Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1998
- Issue
- No. 65 (1998)
- Date
- 1998-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 1506)
- Language
- German
- Belongs to
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8 HAJ AMIN EL-HUSSEINI, DER MUFTI VON JERUSALEM UND DIE KOLLABORATION DER ARABER MIT DEN NAZIS. Amin and Berlin" von Jennie Lebel, 1996) von M.E. HAUSCHNER ("Haj Das Buch "Haj Amin and Berlin" von Jennie Lebel ist die Biographie des Jerusalemer Mufti zur Zeit des englischen Mandats. Jennie Lebel beschäftigt sich in ihren Forschungen mit der Geschichte der Juden in Jugoslawien und insbesondere mit derzeit des Holocaust. Infolge dieser Forschungen, endeckte Jennie Lebel viel interessantes Matrial über die Kollaboration zwischen el Husseini und der deutschen Besetzungsarmee in Jugoslawien. Jennie Lebel beschreibt den Werdegang El-Husseinis von seiner Jugend an. Er entstammte einer alt eingesessenen Familie in Jerusalem, welche zur Zeit der Türken und am Anfang des englischen Mandats, wichtige Ämter innehatte. Auch sein Vater war Mufti von Jerusalem. Aber dieser lebte in gutem Einvernehmen mit allen ethnischen und religiösen Gruppen in Jerusalem. Er nahm auch im Jahr 1918 an der Grundsteinlegung zur Hebräischen Universität teil. Im krassen Gegensatz zu seinem Vater entpuppte sich sein Sohn Amin als bxtremer arabischer Nationalist. Er war Gründer der nationalistischen arabischen Bewegung. Diese kämpfte gegen den jüdischen Jischuw, die zionistische Bewegung und auch gegen die englische Mandatsregierung, trotzdem diese ihn am 12.4.1921 zum Mufti von Jerusalem ernannte. Er organisierte die terroristischen Aufstände der palästinensischen Araber. Jennie Lebel schreibt über die in Palästina ansässigen Deutschen (die Templer), welche ganz und gar nazistisch eingestellt waren. Vom Sommer 1933 an gründeten die Nazis in Palästina Parteizellen, Hitlerjugend welche bei ihren Veranstaltungen das berüchtigte Horst- Wessel-Lied sangen. Im Jahre 1935 wurde eine deutsche Schule im Nazigeist in Jerusalem gegründet. Viele Araber mit El-Husseini, ihrem Oberhaupt, kamen in engen Kontakt mit diesen Deutschen, u.a. mit dem deutschen Konsul in Jerusalem (Dittmann) und dem Vertreter des deutschen Nachrichtenbüros (Franz Reichert). Der Mufti war einder der ersten welche 1933 mit Hitler Fühlung nahmen.1936-37 wurde er mit noch anderen führenden Arabern in das deutsche Spionagenetz integriert und von den Nazis finanziert. Alle Fonds Sowohl aus religiösen wie auch aus anderen Quellen waren ihm unterstellt, und so hatte er die Mittel für seine mörderischen Attentate. Als im Jahre 1937 das oberste arabische Kommittee als illegal erklärt wurde und die meisten Führer desselben aus den damaligen Palästina verbannt wurden, gelang es El-Husseini nach dem Libanon zu entkommen. Im Jahre 1941 kam der Mufti über Irak, Iran und Rom nach Berlin. Er nahm sofort Beziehungen mit Hitler, Göring und anderen führenden Nazis auf. Es gab auch schon einen Sender im deutschen Rundfunk welcher in arabischer Sprache deutsche Propaganda verbreitete. Der Mufti machte es sich zur Aufgabe militärische Formationen für islamische Soldaten zu schaffen. Diese rekrutierten sich 1) Aus islamischen Kriegsgefangenen der russischen Armee, welche aus Aserbaidschan, Georgien, Turkestan u.s.w. stammten. 