Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 16 auf das Jahr 5618 (1858)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 79)
- Language
- German
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79 licnkreisen gefeiert werden können, und zur Erweckung der Jugend beitragen, wie solches ehemals geschah? Genügt vielleicht Manchem die übliche nicht mehr in all ihren Thcrlen, so steht es doch Jedem frei, so viel er nur will, aus der Geschichte Israels, ans der keiner Vorfahren und seines eigenen Lebens hinzuzufügen, wozu ihm die Hagada hinreichende anlcttcnde Veranlassung gibt, und wahrlich, es können zu den: אז רוב נסים הפלאח בלילה י unzählige Wunder aufgezähll werden, die Gott auch später noch Israel insgesammt und einem Jeden insbesondere bei Tag und Nacht bewiesen hat. Zn eine», jüdische» religiösen Kinderfeste wollten aber schon die alten Lehrer dieses Fest machen, indem sie anordncten, das! die Kinder fragen sollten: מה נשתנה , indes, der Vater einem Jeden antworten solle, seinen Anlagen und religiösen Anschauungen gemäß (בנ(ד בנים '"Ü׳ um ihnen die Wunder und Thatcn Gottes zu erzählen und ihr Gcmüth in fröhlichem Gefühle zu Ihm zu stimme» *). Auch ist die ganze besondere Anordnung der verschiedenen symbolischen Gegenstände auf der Tafel urrd sind auch noch die sinnbildlichen, so zu sagen mystische» Handlungen an den Leder-Abenden ganz geeignet, das kindliche Geinüih anzuregen, cs zu durchdringcn und für die irrnige religiöse Freude empfänglich zu »rachen **). Benutze man daher doch ja diese schönen Abende, gerade in nnscrcr Zeit, zu diesem herrlichen und heiligen Zwecke; erzähle man doch ja nn denselben den Kindern, einem Jedem seinem Alter und seinen geistigen Anlagen gemäß! Hierzu eignet sich am Besten die Geschichte unseres großen Lehrers Moschek (besonders die erste» Ereignisse seines Lebens), dann Einiges aus der Geschichte der Befreiung Israels and Mizraim und endlich noch Anderes aus der Geschichte Israels, dem Leber! der Propheten und der großen Männer in Israel aus alter und neuer Zeit. Hieran knüpfe man Erzäblungcn ans seiner Familie und seinen eigenen Erlebnissen, welche Jedem gewiß Stoff genug darbieten werden, um die Kinder von der Lieoe und Güte Gottes z» überzeuge». Ja, die jüdische Sage von der Anwesenheit des Probeten Elias an diesen Abenden kann bcnutzt werden, um heilsame Eindrücke auf das Gcmüth der Kinder hervorzubringcn, wie ich solches aus eigener Erfahrung weiß. Denn Elias ist gerade der Mann, der nach den'biblischen Erzählungen, den talmudischerr Sagen u»d de» soätern Bvlksmärchen überall da erschien, wo der Glaube verherrlicht werden sollte, wo die Noih groß war, helfend und Trost spendend der-Gesanrmtheit, wie dem Einzelne». Er ist soweit der ächte fromme heilige Mann, der gewiß auch den guten Kiudcrn gut ist, sie liebet und ihnen Gutes bcschcert. *) Der שלהןערוך will, daß »ra» den Kindern Mandeln u»d Nüsse austheile, um sie wach zu erhalten. "*) Leopold Stein's treffliche Bearbeitung der Hagada sollte in keiner jüdischen Familie fehlen. r ft i