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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1997-01-01 · No. 63 (1997) · p. Seite 11

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1997
Issue
No. 63 (1997)
Date
1997-01-01
Page
Seite 11 (sequence 1459)
Language
German
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VON DEUTSCHLAND NACH ISRAEL - ERINNERUNGEN (Von Deutschland nach Israel von Elchanan E. Scheftelowitz) Vor uns liegen die Erinnerungen, in Buchform zusammenfasst, von dem Juristen und Rabbiner Dr. Elchanan Scheftelowitz. Der in Berlin Geborene, beschreibt in diesem Buch, alle Stadien seines Lebens - von seinem Elternhaus und seiner Schul-und Studienzeit angefangen bis zu seinem Leben und Wirken in Israel. Ein ganzes Kapitel ist dem Stammbaum seiner Familie gewidmet. Einer seiner Vorfahren war der berühmte Talmudgelehrte und Kabbalist Rabbi Jeschaja Halevi Horwitz, auch Schelah genannt, (1565 Prag- 1630 Tiberias), Verfasser des Buches "Sehne Luchot Habrit” (abgekürzt "Schelah"). Der Autor schildert seine Schulzeit in dem allgemeinen Gymnasium als einziger jüdischerreligiöser Schüler, welcher am Schabbat nicht schrieb. Danach beschreibt er seine Studienzeit an der juristischen Fakultät und wie er noch 1934 an der Universität Leipzig seinen Doktortitel erwerben konnte. FHier möchte ich auf eine Ungenauigkeit hinweisen: Der Autor schreibt, dass es vor der Nazizeit an der Friedrich Wilhelm-Universität in Berlin zwei jüdische Studentenverbindungen gab: VJA (Religiös/Aguda) und K.I.V. (Zionistisch).Es gab aber ausserdem noch den KC (Kartell Convent des CV.-Liberal-assimilatorisch). Da es nach 1933 keine Möglichkeit für Juden gab sich juristisch zu betätigen begann Scheftelowitz seine Studien am Hildesheimer Rabbinerseminar. In den Jahren 1936/37 fun- Prof. Dr. Nechama Leibowitz s.A. (Fortsetzung von Seite 10) sehr beliebt waren. Aber auch in weiten Kreisen, religioesen und unreligioesen, wurde die Bibel nach der Methode von Prof. Nechama Leibowitz interpretiert und gelehrt. Ihre religioese Grundeinstellung hinderte sie nicht daran ausser den klassischen und traditionellen Erklaerern, auch moderne, nicht immer traditionelle, Bibelexegeten zu zitieren. Diese ihre Methode war von dem Einfluss des religioesen Judentums in Deutschland gepraegt. Fuer ihre Erklaerungen zum jeweiligen Wochenabschnitt erhielt sie 1957 den Israel- Preis fuer Erziehung. Es war ihr vergoennt ihre Erklaerungen zum Pentateuch in Buchform herauszugeben. M.E. Ma’ariz gierte er als Prediger in verschiedenen orthodoxen Synagogen sowie auch als Religionslehrer in Berlin. Als er 1937 die Ernennung als orthodoxer Rabbiner in Breslau, an Stelle des 1936 verstorbenen Rabbiner Dr. Sirrfonsohn s.A. erhielt, zog er es vor dieses Rabbinat nicht anzutreten, sondern nach Erez-Israel zu gehen. Der zweite Teil des Buches handelt von den beruflichen und materiellen Problemen mit denen sich der Autor, wie die meisten neuen Einwanderer aus Deutschland, zu konfrotieren hatte. Nachdem er seine Prüfungen im hiesigen Recht abgelegt hatte und seine Lizenz als Rechtsanwalt erhielt, konnte er sich eine Praxis aufbauen. Da er als Rabbiner auch mit dem jüdischen Recht vertraut war, spezialisierte