2) Aus Jugoslawen islamischer Religion aus den Islamischen Gebieten Jugoslawiens. Für diese Soldaten verfaßte er eine ganz üble Hetzschrift "Islam und Judentum", welche ins kroatische übersetzt wurde. Diese Hetzschrift wurde an die islamischen Angehörigen der "Waffen SS" verteilt. Diese Kriegsverbrecher waren für Massenmorde, Vergewaltigungen, Ausbrennen von Dörfern insgesamt ihrer Bewohner verantwortlich. Diese Broschüre hetzte insbesondere zum Mord von Juden auf. El-Husseini verlangte von Göring die jüdischen Gebiete in Erez-Israel zu bombardieren wie z.B. Tel-Aviv und die jüdisch-nationalen Institutionen in Jerusalem wie z.B. die Jewish Agency. Er organisierte auch Fallschirmspringer in die Gebiete der Franzosen und Engländer im mittleren Osten und in den Kaukasus, für Spionage und Sabotage. In Erez-Israel wurden Die Zerstörung der Liegnitzer Synagoge AUGENZEUGENBERICHT VOM 10. NOVEMBER 1938 Ein bitteres Erlebnis aus meiner Jugendzeit ist mir in Erinnerung geblieben, die "Reichskristallnacht" vom 9. zum 10. November 1938. Damals war ich 13 Jahre alt, und wir wohnten im Hinterhaus der Wallstraße 10, also schräg gegenüber der Liegnitzer Synagoge. Meine Mutter ging an diesem Morgen gegen 4.30 Uhr in die Frauenstraße, ins Haus vom "Prinz Heinrich“, Büroräume putzen. Sie kam ganz aufgeregt zurück, weckte uns und sagte, daß die Synagoge brenne. Ich zog mich sofort an und rannte hin. Es war Tatsache, es standen nur noch die Außenmauern, der Dachstuhl war bereits heruntergebrochen. Keine Feuerwehr half, ein Wahnsinn. Nun rannte ich die Bäckerstraße entlang in die Stadt zu bekannten jüdischen Geschäften wie Silbermann, Haurwitz und anderen. Hier hatte man die Schaufensterscheiben zertrümmert, die Waren auf die Straße geworfen und zum Teil angezündet. Es war unbegreiflich. drei von diesen Spionen in einer abgelegenen Höhle in der Nähe von Jericho am 16.10.1944 von den Engländern gefasst... El-Husseini kam nach dem Krieg am 19.5.45 nach Frankreich. Charles de Gaulle ermöglichte ihm jede politische Tätigkeit, trotzdem er auf der Liste der Kriegsverbrecher stand und Jugoslawien seine Auslieferung verlangte um ihn vor das Gericht zu stellen. Trotz seines Aufenthaltes in Frankreich wurde er nie als Kriegsverbrecher vor ein Internationales Gericht gestellt. Infolge der Bemühungen der arabischen Liga blieb er unbehelligt und konnte nach dem Libanon entkommen, wo er 1974 starb. Er war das Vorbild der P.L.O. 1985 erklärte Yasser Arafat dass "er unendlich stolz sei" in den Fusstapfen des Mufti zu gehen und betonte "daß die P.L.O. in dem von dem Mufti vorgeschriebenen Weg weiter schreiten werde". Schon Goethe schrieb: "Was Du ererbt von Deinen Vätern Das Buch von Jennie Lebel ist eins der interessantesten Dokumente, welche über die Zeit des Zweiten Weltkrieges erschienen sind, und uns einen Einblick in das Verhalten der Araber den Juden gegenüber gewährt - auch heute noch. In der Nacht des Grauens wurden die Juden mit Gewalt aus ihren Wohnungen geholt und in dem neben der Synagoge stehenden Haus, wir nannten es "Rabbiner-Haus", eingesperrt. Hier wurden die Fenster, bis auf einen ziegelbreiten Spalt, zugemauert. Jeden Morgen mußten die Juden auf dem Hof am Rabbiner- Haus antreten und wurden zur Arbeit geführt. Erst am Abend kamen sie unter Bewachung zurück und wurden bis zum nächsten Tag eingeschlossen. Helmut Opitz, Bernhard-Göring-Str. 118, 04275 Leipzig Jicgnite. .ugtgt u. 2isAer-S/r,i:se. Die Synagoge wurde 1846 im byzantinischen Stil errichtet. Sir stand in der Räiier-/I'cl< LL.lv _■ m iIh Synugopenstraße t spater Slrtdu-nstruße). Foto: Archiv l.iegn. Sammlung Wuppertal Liegnitzes Heimatbrief, No 5