeigen £ | Vergangenen Monat war ich in Stuttgart und | hatte, u.a., eine Unterredung mit Prof. Conrads - Uni Stuttgart - über die Breslauer Juden. Ich ■ interessiere mich sehr für dieses Thema, denn ich recherchiere die Geschichte meiner Familie und ein Zweig stammte aus Schlesien, genauer : gesagt aus Glogau und Breslau, j Meine Familie waren die Raschkows,; Friedlaender und Friedlaender-Fuld. Meine I Mutter, Hilde Stern (Berlin, 1908) ist eine I geborene Raschkow. Mein Großvater, Dr. j Hermann Raschkow (Berlin, 1874 - Rio de \ Janeiro, 1953) war der Sohn von Dr. Friedrich j Raschkow (Glogau, 1844 - Berlin 1891) und j von Bertha Friedlaender (Glogau, 1853 - Berlin, | 1900). | Der Erste, der den Namen Raschkow führte, j war Suesskind Raschkow, Schutz-Jude aus I Glogau, der 1812 den Namen angenommen I hat, als er das Bürgerrecht gewann. Später ist j er mit Rabbiner Tiktin nach Breslau verzogen, j wo er Lehrer war und im Schloßbezirk, Nr. 729 | wohnte. Familie Friedlaender war sehr groß. { Suesskinds Sohn und Friedrichs Vater, Dr. \ Joseph Raschkow (Breslau, 1804 - Berlin, j 1862), war auch mit einer Friedlaender j verheiratet, Marianne Friedlaender (Glogau, | 1809 - Berlin, 1895). Wir haben mehrere \ Dokumente und Angaben über die Familie j Raschkow, aber fast nichts über die { Friedlaenders. Ich möchte anfragen, ob Ihr \ Verband mir bei diesen Recherchen helfen l kann und mich orientieren, wohin ich mich \ wenden kann, um weitere Informationen zu I erhalten. Außerdem möchte ich auch Näheres j über den Verein der Ehemaligen Breslauer! kennen lernen. I Mit freundlichen Grüßen, l Yvonne Stern, Rua Joao Lira, 135 Apt. 804, \ 22.430-210 Rio de Janeiro, Brasil. i e-mäil: ystern@uol.com.br.