Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1997
- Issue
- No. 63 (1997)
- Date
- 1997-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 1463)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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UBER DIE UNTATEN DER MISSION: DIE KATZE LÄSST DAS MAUSEN NICHT Man sollte annehmen, dass es nach derTragoedie des Holocaust, mit der die 150 Jahre der juedischen Assimilation abgeschlossen wurden, zu einem Nachdenken, zu einem Ueberdenken der aggresiv missionierenden kirchlichen Kreise haette kommen sollen, und dass man nicht weiter zur Demontierung des juedischen Glaubens beitragen wuerde. Ein Beitrag im “Spiegel” (52/56) lenkt die Aufmerksamkeit auf das brisante Thema, veroeffentlicht unter der Balkenüberschrift “VIEL BOESES”. Der Untertitel lautet: “Versteckt missionieren evangelische Gruppen juedische Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion”. Der Aufsatz beginnt mit einer Schilderung der Wege, der krummen Wege, mit denen die Gruppen arbeiten. “Der erste Eindruck truegt,... ‘Menora’ steht auf russisch auf dem Titelblatt des Werbe-Heftchens, auch drinnen erscheint der siebenarmige Leuchter auf jeder Seite. Doch das juedische Religionssymbol, das zum Staatswappen Israels gehoert, fuehrt in die Irre: In den Texten geht es um Werbung fuer das Christentum”. Und weiter: ‘Die Blaettchen sind in den Aufnahmelagern des Landes Baden-Wuerttemberg verteilt worden, zusammen mit Ein- PINCHAS RUTENBERG (Fortsetzung von Seitei 4) den Ruinen eines im ersten Weltkrieg vom deutschen Heer errichteten Werks gebaut, das dritte wurde am 10. Juni 1926 in Haifa eroeffnet. Aus der Konzession wurde spaeter Jerusalem herausgenommen, wo die tuerkische Stadtverwaltung im Januar 1914 einem Griechen, Mavrommatis, die Konzession zur Errichtung einer Strassenbahn wie eines Kraftwerkes erteilt hatte. Nach dem I. Weltkrieg erreichte die griechische Regierung beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag die Bestaetigung der Konzession, die an ein britisches Konsortium verkauft wurde, das 1929 ein Kraftwerk baute das 1931 ueber 3.300 Konsumenten zaehlte. Im Sommer 1926 begannen die Vermessungen und bald darauf die Arbeiten einen 1800 Meter langen Kanal auszuheben, um das Wasser des Jordans nach dem Austritt aus dem Kineretsee in den Jarmuk zu leiten. Ein Jahr spaeter wurde mit der Errichtung der Gebaeude begonnen. Das hydroelektrische Werk wurde Naharajim genannt, auf die zwei Flüsse hinweisend. Im Winter 1931 waren die Arbeiten praktisch beendet, die Turbinen aufgestellt, als ein ladungen zu Sabbat-Feiern oder zu Festen\ die jedoch fuer christliche Unterweisungen benutzt werden”. Dahinter “stecken evangelische Gemeinden sowie Mitarbeiter des Missionsbundes 'Licht im Osten’ und des Evangeliumdienstes fuer Israel." Es bestehen Vereinbarungen, dass die Kirchen auf die Missionierung unter Juden verzichten. Noch im Herbst 1995 hat die evangelische Kirche sich in einem Treffen mit dem “Zentralrat der Juden in Deutschland” gegen verdeckte oder offene Werbung ausgesprochen, “doch kirchennahe Einrichtungen und einzelne Pastoren halten sich nicht mehr daran". Man koedert mit “milden Gaben”, verspricht, dass “jeder, der sich fuer die Botschaft interessiert und sich sogar taufen laesst, schnell Wohnung und Job bekommt”, so der wuerttembergische Landesrabbiner. Aehnliche Vorgaenge werden aus Bremen gemeldet. Auf die Frage des Reporters habe einer ihm berichtet, er haette gemerkt, dass bei den Festen “etwas nicht stimmt”. - Es sei, so der Neueinwanderer, nicht gut, zu protestieren, sie muessten fuer Hilfe