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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1998-01-01 · No. 64 (1998) · p. Seite 14

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1998
Issue
No. 64 (1998)
Date
1998-01-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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14 ORDENTLICHE GENERALVERSAMMLUNG des V.E.B. Am 4. Cheschwan 5758 (4.11.97) fand die ordentliche Gerneralversammlung des V.E.B. statt. Dr. E. Hoffmann eröffnete die Versammlung, und wurde als Vorsitzender der selben gewählt. Danach erstattete Herr M. Goldstein, (Vorsitzender des V.E.B.) Bericht über die Tätigkeit des Verbandes. 1) Frau Benda, langjähriges Vorstandsmitglied, sah sich genötigt, sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzuziehen. 2) Im Laufe des Jahres fanden 11 Vorstandssitzungen statt. 3) Als Sekretär wurden Dr. Elijahu Hoffmann und als Schatzmeister Frau Lotte Lewald gewählt. 4) Grosses Interesse unseres Verbandes ist der Restauration des Friedhofs Cosel gewidmet. In dieser Angelegenheit stehen wir in Verbindung mit noch anderen Organisationen auf der ganze Welt. Zwar war eine Jugendgruppe zur Säuberung und Wiederherstellung des Friedhofs im Sommer tätig, aber dieses Projekt geht weit über die Kräfte einer einzelnen Gruppe hinaus. Das deutsche Aussenministerium, an welches wir uns wandten, half bis jetzt noch nicht. Das Yumbo-Institut übermittelte eine gewisse Summe für die Restaurierung der Storchsynagoge. 5) Hilfsfond für bedürftige Breslauer oder deren Kinder und Enkel. Zwar können, infolge der vor 5 Jahren festgesetzten Statuten, auch bedürftige Nicht- Breslauer (insbesondere Neueinwanderer) Unterstützung aus diesem Fond erhalten, aber infolge Verkleinerung desselben, mussten wir uns im letzten Jahr nur auf bedürftige Breslauer beschränken. 6) Unsere Zeitung ist das Bindeglied zwischen allen ehemaligen Breslauern auf der ganzen Welt. Die Versammlung sprach dem Redakteur, Herrn Hauschner, ihre grosse Anerkennung für seine mühevolle Arbeit aus, insbesonders, dass es ihm gelungen ist die Zeitung jetzt zweimal im Jahr erscheinen zu lassen. Auch der Versand der Zeitung macht viel Mühe und die Versammlung dankte all denen welche mithalfen dass die Zeitung pünktlich herausgeschickt wird. 7) Herr Friedländer vom "Irgun Olej Merkas Europa" schlug vor, dass sich unser Verband diesem anschliessen soll. Aber die Meinung der meisten Teilnehmer war, den Anschluss vorläufig abzulehnen, aber in verschiedenen Angelegenheiten mit ihm zu kooperieren. 8) Den Anwesenden wurde ein finanzieller Rechenschaftsbericht des vergangenen Jahres unterbreitet. Es besteht ein Fond mit Grundkapitel von 110,000 IS, d.h. ein Drittel weniger als vor 5 Jahren. Durch die Erhöhung des Mitgliedbeitrags verbesserte sich die finanzielle Lage unserer Vereinigung etwas. Aber auch die Ausgaben, insbesonders, für die Zeitung, welche jetzt zweimal im Jahre erscheint, erhöhten sich. Die Versammlung bestätigte den finanziellen Bericht. 9) Herr Hazwi berichtete, dass er sich an die jetztige jüdische Gemeinde Breslaus in Sachen Friedhof Cosel wandte und auch 500 Dollar schickte, aber keine Antwort erhielt. Herr Sommer 1932. Drei junge Menschen durchwandern der Böhmerwald. Als Abschluss steht eine Dampferfahrt von Passau nach Wien auf dem Programm. Das Dampfschiff erreicht Linz in den frühen Nachmittagsstunden als uns gesagt wird, dass die Weiterfahrt auf den kommenden Morgen verschoben werde. Die Gründe interessierten uns wenig, angeblich haben sich nur wenige Passagiere für die Weiterfahrt eingefunden. Für uns, denen doch alles neu war, wurde Linz zu einem Ort, in dem es sich lohnte, durch die Gassen um die Anlegestelle zu flanieren. Flaggen und Spruchbänder weisen auf eine Tagung der "Heimwehr" hin, auf die "Grüne Front", deren "Führer“, Rüdiger von Starhemberg, zu seinen Anhängern sprechen sollte. Später, 1934-1936, wird er Vicekanzler im Kabinett Schuschnigg. Der Unterschied zwischen den Braunen im Deutschen Reich und den Grünen in Österreich lag weniger in den propagandistischen Forderungen und Parolen, sondern in den Mentalitäten der Persönlichkeiten. Beide propagierten den Antisemitismus, den die Juden Österreichs, insbesondere in Wien als eine Form des guten, Goldstein erklärte, dass ein loser Konnex mit der Gemeinde besteht. Unser Verband ist in Verbindung mit einem Rechtsanwalt in Berlin wegen der Wiedergutmachung für jüdisches Vermögen und Erbschaften ehemaliger Breslauer. Aber bis jetzt ist noch keine polnische Gesetzgebung vorhanden. 10) Der bestehende Vorstand wurde wieder gewählt. Danach hielt Dr. Yehuda Ben-Avner einen sehr interessanten Vortrag üeber das Thema: "Die neue Beschäftigung mit dem Dritten Reich in Deutschland",welchen wir ausführlich anschliessend bringen. Nach der darauf folgenden Diskussion über dieses Thema, gab es noch ein geselliges Beisammensein bei Kaffee/Tee und Kuchen. alten "Risches" verniedlichten. Damals gab es Stimmen, vielleicht wirklich nur unbestätigte Gerüchte, die davon sprachen, dass die "Heimwehr" Gelder von jüdischen Spendern gerne genommen habe,... In diesem oberösterreichischen Linz, das auf den Führer der "Grünen" wartete, wurden wir damals in allen Hotels und Unterkünften, die wir ansprachen, abgewiesen, "es sei alles belegt",... (Natürlich waren es keine-heute würde man sagen - Fünfsterne Hotels.) Niedergeschlagen kehrten wir zur Anlegestelle zurück, um der jungen Frau, die dort Dienst hatte, unser Leid zu klagen. Sie erkennt bald den Grund: "In diesen Tagen sei es verständlich, dass Israeliten kein Bett in Linz bekommen, wo alles für die "Heimwehr vorbereitet sei",... aber sie öffnet die Schiffsbrücke und lässt uns auf den gut gepolsterten Bänken im Salon des Schiffes übernachten. Am folgenden Tage wiederholt sich das gleiche Spiel, mit umgekehrten Vorzeichen. Es sind andere Gründe, wie wir später erfahren. In einem kleine Restaurant, einem "Beisei" im dritten Bezirk, klagen wir unser Leid, und fragen einen der Gäste nach einer nicht zu (Fortsetzung auf Seite 15) ia,2MT2flaiI2J2Jl2©!BJHMiaT^&'l2flaitaJE/I^ EINE REISEERINNERUNG: DIE UNERWÜNSCHTEN ISRAELITEN von H.W. Goldstein

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