Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1989
- Issue
- No. 53 (1989)
- Date
- 1989-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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SUCHNOTIZEN Nachkommen der Familien j KONMEYER, SCHEFFLOWITZ, | SEIDENBERGER | (wahrscheinlich früher Strehlen) j werden gesucht von Fritz Meyers, | Franz-Joseph-Str. 48/8 , D 8000 München 40. Frau Esther Golan, 34332 Haifa-Achusa, Sderot Sinai 26 (Tel. 04-244482), sucht Information u./od. Material über die Gemeinde Glogau. LUIS LUCIO, Rua Visconde de Piraja 29, Apt. 704 (früher: Ludwig Szczupak, gen. Luschel), sucht Freunde u. Bekannte, insbes. Ernst Miedowski, Ilse Mioaowski, u. Rupprecht Fraenkel. WER WEISS BESCHEID über das Schicksal von TRAUTE LACHMANN, geb. 7.10.22, früher Breslau, Charlottenstr. 13 (Eltern: Norbert Lachmann u. Claire, geb. Weich)? mM SM Sie sandte eine letzte Nachricht aus Breslau 1943, war angeblich Näherin u. soll nach Theresienstadt verschickt worden sein. Nachrichten erbeten an Joseph Koppel, 128 Fort Washington Ave., Apt. 5 K, New York, N.Y. 10032. Wer weiss Bescheid über das Schicksal von Heinz Steinfeld und Rechtsanwalt Georg Steinfeld, beide aus Breslau? Nachrichten erbeten an Herrn E. Gutfreund, Botschafter von El Salvador in Jerusalem (P.O.B. 4005). Wer weiss Bescheid über das Schicksal von Irmgard Brathuhn, früher in Breslau, Grünberger Str. 71 (Jahrgang 1928/29)? Nachrichten erbittet: Frau Christa Wedemayerf 2804 Lilienthal, BRD, Beegstrasse 101. I. Wer weiss Bescheid über das Schicksal von: 1. Frau Emma Meth, geb. Wilde, zuletzt wohnhaft in Oppeln, Nikolaistr. 5. 2. Frau Emilie Appel, geb. Persikaner, früher in Kattowitz, später bei Frau Meth (s.o.)? Nachrichten erbeten an: Frau Herta Anguri, P.O.B. 4305, 31042 Haifa — Hadar. II. Herr Fritz Moses aus München, 40, Franz-Joseph- Str. 48, sucht Kontakt mit den nachstehenden Personen, wohnhaft ursprünglich in Strehen und später in Breslau, oder deren Nachkommen: 1. Konmeyer, 2. Schefflowitze (angeblich der letzte Rabbiner in Strehlen) 3. Seidenberger. j ZEITUNGEN UND DOKUMENTE GESUCHT I I Die Kommission für Geschichte des Par- I | lamentarismus und der politischen Parteien I , (Bonn) erarbeitet mit Unterstützung des i Deutschen Bundestages eine Dokumentation | über die „Lebensgeschichte der ehemaligen Reichstagsabgeordneten der Weimarer Repu blik ab 1933“. Die wissenschaftliche Doku- I mentation soll das Ausmass der politischen | Verfolgung der bis einschliesslich 1933 ge- , wählten Abgeordneten so präzis und zuver- , lässig wie möglich ermitteln. Die Kommission | bittet Angehörige und Zeitzeugen um sach- I dienliche Hinweise. Zuschriften werden an ' die Parlamentarismus-Kommission (Colmant- I Strasse 39, 5300 Bonn 1) erbeten. Wer etwas über ERNA BRAUN, Liegnitz, Breslau, London weiss, wird gebeten, sich an ILSE DANIEL, Hannassi Avenue 133, Haifa 34634 zu wenden. MITGLIEDSBEITRAG Die Generalversammlung vom 27.12.88 hat beschlossen, den Jahresbeitrag für 1989 auf 1 NS 20— I festzusetzen. I Wir bitten unsere Mitglieder, diesen Be- . trag auf unser Konto No. 24195, bei der | American-Israel Bank Ltd., Tel Aviv, 11, Rotschild Boulvd., zu überweisen oder uns einen Scheck an die Order des Verbandes zu * * übersenden. Die Anschrift ist. P.O.B. 3591, I 61035 Tel Aviv. I I Freunde und Gönner im Auslande, die uns | Spenden zukommen lassen wollen, werden . gebeten, sie auf unser Konto No. 24195, bei der American-Israel Bank Ltd., Tel Aviv, 11, Rothschild Boulvd., zu übersenden oder | uns einen Scheck zukommen zu lassen. Wir denken an Beträge von $ 20.