und Anteilnahme dankbar sein. Hier liegt der Erfolg der Missionsgruppen. Vielleicht ein Versagen der bestehenden, Regensturm an einem Freitag, dem 13. Februar 1931, den Traum beinahe zunichte machte,... Die Wasserfluten rissen die Transformatoren, von der Basis. Die offizielle Einweihung wird auf den Vorabend des Schawu’otfestes 1932 verlegt, im Beisein des High Commissioners und Emir Abdallah, dem Herrscher Transjordaniens. Alles aendert sich am 14. Mai 1948, als arabische Heere das noch nicht bestehende Israel angreifen. Die arabische Legion unter Fuehrung des englischen Offiziers, Glubb Pascha, besetzt das Kraftwerk, um es angeblich zu schützen, das aber durch seine “Soldaten” und Banden zerstoert wird. Die Landesproduktion faellt rapide, von 76000 Kilowattstunden auf 58000 KWH. Die anderen Kraftwerke versuchen, das wettzumachen und koennen schon 1949 die Produktion überschreiten. - Die schnelle Entwicklung des Landes, die Einwanderungswellen, die Gruendung neuer Siedlungen, bringen einen stets wachsenden Bedarf an Elektrizitaet. Den bestehenden Kraftwerken werden neue Einheiten angegliedert. Im Jahre 1953 wurde die Zentrale von London nach Haifa verlegt, im gleichen Jahre beginnen die aber kleinen juedischen Gemeinden, die ueberrollt wurden und weder wirtschaftlich noch menschlich imstande waren, die Massen der Neueinwanderer aufzunehmen, zu integrieren. Eine der Gruppen hat schon in Kiew einen angeworbenen “Evangelisten” nach Stuttgart gebracht, der “religioese” Feste veranstaltet, die in den Raeumen einer Bank (?) oder Kirchengemeinde stattfinden. Er bezeichnet sich, oder wird so praesentiert als einer der “Messianischen Juden”, die angeblich auch Anhaenger in Israel haben. Ein Pfarrer aus Brenen wird zitiert. Sein Alter wird nicht erwaehnt, dass man nicht weiss, ob er den Holocaust erlebt hat. Seine Kirche, so der Pfarrer, duerfe nicht “aus voreiliger Rücksichtnahme auf den Holocaust auf das Missionieren verzichten". - Man vernichtet nicht mehr den juedischen Menschen, versucht aber weiter das Judentum zu vernichten. Die verhaeltnissmaessig wenigen Ausnahmen jener Zeit, die sich bemuehten, das Unheil abzuwenden, sollen nicht vergessen werden. Aber wenn dieser Geist noch heute, oder wieder heute, auch nur von einer Kanzel gepredigt wird, und wenn der Ungeist als Koeder “Wohnung und Job” anbietet, was kaum ein Neueinwanderer irgendwo in der Welt ablehnen kann. Heute kann man es sich leisten, es sich etwas kosten zu lassen. Es ist, wie es im “Spiegel” heisst, “Viel Boeses” im Spiel... _Hwg Vorarbeiten fuer ein neues Werk in Aschdod, deren erste Einheit 1958 an das Stromnetz angeschlossen wird. Im Jahre 1954 uebernimmt die Regierung Israels die Gesellschaft, die nun “Israel Electric Corporation Ltd” genannt wird. Im Lande stellen die Kraftwerke insofern eine Einheit dar, da gemeinsame Hochspannungsleitungen sie verbinden. Die kleineren Werke, Eilat und Tiberias, wurden geschlossen, aeltere Einheiten durch neue ergaenzt. Die Gesellschaft hat sich fruehzeitig auf die Verwendung der billigeren Kohle umgestellt, was seinerzeit heftige oeffentliche Diskussionen ausloeste, sich aber durchgesetzt hat. Im Werk Chedera, benutzt man seit 1985 nur noch Kohle. Das letzte errichtete Kraftwerk in Aschkelon, das den Namen Rutenbergs traegt, arbeitet seit 1990 mit Kohle. Die Konzession, die 1995 auslaufen sollte, wurde durch ein Gesetz des Ministers fuer Energiewirtschaft im Februar 1995 verlaengert. Die I.E.C. bleibt als geschlossene Einheit erhalten bis die Produktionskapazitaet 12,000 Millionen Kilowatt errei-chen wird, was man um das Jahr 2010 erwartet.