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Der Israelit · 1906-12-13 · 50 (13.12.1906) · p. Seite 11

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
50 (13.12.1906)
Date
1906-12-13
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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13. Xfjfmbft 1906. tiTii gebliebenen aus, die sich ״ich! an den A^ scheulichkeiken der (Griechen ocvunlautm batte», und nucz ibtte» die Reinigung des Gotteshauses und die Entiernung des Göltet inilveieiis aus deim'elbeu auf. Ihr erstes Beginnen galt der Riede reipunq des Götiertempels, den die (Griechen in, Borhofe des Heiligtums aus den Grundsteine» des-Loreg erbaut hatten In schmähliche I-lucht vertrieben sie die nichtswürdigen (Grieche!!, die sich dou ein genistet hatten, und brachten die von ihnen ver '»!!reinigten Steine zur Stadt hinaus. (5s ge schah dies am 2'». Marcheichivan, der infolgedessen tinseren Bätern als freudiger Gedenktag galt, denn an diesem Tage hatte man mit der Ans räumung der griechischen WiutetiMc aus dem Hause des Iakobgvttes begonnen.^ Am Kislew u׳ar die ^iiederreisurng und Beruichtung der Götzellstatueu zu Ende. Man ,van sie aus dem Borhoie des (Gotteshauses, in dem ne ausgestellt waren hinaus und auch die'er Tag wurde als freudiger Gedenktag eiiigeseizt.') Nachdem das Heiligtum von de» Wöbe» Emblemen gesäubert war, galt ihre Rusmerksamkeit dem Heiligtum selbst und seiner Nemztüilduiuz. Sie konnten sich nicht dabei beruhigen, Empor opter und Huldigungsgaben dem Wim־ ihrer ׳Barer auf demselben Altäre nahe׳,:!bringen, aus dem die Unreinen ihre verworteueu Diner den Götterscheusalen geopfert hatten. Aber trotz dieser Berunlautening ging es ihnen nahe die Steine des Altares zu entfernen, auf welchen dach Jahrhunderte hindurch vollendet edle .Kol!»,,»,, ihren Dienst in Reinheit und Heiligkeit ׳voll zöge!, hatten von Serubabel an bis;11 Ehouia, dem Sohne von Schuneon dem Gerechten. Iehuda, sein Bruder und die seltenen Israels, die man das ״Bes Din der Hasmonäer" nannte, pflogen nun Rat und kamen zu dem Resultat den Altar uiederzureiften. Seine Steine aber einsernten sie nicht vom Berge des (Lottes hanies, sondern legten ne in verehrungsvoller Pietät in einer besonders dafür gebauten Halle zur Rufbewihrung nieder, bis ein Prophet in Israel ersteht und über ihre Berwendung ent scheidet?- Sie stieg״־ nun in de Ebene von Bes Hikerem hinab, brachen aus dem I-elfeugrunde da׳'elbst g'.nze Steine und baut.־!! damit den ne.ien A rar nah dem Modell des er len. Hin die dreizehn Brefchn, welbe die Griechen i> den Sareg gerissen hatten, um a!s seinen Steinen ihren Götzentempel zu bau.׳», zogen sie einen Iailii. Sei dem >va ׳ es G setz in Israel, dasz. 1v.־r das Huts Gat es betrat, um do.t zu bet n oder ei> O זע er n tha zu bringen und dabei eine di.׳־er Br scheu passierte, sich an dieser S olle zu Boden warf?- Sie re ni steil dann den Borhof und ׳ertigten neue Dienftg־rät־ für das Heiligtum au, denn Antiochus Hane ja all׳ goldenen und filbev icit G.rä e geplünder . Im Begriff mit dieser Arbeit zu beginn n ffell e sich l׳eraus, dag kein reines!De! da war, denn die Griech n hatten wi־ alles andere, so auch drs Del verun lautert, bis aus eineu prieffer'.ich versiegelt n Kruz mit Del, den man aufg׳־undeu ha t־.?1 m 25־ .Eislew, an dems Ibe» -rag, an de!n. genau drei Jahre verflossen waren seit dem uu glückliheit Moment, an dem auf Äutioch ts, Be ׳ hl das tägliche Dpser und der gau־^e Gottesdienft aufgehört halt in eben diefein -rag, voll zogen sie die Weibe des neuen Altars und!teilten die H.