Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 16 auf das Jahr 5618 (1858)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 67)
- Language
- German
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- «s? -- Der Mensch zerriß dm Löwen nicht! Wohl aber würd' der starke Leu Den Mann zerreißen schier entzwei!" — Daruin bist du noch immer nicht im Recht, Daß Recht dir gibt dein eigenes Geschlecht. Der Hasse und die Schildkröte. Einst stellten Haas' und Kröt' die Wette an: Wer denn von ihnen schneller laufen kann. Gesiegt — hieß es — hat. wer zuerst ersteigt Den Berg, der in der Ferne dort sich zeigt. »Ich — dachte sich der Haasc — habe Zeit, Besitz' ich doch 0er Laufe Schnelligkeit." — Getrost ließ er sich ans den Rasen nieder, Bald schlossen sich auch seine Angcnlieder. Die Kröt' jedoch — bewußt sich ihrer Wucht — Zagt ohne Rast, als war' sie ans der Flucht. Trotz ihrer Wucht — wer hatte dies geglaubt? Ist sie die Erste auf des Berges Haupt! Der Haasc, welcher später dort erscheint, Vor Schaam und Rene bitt're Thränen weint. SS SS Gilt's einen Startern zu besiegen, Lass' nur den Arm im Tchooß nicht liegen! Gar oft entwand des Schwachen Fleiß Dem trägen Mächtigen den Preis. — Hunde und ein Fuchs. Einst fanden Hunde eine Löwenhaut Und fingen an, sie weidlich zu zerbeißen; Ein Fuchs, der ihrem Treiben zngeschaut, Rief ihnen zu: „was will das heißen? Wär' nur der Löwe noch am Leben, Er hält' euch den Beweis gegeben, Daß seine Krallen schärfer seien Als en'rer Zähne Doppelreihen!" — Wer an Berstorb'nen sich vergreist, Für den kein Sicgeslorbcer reist. — 5