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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1999-01-01 · No. 66 (1999) · p. Seite 4

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1999
Issue
No. 66 (1999)
Date
1999-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 Anmerkungen zum Thema der Holocaustleugnung (Fortsetzung von Seite 3) Monowitz mit meinem Vater zusammen war und überlebte. Derartige Zeugnisse haben ja wohl viele und mehr braucht man auch nicht. Die Kraft zum Überleben hatten nur wenige und der schnelle Tod durch Hunger und Schwerarbeit war von den Herrschenden programmiert. Eine weitere Gruppe war die der Unglücklichen, die gewählt wurden, "Material" für medizinische Experimente zu sein. An denen konnten Mediziner private oder befohlene Forschung treiben. Bekannt sind die Phenolspritzen, Zwillingsforschung (Mengele), Sterilisierung, das Bestehen unter Bedingungen von überhöhtem Druck oder Unterkühlung und dergl. Grausamkeiten mehr. Darüber sprechen und schreiben die Leugner nicht, da sie ja behaupten, alle Aussagen wären Lügen. Die Reichsuniversität von Straßburg bestellte Schädel von Frischgetöteten zum Zweck der Rassenforschung. Über all diese wissen wir aus dem Buch von Eugen Kogon "Der SS- Staat" und aus Bernd Naumanns Darstellung des Frankfurter Auschwitzprozesses. 3. Aber nicht nur in den Lagern wurden Massentötungen durchgeführt. Viele davon geschahen in den Ghettos oder deren nächsten Umgebungen. Die Ghettos waren bestimmt, soviel Juden wie möglich zusamrrlenzupferchen, damit sie dort an Hunger und Seuchen umkommen, und das so schnell wie möglich. Ging es ihnen nicht schnell genug, denn es kamen ja immer wieder Neue und der Lebenswille der Juden war stark, so führten sie eine große Zahl hinaus zur Massenerschießung. Das wurde von SS-Einheiten erledigt und von Wehrmachtseinheiten abgesichert. So war es in Kiew, Riga und sehr vielen anderen Orten. Der Wehrmachtsoffizier Axel von dem Bussche- Streithorst wurde Widerständler als er Zeuge der Massenerschießung der Juden von Dubno wurde. Auch diese Gemordeten hatten keine Nummern und bestehen für die Leugner nicht. Die Enge der Ghettos, das Zusammenpferchen sovieler Menschen, die Unterrationierung von Lebensmitteln, der vollkommene Abschluß von der Außenwelt hatten unmittelbar Hunger und Seuchen zur Folge. Zur Vermeidung der Ausbreitung solcher Seuchen nach Außen mußten die Toten sofort in Massengräbern begraben, oder besser verbrannt werden. So sagen die Revisionisten, viele wären an Hunger und Seuchen gestorben, wie in der anderen Bevölkerung, und das hätte nichts mit organisierter Judenausrottung zu tun. Das war alles vorbereitet. In der Vorkriegszeit gab es keinen Massenmord, aber nicht wenige wurden schon in den deutschen Konzentrationslagern der 30er Jahre "auf der Flucht erschossen" oder "starben" an Herzinfarkten und anderen Krankheiten. Die Witwen erhielten dann Aschenurnen per Post und hatten für die Sendung zu bezahlen. Nicht wenige wurden auch in den Wahnsinn getrieben. Bekannt sind die Fälle von zwei Rabbinern: Dr. Martin Mordechai Bohrer aus Gailingen starb an Schwäche und Tortur in Dachau, Dr. Jakow Horowitz aus Frankfurt wurde in geistiger Umnachtung "befreit", mußte sofort aus Deutschland heraus und starb kurz danach in Holland, ohne daß er wieder zu sich kam. Industrielles Morden war natürlich erst im Kriege möglich. Da geschah es in einer Bevölkerung, in der der Judenhaß tief verankert war und die an Pogrome gewohnt war. Letten, Litauer, Ukrainer halfen gern. Aus der Slowakei und Kroatien wurden Juden sicher nicht ohne Hilfe der Hlinka-Garden oder der Ustaschi transportiert. Wie im Nachlaß von Ringelblum zu lesen ist, waren Juden in Polen, die sich verstecken konnten, immer der Gefahr der Denunzierung ausgesetzt. Es gab allerdings auch Polen, die den ghettoisierten Juden da und dort Lebensmittel zuschmuggelten, weil sie mit Recht befürchteten, daß nach den Juden sie an die Reihe kämen. 