Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 50 (13.12.1906)
- Date
- 1906-12-13
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr?סי Seite 1h. einen Ulecken. ^n der sehr reichhaltigen Lamm« lnng Elkan Adlers erregt hohes Interesse das Original eines Brieses von Maimonides, worin dieser eine halachische Anfrage beantwortet, ferner die ״Aufzeichnungen oes Uranktlirtcr B e t h D i n i in!*.Jahrhundert." Ein merkwürdiges Stück der von Dr. Gaffer ausgestellten Aiitiguitäten in die tanariiche Bibelübersetzung der Karaiten, die von der Mrim stannnt. Die Herren W T. G!dr>ch und L. Deinnan haben eine Anzahl hebräischer Manuskripte ans der Shnagoge in Kai syung syoo, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Honan gesendet. Diese Sunagoge soll im ^ahre HO" erbaut worden sein. 1 h;1 <־ haben einige Forscher die t^eweinde ans gesucht und bei dieser Gelegenheit jene Planuskrivte erlangt. £yiir den Historiker höchst interessant ist eine Sammlung jüdischer Münzen, von denen einige hier ab gebildet sind. Sie gehören sämtlich in die Periode der jüdischen beschichte, die;wischen dem erste» Negierungsjahr deS Makkabäers Simon und dem Ende des Barkochbaaufstandes liegt Die Der,"Uttifln. 10. D rzrm brr 1!K>«. Landsleute in Sch'chem, die sic veranlasse, sich eines so teuren Kleinods zu entänffern. Mrs. s^iii, die Witwe des früheren englischen Konsuls in Palästina, stellte den Priester der Gesellschaft vor und machte auch gleichzeitig den Dolmetsch. Biele ■Arj-wh'!־5 £ I 4tW, VW *ד »Art «*f♦ <חי fr»;» -•• »*«k » * Ezc.nplare siud Eigeiiium des.Herrn Markus Adler, sowie der ,'zirma Spink and!L0n. Bon den ״heiligen Schekeln", die sich darunter befinden, vermutete man früher, das; sic unter Simon dem Makkabäer, geprägt worden seien, der von Aiiliochus VH. Sidctcs das Münzrecht erhalten baue, ,^etzl ist man jedoch der Ansicht, das; ne aus der ׳P׳it des erneu jüdischen Krieges stammen. Man bemerkt in der Ausstellung zwei Münze», die während desBarchkochbaansffandes ge schlage» wurden, und aut der Borderseite das Bild Bespanans, aus der Neversseire einen Palm bäum und die Anschrift ,.luckava capta“, zur Linken des Palinbanins die tKeffalt eines gelange nen Hilden, zur Nechten eine weinende jüdische s>rau;eigen. Das iveirvoilne Stuck der ganzen Ausstellung in wohl eine bronzene A l ta r ׳cha n »ei siebe die Abbildung aus dem Tempel in Jerusalem, die vor ctiva drei fahren aus der Tempelffätte ent deckt wurde. "Aach der Meinung der Sachver ständigen soll ne im herodianischen Tempel benutzt worden sein. Wenn dies zutrifft, so in die Schauscl »'ür die Eriorschung der alkjüdischen religiösen Kunst von unerinefflichein Werl; aus jeden ,"voll gehört sic in die Periode der römischen Dberberrichast über ^ndäa. Der -Handgriff in im Stil der korin hischen Säule gehalten, die beiden Seiten der Schaufel neben senkrecht aus der Basis, die Auffenscite in mit erhabener Arbeik verziert. Wie es sich nun auch mit dein Ursprung der Schaufel verhallen mag. jeder ^tucifcl hinsichtlich der Abkunst in ausgeschlossen bei dem groszen ״Stück eines Steines vom Tempel", den Sir Isidore Spielman ausffcllt. Er ivurde Sir Moses Aüditchc Mün;en. Gelehrte suchten Isaae bei! Aniram auf, u»> den Schatz, den er mit sich führt, in Augenschein zu nehmen "Wir führen dem Leser ans der erste» Seite den samaritanifchen Priester :::! Bilde vor. Beziehung nahmen übrigens die portugiesische,׳ ^uden eine wesentlich andere Stellung ein, als ihre hochdeutschen Glaubensgenossen; sie n>ar.