Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 16 auf das Jahr 5618 (1858)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 80 (sequence 80)
- Language
- German
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80 Warum solle» wir denn diese so schöne, sinnig-jüdische Sage nicht für unsere Kinder benutzen können! Walolrch, wir brauchen dann ander» Religionen nicht nachziiaffen und unsere Kinder Tbcit nehmen lassen an deren religiösen Kinderfesten, wie solches, besonders in größeren Städten, zum größten Rachtbcrle leider so häufig geschieht. Was die übrigen Feste bete fft, so will ich nur noch daran erinnern, daß besonders פורים und ,wie auch המשה עשר und sogar ראש הלש schon >n alter Zeit als Kinderfeste gefeiert wurden. Wie sehr nanreirinch das Ebanukka-Fest dazu beilragen saun, unsere Kinder heilig und hoher zu stirnmen und für das Zndenthum zu begeistern, dieses bedarf keiner weitern Ausführung. Ze häufiger die Klage vernommen wird, daß unsere Kirrder keine Wärme und Begeisterung für die Religion irr sich tragen, um so mehr ist cs arr der Z it, die wahre Quelle dieses Nebels zu'erforschen. Drese aber ist in derr Familien rrnd in der häuslicher, Erziehung zu suche»; vom Haine vor Aller» •׳ »ft die Heilung kommen. Man wende ״ tr nicht ein, daß arrf derrr von mir angedeutetcrr Wege uns re Kinder einseitig und »u religröser, Schwärmern »nd bloßen Gefnhlr-meiischcn erzogen werden, indem doch jetzt für die Ausbildung des Ae,st ״des gesorgt we den müsse. Gerade dieses ist die Einseitigkeit und die größte Verderblichkeit in der E,uebun.r unserer Kruder, daß sic nur in der Ausbildung des Verstandes mir Vernachlässigung des <veNIülbcs und Herreris besteht, daher auch so viele G niüihs- und Herzlosigkeit bei de», jüngeren Gcschlechre; daher die Verrrachiässigung und iveringjchätzung der!lieirgion und alles Heiligen; datier endlich die Gleichgültigkeit und Kälte, wo dasselbe aufgefordert wird, mirzuwrrke» für ore Erhaltung und W.it rbildung unserer Neii.non und deren Einrichrungeu. Hieran sind großientbeils die eigenen Eltern und ihre verkehrte Erziehung SchuldI — Möge daber gerade jetzt, wo wir mehr an den staatlichen und bürgerlicben Verhältnisse» uns betheilige» können, hierin ein Urnschroung statifinden und wieder religiöse Mernüihlichkeit in die Familie einkebren, zum Heile unserer Kinder und unserer selbst. Alsdann wirb Gott auch »ns beisteben, wie ehedem, um ״zurüekzuführen die Herzen der Eitern zu den Kindern und die der Kinder zu den Eltern. —" LMerie tsrneftttfcfjer Zettssenosseu. Bon Dr. Jacob Weil iri Frankfurt a. M. I. Gabriel Ricsser. Weder Talent noch Erfolg vermag das Leben des Menscheu zu einem Musterbilde zu machen. Der Erfolg hängt zum Theil vom Zufälle ab, und wird zuweilen durch Mittel hcrbeigeftihrt die keineswegs Billigung verdienen. Das Talent ist freilich die schönste und beneidenswertheste von allen