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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1998-01-01 · No. 65 (1998) · p. Seite 7

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1998
Issue
No. 65 (1998)
Date
1998-01-01
Page
Seite 7 (sequence 1505)
Language
German
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7 Jüdisches Leben in Breslau 1938 - 1941 (Fortsetzung von Seite 6) erleichtern. Während der Wintermonate lieferte die jüdische Winterhilfe zusätzliche Unterstützung, während der Sommermonate wurde dieselbe Organisation, Jüdische Plicht genannt. Eine der verschiedenen anderen Gruppen, die für besondere Bedürfnisse sorgten, nämlich die jüdische Nothilfe, organisierte ein Selbsthilfesystem unter den Bedürftigen. Kinder reinigten Friedhöfe während ihrer Freizeit, brachten den Kranken und Alten Mahlzeiten, und als die Deportationen begannen, halfen sie den Leuten sich für die Fahrt vorzubereiten. Diese Art von gegenseitiger Hilfe erhöhte die allgemeine Moral, da die Leute fühlten, sie gaben etwas und empfingen nicht nur. Mangel an Brennstoff verhinderte Leute während der kalten Saison zu baden und so mietete die jüdische Gemeinde ein Badehaus, dass sie unter grossen Ausgaben renovierte. Das Jüdische Nachrichtenblatt forderte die Gemeindemitglieder auf, es oft zu benutzen, um die schwere finanzielle Last seiner Aufrecherhaltung zu lindern. Das jüdische Krankenhaus mit 300 Betten war das Grösste in allen jüdischen Gemeinden Deutschlands. Als der Befehl gegeben wurde, es innerhalb von achtundvierzig Stunden zu räumen, waren ungefähr hundert Kranke in der Lage zu gehen und wurden nach Hause geschickt, fünfzig kritisch Kranke wurden in das Israelitische Siechenheim, ein Heim für Alte und chronisch Kranke, gebracht. Die Innsassen machten für sie zwei Etagen frei, indem sie sich im obersten Geschoss zusammen drängten. Keinerlei medizinische Instrumente durften aus dem Hospital genommen werden und nur ein begrenzter Vorrat an Medikamenten. Irgendwie wurde ein kleiner Röntgenapparat besorgt. Zwei Operationssäle wurden in einer privaten Klinik eingerichtet, die zwölf Krankenzimmer hatte. Drei Monate später wurde das Siechenheim auch beschlagnahmt und die Patienten wurden im zweiten und dritten Geschoss des Gemeindehauses in der Wallstrasse untergebracht. Eine Operationsklinik wurde in einer Privatklinik eingerichtet mit zweiundsiebzig Betten. Jüdische Patienten wurden dort bis November 1942. behandelt und auch polnische Patienten und verwundete Kriegsgefangene wurden dort gepflegt. Viele Krankheiten wurden hervorgerufen durch Mangel an guter nahrreicher Ernährung einerseits und harter Arbeit andeserseits. Bis zum Herbst 1941 hatte das Krankenhaus eine Schwesternschule für Krankenschwestern, die zweimal jährlich zu Prüfungen antraten. Sechswöchentliche praktische Trainingskurse wurden abgehalten, um zu versuchen, den Mangel an erfahrenen Krankenschwestern zu beheben, die im Ausland gesucht waren und relativ wenig Schwierigkeiten mit Auswanderungsformalitäten hatten. Jüdische Frauen, die so ausgebildet worden waren, besassen ein gutes professionelles Niveau. Eine Schwester, die Auschwitz überlebte, fr; Polizeipräsident 5. 1 a -5155- Breslau, den 11. August. 1941. Vertraulich Betr.; 2. Judenwohnungsaktion in Breslau am 16.8.1941. bezug 5. 1 a -5155vom 26.7,1941. a) Zu räumende Wohnungen; Straße Wohnungsinhaber Revier Röntgenstraße 12 Oelsner S. Rev. 3 Adalbertstraße 140 Schuftan ★ 4 Feinstraße 21 Prager ★ 6 Matthiasstr. 38 Teiß * 1 Webskystraße 19 Schimck k 12 Arletiusstr. 17 Adler k 13 Herdainstr. 36 Angress k 13 Alexanderstr. 16 Brauer * 14 Höfchenstr. 9 Vogelsdorf ★ 16 Agnesstr. 14 Kastan ★ 15’ Radenbruchstr.10 Kurzbart * 17 Kanthstr.51a Koppe ★ 17 Steinstr. 54 Ehrlich * 17 Goethestr.34 Steinauer ★ 18 Viktoriastr. 111 Aufrichtig ★ 18 Fehrbellinstr. 12 Böhm ★ 18 Opitzstr. 31 Schweiger ★ 18 Oranienstr. 10 Kempner k 18 Charlottenstr. 7 Brinnitzer k 18 Menzelstr. 55/57 Posner k 18 Gutenbergstr. 27 Prinz k 18 Eichendorffstr. 67 Stein k 19 Carmerstr. 11 Imbach k 19 Friedrichstr. 20 Prinz k 20 Schwerinstr. 54 Prausnitz k 20 Schwerinstr. 22 Levönbach k 20 Gartenstr. 3 Goldmann k 20 Kopischstr. 65 Hirschei k 21 Opporauer Str. 12 Rikolaier k 21 Roonstr. 37 Stein k 21 Alsonstr. 93 b) Räumungstermin; Preis k 26 bereits geräumt bereits geräumt Ziffer 2.b) a.a.o.gilt mit der Maßgabe, daß als spätester Räumungstermin der 16 August 1941, 8.00 Uhr, einzusetzen ist. c) Sammeln und Abtransport; Der Abtransport der Juden nach Tomersdorf (Zoar) wird zwischen dem 23. und 25. 8.41 voraussichtlich wieder als Bahntransport durchgeführt werden. Genaue Zeit des Transportes u.U.-der Gestellung eines Transportkommandos wird dem Res.-Pol.-Batl. noch bekanntgegeben. In der Zeit vom 16.8.41 bis zum Abtransport werden die Juden bei Rasseangehörigen untergebracht. Verteiler; Pr.Adr. S.la, Res.Pol.Batl., S.Ak.Süd,Nord,West, säratl.Rev.u.Rev.Zwgst., W.,Ka. Nachrichtlich; Sta,o, Gaupersonalamtsleiter Friedrich. In Vertretung gez. Crux. Beglaubigt; -Oberlauf- Hauptwachtm.d.Schp. Eine Liste jüdischer Wohnungen,die auf Befehl der Gestapo geräumt wurden. Diese jüdischen Familien mußten provisorische Unterkunft bei der jüdischen Gemeinde finden bis zu ihrem geplanten Abtransport eine Woche später. (Fortsetzung auf Seite 14)

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