Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- 16 auf das Jahr 5618 (1858)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 26)
- Language
- German
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- Pinsk 1× ep/1045440
- Vilnius 1× ep/1000947
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26 französische Einwanderer dotirt und subventionirt wurden; bewilligte ikncn langjährige Steuerfreiheit, erlieg ihnen die Militärpflicht, sicherte 'Prämien den besten Prpducenien, den fleißigsten Arbeitern zu, und den Stifter einer svleben Kolonie, die nur aus noch nicht urbar gemachtem Boden angelegt werden durfte, erwartete daß Ehrenbnrgerrechl, das in Rußland dem persönlichen Adel gleich kommt, und sonstige Auszeichnungen. II,» ferner den moralischen Zustand seiner jüdischen tturerthane» zu heben und ihnen den Fvrtschutl zu ermöglichen, errichtete Kaiser Nikolaus gut dotirte uno dirigirte Schulen, aus denen dem Volke Lehrer und geistliche Führer hcrvorgehen sollen, wie jene in Warschau, Zytomir, Wilna, Pinsk, eine Menge Elementarschulen für russischen und hebräischen Unterricht ungerechnet. Die sogenannte» Nabbinerschnleu sind mit vielen Begünstigungen und vieler Munificenz ausgcstaitel, haben anßerlesene Lehrer und Leiter, viele Frciplätze, Bibliotheken, chemische und physikalische Kabinette. geregelten Gottesdienst inil Chvralgcsang und Predigt. Die Studenten sind niilitärsret währe d und nach den «tndieu, und wird der vorzüglichste Fleiß nach Beendigung der Schuljahre mit dem Ehren-Bürgerrechte belohnt; die höheren II»le,richlsanstalleu aber waren stets lstoß für die Kinder der besseren Stände, der besteuerten Kaustente, reservirt, während die Knaben der unteren Schichten dorthin keinen Zutritt Hanen. Der Czar Alexander II., heißt es, soll nun die höheren Schulen den übervortbeilten Klassen öff en, und jeder Lernbegierige ohne Unterschied von Stand und wteuer soll unentgeltliche Ausnahme in den Universitäten finden. — Ein zweiter Akt huldvoller Gesinnung seinen jüdischen llniertkanen gegenüber üble der Kaiser in der Gestaltung des Güterbesitzes, der früher sich bloß auf Urbarmachung von unbewohnten Steppen beschränkte. Dem neuen Erlasse zufolge kann jeder Israelit (das Wort Jude ist in Rußland verböte», weil die ungebildete Klasse damit einen Schimpf bezeichnet) in de» ihm offenen Gouvernements, als in Süd- und Klein- Rußlano, in Polen, Litthauen u s, w, festen Grundbesitz unbedingt kaufen und intabnliien lassen. Der Verkehr auf de,» flachen Lande, der untersagt war, der Besitz oder die Pachtung von Wirihshäuser» in Dörfern, in welche frühe, nur jene Juden kommen dursten, die ihre Dienstjahre in der Armee zurückgclegt hatten, sind nun, einem »euere» Berichte ans Petersburg zufolge, freigegeben, während derselben Quelle nach nächstens höchsten Ortes die Bestimmung erstiegen wird, daß die stets bei Erlässen und Begünstigungen jeder Art übliche Elausel „Israeliten ausgenommen," tu Zukunft wegtalle, (So die „Ostdeutsche Post,") Die bürgerlichen Verhältnisse der Juden in den Vereinigten Staaten Nordamerika'S lassen nichts zu wünschen übrig. In New-Pork starb allgemein betrauert der unvergeßliche vr. Merzbacher. Ein zwei engl, Meilen langer Leichcnzug von 125 Wagen begleitete am 23, Oktober seine sterbl eben Neste zur Fr edensstätte, — Die Emannel-Gemeinde bat dem von Alzey berufenen vr Adler ein Jabresgebalt von 2000 Dollar ausgesetzt, die Anstellung auf 10 Jakre und eventuell eine Pension von 1000 Dollar gesichert. — In Cincinnati wnrde dem llr. Riesser ei» glänzendes Fest gegeben. Niesser ist unterdessen »achHamburg znrückgekehrt. — In Centralamerlka bricht