er sich auf das Eherecht. Die Darstellungen seiner Praxis sind oft mit Anekdoten untermalt. So erzählt er dass er von einer Frau die seine Mandantin war, sein Honorar in Form von Säckchen welche mit kleinen Münzen gefüllt waren erhielt. Als er sie fragte, was es damit für eine Befugnis hat, antwortete sie nur mit einem verschmitzten Lächeln. Diese Frage wurde ihm erst klar, als Dr. Scheftelowitz diese Frau einmal auf der Strasse sah und die ihr zugesteckten Almosen in ein Säckchen steckte. Der letzte Teil des Buches ist seiner Frau gewidmet, welche aus Deutschland nach Holland auswandern konnte. Doch dort wurde sie von den Nazis mit ihrem ersten Mann und ihrem kleine Baby nach dem Konzentrationslager Westerbork verschleppt. Von dort wurden sie nach Bergen-Bergen gebracht wo ihr erster Mann an Erschöpfung und Krankheit starb. Sie überlebte, wie durch ein Wunder, mit ihrem kleinen Kind diese schwere Zeit und beide kamen nach Erez- Israel, wo sie hier den Autor dieses Buches heiratete. Das Buch schliesst mit der Darstellung der Verfolgungsschickale der Verwandten, und seiner Bearbeitung von Entschädigungsanträgen von vielen Opfern des Naziregimes. M.E. Kore Suchanzeigen Meine Mutter, Inge Haidas (ehemals Breslau), sucht ihren ehemaligen Nachbarn Werner Cohn. Breslau Poepelwitz, Baerenstr. 25. Werner Cohn verliess Breslau im Jahre 1935 im Alter von 10 Jahren und kam zu seinen Verwandten (Onkel Max) nach Jerusalem. Die Familie Haidas waren Freunde der Familien Cohn und Jaschkowitz. Wer Werner Cohn kennt, wird gebeten sich mit Gabrielle Johnson, Danziger Str. 11, 76437 Rastatt, Germany, in Verbindung zu setzen. * Herr Awi (Ernst Guenther) Lewysohn, ehemals Breslau, 1939 in Erez Israel eingewandert, sucht Herrn Walter Laqueur. Zu wenden an Herrn Awi Lewysohn, Kibbutz Naot Mordehai. Wer weiss naeheres ueber Dr. Ernst Waschauer, welcher im Jahre 1970 in den “Mitteilungen ehemaliger Breslauer” einen Artikel ueber die Rettung drei Berliner Juden in Heidelberg veroeffentlicht hat. Anschriften an Dr. Frank Moraw, Robert- Stolz-Weg 8, 69181 Leimen, Germany * Das Germanistische Seminar der Universitaet Heidelberg beabsichtigt eine Biographie von dem aus Breslau stammenden Rechtsanwalt und Notar Dr. Georg Quabbe zu schreiben. Dr. Quabbe lebte nach dem Krieg in Frankfurt a/M wo er 1950 starb. Ehemalige Bekannte von Dr. Quabbe werden gebeten sich mit Frau Karin Steinmann, Karlsruherstr. 110,69126 Heidelberg, Germany, in Verbindung zu setzen. * Herr Karl Heinz Guttentag (jetzt Henry Good), beendete 1938 die Untertertia im Breslauer Reform Real Gymnasium. Er wanderte mit seiner Familie in September 1938 nach Chicago aus. Er sucht Mitschüler welche mit ihm in einer Klasse waren. Bitte zu wenden an: Henry Good, 3800 N. Lake Shore Drive, Chicago IL 60613 U.S.A. * Herr Rudolf E.S. Mathias kam im Januar 1938 mit seiner Familie nach den U.S.A. Seine Grossmutter, Ester Mathias, blieb im jiddischen Altersheim, Kirschallee zurück. Sie ist von dort spurlos im Oktober 1941 verschwunden. Wer etwas ueber ihr Schicksal weiss, wende sich bitte an: Rudolf E.S. Mathias, Madison, Wisconsin, U.S.A. 2844 Osmundsen Road. (Fortsetzung auf Seite 12)

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