4. Nicht wenig beschäftigten sich die Holocaustleugner mit dem Thema der Zeugenaussagen und der Dokumente. Wie gesagt sind Aussagen jüdischer Zeugen wertlos, weil die Juden Interessenten sind. Aussagen der Täter sind genauso wertlos, weil sie durch Tortur erzwungen wurden. Kurt Gersteins Aussage war wahrscheinlich gefälscht. Aber was macht man mit der Himmlerrede von Anfang Oktober 1943 in Posen? Bisher sagte man, die Worte, die die Juden betreffen, wären aus dem Zusammenhang gerissen. Aber dieser Teil der Rede ist vollkommen und aus keinem Zusammenhang gerissen. Dann sagten sie - gefälscht. Eine Geheimrede aufgenommen, mit den damaligen Mitteln (also große Apparate). Aber Himmlers Stimme ist deutlich erkennbar, und sicher sind auch damals alle der Reden der Machthaber protokolliert worden. (Wenn noch nicht Tape, dann Schallplatte.) Himmler sagt ganz deutlich: "Nun zur Judenfrage...". Er sagt ganz klar, was es macht, Hunderte von Leichen vor sich zu haben. Aber das getan zu haben, und doch, abgesehn von menschlichen Schwächen, anständig geblieben zu sein, das wäre ein Ruhmesblatt der Geschichte, das nicht geschrieben wurde und nicht geschrieben werden wird. Also Ruhm zu morden und dabei anständig zu bleiben! Keiner hat Himmler seine Rede aufgezwungen. Keiner hat Hans Frank sein Geständnis aufgezwungen, da ihm der Strang zugesichert war auch ohne die Einsicht, daß man der Verbrechen gegen die Menschheit noch in 1000 Jahren gedenken wird. Tatsache ist, daß seine Mitangeklagten sehr böse auf ihn waren. Keiner hat Rudolf Höß zu seiner Biographie zwingen können, da auch ihm der Strang sicher war. Nun sagten die Leugner, das israelische Obergericht hätte Demjanjuk freisprechen müssen, weil sogar diese Richter den Aussagen keinen Glauben schenken konnten. Eine klare Lüge, denn jeder weiß, daß das Gericht keinen Zweifel hatte, daß der Mann ein Kriegsverbrecher war. Er war auch angeklagt, "Iwan der Schreckliche" aus Treblinka gewesen zu sein. Was dieser Iwan tat, auch darüber gab es keine Zweifel. Das Gericht war aber nicht bereit, über jeden Zweifel in Demjanjuk, besagten Iwan zu identifizieren. In Bezug auf Augenzeugen mögen wohl die Erklärungen des Axel von dem Bussche genügen. Aber ein anderer Offizier, Helmut Stieff, schrieb in einem Brief an seine Frau:"... Diese Ausrottung ganzer Geschlechter mit Frauen und Kindern ist nur in einem Untermenschentum möglich, das den Namen Deutsch nicht mehr verdient. Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein..." Stieff war daher von den Verschwörern des 20. Juli 1944, der mit anderen in Plötzensee hingerichtet wurde. (Einzelheiten im Buch von Steinbach-Tuchel, Widerstand gegen den Nazionalsozialismus.) Jedoch war das nicht die allgemeine Auffassung der Wehrmacht. Viel mehr bestimmend sind die Worte des Feldmarschalls Walter von Reichenau in einem Befehl an seine Truppen. Da verlangte er Verständnis zu haben "für die harte, aber gerechte Sühne am jüdischen Untermenschentum". Einen schriftlichen Führerbefehl gibt es nicht, aber seine Reden vor und während des Krieges und sein politischesTestament drücken ganz deutlich seinen Willen aus, was zu tun sei, und bestätigen was getan wurde. Eine Art Dokumente haben die Leugner übergangen: Die Briefe, in denen man mit den Gemordeten Geschäfte machte. Ich sah sie in großer Zahl in Majdanek, aber auch in Stutthof. Es sind Rechnungen und Quittungen u. dergl. (Fortsetzung auf Seite 5)

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