-rrl chke-t des Gottesha ises wie früh־r her. Da aber die Aerti zstellung d?s Ve ichters noch ncht möglich war, nahmen ue neoen eifern.־ Rohre, stellten sie im Gottesheiligtum flatt des Leuchters aus, zündeten daran die L^cht r mit dem au!gefundenen reinen Del ait. ^ie lezten re Schaubrode aus den Tisch, z'flen einen Scheidenorhang vor das Allerheiligste und btachten ln der Morgenfrühe das tägliche Dpfer towte ') Megillat Taanis VIII.. Makkabäerbuch >.. t. *) Megillat TaaniS IX. Mischna Middoth I, Makkabäer I, t, «'־' -׳ Middoth II, 3. Der Israelit. andere Empor« und Schlachtopfer dar, ivährend die Leviten, begleitet von v eleu Musikinstrumenten, die Psalmen Davids, des Königs von Israel, und anderer heiliger Sänger sangen. So voll zog sich die Emweihunz des Gotteshauses HU in Piacht und Heiligkeit unter einer festlich gehobenen BolkSmenge,׳ acht Tage lang währten die Festfreuden des Bolkes. Im folgenden Iahte setzten die Aelteffen des Bolkes und feine (belehrten die achttägig.׳ alljährlich wiederkehrende Ehanukaseier als Jett tage ein. An ihn» sollen dichter angezüudet n >d der Hort Israels durch Dank und Huldigung gefeiort iverden." Der Si־g der I-rommen und Demütigen über die starken, militärisch geschulten »ud blutgierigen Gr echen stellt such als eine Wiederhol!! uz des u> inderbareu Auszugs aus Mizrajim dar. Hier u׳ie dort siegte de! Weift über beit Körper, die Idee über die Materie, hier w e dort lieft Gott Helden in die Hand Schwacher fall־», Biele in die (Gewalt Böen ger, Schlechte in die Hand Gerechter und mutwillige Sünder in die Hand Thorabeflissener. Deshalb fe ein Israels Söhne die Ehanukatage ni fit mit T a n z und Reigen, nicht mit flatternden Kriegsemblemeu, nicht etiva hoch zu Rost mit Eiltsaltung militärische» Gepräiuzes, »onderu ״mit sichrer» mit Hob und Preis". Denn der Gottes geift, der im jüdische 1 Bolle lebte, e r führte den Kampf, nicht der Arm von I-lei ch und Blut. Deshalb hat man auch nicht etiva den Tag als Jett und I-reudeutag eingesetzt, au dem die Niederlage von Vufia.' erfolg e, als 1<h#m> jü di die Männer eine mehr als fiebenmal größere griechische Heeresmacht besiegten, sondern die Tage, an welchen die Böejhe des Gotteshauses und die Wiederaus!!!!!,»!!־ des Dpferdien tes er folgte. Iür diesen Geitt kämpften sie, dafür ga ׳eil sie ihr Beben hin, die Hasmo!der und alle Söhne Israels, und nicht etwa aus herrschfüch fü btigem Ehauviilism is. Deshalb haben au h während dieser acht Weihe a.,e die Söhne Israels ihre Ieiude geschont und keinen Tropfen 'Blutes vergossen, Kallittkenes ausgenommeu, de. in ׳re.!lein Uebermnt die Tempelpsorteu verbrniut halte, ihn ergriff das Bolk, risz ihn aus seinem Bertteck, in dem er Schutz gesucht hatte und lieg ihn seine I-reoel entgelten."'