׳׳ den ordentlichen v־oevict)ten ebenso wie die Ebrineii unterworfen und hatte» mit der städtischen Armen verivaltung eine besondere Bercinba rung getroffen. tAach und nach vcr minderte sich die Mitgliederzahl der Gemeinde sowohl durch Wegzna nach Hainvrrrg, als a!lch durch tzlb sterben dergestalt, das; sie sich »!, ^ahrc 1**0 auflöste und die Sima goge und sonstiges Eigentum ver kaufte. — lieber die hochdeutsche k׳ raelitische Gemeinde wird berichtet: Wohl gleichzeitig mit den portugiesischen Juden mögen sich auch hochdeutsche und polnische Hilden in Altona einge funden haben, denn schon vor dem ^ahre 1010 bewarben sich solche um die Erlaubnis zur Ausübung ihres Gottesdienstes, was ihnen denn auch im ^zahre 1010 vom Grasen Ernst von Schauenburg gestattet ivurde. Im folgenden ^ahre überlies; er ihnen einen Platz zwischen König- und Bergstrasze, neben dem an die Port» giesischen ^udcn verkauften Begrüb nisplatz, mit der Erlaubnis, dort ihre Toten nach ihrem NituS zu bestatten. Gckräftigt durch Königliche Anerkennung, erivarb die Gemeinde, die bisher ihren Gottesdienst in gemieteten Näninen abgehalteu hatte, ein Grundstück an der i*inr 'Mltarfrbnufcl au» dem lempet in Acrukaiem. Moniesiore gelegentlich seines dritten Besuches in Jerusalem vo» Gonveiiicur der Stadtals Geschenk überreicht. kin samaritanischer Priester. Gcgenivänig balt ׳ich, ivie ׳chon berichtet ivurde, der iamaritanischc Priener ,Viiac ben Aniram in London aus, um dort eine 7>" ^ahrc alte Thorarolle. die sich im Besitz ׳eines Stammes bctinder, zu verkansen. ^׳aac ben Ainram. eine "iim״ Gen all, klagte iebr über die "Aot seiner Die jüdischen 6emeinden in Altona. lieber die jüdischen Gemeinden in Altona erzählt der Berival tuiigsberichl der Stadt folgendes: Die am Ende des 10. ,^ ihrhun derts eingeivandcrteit, ursprüng!ich Utirlugiesischen Hilden, tncist vermögende Kauslentc, erwarben im Fakire 1011 in Gciiieiiischast mit deii in -Hamburg lebenden Glaubensgenossen vom Grasen Ernst von Schauenburg den Platz an der Königstrasze in Altona mit der Erlaubnis, dort ihre Toten nach ihren! Nilns bestatten zu dürfen. Um ein besonderes Privileg zlir freien Ncligions Übung und Erbauung einer Sh nagoge bewarben sie sich nicht. ^zin Laufe der feilen hatten die portugiesischen Hilden, deren ״Pthl ansaiigs sehr gering war, einigen Zuwachs erhalten, sodas; sie im Anfang des 1*. Jahrhunderts anfingen, besondere gottcSdienstliche Bersanimlnngen abzuhalten; von der Bildung einer eigenen Genieinde war aber immer noch nicht die Ncde. Erst nach dein Schadenbrande 171.'» richteten sie in der Breite!! straffe einen Saal für einen Gottes dienst eilt, der,,das kleine -HauS JakobS" genannt ivurde, und in dein der Gottesdienst nur vo» einem Borsänger geleitet wurde. Am '2'2. Marz 1771 01 hielt die Gemeinde von König Ehriffian VU. die Erlaubnis zur Er bauniig einer Sunagoge. die in der Bäckerüraffe erbaut und am 0. September desselben Wahres in Gegenwart des rTberpräsidenien und des Magistrats von Altona eiugeiveiht ivurde Die Gemeinde, deren ״.lAitglicder Nets eine gewisse Ertlnsivitat zu bewahreil wuffleu, in niemals zahlreich geworden: ne bestand i», ,>ahre 170" nnr aus 1 יי ,vannlien und batte keinen Nabbiner, sondern nnr einen Borsängrr. ^zn bürgerlicher (Sine Lammlun״ von tetiannkatiimpen. Kleinen Papagahenstraffe zum Bau einer Suna goge, die, im romantischen Stil erbaut, 1^*-' vollendet und feierlich eingeweiht wurde. 1711 wurde ein großer Teil Altonas eingeäschert, auch die Sunagoge. Man begann sofort mit den Bor bereituitgeu zum Wiederaufbau, sodaff die neue Shnagoge 171-‘> vollendet war und eingeweilit iverden konnte. 1*01 wurde das Gotteshaus gründlich renoviert und 1**1 im Innern mit katarischem Marmor belegt. Durch das Gesetz deS Königs Friedrich VII. von Dänemark vom 14. Juli 1*00, betr. die persönlichen Rechtsver hältnissc der ^uden und die Jurisdiktionsverhültnisse derselben sowie die Neligions und Ge ineindeversassung, das Schul- und Armemvescil der Hilden in .Holstein, fanden alle früheren königlichen Erlasse bezüglich der Neligionsübung der hochdeutschen ^sraelitengenieinde n»d ihres Berhältnisses zurStadtgeuieinde sowie der sonder stelluug gegenüber der in bürgerlicher Bezicluing früher bevorzugten Stellung der portugiesischen ^udeu ihre wohltätige und endgiltige Negelung. Die Bcstinnnnnge» dieses Gesetzes sind auck, uacki der Einverleibung Schleswig.Holsteins in den prcuffischen Staat in Kraft geblieben.