Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1998
- Issue
- No. 64 (1998)
- Date
- 1998-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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24 SUCHANZEIGEN ICH SUCHE MEINE GROSSMUTTER: Martha Danziger geb. Lewysohn, geboren am 12.September 1886 in Breslau. Ich bitte um Hilfe um meine Großmutter auf einer Liste der deportierten Deutschen-Juden von Breslau nach Theresienstadt zu finden. Mein Vater Hans Danziger bekam am 9 Februar 1947, einen Brief von Rabbi Leopold Neuhaus in welchem stand: "Frau Martha Danziger, geb. Lewysohn, kam mit dem Trommesdorfer (Niederlausitz) Transport nach Theresienstadt (Auf Grund der Listen festgestellt), -dieser Trommesdorfer Transport, der unter der Leitungvon Frau Anna Kohn von Breslau nach Theresienstadt 1942 kam, ist mit der Leiterin und allen früheren Insassen des Heimes (vormals Beate Gutman Heim Breslau) nach dem 15 Oktober 1944 weiter deportiert worden. Man hat Reiseziel nachträglich festgestellt nämlich, Birkenau (Oberschlesien). Für Hinweise oder Adressen von Breslauer Juden vor 1945 bin ich auch dankbar, da ich über das Leben Breslauer oder Liegnitzer Juden vor 1945 forsche. Bitte wenden an: Ines Margarita Danziger, Diplom-Psychologin, Adlerstr. 10, 90403 Nürnberg, Germany ★ Ich werde gerne von all denen hören, die Kenntnisse über die Familien meiner Eltern haben oder sie persönlich kannten. Meine Eltern waren Suzanne Lewy Cohn, (1902- 1987) und Sigmund A. Cohn, geboren 1902 und gestorben 1997 in Athcus, Georgia, U.S.A. Meine Eltern wurden in Breslau geboren, erzogen und haben auch in Breslau geheiratet. Meine Mutter war die Tochter von Regina Sternberg Lewy (ursprünglich aus Ostrovo in Posen) und Max Lewy dessen Familie die Besitzer der Damen Mantel Fabrik Louis Lewy Jr., am Ring in Breslau, waren. Mein Vater war der Sohn von Sophie Hamburger Cohn und Georg Cohn, die beide in Theresienstadt starben. Seine Onkel und Tante waren:- Otto und Carl Hamburger von Seiten der Mutter und Gustav Cohn, Agnes Cohn Muskat, Ida Cohn Goldstücker, Clara Cohn Friedenstein und Emilie Cohn Landsberger von Seiten des Vaters. Wer Kenntnisse über diese Familien und ihre Nachkommen hat wende sich bitte an: Marianne Freeman,837 New Hampshire Ave. N.W. Washington, D.C. 20037 ★ Im Rahmen eines vom Niedersächsischen Wissenschaftsministerium geförderten Forschungsprojektes erstelle ich eine Einzelfallstudie, welche sich mit dem Leben des Arztes Dr. Julian Kretschmer aus Emden beschäftigt..Als Grundlage liegt mir eine Biographie des Herrn Dr. Kretschmer vor, welche er im Rahmen eines wissenschaftlichen Preisausschreibens 1940 an die Universität Harvard schickte. Dr. Julian Kretschmer lebte bis 1939 in Emden, wo er sich als Facharzt für Magen, Darm, Blut- und Stoffwechselkrankheiten niedergelassen hat. Nach einer ca. vierwöchigen Haftzeit im Konzentrationslager Sachsenhausen konnte er im Febr. 1939 mit seiner Frau Elsbeth geb. Valk nach Palästina (Rananah und später Kfar Warburg) emigrieren. Dr. Kretschmer wurde am 15.9.1881 in Leobschütz als Jüngster nach drei Schwestern (Hedwig, Alma und Ella) geboren. 1882 zog die Familie nach Breslau, weil das kleine Strickereiuntemehmen des Vaters in Leobschütz zusammenbrach. Der Großvater von Dr. Kretschmer wohnte noch in Beuthen. In einer Urkunde wird der Beruf mit Restaurateur angegeben. Ein Bruder des Isaac Kretschmer nahm den Namen Beuthner an und zog nach Leobschütz. Dr. Kretschmer absolvierte das König Wilhelm Gymnasium und legte 1901 das Abitur ab. Anschließend studierte er in Breslau Medizin. 1906 ging er als Arzt nach Berlin zu Prof. Albu. Nach der freiwilligen Teilnahme am ersten Weltkrieg zog er nach Emden. Von der Schwester, Ella ist mir bekannt, daß sie Kunstgeschichte studierte und promoviert wurde. Sie ist 1877 geboren. Die Sozialisation des Dr. Kretschmer, seine Schul- und Studienzeit liegt noch völlig im Dunklen. Folgende Fragen beschäftigen mich: - in welchem Milieu wuchs er auf? - hatte seine Familie Verbindung zur jüdischen Gemeinde, - wie lebte die jüdische Bevölkerung im Hinblick auf die christliche, - wie war es möglich, daß die Schwester als Frau zu dem Zeitpunkt schon studieren konnte, - wie hoch war der Anteil der jüdischen Bevölkerung in den Gemeinden Beuthen, Leobschütz, Breslau, - konnte der Beruf Restaurator auch bedeuten, daß dieser Mann Thorarollen restauriert hat, oder hat er Tische, Stühle usw. restauriert, - könnte es sein, daß die Familien Kretschmer (Beuthen, Leobschütz,Breslau) ursprünglich aus noch östlicheren Gebieten kamen? 1903 wird Dr. Kretschmer Mitglied im Verein jüdischer Studenten 1921 gründete Dr. Kretschmer in Emdem eine Gruppe heimattreuer Schlesier und organisierte im März die Fahrt zur Abstimmung nach Breslau. Wer kann mir zur Vervollständigung meiner Forschungsarbeit mit Hinweisen, Erinnerungen, Dokumenten oder Literatur helfen? Wer hat Dr. Kretschmer noch gekannt? Ich bin sehr dankbar für jeden kleinsten Hinweis. Bitte richten Sie diese an: Gesine Janssen, Klunderburg 1, 26736 Krummhörn-Uttum, Deutschland. Ich bin auch gerne bereit, Sie anzurufen, wenn Sie mir eine Telefonnummer geben. Sollten Sie Interesse an dem Forschungsauftrag haben, schreibe ich ihnen gern. Ein Forschungsprojekt der School of Cultural Studies an der Universität Tel Aviv unter der Leitung von Prof. Dr. Zohar Shavit untersucht JÜDISCHE KINDHEIT IM DEUTSCHLAND DES "DRITTEN REICHES". Im Rahmen dieses Projekts suchen wir TAGEBÜCHER and BRIEFE (aus oder innerhalb von Deutschland), die von Kindern oder für Kinder im Zeitraum 1933-1941 geschrieben wurden. Für die Zusendung entsprechender Dokumente bzw. Kopien derselben wären wir sehr dankbar. Wir sind selbstverständlich bereit, für Porto oder Kopierkosten aufzukommen. Bitte wenden Sie sich an: Fr. Orly Selinger, School of Cultural Studies, Faculty of Humanities, Tel Aviv University 69978 Tel.: 03-6407405. Fax: 03-6422141, Tel. (priv.): 03-6293583 GERMANIA JUDAICA Kölner Bibliothek zur Geschichte de« deutschen Judentums e.V.