׳', Es folgt danii eine eingehende Schilderung der Masmahmen, die Ieluida Makkabi traf zur Anszeichu mg der Kohauim, die in den Jetten des allgemeinen Abfalls der Gottes־ache treu geblieben waren, sowie zur Aech uug derjen gen, die diese Treue vermissen leiten und es mit den Griechen gehalten hatten, was er ferner zur reinen, uu getrübten Erhaltung unseres eigentliche 1 Natio nalichatzes, unseres heiligen Schritttu1ns d ־r Thora, getan, di־ von den Griechen mit ihren Behrern den Ilammen überantwortet tvorden >var, wie unter seinen Auspieien der Gei» der Thora wieder neue Blüte t trieb, in den Maflnahmen eines Iofe Ben Iom'er und Jose Ben Iochanan — — alles flüchtig markierte Züge e »er Dar stellung, tvelche die grosze Ieit der Makkabäer in einem ganz aide n Bichte erscheinen läszt, als es uns sontt vorgeführt wird. Es wäre nur zu ivüuschen, dasz sich ein tteber setzer fände, der diese ganze Schilderung in deutscher S rache wiedergi tt, um sie recht weilen Kreisen zugängltch zu machen. *, Der Beria'ser verweist vier aut die Makkabäer büdier, IosepbnS und Talmud Sabbat 21. Bei letzterem Ittal bebi er besonders den Umstand hervor ^אחרד. לבעיב יעשאיב ־2״- -׳1׳ das! die Einsetzung des" Ekanukaststes erst ein Jahr nach der vollzogenen Einweihung eriolgle. Er scheint hier den 'Gedanken wagen zu wollen, dag das Ehanukaiest nicht dem auswallenden »Freudenrausch des Augenblicks seine Entstehung verdankt, sondern erst ein Jahr später eingesetzt wurde, als Zeichen dakkr, das, mit den ,Festtagen die Ieitstmunung nicht vorüber war. In dieser Nachsreude liegt die Probe aus die Echtbett, Innerlichkeit und Wahrhaftigkeit des Aestes, das nun schon seit mehr als 2000 Jahren da» Wedächtnis jener Jett der gesamten Diaipora >n lebendiger iz׳,sche erhält. Xie im Ie'trau'ch gestifteten Gedenktage haben selten eine lange Xauer. Makkabäer II, « 41 Nr V». Sette 11. S Nücherl'chau, Neue religionsiDissenfctiafflictie Literatur.* * Bon Xr, V. R. Rosenrksi in Pr Siargard. » Die Norbert Peters sche Schrift ..Bidet »nid Natur Wissenschaft nach den Wrundiatzen der kattioiischen Theo logie״ gibt ihren Iweck in der Ansschri't v, n vorn herein sehr klar an. Wer Norbert Peters frühere Arbeiten nicht kennt und die 5lschü«Iiche Druckerl inlntis voine liest, wird hier vielleicht ei» Berdaininungsurieil über die neuzeitliche Naiurivinenschast verinulen. Um vorliegende Schrift ihrem Webte nach recht zu begreifen, empsehlen wir noch des gleichen Beriai'sers Schritt ..die grundsätzliche Stellniig det katholischen ttuche «m- ׳u,>>e!s׳.׳r׳ch׳.:!!g־' ebenfalls de: ,>erdlnand Schäningb ui ־tzitderborn erschienen' worin eine (^renzscheide zwischen beiden tsiebieten vorgenoininen wird und nur diei en ige» Bestandteile der Bibel, ivetckie au'dieIdrderung des 111 ne renMensche»abziele».als nn bedingi angesehen werden, ivährend das. ivas dem Wissen dient, nicht als nnbedingier De» der «׳u.-ntbens lehre betrachtet wird. In »nseretn ־.״zurück uir Bibel" p.-ppetiniel - konnten ivir vom S landpunkt des gesetzes treuen Indentunis eine solch.