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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1998-01-01 · No. 64 (1998) · p. Seite 23

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1998
Issue
No. 64 (1998)
Date
1998-01-01
Page
Seite 23 (sequence 23)
Language
German
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Wie der gestrige Tag (Fortsetzung von Seite 13) insbesondere seine Liebe zu den Pionieren, welche Erez-Israel aufbauten, brachte ihm die Zuneigung aller Kreise. Und um mit Franz Rosenzweig zu sprechen, welcher über Rabbiner Nobel schrieb, "dass im Fierzen eines grossen Juden sehr viel Platz ist". Zu erwähnen sei in diesem Teil des Buches noch der Artikel über den Glauben an die Auferstehung der Toten nach biblischen, talmudischen und Midrasch-Quellen, so wie auch Ansichten unserer Weisen im Laufe der Zeit gebracht werden. Es ist nur zu bedauern, dass der Verfasser nicht die Ansicht eines Denkers unserer Zeit, Dr. Aharon Barth s.A. EEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEBEnnnrr Jüdisches Unternehmertum in Schlesien (Fortsetzung von S.22) Bielschowsky an. Nach dem 1. Weltkrieg, im Jahr 1920, erfolgte die Gründung einer Niederlassung in Danzig. Mit Heimann trat zum erstenmal ein von der Leistungsfähigkeit her betrachtet etwas adäquates Bankhaus neben Eichborn & Co., das bis dahin führende Geldhaus Schlesiens. Sieht man von dem hervorragenden Bankhaus Heimann einmal ab, dann gab es daneben eine erhebliche Zahl jüdischer Bankinstitute, deren lokale und regionale Bedeutung erheblich war. Von Dobersch & Bielchowsky abgesehen, seien genannt die Geldhäuser Hepner & Co. in Beuthen, Louis Pollack (später S.Steinfeld) in Liegnitz, Moritz Sachs in Breslau bzw. die Breslauer Wechselbank, der Schlesische Bankverein in Breslau, in dem Fedor Pringsheim eine maßgebende Rolle spielte, sowie Max Perls & Co. in Breslau. Das produzierende Gewerbe, der Handel und das Finanzwesen waren in Schlesien, wie im übrigen Deutschland auch, diejenigen Felder, auf denen Angehörige des jüdischen Bevölkungsteils sich besonders zahlreich und erfolgreich engagierten. brachte. In seinem Buch "Unsere Generation in Konfrontation mit den ewigen Fragen" (Dorenu mul sche'elot hanezach) schreibt Dr. Barth über dieses Thema im Geiste der jüdischen Tradition (S. 227/228). In dem vierten Teil - "Zionismus" betitelt - gibt es u.a. zwei historisch-wichtige Artikel: Ein Artikel überdas im April 1918 (kurz nach der Balfour Deklaration) gegründete "Deutsches Comite pro Palästina für Förderung der jüdischen Palästinasiedlung". Dieses Comite bestand aus nichtjüdischen Politikern und anderen Persönlichkeiten. Diesen Teil schliesst eine Abhandlung über die "Thora Va'Avoda" Bewegung. Diese Bewegung in Erez-Israel - Hapoel Hamisrachi; in Deutschland - Bachad (Brith Chaluzim Datijim). Diese Bewegung ist aus der religiös-zionistischen Bewegung "Misrachi" hervorgegangen. Um die Ideologie dieser Bewegung zu verstehen, gibt uns Prof. Walk, einer der Ideologen derselbn, einen Überblick über das religiös-gesetzestreue Judentum in Deutschland. "Thora Va'Awoda" ist die Bewegung der religiösen Pioniere beim Aufbau von Erez-Israel, sowie die Gewerkschaft (Hapoel Hamisrachi) der religiösen Arbeiter, welche religiöses Leben und sozialen Fortschritt propagieren. Aus den Hachscharazentren dieser Bewegung in Deutschland, wie Rodges, Geringshof u.a. kamen die Gründer der religiösen Kibbuzbewegung in Erez-Israel. Der fünfte und letzte Teil, "Erinnerungen" betitelt, ist persönlichen Ereignissen und Menschen gewidmet, welchen der Verfasser in den vielen Jahren seines Lebens und Schaffens begegnet ist. Der erste Artikel ist Jizchak Knoller gewidmet. Jizchak Knoller wanderte 1936 nach Holland aus. Im Jahre 1942 flüchtete er nach Belgien, wo er untertauchen konnte und so den Krieg überlebte. Nach der Befreiung 1945, machte er es sich zur Aufgabe die jüdischen Kinder welche bei nichtjüdischen Familien oder Klöstern untertauchen konnten und so überlebten, in einem Heim zu sammeln und mit Hilfe der Jugendalija nach Erez-Israel zu bringen. Er selbst kam mit seiner Frau und seinem jüngsten Sohn 1947 nach Erez-Israel. Sein ältester Sohn fiel am 14.4.1948 auf dem Weg nach N'weh Ja'akov. Knoller selbst kam bei dem barbarischen Bombardement am 18.5.1948 auf die "Egged" Autobusstation in Tel-Aviv ums Leben. Im Norden Erez-Israels befanden sich zwei Siedlungen, Waldheim und Bethlehem, welche von deutschen Templern am Ende des vorigen Jahrhunderts gegründet wurden. Die Araber in der Umgebung, welche den jüdischen Siedlern feindlich gesinnt waren, gingen bei diesen Deutschen aus und ein. Diese Deutschen waren meistenteils sehr antisemistisch und die Bilder Hitlers und anderer prominenten Nazis hingen in ihren Zimmern. Nach der Besetzung dieses Teil des Landes durch die israelische Armee mussten diese Deutschen das Land verlassen. Der Verfasser dieses Buches, welcher damals Soldat in der israelischen Armee war, beschreibt in zwei Artikeln die Räumung dieser Dörfer. Trotzdem in den jüdischen Sodaten die Erinnerung an die Vertreibung von Millionen Juden in die Vernichtungslager wach war, ging die Räumung dieser Dörfer in geordneter Weise vor sich und kein Racheakt wurde verübt. Das Buch schliesst mit Worten des Gedenkens an Nachschon Wachsmann, welcher von arabischen Terroristen am 25.10.1994 ermordet wurde. Dieses interessante Buch welches eine Zeitspanne von über 60 Jahren umfasst, beginnt mit der Darstellung der jüdischen Erziehung und Schulen in der Nazizeit, in welcher jüdische Kinder dem Judenhass der Nazis ausgesetzt waren. Das Buch schliesst mit Worten des Gedenkens an einen jungen jüdischen Soldaten, welcher arabischen Terroristen zum Opfer fiel. Diese Terroristen sind die geistigen Erben des ehemaligen Jerusalemer Muftis Amin El Husseini, welcher die Kriegsjahre in Deutschland im Dienste Hitlers verbrachte. Eine gerade Linie von Hitler, über den Mufti bis zu den heutigen arabischen Terroristen. M. E. H

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