— bzw. DM 25— I (Anschrift: P.O.B. 3591, 61035, Tel Aviv). 1 I Bei der Zahlung bitten wir unsere Mit- ■ glieder, unbedingt die genaue Anschrift (mit i Postleitzahl), Telephonnymmer und Kenn- | nummer anzugeben. Der Vorstand. I Goldstein Spaziergang durch das Gehinnom ZWISCHEN GOTTES- UND GÖTZENDIENST Begriffe haben es in sich. Seit undenklichen Zeiten ist das Wort Gehinnom gleichbedeutend mit der Hölle, der Unterwelt, der Platz der Verdammnis Einige Historiker schreiben die Bezeichnung dem Einfluss der persischen Kultur zu, nachder es eine Welt des Lichtes gibt, der die Welt der Finsternis gegenübersteht. Nach diesen Vorstellungen wird für die Guten das Paradies bestimmt, ein Wort persischen Ursprungs, der Gan Eden der Bibel, für die Bösen die Hölle, das Gehinnom. Für den Besucher Jerusalems gehören einige Punkte zu dem Programm, dass er schaffen muss, dazu gehört auch die Mühle, die vor mehr als hundert Jahren aufgestellt wurde, unterhalb des King David Hotels, von dort führt eine Strasse auf den Berg Zion, die ein Wadi auf einer brückenähnlichen Talsparre überquert. Der Anfang des Gehinnoms, das in der Bibel Gai ben Hinnom genannt wird, das Tal des Sohnes des Hinnom, in das sich nur selten Spaziergänger verlieren. Man weiss nicht, wer dieser Herr Hinnom war, dessen Sohn, von dem der Name nicht überliefert wird, weltbekannt wurde, weil er sich in die geographischen Bezeichnungen der Schrift eingeschlichen hat. Das Tal Ist bewachsen, auch in heissesten Tagen grün und schattig. Eine freundliche Landschaft, wie man sie in und um Jerusalem nur selten erlebt. Zwischen den Olivenbäumen und dem reichlichen Unterholz weiden vereinzelte Schafsherden. Man spaziert eine gute halbe Stunde durch die pastorale Einsamkeit, unterhalb des Zionberges. Man sieht nichts von der geschäftigen Stadt und hört nur wenige Geräusche. Eigentlich haben wir uns die „Hölle** anders vorgestellt... Ein Lexikon (Knauer) macht es sich einfach: „Gehanna (hebr.) svw. Hölle“. Nach diesem Patent können wir, ohne uns einer Sprachverbiegung schuldig zu machen, das Gai ben Hinnom, svw. Höllental nennen. Ein liebliches Höllental, leider nur kurz, das bei En Rogel, der Quelle von Rogel, in das Kidrontal mündet, dessen Ausläufer durch die bergige Wünstenlandschaft in das Tote Meer abfallen. Hier, unterhalb der ältesten Stadt, dem Ort Dawids, erkennt man die topographischen Bedingungen, die die Jebusiter, die ersten Erbauer einer städtischen Siedlung, anregten, über dem Kidrontal und dem Gai ben Hinnom ihren befestigten Ort zu errichten. ★ Nach den Aufzeichnungen der Bibel gab es Gründe, dass das liebliche Tal sich den bösen Namen erwerben konnte. Wenn man von den grausamen Ereignissen liest, versteht man, warum der Prophet Jeremias den Ort verflucht, und König Josia die Opferstätten vernichtet. Ein alter, wahrscheinlich durch babylonische Priester wieder eingeführter Brauch, fordert, dem Gott Moloch Kinder zu opfern. Ein Kult, der immer wieder auftritt, zu dessen Ausführung man sich in der Endzeit des Staates Juda grade dieses Tal ausgesucht hat. Ein Kult, der menschliche Opfer forderte, gehörte zu den lokalen Vorstellungen, und war Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende in Anwendung, bevor die Ih der Bibel ausgesprochenen Forderungen eines einzigen Gottes proklamiert waren. Da der Kult sich immer wieder durchsetzen konnte, scheint es, dass das Volk sich lieber am menschlichen Opfer ergötzte, als dem absoluten Monotheismus zu folgen, der am nahen Tempel auf dem Berg Moria gefor- (Fortsetzung auf Seite 15) 13