־ Sonderung nicht vornehinen, iveil uns >eder Bu hsiabe der chriil wichtige 'Grundsätze und Deinungen bietet und ernidalicht: tratzden! haben wir dort dem ,zatsche! das Eingehen aus die Bidelwisientchast als unerläsilich hingestellt, allerdings »nt Wahrung seiner Selbständigkeit und »»l siele! Beamtung des Oirundsatzes, dag Mose, David. Iesaia und all die iiberlieserten Ber ianer der 21 Bücher nlchi deren schrislstellerische Schöpfer, sondern nur die We'äne der Lisenbarung ׳eien. Xte Irage nach der Bet kailerschast. die aus dem Wortlaut der Schritt beantwortet werden soll, scheidet für das gläubige Judentum deshalb aus und an ihre Stelle tritt die Irage, au! ivelche Ieitaller der Wotlesgein die!Sfsenbarungen berechnet hat In dieser Irage ist die Weschichtssorschung die unerlästliche 'Begleiterin »nid die Derigettall gibt daraus Ani'vort. Loli in Laloino einem zersabrenen Ieitaller die rechte Vebensanschauung geboten werden, so lägt ihn der Wattesge!st in ttohelet die Worte finden, die dem lhpischen Bilde eines solchen .׳iettalters an! genauesten enisprechen. Es kann nicht gentig lnrvorr gehoben werden, dan dies die Wrundsätze des strenggläubigen Forschers »n Judentum sind und!ede» Ber- ,liwelgen und Schwächen derselben ist eine schwache. Der ,Forscher, der ne recht versteht, kann ebensogrog nach dor streng ivissenschastlichen Seite bin sein, wie die Arbeiten von Dr. Hossmann vor allen! auch sein soeben erschienener zweiter Band von tteviurusi beweisen. Diese Wrundsätze lind durchaus keine »Vdet für den Wotjt, der stch auf das s^eld der Bibelwiüenschast wagen will, wohl aber eine Schutzmauer, die ihn nicht nur davor schützt, sich selbst zu verlieren, sondern >dm auch die rechte Borstcht etnskvftt den Uebertreibungen der Neuesten gegenüber. Und das ist ein Wetumn für die Wissenschaft selb!!. Die Wrundsätze der itirche sind aber von vornherein andere, als die unsrigen. Unter dieser Boraussetznng haben wir die Aeusterungen Norbert Peters als eine will kominene Unterstützung unseres Uampsruss ״Iurück zur Bibel'" begrünt Än Schlüsse unserer Schrist haben wir au׳ eine grbnere, handschriftlich bereits vorliegend« Abhandlung hmgewiesen, welche ttzlauben und Wissen überhaupt in ähnlicher Weise behandelt. So fei*»!01! auh bei Norbert Peters aut >ene Arbeit nu>. dte damit;usamnienbängende weitgreiiendere folgen, welche Bibel und ^Naturwisf-nschaft einander entgegensteUt. Es dient der Schrift zum Borteil, daft ne sich aus einen Bortrag auibaut» den Berf. >90'» in Eden gehalten hat. Ihm scheint der Wedanke gefährlich, das! Bibel und Forschung unve einbare «fegensätze seien. Die Lffenbarung hat vorzugsweis-־ die Heiligung des menschlichen Empfindens, Denkens und Duns zu ihren! Iwecke und geht durchaus nicht daraus aus, dem Menschen dte! ent gen Wissenschaften aus wunderbare Art deizubringen, dte er durch eigene Forschungen zu erlangen benimmt ist. Dadurch würbe der menschliche *Hrift in ieiner Eniwicklung nur gehemmt werden. Was er aber selbst nicht tm Stande ist zu erreichen, die Antwort aus die letzten Iragen, welche das Weltall an den Menschen richtet, gerade da» *> I» Ctto Pt leide rer. pro׳e׳׳or an der Universität zu Berlin: Neliaian und Netigioneu -IV.) und Li!« Seiten. München, vedmann, >־.«>«'.. brolchien 1. qeb. .1 Mk. Dr. Norbert Peter«: Bibel und Naturwidenlchatt nach ben Wnind'itzen der kaldolüchen Ibeorie. Paderborn, Schäningh, «'<»> Seiten. Dr. Erich Bi ich»!: fo« von Otott« M ״♦*׳«?׳ ״Xrullchr» «•**י

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